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04.02.2022

Pressezusammenfassung, 04.02.2022
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IV in den Medien

IV-NÖ: Hohe Energiepreise und Fachkräftemangel als konjunkturelle Wachstumsbremse

Allgemein

Brunner pocht auf KESt-Befreiung für Wertpapiere

Edtstadler macht sich bei Klimazielen für Industrie stark

Corona-Impfpflicht: Gesetz passierte Bundesrat

Arbeitslosengeld: Kocher feilt an „Gesamtkonzept“ für Neuausgestaltung 

Heimische Unis planen Präsenzbetrieb ab dem Sommersemester 

EU-Kommission verlängert „Grünen Pass“ bis Mitte 2023

EZB lässt Leitzins unverändert bei 0,0 Prozent

IV-Mitglieder in den Medien

OMV meldet höchsten Jahresgewinn in der Unternehmensgeschichte 

Neues China-Werk sorgt bei AT&S für Umsatzsprung

TTTech Auto bekommt 250 Mio. Euro zusätzliches Kapital

Borealis gibt Düngemittel-Sparte ab

Valneva-Umsatz wächst dank COVID-Mitteln rasant

Geschäftsführer von cms electronics: Kostendruck ist ein Standortnachteil

Neue Chefin für die KTM-Motohall 

IV in den Medien

IV-NÖ: Hohe Energiepreise und Fachkräftemangel als konjunkturelle Wachstumsbremse

Das Konjunkturbarometer der IV-NÖ hat im vierten Quartal 2021 erneut nach oben gezeigt – die Auftragsbücher waren gut gefüllt. Hohe Energiepreise, Materialengpässe und der Fachkräftemangel erweisen sich jedoch zunehmend als Wachstumsbremse. „Die Auftragsbücher der niederösterreichischen Industriebetriebe waren im vierten Quartal 2021 durchaus gut gefüllt, gleichzeitig bleibt das aktuelle Umfeld herausfordernd. Hohe Infektions- und Quarantänezahlen sowie der Rohstoffmangel erschweren die Produktionsabläufe in den Betrieben. Dazu kommen stark gestiegene Energiekosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel“, fasste IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer die aktuelle konjunkturelle Situation zusammen. Bereits jetzt sehen sich die 44 befragten Unternehmen gezwungen, die hohen Energie- und Rohstoffkosten in den Verkaufspreisen weiterzugeben. 55 Prozent rechnen mit höheren Verkaufspreisen in den nächsten drei Monaten. (Kurier/NÖ-Beilage S. 5)

Allgemein

Brunner pocht auf KESt-Befreiung für Wertpapiere

Finanzminister Magnus Brunner will die Befreiung von Wertpapieren von der Kapitalertragssteuer (KESt) bei gleichzeitiger Wiedereinführung einer Behaltefrist „so schnell wie möglich“ umsetzen. „Wir werden dazu die Gespräche intensiv führen, wir haben informell schon begonnen“, sagte Brunner. Auch der rechtliche Rahmen dafür werde bereits vorbereitet. Einen genauen Zeitplan nannte er aber nicht. Die Wiener Börse plädierte in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Behaltefrist von einem Jahr. Brunner wollte sich noch nicht auf eine von ihm präferierte Dauer festlegen, da dies genau Inhalt der Verhandlungen sei. Wichtig sei für den Finanzminister vor allem, dass die Anlage in Wertpapiere attraktiver gestaltet werde. Die Industriellenvereinigung (IV) hält die KESt-Befreiung gemeinsam mit einer Behaltefrist für „die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit“. Im Zuge der stark gestiegenen Preise und dem herrschenden Niedrigzinsumfeld brauche es Anreize für einen langfristigen Vermögensaufbau. „Jetzt muss es darum gehen, die Menschen dabei zu unterstützen, langfristig, gerade auch in ihre Altersvorsorge, zu investieren", so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. (Alle TZ; 3.2. orf.at, wienerzeitung.at) 

