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02.05.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Industrie: Beschäftigungsanreize stärken und Faktor Arbeit weiter entlasten 

Gas-Einsparungspotenzial für Industrie nicht nachvollziehbar

IV-Kärnten warnt vor wirtschaftlichen Folgen eines Gas-Embargos

Burgenlands Industriebetriebe blicken sorgenvoll in die Zukunft 

IV-OÖ: Nach Hochkonjunktur-Phase könnte nun harte Landung bevorstehen

Vorarlberger Industriebetriebe klagen über Niveau der Pflichtschul-Abgänger 

Allgemein

Inflation im April laut Schnellschätzung auf 7,2 Prozent gestiegen

Wifo: Österreichs Wirtschaft kräftig ins neue Jahr gestartet

Euro-Inflation im April auf Rekordhoch

Wirtschaft in Eurozone wuchs zu Jahresbeginn leicht

Eurozone: Geldmenge wuchs langsamer

IV-Mitglieder in den Medien

OMV meldet Gewinn- und Umsatzsprung im ersten Quartal

Erste Group erhöhte Nettogewinn im ersten Quartal um ein Viertel

Andritz: Rekord-Auftragsstand im ersten Quartal

Palfinger erzielte umsatzstärkstes erstes Quartal in polarisierendem Umfeld

Rosenbauer erhöht Beteiligung an Rosenbauer America auf 75 Prozent

ÖBB-Ergebnis wieder auf Vorkrisenniveau

AMAG profitiert von hoher Aluminiumnachfrage

Vorarlberger Privatkäserei Rupp übernimmt irisches Unternehmen

RVS zieht positive Bilanz für 2021 

Manner 2021 mit deutlichem Umsatzplus

Fronius will Zahl der Mitarbeiter verdoppeln

Montana Tech steigerte 2021 Umsatz und Gewinn 

Hypo Vorarlberg ergebnistechnisch wieder auf Vor-Pandemie-Niveau

RLB OÖ schloss 2021 mit erfreulichem Ergebnis ab

RLB Steiermark profitiert von Hypo-Fusion

RLB Tirol legt Anleihe auf

Rubble Master hält an Ausbauplänen in Linz fest

Volvo baut neuen Österreich-Hauptsitz

Apfalter: „20 bis 30 Prozent fahren 2030 noch mit einem Verbrennungsmotor“

Wellpappen-Industrie: Solides Wachstum, großer Kostendruck

Salzburg AG: CNG-Preisgarantie „bis auf Weiteres“

Porr bestellte neuen Finanzvorstand

IV in den Medien

Industrie: Beschäftigungsanreize stärken und Faktor Arbeit weiter entlasten 

Kurz vor dem „Tag der Arbeit 2022“ hat die Industriellenvereinigung (IV) Alarm geschlagen: „Zuletzt waren beim AMS beinahe 124.000 offene Stellen gemeldet und die Jobplattform des AMS 'alle jobs' weist sogar über 250.000 Stellenangebote aus. Über 45.000 der beim AMS gemeldeten Stellen finden sich im produzierenden Sektor – diese Zahl hat sich im Fünfjahresvergleich mehr als verdoppelt und im Zehnjahresvergleich sogar beinahe vervierfacht“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Diese Entwicklung sei „alarmierend und zeigt den dringenden Handlungsbedarf, man muss dem Arbeits- und Fachkräftemangel gezielt entgegenwirken“. Es brauche dringend eine umfassende Reform der Arbeitslosenversicherung, die Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit fördere. „Eine bloße Erhöhung des Arbeitslosengeldes wäre hierfür der falsche Weg“, so Neumayer. Wer gute Arbeit im Land ausbauen wolle, der müsse Beschäftigungsanreize stärken und den Faktor Arbeit weiter entlasten. Zudem würden „die im internationalen Vergleich sehr hohen Lohnnebenkosten den Arbeitsmarkt und den Standort Österreich stark belasten“. Neumayer: „Es gilt, wie auch im Regierungsprogramm vorgesehen, Potenziale zur Senkung der Lohnnebenkosten zu heben und die Lohnnebenkostenlast insgesamt spürbar zu senken.“ Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auch im Bereich der Inflation warnt Neumayer vor einer „Preis-Lohnspirale“ und schlägt steuer- und abgabenfreie Einmalzahlungen vor. (1.5. Ö1-„Morgenjournal“; 30.4. heute.at) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Gas-Einsparungspotenzial für Industrie nicht nachvollziehbar

