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02.09.2021

Pressezusammenfassung, 02.09.2021
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IV in den Medien

IV-OÖ: TU Oberösterreich „das schönste Geschenk für das Bundesland“

Allgemein

Arbeitslosenzahlen weiterhin rückläufig 

Kocher will Arbeitsmarktreform bis Dezember diskutieren

Österreichs Industrie wächst seit 20 Jahren über Euro-Schnitt

EcoAustria: Hohe Verschuldung reduziert Spielraum für zukunftsorientierte Investitionen

Erstes Halbjahr brachte wieder mehr Lehrstellen-Anzeigen und Praktika

Leasing-Neugeschäft legte im ersten Halbjahr zu

Einreise nach Großbritannien ab 1. Oktober nur mit Pass

Euro-Industrie: Wachstumsdynamik ließ im August nach

IV-Mitglieder in den Medien

ZKW Group baut Werk in Mexiko aus

TGW ein Vorzeigeunternehmen mit Vorbildrolle

Erste Bank wird Erste am ungarischen Brokermarkt

Kelag-Lehrlingsausbildung als Kaderschmiede für Kärnten Netz

voestalpine: Start für 300 neue Lehrlinge

Wienerberger platziert erfolgreich Aktien

IV in den Medien

IV-OÖ: TU Oberösterreich „das schönste Geschenk für das Bundesland“

Erstmals befinden sich im jährlichen „Times Higher Education Ranking“ zwei österreichische Unis unter den weltweit besten 200. Die Uni Wien verbesserte sich um 27 Plätze auf Rang 137, die Medizin-Uni Graz kletterte von den Rangplätzen 201-250 (ab 201 wird in 50er-Schritten gelistet, später in 100ern und 200ern) auf Position 196. Demnächst wird Österreich eine weitere Universität bekommen, die international mithalten können soll: Vor rund einem Jahr kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz die Gründung einer Technischen Universität (TU) in Oberösterreich an. Im Studienjahr 2023/2024 soll sie ihre Pforten öffnen. Die diesbezügliche Entscheidung für den Standort soll bereits bis Jahresende 2021 fallen. Für IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch ist die TU Oberösterreich jedenfalls „das schönste Geschenk, das das Bundesland hätte bekommen können“. Zugleich merkte er an: „Gefragt sind technische Generalisten, die sich in vielen Bereichen auskennen. Darauf sollen die Studien abzielen.“ (Kurier S. 7, Standard S. 9, OÖN S. 3, Volksblatt S. 2)

Allgemein

Arbeitslosenzahlen weiterhin rückläufig 

Im August waren 347.312 Personen auf Jobsuche, das sind um 75.598 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Rechnet man die Arbeitssuchenden in Schulung weg, so sind derzeit 286.277 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Minus von 23 Prozent. Deutlich zugenommen hat die Langzeitarbeitslosigkeit, konkret um 14,4 Prozent auf 75.014 Personen – das sind um 9.467 Betroffene mehr als vor einem Jahr. Nach Altersklassen wurde bei den Jungen der stärkste Rückgang im Jahresvergleich registriert (minus 31,7 Prozent), bei 25 bis 49 Jahren waren es 24,7 Prozent, bei den Älteren nur 16,7 Prozent. Ein deutliches Plus gibt es bei den Schulungsteilnehmern, deren Zahl erhöhte sich um 10.018 auf 61.035. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung liegt aktuell bei 6,9 Prozent (minus zwei Prozentpunkte gegenüber August 2020). Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten legte um zwei Prozent auf 3,869 Millionen Arbeitskräfte zu. Für die Industrie gelte es, die positive Entwicklung der Arbeitsmarktlage für eine Reform der Arbeitslosenversicherung zu nutzen. Beim Arbeitslosgengeld habe sich die Industrie bereits wiederholt für ein degressives Modell ausgesprochen, erinnerte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Insbesondere müsse berücksichtigt werden, dass die im internationalen Vergleich hohen Lohnnebenkosten Arbeitsmarkt und Beschäftigung stark belasten. (Alle TZ, Radio Niederösterreich-Journal; 1.9. Ö1-„Mittagsjournal“)