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Edtstadler macht sich bei Klimazielen für Industrie stark

Europaministerin Karoline Edtstadler erweitert ihre Agenden um wesentliche Aspekte der Klimapolitik. Da sie als Europaministerin die Vorbereitungen der Arbeitsgruppen für den EU-Rat koordiniert, liege es auch an ihr, die derzeit 22 Legislativakte zum „Green Deal“ der EU mitzuverhandeln. Edtstadler stellt zugleich klar: „Wir stehen hinter den Klimazielen, die sich die EU, aber auch Österreich gesetzt hat. Den grünen Wandel schaffen wir aber nur mit der Wirtschaft, den Unternehmen und den Bürgern gemeinsam. Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik.“ Was auch immer gemacht werde, müsse dazu führen, dass Österreich wettbewerbsfähig bleibe und eine „unverhältnismäßige Belastung“ für die Bürger verhindert werde. Sie habe mehrere Gesprächsrunden mit den Spitzen der Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft absolviert, um nun deren Position zu hören. Ergebnis: Edtstadler fordert unter anderem, dass die Industrie weiterhin Gratiszertifikate beim Emissionshandelssystem ETS bekommen müsse, solange es keine CO2-Grenzsteuer gibt. „Österreichs und Europas Industriebetriebe können nicht in einem globalen Wettbewerb stehen, wenn nur diese strenge bzw. teure Auflagen haben“, bekräftigt die Ministerin. (Kurier S. 7, Presse S. 9) 

Corona-Impfpflicht: Gesetz passierte Bundesrat

Die allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren hat am Donnerstag die letzte parlamentarische Hürde genommen. Die entsprechende Vorlage des Nationalrats wurde im Bundesrat mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, NEOS und dem Großteil der SPÖ abgesegnet. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, sind nun noch die Unterschrift des Bundespräsidenten und die Kundmachung erforderlich, dies wird in den nächsten Tagen erwartet. (Alle TZ)

Arbeitslosengeld: Kocher feilt an „Gesamtkonzept“ für Neuausgestaltung 

Arbeitsminister Martin Kocher will ein „Gesamtkonzept“ für eine neue Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes im zweiten Quartal vorlegen. Nun zeichnet sich ab, wie es aussehen könnte. Es wird erwartet, dass Kocher an einem degressiven Modell festhält. Dafür dürfte die Ersatzrate zunächst steigen, um dann wieder zu fallen. Diskutiert wird, wie sich dies finanzieren ließe. Es wird davon ausgegangen, dass bei den Zugangsregeln der Bildungskarenz nachgeschärft wird. Als sehr wahrscheinlich gilt auch eine Änderung bei den umstrittenen Zuverdienstregeln. Im Gespräch sollen Befristungen sein. (Standard S. 17)

Heimische Unis planen Präsenzbetrieb ab dem Sommersemester 

Die Universitäten wollen im Sommersemester „in fast allen Bereichen“ zum Präsenzbetrieb zurückkehren. Das teilte Sabine Seidler, Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), nach einer Sitzung des Gremiums mit. Eine einheitliche Linie bei den Zugangsbestimmungen (Stichwort 2G) gibt es nicht. Seidler verwies auf die bereits jetzt sehr hohe Impfquote an den Unis. Für das Wintersemester erwarte man sich, dass möglichst alle Studierenden sowie Mitarbeiter der Impfpflicht, die auch die uniko befürworte, nachkommen. (Alle TZ)