Österreich könnte trotz aktuell hoher Abhängigkeit bis 2027 aus russischem Gas aussteigen, behauptet eine Analyse der Energieagentur. Noch strömt das Gas ohne Einschränkungen aus Russland nach Österreich. Doch die Sorge ist groß, dass Russland aus Vergeltung den Gashahn plötzlich zudreht. Sollte das passieren, würden Notfallpläne aktiviert, die sicher zu schweren wirtschaftlichen Verwerfungen führen würden. Bei der Industrie wird unterschieden, ob Gas für den jeweiligen Prozess ersetzt werden kann (durch Strom) oder nicht. Etwas mehr als zehn Prozent könnten laut besagter Studie nur durch Effizienz gespart werden, rund ein Viertel der Betriebe könnten ganz aus Gas aussteigen. Der Machbarkeit dieser Zahlen wird aber seitens der Industrie widersprochen: „Graduelle Verbesserungen sind sicher möglich. Aber das genannte Einsparpotenzial ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt IV-Energieexperte Dieter Drexel. Der Gaspreis steige nicht seit gestern, die Betriebe hätten längst alle Potenziale gehoben. (30.4. Kurier S. 5)

IV-Kärnten warnt vor wirtschaftlichen Folgen eines Gas-Embargos

Ein Embargo von russischem Gas hätte verheerende Folgen für Kärntens Industrie und Wirtschaft, warnt die IV-Kärnten. Von einem Gas-Stopp wären etwa 16.000 Arbeitsplätze in der Kärntner Industrie direkt betroffen, sagt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Fast zwei Drittel des gesamten Gasvolumens werden in der Zement-, Papier-, Eisen- und Stahlerzeugung sowie im Bergbau verbraucht. Ein Ausfall der Produktion in diesen Leitbetrieben sei nicht zu verkraften, so die IV-Kärnten. Gefordert werden ein höheres Tempo beim Ausbau von erneuerbarer Energie und schnellere Genehmigungsverfahren. (30.4. Kärnten heute)

Burgenlands Industriebetriebe blicken sorgenvoll in die Zukunft 

Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der IV-Burgenland zum ersten Quartal 2022 bewerten nur noch 14 Prozent der Befragten die Geschäftslage als gut. Im vierten Quartal 2021 waren es noch 60 Prozent gewesen. Im Gegenzug beurteilen 33 Prozent die Lage als schlecht, vor ein paar Monaten waren nur 16 Prozent pessimistisch. „Das ist die schwärzeste Entwicklung, die ich je erlebt habe“, betont IV-Burgenland-Präsident Manfred Gerger. „Mehrere Faktoren“ seien für die triste Stimmung verantwortlich: Die Nachwirkungen von Corona seien noch nicht verdaut gewesen, als mit dem Krieg in der Ukraine steigende Energiepreise und Inflation Einzug hielten. Für Lichtblicke sorgen die als konstant eingeschätzten Auslandsaufträge und die trotz aller Widrigkeiten ungebremste Bereitschaft der Industrie, qualifiziertes Personal einzustellen. Das Stillen der Nachfrage nach Fachkräften bleibe „eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte“, so IV-Burgenland-Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl. Von der Bundesregierung werden „Strompreiskompensation, Abschaffung der kalten Progression und Senkung der Lohnnebenkosten“ erwartet. Puschautz-Meidl: „Ohne rasche Gegenmaßnahmen besteht die Gefahr, dass viele Unternehmen ihre Produktion herunterfahren oder auslagern müssen“. (2.5. Kurier/Burgenland S. 15, Radio Burgenland Aktuell, burgenland.orf.at)