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Kocher will Arbeitsmarktreform bis Dezember diskutieren

Arbeitsminister Martin Kocher hat bis Dezember eine Diskussion über die anvisierte „Arbeitslosenversicherung Neu“ angekündigt. Die Ausarbeitung der Gesetzesänderungen soll nächstes Jahr im ersten Quartal erfolgen, ein Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform ist dann noch für 2022 oder dann 2023 geplant. „Das Ziel wäre ein Reformpaket, das gut austariert ist“, erklärte Kocher. Eine Abschaffung der Notstandshilfe schloss der Arbeitsminister aus. Kocher will in den nächsten Monaten einen „Reformdialog“ unter anderem zur Höhe der Arbeitslosenversicherung, Zuverdienstmöglichkeiten und Zumutbarkeitsbestimmungen führen. Auf konkret geplante Änderungen wollte er sich nicht festlegen. „Es macht keinen Sinn am Anfang einige Punkte herauszugreifen, ohne den Gesamtkontext zu sehen“, so Kocher. „Es geht um ein Gesamtpaket. Ein degressives Arbeitslosengeld wird Teil der Diskussion sein.“ Aus Sicht der Industrie ist die vom Arbeitsminister für Herbst in Aussicht gestellte Diskussion zu einer grundlegenden Arbeitsmarktreform zu begrüßen. „Um im Bereich der Arbeitslosigkeit wieder in das europäische Spitzenfeld aufzuschließen – wo wir schon waren –, wird es einer umfassenden Arbeitsmarktreform bedürfen“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. (Alle TZ, Ö1-Morgenjournal; 1.9. Ö1-„Mittagsjournal“, Ö1-„Abendjournal“, ZiB1)

Österreichs Industrie wächst seit 20 Jahren über Euro-Schnitt

Österreichs Industrie war in den vergangenen 20 Jahren deutlich erfolgreicher als der Durchschnitt des industriellen Sektors im Euroraum. Während die Industrieproduktion in Österreich seit 2000 real um rund 60 Prozent zulegte, gab es in der Eurozone lediglich einen Zuwachs von zehn Prozent, zeigt eine veröffentlichte Analyse der Bank Austria. Parallel dazu stieg auch die reale Wertschöpfung der Industrie, also der Wert der erzeugten Waren, bereinigt um Preisänderungen. In Österreich gab es einen Zuwachs um über 55 Prozent, im Euroraum um unter 30 Prozent. „Österreichs Industrie startete schneller aus dem Pandemietief als die Industrie im Euroraum-Durchschnitt und setzte damit die Erfolgsgeschichte der letzten zwanzig Jahre fort“, fasste Stefan Bruckbauer, Chefökonom der UniCredit Bank Austria, das Ergebnis zusammen. Zugleich warnte er, dass der Vorsprung der vergangenen 20 Jahre keine Garantie für weitere Erfolge sei. „Die Herausforderungen des Klimawandels und der Digitalisierung garantieren keine Fortsetzung des Erfolgs, zeigen aber, dass Österreichs Industrie auch in herausfordernden Zeiten performen kann.“ (Krone S. 7, Volksblatt S. 18, WZ S. 8)

EcoAustria: Hohe Verschuldung reduziert Spielraum für zukunftsorientierte Investitionen

Für Monika Köppl-Turyna, Direktorin des Wirtschaftsinstitutes EcoAustria, sind Staatsschulden eine Last, die die nächsten Generationen betrifft: „Eine hohe Verschuldung reduziert den Spielraum, zukunftsorientierte Investitionen vorzunehmen, wie etwa in Bildung. Darüber hinaus ist der prognostizierte Anstieg der zukünftigen öffentlichen Verschuldung in Österreich in erster Linie auf die Alterung der Gesellschaft und damit auf ansteigende Pensions-, Pflege und Gesundheitsausgaben zurückzuführen. Da helfen auch niedrige Zinsen nicht“, räumt Köppl-Turyna ein.

