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Südburgenland: Impulse für Wachstum und Beschäftigung

Das Land Burgenland hat sich im „Zukunftsplan Burgenland“ das Ziel gesetzt, die regionalen Ungleichheiten in Wachstum undBeschäftigung – insbesondere im Südburgenland – auszugleichen. Durch die Errichtung der S7 (Fürstenfelder Schnellstraße),Bahnprojekte und weitere Infrastrukturmaßnahmen soll das gelingen.

Mit der S7 (Fürstenfelder Schnellstraße) vom Knoten Riegersdorf über Rudersdorf/ Deutsch Kaltenbrunn bis Heiligenkreuz i.L. verfügt der Bezirk Jennersdorf erstmals über eine hochrangige Anbindung an das übergeordnete
Straßennetz. Die S7 soll bis zum Jahr 2023/2024 fertiggestellt sein.

Seit Jahrzehnten hofft man im Bezirk aber auch auf eine Elektrifizierung der rund 75 Kilometer langen Strecke Graz-Jennersdorf, weil damit schnellere Verbindungen möglich wären. Auf Initiative von Südburgenland-Manager Werner Unger kam es im März des Vorjahres zu Gesprächen mit den ÖBB und Vertretern des Bezirks Jennersdorf Jennersdorf ist der einzige Bahnhof im Süden, der noch regelmäßig von Personenzügen angefahren wird. Knapp eine Stunde und zwanzig Minuten braucht die schnellste Verbindung derzeit von Jennersdorf nach Graz. Nach 2027 soll es nur mehr eine Stunde dauern. Die Maßnahmen zur Elektrifizierung der Strecke Graz-Jennersdorf sind derzeit in Planung welche bis 2023 abgeschlossen sein soll und von der EU zu 50 Prozent kofinanziert wird.


Unmittelbar danach beginnt die Bauphase, die voraussichtlich bis 2027 dauert. Neben der CO2 Einsparung leisten die ÖBB mit der Elektrifizierung der Ostbahn einen wichtigen Beitrag für die Region und gehen wegen einer
geplanten Taktverdichtung und Geschwindigkeitserhöhungen auch von entsprechende Zuwächsen bei den Fahrgastzahlen aus. Die Tonnagen im Güterverkehr könnten durch die Elektrifizierung erhöht werden. Laut ÖBBRahmenplan sind 122 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt.

Verladebahnhof Rotenturm
Zur Belebung und Weiterentwicklung der Region wurde der Holzverladebahnhof im Stadtgebiet von Oberwart in den ehemaligen Bahnhof von Rotenturm, direkt an der B63, verlegt. Das Land Burgenland hat die stillgelegte Bahnlinie zwischen Oberwart, beziehungsweise Unterwart, und Großpetersdorf im Jahr 2018 gekauft und mehr als eine Million Euro investiert, damit man diese Holzverladestelle verlegen konnte. Für die Stadt Oberwart und das Land Burgenland ein sehr wichtiger Schritt, um hier den Güterverkehr abzusichern.
Die Holzverladestelle wurde speziell für den Schwerverkehr ausgestattet, mehr als 200 Meter Gleise wurden neu verlegt, die Stehplätze für die Schwerfahrzeuge wurden neu asphaltiert und mit einer Beleuchtung versehen.
In etwa 32.000 Tonnen Rund- und Schnittholz können so von der Straße auf die Schiene gebracht werden.


Interkommunaler Businesspark
In Zusammenarbeit zwischen Land Burgenland, der Wirtschaftsagentur Burgenland und den Gemeinden des Bezirkes Jennersdorf entsteht am künftigen Knoten Rudersdorf/ Deutsch Kaltenbrunn ein neuer interkommunaler
Businesspark. Für das Projekt sind Gesamtinvestitionen von rund 7,2 Millionen Euro vorgesehen – etwa für Grundstücksankäufe und Erschließungen.


Dabei wird die Wirtschaftsagentur Burgenland gemeinsam mit den 12 politischen Gemeinden eine gemeinsame Gesellschaft gründen, die personellen und finanziellen Rahmenbedingungen sicherstellen und unter der Dachmarke „Businesspark Burgenland“ die Vermarktung und Verwertung der Betriebsflächen vorantreiben. Die Wirtschaftsagentur Burgenland übernimmt dazu 70 Prozent und die Gemeinden 30 Prozent der Gesellschaftsanteile. „Der neue Businesspark zielt vermarktungstechnisch auf die Ansiedlung hochwertiger Betriebe ab und soll das Südburgenland wirtschaftlich stärken. Wir erwarten uns zahlreiche neue Jobs, wirtschaftlichen Aufstieg und neue Perspektiven im Süden des Landes“, so Südburgenland- Manager Werner Unger.

Foto: Wirtschaftagentur Burgenland