IV-OÖ: Nach Hochkonjunktur-Phase könnte nun harte Landung bevorstehen

Laut jüngster Konjunkturumfrage der IV-OÖ beginnt die Geschäftslage, die sich derzeit mit einem Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen von +71 Prozentpunkten noch auf höchstem Niveau befindet, in den freien Fall überzugehen. Gesamt betrachtet kommt es zu einem deutlichen Einbruch des Konjunkturbarometers: Lag der Geschäftsklimaindex im Vorquartal bei sehr guten +48,5 Punkten, so reduzierte er sich nun auf nur mehr +13,5 Punkte. IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch fordert nun eine unmittelbare Reaktion der Bundesregierung ein. „Ganz oben auf der Maßnahmenliste stehen dabei die längst überfällige Abschaffung der kalten Progression, eine Lohnnebenkostensenkung sowie eine Strompreiskompensation und unbürokratische Steuergutschriften zur Entlastung von den hohen Energiepreisen“, sagt Haindl-Grutsch. „Angesichts der bedrohlich dunklen Gewitterwolken sollte jetzt der Bundesregierung klar sein, dass schnelle industriepolitische Entscheidungen notwendig sind, um den Industriestandort Österreich sicher durch die Krise zu führen. Jetzt muss die Regierung Handlungsfähigkeit beweisen.“ (1.5. Kurier/Industrieland Oberösterreich S. 10-11)

Vorarlberger Industriebetriebe klagen über Niveau der Pflichtschul-Abgänger 

Arbeitsplätze für junge Menschen würde es in Vorarlberg in Hülle und Fülle geben, in nahezu allen Branchen gibt es ein Gerangel um gute Lehrlinge. Doch diese werden immer seltener. In einer Umfrage der IV-Vorarlberg und der Wirtschaftskammer Vorarlberg klagen 40 Prozent der Industrieunternehmen über das Niveau der Pflichtschulabgänger. Mädchen und Burschen haben Probleme mit den Grundrechnungsarten und sie tun sich schwer Texte zu lesen und deren Sinn zu verstehen. Die befragten Industrieunternehmen sagen, dass die jungen Menschen in den Schulen schlecht auf eine Lehrlingsausbildung vorbereitet werden. Für die Unternehmen bedeutet das, dass sie wesentlich mehr Zeit und Geld investieren müssen, damit diese Lücken wieder ausgeglichen werden. (1.5. Radio Vorarlberg Landesrundschau, vorarlberg.orf.at)

Allgemein

Inflation im April laut Schnellschätzung auf 7,2 Prozent gestiegen

In Österreich dürfte die Inflationsrate im April laut Schnellschätzung der Statistik Austria auf 7,2 Prozent weiter nach oben geklettert sein – nach 6,8 Prozent im März. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich das heimische Preisniveau um 0,3 Prozent, ergab die vorläufige Rechnung. Haupttreiber blieben Treibstoffe und Energieprodukte, „doch geht auch von Nahrungsmitteln ein zusätzlicher preissteigender Effekt aus“, erklärte Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas. Der für Eurozonen-Vergleiche ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Österreich lag im April gemäß der Schätzung ebenfalls um 7,2 Prozent über dem Vorjahresmonat sowie um 0,6 Prozent über dem Vormonat März. (30.4. Alle TZ)

Wifo: Österreichs Wirtschaft kräftig ins neue Jahr gestartet

Österreichs Wirtschaft ist mit einem kräftigen Wachstum ins neue Jahr gestartet. Gegenüber dem vorhergehenden Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Jänner bis März real um 2,5 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 8,7 Prozent, wie eine Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) ergab. Getragen wurde die positive Entwicklung heuer im ersten Quartal vom Dienstleistungssektor, der Industrie und dem Bau. Die Wertschöpfung der Industrie stieg zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vorquartal um 4,0 Prozent, während sie im vierten Quartal noch leicht um 0,3 Prozent zurückgegangen war. In der Bauwirtschaft gab es bis März ein Plus von 2,6 Prozent, nach 1,9 Prozent Minus davor. Auf der Nachfrageseite verzeichneten sowohl der Außenhandel als auch die Investitionen eine positive Dynamik. Hingegen stagnierten die Konsumausgaben der Privathaushalte. (30.4. Kleine S. 31, WZ S. 10, TT S. 22)

Euro-Inflation im April auf Rekordhoch

Die massiv gestiegenen Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs haben die Inflation im Euroraum auf ein neues Rekordhoch getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April durchschnittlich um 7,5 Prozent binnen Jahresfrist, verlautbarte das Statistikamt Eurostat. Im März war die Inflation bei 7,4 Prozent gelegen, im Februar bei 5,9 Prozent. Haupttreiber der Teuerung waren einmal mehr die kräftig gestiegenen Energiepreise. Auf Jahressicht kletterten sie um 38 Prozent. (30.4. Alle TZ)