Erstes Halbjahr brachte wieder mehr Lehrstellen-Anzeigen und Praktika

Heuer suchen Unternehmen wieder stärker nach Lehrlingen und nach Praktikanten. Auf dem Portal karriere.at wurden im ersten Halbjahr 5.269 Lehrstellen- und 2.363 Praktikumsstelleninserate geschaltet. Das waren um knapp ein Drittel mehr Lehrstellen als im gleichen Zeitraum 2019, vor Corona, aber um 23 Prozent weniger Praktika als damals. Immerhin waren es wieder mehr Praktika als im ersten Halbjahr 2020. Im Laufe des Jahres hat es einen sukzessiven Anstieg gegeben, Ende August, waren um 46 Prozent mehr Lehrstellen ausgeschrieben als 2019 und um 32 Prozent mehr als im Vorjahr. (Kleine/Kärnten S. 26, Österreich S. 12)

Leasing-Neugeschäft legte im ersten Halbjahr zu

Österreichs Leasing-Unternehmen haben im ersten Halbjahr mit über 110.000 neuen Verträgen 3,9 Mrd. Euro Neugeschäft an Land gezogen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 4,8 Prozent. Das Niveau von vor der Krise mit gut vier Mrd. Euro Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 wurde damit aber nicht erreicht. Das Gesamtvolumen aller 802.706 Leasingverträge in Österreich liegt bei 25,8 Mrd. Euro. Der Großteil des Neugeschäfts entfällt auf Kfz-Leasing, wo drei Mrd. Euro umgesetzt wurden. (WZ S. 8)

Einreise nach Großbritannien ab 1. Oktober nur mit Pass

Bürger aus der Europäischen Union, der Schweiz, Island, Norwegen oder Liechtenstein brauchen ab 1. Oktober für die Einreise nach Großbritannien einen Reisepass. Der bisher ebenfalls gültige Personalausweis wird dann im Normalfall nicht mehr von den britischen Behörden als Einreisedokument akzeptiert, wie die britische Regierung mitteilte. Nur in Ausnahmefällen können EU-Bürger weiterhin mit einem Personalausweis die Grenze passieren. (Volksblatt S. 5)

Euro-Industrie: Wachstumsdynamik ließ im August nach

Der Industrieaufschwung der Eurozone hat im August an Tempo verloren. Konkret fiel der Einkaufsmanagerindex um 1,4 auf 61,4 Punkte. „Das Hauptproblem war erneut der Mangel an Komponenten, da die Zulieferer entweder nicht in der Lage waren, genügend Teile zu produzieren, oder es ihnen an Transportkapazitäten mangelte, um die logistische Nachfrage zu befriedigen", erklärte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson die nachlassende Dynamik. Die anhaltend hohen Materialpreise verschärften die Probleme der Unternehmen zusätzlich. (1.9. handelsblatt.com)

IV-Mitglieder in den Medien

ZKW Group baut Werk in Mexiko aus

Der Automobilzulieferer ZKW mit Hauptsitz in Wieselburg erweitert seinen Standort in Mexiko. Die Produktionsfläche in Silao, wo seit 2016 Lichtsysteme für den nordamerikanischen Wirtschaftsraum NAFTA gefertigt werden, wird um 21.000 auf insgesamt 35.000 Quadratmeter mehr als verdoppelt. 600 neue Mitarbeiter sollen in Mexiko eingestellt werden, der Personalstand soll damit bis 2023 auf 1.600 Beschäftigte wachsen. Hergestellt werden Frontscheinwerfer und Zusatzleuchten. 2,2 Millionen Einheiten sollen künftig pro Jahr in Mexiko produziert werden. „Ziel der zweiten Ausbauphase ist es, die Kapazitäten am Standort deutlich zu erhöhen und zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Design, Engineering sowie Forschung & Entwicklung aufzubauen“, erklärte Jan Seumenicht, General Plant Manager von ZKW Mexico. Mittelfristiges Ziel sei ein weiteres Wachstum, betonte Oliver Schubert, CEO der ZKW Group GmbH. (1.9. noen.at)