EU-Kommission verlängert „Grünen Pass“ bis Mitte 2023

Der „Grüne Pass“ würde eigentlich zum 30. Juni dieses Jahres auslaufen. Aufgrund der pandemischen Lage erachtet es die EU-Kommission aber als notwendig, diese digitalen EU-COVID-Zertifikate um ein Jahr zu verlängern. Wie die Brüsseler Behörde vorschlug, soll die Rechtsgrundlage für die Nachweise über frische Corona-Tests, -Impfungen oder -Genesungen bis zum 30. Juni 2023 gelten. Die EU-Länder müssten dem Vorschlag noch zustimmen. Darüber hinaus schlägt die EU-Kommission auch Änderungen vor. Künftig solle sichergestellt werden, dass der Nachweis über Booster-Impfungen eindeutig dargestellt werden kann und für Menschen, die an klinischen Tests für Impfstoffe teilnehmen, Zertifikate ausgestellt werden können. Erst mit dieser Woche waren die Gültigkeitsregeln für den „Grünen Pass“ europaweit vereinheitlicht worden. (Alle TZ)

EZB lässt Leitzins unverändert bei 0,0 Prozent

Trotz der zu Jahresbeginn weiter gestiegenen Inflation bleibt eine Zinswende in der Eurozone vorerst aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zugleich müssen Finanzinstitute weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank deponieren. Den dafür gültigen sogenannten Einlagesatz beließen die Währungshüter bei minus 0,5 Prozent. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

OMV meldet höchsten Jahresgewinn in der Unternehmensgeschichte 

Das börsenotierte Erdöl- und Gasunternehmen OMV hat 2021 einen kräftigen Gewinnsprung geschafft. Das für die Branche maßgebliche CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg von 1,69 auf 5,96 Mrd. Euro, der Periodenüberschuss wurde auf 2,8 Mrd. Euro fast verdoppelt. Der Umsatz stieg auf mehr als 35,56 Mrd. Euro. Man habe vom Marktumfeld profitiert, sagte OMV-CEO Alfred Stern, allerdings stamme auch mehr als die Hälfte der operativen Performance aus dem Refining, das nicht direkt von den hohen Öl- und Gaspreisen profitiere. „Unser Portfolio-Shift in Richtung Chemie und Materialien ist das, was das Rekordergebnis der OMV sowohl im vierten Quartal, also auch im Gesamtjahr 2021 ausmacht“, so Stern. Der Cashflow aus Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital kletterte gegenüber dem Vorjahr von 2,8 auf 8,9 Mrd. Euro, davon wurden 3,5 Mrd. Euro allein im vierten Quartal erzielt. (Alle TZ)

Neues China-Werk sorgt bei AT&S für Umsatzsprung

Beim Leiterplattenhersteller AT&S haben ein neues Werk in China und eine gute Nachfrage nach drei Quartalen für ein kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus gesorgt. Der Umsatz wuchs in den ersten drei Quartalen 2021/22 um 30 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) legte ebenfalls um 30 Prozent auf 244 Mio. Euro zu. Das Unternehmensergebnis erhöhte sich um 68 Prozent auf 62 Mio. Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr hat AT&S nach diesen Zahlen erneut angehoben. Beim Umsatz geht das Unternehmen nun von einem Wachstum von 28 bis 30 Prozent aus statt bisher 21 bis 23 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge wird weiterhin voraussichtlich zwischen 21 bis 23 Prozent liegen, Im Geschäftsjahr 2025/26 will der Leiterplattenhersteller einen Umsatz von rund 3,5 Mrd. Euro erzielen. Das Unternehmen plant für neue Kapazitäten und Technologien im laufenden Geschäftsjahr ein Investitionsvolumen von bis zu 700 Mio. Euro. (Presse S. 20, Kleine S. 32, OÖN S. 10)

TTTech Auto bekommt 250 Mio. Euro zusätzliches Kapital

Die Wiener Softwareschmiede TTTech Auto bekommt 250 Mio. Euro zusätzliches Kapital und steigt damit in die Riege der sogenannten „Unicorns“ – junge Unternehmen mit einem Wert über einer Mrd. Dollar – auf. Investoren sind das auf Auto-Technik spezialisierte Unternehmen Aptiv sowie Audi. Die 2018 gegründete TTTech Auto bietet eine für alle Kfz-Marken offene Softwareplattform für automatisiertes und autonomes Fahren an. Derzeit fahren zwei Millionen Autos mit der TTTech-Plattform. TTTech-Auto-CEO Georg Kopetz sieht mit der Transaktion den Beweis erbracht, „dass es auch von Österreich aus möglich ist, Kapitalgeber zu finden. Man sollte Europa nicht abschreiben“. Mit dem Geld will TTTech Auto das Produktportfolio ausbauen und insbesondere in das Hauptprodukt MotionWise – eine Softwareplattform für das hochautomatisierte Fahren – investieren. Darüber hinaus sind eine Expansion in weitere Regionen und strategische Zukäufe geplant. (Alle TZ)