Wirtschaft in Eurozone wuchs zu Jahresbeginn leicht

Die Wirtschaft der Eurozone ist Anfang 2022 leicht gewachsen. Die Wirtschaftsleistung (BIP) im Euroraum ist Eurostat-Angaben zufolge im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen. Der vorläufigen Schätzung lagen jedoch nur Daten von zehn Euroländern zugrunde. Österreich verzeichnete demnach im Frühjahr ein Plus von 2,5 Prozent, nur das Wachstum von Portugal war mit plus 2,6 Prozent größer. Rückgänge registrierten Schweden (-0,4 Prozent) und Italien (-0,2 Prozent). (30.4. Presse S. 20, WZ S. 10)

Eurozone: Geldmenge wuchs langsamer

Im Euroraum hat sich das Wachstum der Geldmenge abgeschwächt. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) bekanntgab. So schwach war das Wachstum der Geldmenge seit Februar 2020 nicht mehr. Analysten hatten eine Wachstumsrate von 6,2 Prozent erwartet. Allerdings wurde das Wachstum der Geldmenge M3 im Februar nach oben revidiert. Im Vormonat legte die Geldmenge demnach um 6,4 Prozent zu, nachdem zuvor ein Wachstum um 6,3 Prozent gemeldet worden war. (29.4. trend.at)

IV-Mitglieder in den Medien

OMV meldet Gewinn- und Umsatzsprung im ersten Quartal

Vor allem dank des aktuell sehr hohen Gaspreises hat die OMV AG im ersten Quartal 2022 sowohl ihren Umsatz als auch den operativen Gewinn kräftig gesteigert. Die Erlöse stiegen um 146 Prozent auf 15,8 Mrd. Euro. Das um Lagerhaltungseffekte bereinigte CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten wurde von 870 Mio. auf 2,62 Mrd. Euro verdreifacht, meldete das Öl- und Gasunternehmen. Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten konnte von 424 Mio. auf 1,07 Mrd. Euro mehr als verdoppelt werden. In welcher Form die OMV künftig für die Gaslieferungen aus Russland bezahlen wird, steht nach den Worten von OMV-CEO Alfred Stern noch immer nicht fest. Über die Sanktionskonformität der von Gazprom vorgeschlagenen neuen Zahlungsmodalitäten – vor allem die Bezahlung der Gasrechnungen in Rubel – „besteht relativ große Unklarheit“, betonte Stern. Derzeit bezahle die OMV noch gemäß dem bestehenden Vertrag mit Gazprom in Euro. (30.4. Alle TZ)

Erste Group erhöhte Nettogewinn im ersten Quartal um ein Viertel

Die börsenotierte Erste Group hat im ersten Quartal 2022 dank anhaltend niedriger Risikokosten und Zinssteigerungen außerhalb der Eurozone mehr Gewinn erwirtschaftet. Der Nettogewinn erhöhte sich im Jahresvergleich um mehr als ein Viertel (26,4 Prozent) auf 448,8 Mio. Euro. Positiv lief auch das Kreditgeschäft, das Kundenkreditvolumen legte um 2,8 Prozent zu. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank mit einem Nettokreditwachstum im mittleren einstelligen Bereich, hieß es im Ausblick. Trotz der Unsicherheiten rund um den Ukraine-Krieg habe sich die Konjunktur in den zentraleuropäischen Märkten resilient gezeigt und so zur Unterstützung der Quartalsergebnisse beigetragen, so Finanzchef Stefan Dörfler. Auch für das Gesamtjahr rechnet die Bank noch mit weitgehend positiven Konjunkturaussichten in ihren Kernmärkten Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Serbien. (30.4. Kurier S. 13, Presse S. 22, Standard S. 19)

Andritz: Rekord-Auftragsstand im ersten Quartal

„Trotz der sehr schwierigen Rahmenbedingungen konnten wir den Auftragseingang in allen Geschäftsbereichen – zum Teil sogar deutlich – steigern und damit eine gute Basis für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den kommenden Quartalen schaffen", so der seit Anfang April amtierende Andritz-Chef Joachim Schönbeck. Der Auftragseingang erreichte laut Firmenangaben im ersten Quartal mit knapp 2,6 Mrd. Euro den zweithöchsten Quartalswert in der Unternehmensgeschichte, beim Auftragsstand gab es mit 9,4 Mrd. Euro einen Rekordwert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro, der Gewinn kletterte um 15,1 Prozent auf 71,5 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Andritz trotz des Ukraine-Kriegs und der weltweiten Konjunkturabkühlung weiterhin ein Plus bei Umsatz und Ergebnis. (30.4. Presse S. 23, Österreich S. 15)