TGW ein Vorzeigeunternehmen mit Vorbildrolle

Mit insgesamt 3.700 Mitarbeiter, darunter 700 allein in der Zentrale in Marchtrenk, plant und realisiert die TGW Logistics Group hoch automatisierte Logistik-Zentren in den Kernbranchen Mode und Textil, Lebensmittelindustrie sowie Industrie- und Konsumgüter. Dabei werden sämtliche Komponenten selbst entwickelt und produziert, von der Software über Steuerung und Robotik bis zu den Mechatronik-Modulen. Der Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2019/20 lag bei 836 Mio. Euro, das Ebit bei 37 Mio. Euro. Zwei Drittel des Gewinns verblieben als Budget für Forschung und Entwicklung (F&E) im Unternehmen. Der oberösterreichische Vorzeigebetrieb nimmt auch bei seiner Philosophie eine Vorbildfunktion ein: Die Mitarbeiter erhalten nicht nur zehn Prozent des Gewinns als Prämie ausgeschüttet, sie sollen auch als Persönlichkeiten von ihrem Umfeld profitieren. (Volksblatt S. 15)

Erste Bank wird Erste am ungarischen Brokermarkt

Die Erste Bank wird mit der Übernahme des Brokers Random Capital zur Nummer 1 auf dem ungarischen Aktienmarkt, wie das Wiener Finanzinstitut mitteilte. Die Erste Bank Hungary sichere sich mit dem Kauf des Online-Brokers den größten Marktanteil im ungarischen Wertpapierhandel und ergänze die bestehende Marktposition durch zusätzliches digitales Know-how. Nach dem Okay der Ungarischen Nationalbank in den kommenden Wochen werden die fast 22.000 Wertpapierdepots und 70 Mrd. Forint an Spareinlagen (ca. 200 Mio. Euro) von Random Capital auf die Erste Bank Hungary übertragen. (Presse S. 16, Standard S. 16)

Kelag-Lehrlingsausbildung als Kaderschmiede für Kärnten Netz

In der Kelag-Schule in St. Veit starteten 30 junge Frauen und Männer in ihre Lehre. Das Unternehmen würde gerne mehr aufnehmen, denn „die Energiewende bringt neue Berufe mit sich“. Laut Kelag-Vorstand Danny Güthlein sei die Energiewende ohne Techniker nicht zu bewältigen. Man denke nur an das „smarte Zuhause“ mit Photovoltaikanlage am Dach, Stromspeicher im Keller, Wärmepumpe und E-Auto in der Garage. Güthlein sagt: „Im technischen Bereich entstehen durch Spezialisierungen zusätzliche, neue Berufsbilder. Dafür brauchen wir Fachkräfte.“ Geschäftsführer Michael Marketz bezeichnet die eigene Lehrlingsausbildung als Kaderschmiede für die Kärnten Netz GmbH, die 18.300 Kilometer Stromnetz instand hält: „Mehr als 300 Absolventen der Lehrlingsschule arbeiten heute in unserem Unternehmen. Das ist die Hälfte der Belegschaft.“ (Kleine/Kärnten S. 26-27)

voestalpine: Start für 300 neue Lehrlinge

Die voestalpine bildet in Österreich derzeit 840 Lehrlinge in rund 20 Berufen aus. Mit 1. September haben nun weitere 300 Jugendliche mit ihrer Ausbildung im börsenotierten Technologieunternehmen begonnen – davon 120 in der Steiermark. In die Ausbildung jedes einzelnen Lehrlings werden im Schnitt 90.000 Euro investiert. Neu eingerichtet wurde nun auch die eigene Lehrlings-Website voestalpine.com/lehre. (Kleine S. 29)

Wienerberger platziert erfolgreich Aktien

Das börsenotierte Ziegel- und Baustoffunternehmen Wienerberger konnte insgesamt bis zu 2,5 Mio. Stück eigene Aktien, das sind bis zu 2,2 Prozent des Grundkapitals, im Rahmen eines beschleunigten Privat-Platzierungsverfahrens erfolgreich bei institutionellen Investoren platzieren. Der Bruttoveräußerungserlös beträgt 81,25 Mio. Euro, bei 32,50 Euro Veräußerungspreis je Aktie. Den Erlös will Wienerberger unter anderem zur Nutzung von Wachstumschancen im Bereich Wasser- und Energiemanagement einsetzen. (Presse S. 16)