Borealis gibt Düngemittel-Sparte ab

Die Borealis AG verkauft ihren Geschäftsbereich Düngemittel, Melamin und technischen Stickstoff an den Düngemittel-Hersteller EuroChem. Wie Borealis bekanntgab, habe EuroChem ein verbindliches Angebot gelegt, das Geschäft werde mit 455 Mio. Euro bewertet. Der Abschluss des Verkaufs wird für die zweite Jahreshälfte 2022 erwartet. Die EuroChem-Gruppe hat wichtige Produktionsstätten in Russland, Belgien, Kasachstan und Litauen, beschäftigt mehr als 27.000 Menschen in 40 Ländern und vertreibt ihre Produkte in mehr als 100 Ländern. Durch die Übernahme des Borealis-Geschäftsbereichs bekommt sie Produktionsanlagen in Österreich, Deutschland und Frankreich dazu sowie ein Verkaufs- und Vertriebsnetz. Borealis will sich auf die Kernaktivitäten konzentrieren: die Produktion innovativer und nachhaltiger Produkte in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien, sowie auf die Kreislaufwirtschaft. (Alle TZ)

Valneva-Umsatz wächst dank COVID-Mitteln rasant

Das französisch-österreichische Pharmaunternehmen Valneva hat den Umsatz 2021 dank COVID-Mitteln von 110,3 auf 348,1 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Auch für 2022 wird ein rasantes Umsatzwachstum auf 430 bis 590 Mio. Euro erwartet. Der Großteil davon (350 bis 500 Mio. Euro) soll auf den Verkauf eines COVID-Impfstoffs entfallen, weitere 60 bis 70 Mio. Euro auf den Verkauf anderer Impfstoffe, insbesondere einen gegen Chikungunya. (3.2. trend.at)

Geschäftsführer von cms electronics: Kostendruck ist ein Standortnachteil

Die steigenden Energiekosten betreffen nicht nur die einzelnen Haushalte, sondern auch viele Betriebe massiv. Vor allem den energieintensiven Industriebetrieben macht die Energiepreisexplosion zu schaffen. „Unsere Energiekosten haben sich in den vergangenen Monaten vervierfacht“, berichtet Michael Velmeden, Geschäftsführer der cms electronics gmbh in Klagenfurt. „Wir liegen in Österreich bei den Energiepreisen im europäischen Spitzenfeld. Und das beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit enorm. Der Kostendruck, der entsteht, ist ein Standortnachteil“, ist Velmeden überzeugt. (Kleine/Kärnten S. 28-29)

Neue Chefin für die KTM-Motohall 

Eva Priewasser hat die Geschäftsführung der KTM-Motohall in Mattighofen übernommen – gemeinsam mit Herbert Trunkenpolz, Vorstand der KTM AG. Priewasser löst René Esterbauer ab, der seit der Eröffnung im Mai 2019 Geschäftsführer der Erlebniswelt war. Esterbauer übernimmt eine neue Aufgabe in der Pierer Mobility AG. Er ist künftig für das internationale Marketing von GasGas-Motorrädern, Trials und Elektrofahrrädern zuständig. Priewasser arbeitet seit mehr als 25 Jahren bei KTM. Aktuell verantwortet sie die Marketing Services aller vier Marken der KTM AG. Zusätzlich ist sie künftig auch für die Motohall mit 2.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche zuständig. (SN L11)