Palfinger erzielte umsatzstärkstes erstes Quartal in polarisierendem Umfeld

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger ist mit dem historisch höchsten Umsatz in einem ersten Quartal in das Jahr 2022 gestartet. Allerdings stehen dem weiterhin positiven Marktumfeld und dem steigenden Auftragsstand erste Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, weiter rasant steigende Materialkosten und instabile Lieferketten gegenüber. In diesem polarisierenden Umfeld verzeichnete die Palfinger AG im ersten Quartal einen Rekordumsatz von 485,6 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis von 30,4 Mio. Euro. Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen sowie der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wurden die Erwartungen an Umsatz und Ergebnis für heuer reduziert. An den mittel- und langfristigen Zielen hält das Unternehmen nach wie vor fest. 2024 soll ein Umsatz von 2,3 Mrd. Euro aus organischem Wachstum und eine EBIT-Marge von zehn Prozent erzielt werden. 2030 soll die Umsatzmarke von 3,0 Mrd. Euro fallen. (30.4. Kurier S. 13, SN S. 14)

Rosenbauer erhöht Beteiligung an Rosenbauer America auf 75 Prozent

Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat die Beteiligung an Rosenbauer America LLC von 50 auf 75 Prozent erhöht. Die Rosenbauer International AG erwarb die Anteile von einem Minderheitsgesellschafter. Die Beteiligungserhöhung biete „die strategische Chance, das Geschäft in dieser Region weiter auszubauen und die Integration des US-Teilkonzerns zu verstärken“, erklärte der Feuerwehrausrüster. Für Rosenbauer ist Nordamerika ein wichtiger Zukunftsmarkt. 2021 habe sich der dortige Markt trotz Coronapandemie „sehr dynamisch entwickelt“, hieß es. Nordamerika ist der weltweit größte Feuerwehrmarkt. Rosenbauer America ist die Holdinggesellschaft für das Nordamerika-Geschäft des Rosenbauer-Konzerns. Das Geschäftsvolumen belief sich zuletzt auf 262,9 Mio. Euro. (30.4. Volksblatt S. 23)

ÖBB-Ergebnis wieder auf Vorkrisenniveau

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben im zweiten Corona-Jahr 2021 zwar wieder mehr Fahrgäste transportiert als 2020. An die Zahlen von 2019 (477 Millionen Fahrgäste im Nah-, Fern- und Busverkehr) kam man mit insgesamt 323 Millionen Passagieren, die ÖBB-Dienste nutzten, aber bei weitem noch nicht heran. Das operative Ergebnis (EBT) hingegen erreichte 170 Mio. Euro und überstieg auch den Wert von 2019, nicht nur jenen von 2020 (2020: 59 Mio. Euro; 2019: 169 Mio. Euro). Wirtschaftlich betrachtet habe man mit diesen Finanzzahlen die Corona-Pandemie hinter sich gelassen, berichteten Vorstandschef Andreas Matthä und Finanzvorstand Arnold Schiefer. An die Fahrgastzahlen von vor der Krise 2019 wolle man heuer wieder aufschließen. „Das Ergebnis wird aus positiven Ergebnissen aller Konzernbereiche gespeist“, betonte Matthä. (30.4. Alle TZ)

AMAG profitiert von hoher Aluminiumnachfrage

Der börsenotierte Aluminiumverarbeiter AMAG hat im ersten Quartal 2022 sehr gute Geschäfte gemacht und einen Rekordgewinn eingefahren. Eine gute Auslastung in Ranshofen, ein sehr hoher Aluminiumpreis und eine stabile Produktion in der kanadischen Beteiligung Alouette haben dazu geführt, dass der Umsatz um 60 Prozent auf 399 Mio. Euro gestiegen ist. Insbesondere „der signifikante Anstieg der Absatzmengen und Produktmixoptimierungen am Standort Ranshofen“ seien für das gute Ergebnis im ersten Quartal verantwortlich. Der Gewinn nach Ertragssteuern stieg von 5,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 32,5 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen von 21,6 Mio. Euro ergab sich in der AMAG-Gruppe im ersten Quartal eine Verfünffachung im Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 9,3 auf 46,3 Mio. Euro. „Der weitere Geschäftsverlauf der AMAG hängt wesentlich von der generellen Wirtschaftsentwicklung und am Standort Ranshofen von den Risiken der Energieversorgung ab“, so AMAG-Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer im Ausblick. (30.4. Kurier S. 13, OÖN S. 12, Volksblatt S. 22)

