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MINT - Netzwerk für Burgenlands Zukunft

Im Burgenland engagieren sich immer mehr Kindergärten und Schulen beim Thema MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). IV-Burgenland, Bildungslandesrätin und Bildungsdirektion holten die Wiedereinreicher des MINT-Gütesiegels vor den Vorhang.

Das „MINT-Gütesiegel“ (www.mintschule.at) wurde 2021 zum fünften Mal von BMBWF, IV, Wissensfabrik Österreich und PH Wien verliehen. Es zeichnet Bildungseinrichtungen aus, die innovatives und begeisterndes Lernen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fördern – mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen. Ausgezeichnete Bildungseinrichtungen erhalten ein digitales und ein haptisches Gütesiegel für die Dauer von drei Jahren. Eine Wiedereinreichung ist mit einem MINT-Ausbau durch Schulentwicklungsmaßnahmen nach diesen drei Jahren möglich. 

Industrie sagt: Danke!

Bei wiedereinreichenden Bildungseinrichtungen (Bildungseinrichtungen, die in der Vergangenheit bereits mit dem für drei Jahre gültigen MINT-Gütesiegel ausgezeichnet worden sind) liegt der Fragenfokus einerseits auf einem Rückblick auf die letzten drei Jahre, andererseits sollen im Sinne der Unterrichts- und Schulentwicklung Ziele und Maßnahmen für die kommenden drei Jahre formuliert werden.

Fünf burgenländische Bildungseinrichtungen (drei Primarstufen, eine Sekundarstufe und eine Berufsschule) haben wieder eingereicht und das MINT-Gütesiegel erneut erhalten. Die Vertreter dieser fünf Schulen wurden in einer kleinen Feier bei Isosport in Eisenstadt in Anwesenheit von Bildungslandesrätin Daniela Winkler und dem Leiter des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion, Jürgen Neuwirth, vor den Vorhang geholt.

Es war der IV-Burgenland ein Anliegen, die engagierten Pädagogen einzuladen und miteinander zu vernetzen: „Die Industrie sagt danke! Sie alle gestalten die Zukunft des Standorts Burgenland mit und sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft heimische Fachkräfte sowie Forscherinnen und Forscher in Betrieben und Forschungseinrichtungen haben werden“, so IV-Burgenland-Präsident Manfred Gerger. „Wir leben in einer Welt, die von rasanten Veränderungen geprägt ist. Neue Technologien beeinflussen immer mehr Bereiche unseres Lebens und die fortschreitende Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklung. Mit dem technologischen Fortschritt ändern sich auch die Anforderungen an junge Menschen am Arbeitsmarkt. Kompetenzen in den MINT-Disziplinen sind dabei in einer modernen Gesellschaft immer stärker gefragt und eröffnen vielseitige berufliche und persönliche Chancen für junge Menschen. Und dieser Herausforderung begegnen diese Pädagoginnen und Pädagogen mit ihrem Wissen, das sie den jungen Menschen weitergeben“.

Landesrätin Daniela Winkler wies bei der Feier auf die Bedeutung der MINTFächer für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hin: „Forschung, Entwicklung und Innovation sind das Fundament für unseren Wohlstand und die hervorragende Versorgung in allen Bereichen. Wir stehen vor sehr großen Herausforderungen, deren Bewältigung uns viel Einsatz und Know-how abverlangen werden. Ich denke da vor allem an den nachhaltigen Umgang mit unserer Natur und den Ressourcen. Eine Ausbildung oder Qualifikation in MINT-Fächern bietet viel mehr als große Chancen im Berufsleben. MINT-Fächer werden die Hauptrolle einnehmen, wenn es darum geht, wie wir die Produktion, die Wirtschaft und unseren persönlichen Lebensstil nachhaltig und umweltschonend ausrichten wollen. Umso wichtiger ist es, bereits in den Schulen, in einer der wichtigsten Entwicklungsphasen junger Menschen, zu informieren und in der Berufsorientierung zu unterstützen. Die Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Es freut mich, dass dieses besondere Engagement mit dem MINT-Gütesiegel sichtbar gemacht wird.

Jürgen Neuwirth, Leiter des Bereichs Pädagogischer Dienst in der Bildungsdirektion Burgenland: „Es sind die MINT-Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die uns als Gesellschaft weiterbringen. Leider ist es so, dass diese Fächer noch immer nicht den hohen Stellenwert einnehmen, den sie einnehmen sollten. Techniker, Informatiker oder Forscher werden sehr schnell als Nerds, also als Streber oder Außenseiter, ins Eck gestellt und belächelt. Sie sind es aber, die unsere Zukunft nachhaltig gestalten. Es muss unser aller Interesse sein darauf zu schauen, dass wir unsere Kinder von Grund auf für Technik und Wissenschaft begeistern.“