Vorarlberger Privatkäserei Rupp übernimmt irisches Unternehmen

Die Vorarlberger Privatkäserei Rupp AG hat das irische Unternehmen Ingredient Solutions übernommen. Damit sei ein weiterer Schritt in Richtung internationale Expansion gelungen. Man wolle nun Synergien im Export und bei der Erschließung des britischen Marktes nutzen, informierte Rupp. Die beiden Unternehmen ergänzten sich nicht nur marktseitig gut, sondern stellten vor allem aus Produktsicht eine passende Ergänzung dar, sagte Josef Rupp, Vorstandsvorsitzender der Rupp AG. Ingredient Solutions entwickelte sich seit der Gründung im Jahr 2000 zu einem führenden Käseunternehmen des Landes und hat seinen Sitz auch im Vereinigten Königreich. Ingredient Solutions werde selbstständig vom bisherigen Geschäftsführer weitergeführt, auch werde die Belegschaft vollständig übernommen, erklärte Rupp. (30.4. Presse S. 20, SN S. 12, VN D3, NVT S. 13; 29.4. ORF Vorarlberg)

RVS zieht positive Bilanz für 2021 

Der Raiffeisenverband Salzburg (RVS) zieht eine positive Bilanz für das Vorjahr. RVS-Generaldirektor Heinz Konrad sprach bei der Generalversammlung am Freitag von einem „ausgezeichneten Ergebnis“. Die Kunden hätten die Corona-Krise dank umfangreicher staatlicher Hilfsmaßnahmen gut verkraftet. Corona-bedingte Kreditausfälle habe es in der Bank „praktisch nicht gegeben“. Das Betriebsergebnis kletterte um 3,9 auf 63,3 Mio. Euro, die Bilanzsumme auf 9,7 Mrd. Euro. Die Eigenmittel stiegen auf 756 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 16,3 Prozent entspricht. (30.4. SN L12)

Manner 2021 mit deutlichem Umsatzplus

Der Wiener Süßwarenhersteller Manner hat im Vorjahr in Österreich und im Ausland deutlich mehr umgesetzt. Der Umsatz wurde um 10,2 Prozent auf 239,4 Mio. Euro verbessert, der Jahresüberschuss erhöhte sich um rund ein Drittel auf 2,5 Mio. Euro. Wegen steigenden Kosten plant Manner heuer die Preise anzuheben. Neben den Preisen für Kakao, Haselnuss und Milchprodukte sind laut dem Süßwarenhersteller nahezu alle anderen eingesetzten Rohstoffe im Preisniveau angestiegen. Höhere Rohstoff- und Energiepreise und die Auswirkungen der Pandemie wirkten sich 2021 negativ auf den Gewinn aus. Der Manner-Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr, dass sämtliche Ergebnisse und Kennzahlen im Vergleich zu 2021 stark von den Ereignissen in der Ukraine beeinflusst werden. (30.4. Kurier S. 14, SN S. 12)

Fronius will Zahl der Mitarbeiter verdoppeln

Das oberösterreichische Technologieunternehmen Fronius will die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. 700 bis 800 neue Forscher sollen aufgenommen werden. Zusätzlich zu den 780 derzeit in diesem Bereich tätigen Mitarbeitern suche das Unternehmen vor allem Softwarespezialisten. (30.4. Standard S. 19)

Montana Tech steigerte 2021 Umsatz und Gewinn 

Die Industriegruppe Montana Tech Components des Investors Michael Tojner hat im Vorjahr den Umsatz um ein Achtel und den Nettogewinn um 77 Prozent gesteigert. Den Wachstumspfad werde man durch laufende Produktionserweiterungen in allen drei Divisionen auch 2022 fortsetzen, hieß es. (30.4. Standard S. 19)

Hypo Vorarlberg ergebnistechnisch wieder auf Vor-Pandemie-Niveau

Die Hypo Vorarlberg Bank AG hat im vergangenen Jahr wieder stark zugelegt und an das Vor-Corona-Niveau angeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Jahresabstand um 91,9 Prozent auf 93,68 Mio. Euro, das Jahresergebnis (nach Steuern) wuchs um 79,0 Prozent auf 66,81 Mio. Euro. 2019 hatten ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 91,69 Mio. Euro und ein Jahresergebnis von 69,11 Mio. Euro resultiert. „Das Geschäftsergebnis des Konzerns 2021 hat sich wieder deutlich erholt“, heißt es im aktuellen Bericht zum Geschäftsjahr. 2021 belief sich der Zinsüberschuss auf 196,06 Mio. Euro, ein Plus von 12,6 Prozent. Der Provisionsüberschuss wuchs um 9,7 Prozent auf 38,02 Mio. Euro. Für die Hypo Vorarlberg waren 2021 im Jahresdurchschnitt 719 Mitarbeiter beschäftigt (Vollzeitäquivalente), ein Plus von 3,6 Prozent. (30.4. Krone/Vorarlberg S. 24, VN D1, NVT S. 12-13; 29.4. ORF Vorarlberg)

RLB OÖ schloss 2021 mit erfreulichem Ergebnis ab

Auf ein starkes Jahr kann die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich zurückblicken. Generaldirektor Heinrich Schaller konnte einen von 302 auf 464,9 Mio. Euro gestiegenen Nach-Steuer-Gewinn vermelden. Weiters stieg das Betriebsergebnis um knapp 19 Prozent auf 429,9 Mio. Euro an. Die Bilanzsumme kam mit 51,4 Mrd. Euro erstmals über die 50-Mrd.-Euro-Schwelle. Angesichts des „wirklich erfreulichen Ergebnis“ 2021 und einer harten Kernkapitalquote von rund 16,0 Prozent spricht Schaller davon, dass man bestens für mögliche Rückschläge gerüstet sei. Denn unter anderem ist der Raiffeisensektor in Oberösterreich indirekt über die Beteiligung der RLB OÖ an der RBI (9,5 Prozent) von der Situation in Ukraine betroffen. Dazu sieht Schaller die weitere Wirtschaftsentwicklung pessimistisch. Er erwartet, dass die prognostizierte Inflationsrate von 5,6 Prozent heuer höher ausfällt und auch das vorhergesagte Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent kaum erreichbar sein wird. (30.4. Alle TZ)

RLB Steiermark profitiert von Hypo-Fusion

Trotz unsicherer Zeiten blickt die Raiffeisen-Landesbank Steiermark auf ein gutes Geschäftsjahr 2021 zurück, wie RLB-Generaldirektor Martin Schaller bei der Bilanzpräsentation betonte. Auch die im letzten Jahr erfolgte Fusion mit der Hypo Steiermark sei gut über die Bühne gegangen. Das Konzernergebnis beläuft sich (vor Steuern) auf rund 115 Mio. Euro. In der Raiffeisen-Bankengruppe (47 Raiffeisenbanken und die RLB) ist eine Bilanzsumme von rund 40 Mrd. Euro ausgewiesen. (30.4. Krone/Steiermark S. 28, Presse S. 22, Kleine S. 32-33)

RLB Tirol legt Anleihe auf

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG hat eine gedeckte Anleihe in Höhe von 300 Mio. Euro aufgelegt. Die Emission war mit einem Ordervolumen von mehr als 790 Mio. Euro innerhalb kurzer Zeit 2,6-fach überzeichnet. Die Rating-Agentur Moody's bewertet die Anleihe AG mit der Bestnote „Aaa“. (30.4. TT S. 22)

Rubble Master hält an Ausbauplänen in Linz fest

Beim Linzer Unternehmen Rubble Master sieht man sich derzeit „großen Herausforderungen“ durch stark steigende Rohstoffpreise gegenüber. Trotzdem wolle man an den Ausbauplänen in Linz festhalten, sagte Rubble-Master-Gründer und Vorstandsvorsitzender Gerald Hanisch. Dank einer starken Nachfrage nach Brechern und Sieben in Nordamerika habe man im Vorjahr mit einem Umsatz von 195 Mio. Euro in der RM Group das Niveau von 2019 (182 Mio. Euro Umsatz) um sieben Prozent übertreffen können, Die starke Nachfrage veranlasse Rubble Master, positiv nach vorne zu blicken und die Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen und auch in Linz weiter auszubauen. Die Produktion soll von derzeit 400 bis 500 Maschinen jährlich bis 2027 auf 1000 gesteigert werden. (30.4. Kurier S. 11, OÖN S. 13)

Volvo baut neuen Österreich-Hauptsitz

Auf 4.200 Quadratmeter wird derzeit eine neue Volvo-Zentrale in Kottingbrunn gebaut. Knapp 15 Mio. Euro werden vom schwedischen Fahrzeughersteller investiert. Das neue Gebäude soll zum Österreich-Hauptsitz des Unternehmens werden. 15 Lkw und zwei Busarbeitsstände sind geplant. Die Eröffnung soll nächstes Jahr im September erfolgen. (2.5. Österreich S. 14)

Apfalter: „20 bis 30 Prozent fahren 2030 noch mit einem Verbrennungsmotor“

„Die Chipkrise entspannt sich jetzt wieder ein wenig. Statt einmal pro Woche tagt die entsprechende Taskforce jetzt nur noch einmal im Monat“, sagt Günther Apfalter, Präsident von Magna Europe und Magna Steyr, der mitten in der aktuell stattfindenden Revolution des Autofahrens stets pragmatisch und gelassen bleibt. Er geht davon aus, dass 2030 und in den Jahren danach weiterhin 20 bis 30 Prozent der Autos mit einem Verbrennungsmotor fahren. Die Umstellung auf die Elektromobilität sieht Apfalter ambivalent. Wenn man sich vor Augen führe, welchen Lebenszyklus Autos haben, zeige sich auch das Problem bei E-Autos. Zudem gibt Apfalter zu bedenken, dass das Recycling der Batterien noch nicht gelöst sei. Die Umstellung von Verbrenner auf Batterieautos sei auch deshalb nicht so einfach, weil der Aufbau der Ladeinfrastruktur nicht so rasch über die Bühne gehe. „In der Stadt hat nur ein Fünftel Immobilieneigentum und damit die Möglichkeit, eine eigene Ladeinfrastruktur zu schaffen. (2.5. OÖN S. 14) 

Wellpappen-Industrie: Solides Wachstum, großer Kostendruck

Die Wellpappen-Industrie gehört zu jenen Branchen, die von der Corona-Krise profitiert haben. Über zwei Drittel aller in Österreich hergestellten Waren werden, so der Sprecher des Branchenverbandes Forums Wellpappe Rondo-Manager Stephan Kaar. Dazu beigetragen habe die gestiegene Nachfrage aus der Konsumgüterindustrie (54 Prozent), gefolgt von Möbeln und Elektronikteilen (19 Prozent) sowie vom Onlinehandel (zwölf Prozent). Die Absatzmenge erhöhte sich im ersten Quartal 2022 um 3,9 Prozent auf 270 Millionen Quadratmeter. Anhaltende Probleme mit den Lieferketten und Preissprünge bei Rohmaterialien würden die Betriebe aktuell aber massiv unter Druck bringen. (30.4. VN D1)

Salzburg AG: CNG-Preisgarantie „bis auf Weiteres“

Die Salzburg AG hat den Preis für ein Kilogramm komprimiertes Erdgas (CNG) um 45 Prozent erhöht: 1,60 Euro pro Kilo bedeuten bei den derzeitigen Spritpreisen aber gegenüber Diesel und Benzin immer noch eine Ersparnis, denn CNG enthält um ein Drittel mehr Energie als Diesel und etwa um die Hälfte mehr als Benzin. Man könne den derzeitigen Preis „bis auf Weiteres garantieren“, hieß es bei der Salzburg AG. (2.5. SN S. 16)

Porr bestellte neuen Finanzvorstand

Porr hat nun wieder einen Finanzvorstand. Der frühere Abschlussprüfer Klemens Eiter hat die Nachfolge des ehemaligen CFO Andreas Sauer, der sein Mandat vergangenen Sommer „aus persönlichen Gründen“ zurücklegte, per 1. Mai angetreten. Der Aufsichtsrat habe Eiter einstimmig zum Mitglied des Vorstands und zum neuen CFO bestellt, teilte die Porr AG mit. Der Finanzexperte bringe seine langjährige Erfahrung im Bausektor und seine umfangreiche Kapitalmarkt-Expertise mit an Bord. (30.4. Krone/WiMa)