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04.11.2021

Pressezusammenfassung, 04.11.2021
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IV in den Medien

IV-Salzburg: Turbulenzen bremsen Höhenflug 

Ohneberg zu Metaller-KV: Es braucht einen „vernünftigen Kompromiss“

Springer fordert Verlängerung der Gültigkeit von Antigentests 

IV-Tirol beim Tiroler Wirtschaftsforum: „Europa hat zu lange zugeschaut“

Allgemein

Corona: Mückstein will über österreichweit einheitliche Regeln reden

Fiskalrat rechnet mit deutlich geringerem Budgetdefizit

Studienfächer-Ranking: Sechs Top-100-Plätze für Uni Wien

EZB-Präsidentin: Vorerst keine Zinsanhebung 

IV-Mitglieder in den Medien

Lenzing heuer deutlich zurück in der Gewinnzone

AVL baut in Graz zukunftsweisende Anlage für eFuel-Produktion

ÖBB-Rahmenplan 2022-2027: 18,2 Mrd. Euro sollen Verkehr klimafit machen

RBI steigerte Gewinn und Erträge nach neun Monaten

Papiermangel besorgt Buchbranche

AUA schreibt erstmals Gewinn seit Pandemie-Ausbruch

Addiko Bank erwirtschaftete 9,6 Mio. Euro Gewinn in neun Monaten

Doppler-Gruppe eröffnet in Steiermark erste Strom-Tankstelle

Donau Chemie: Spatenstich für Großprojekt am Standort in Brückl

Post testet Mehrwegpackungen im Online-Versand

Flughafen Graz will mit neuem Winterflugplan wieder durchstarten 

Valneva holt sich mit neuen Aktien 88 Mio. Euro

IV in den Medien

IV-Salzburg: Turbulenzen bremsen Höhenflug 

Die Salzburger Industrie läuft weiter auf hohem Niveau: Die Auftragsbücher sind voll und 69 Prozent der Unternehmen bewerten die Ertragssituation als „gut“ oder „steigend“. Zu diesem Ergebnis kommt die Konjunkturumfrage der IV-Salzburg für das dritte Quartal. Ein weiteres Detail: 62 Prozent der Betriebe suchen Personal. Bei den restlichen 38 Prozent soll der Personalstand gleich bleiben. „Turbulenzen bremsen allerdings den Höhenflug. Es ist etwas Sand im Getriebe“, so IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler. Fehlende Bauteile und Lieferverzögerungen beeinträchtigten die Produktionsplanung. Zudem seien die Logistikkosten massiv gestiegen. „Der Konjunkturaufschwung nach der Pandemie war deutlich stärker als erwartet und bringt momentan die negativen Seiten einer überhitzten Wirtschaft zutage. Nach meiner Einschätzung wird das erste Quartal 2022 schlagend für die langfristige Entwicklung der Wirtschaftslage in ganz Österreich und Europa“, so Unterkofler vorausblickend. (SN L7)

Ohneberg zu Metaller-KV: Es braucht einen „vernünftigen Kompromiss“

Nachdem auch die vierte KV-Verhandlungsrunde in der Metalltechnischen Industrie ergebnislos abgebrochen wurde, laufen seit Mittwoch Warnstreiks. Für IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg ist das Angebot der Arbeitgeberseite von +2,75 Prozent „angemessen“ und „realistisch“. Er habe kein Verständnis, dass die Gewerkschaft jetzt mit Drohgebärden und Shows arbeite. „Man hat teilweise das Gefühl, dass nicht der Standort bzw. die Unternehmen oder die Mitarbeiter im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Mitgliederwerbung des ÖGB“, kritisierte Ohneberg. Insofern brauche es im Zuge der KV-Verhandlungen einen „vernünftigen Kompromiss“. (3.11. Vorarlberg heute, Radio Vorarlberg Landesrundschau)

Springer fordert Verlängerung der Gültigkeit von Antigentests 

„Die Kärntner Industrie hat in der Pandemie bewiesen, dass sie adäquate Maßnahmen umsetzen kann, um Corona-Cluster zu verhindern“, wehrt sich IV-Kärnten-Präsident Timo Springer gegen die überfallsartige Einführung von verpflichtenden PCR-Tests im Rahmen der 3G-Regel für Mitarbeiter in Betrieben. Viel zu spät werde vom Land die entsprechende Infrastruktur für die Beschaffung und die Abgabe der Tests eingerichtet. Funktioniere das System nicht spätestens ab 15. November, drohen Produktionsstillstände, warnt Springer. Er fordert daher die Verlängerung der Gültigkeit von Antigentests für das gesicherte Arbeitsumfeld in der Industrie. Springer: Die Einführung von PCR-Tests ohne entsprechende Infrastruktur könne viele Unternehmen in den unfreiwilligen Lockdown treiben. Das gelte es jedenfalls zu verhindern, auch um die positive Wirtschaftsentwicklung nicht zu gefährden. (3.11. Radio Kärnten Journal)

IV-Tirol beim Tiroler Wirtschaftsforum: „Europa hat zu lange zugeschaut“

An die 400 Spitzenvertreter aus Tiroler Unternehmen verfolgten gestern das 30. Tiroler Wirtschaftsforum von IV-Tirol und „Tiroler Tageszeitung“ im Congress Innsbruck. Entscheidend für die Zukunft Europas werde der Umgang mit China sein, betonte Hermann Lindner, stellvertretender Vorsitzender der IV-Tirol. „Wir haben in Europa den Entwicklungen in China bisher viel zu lange passiv zugeschaut“, kritisierte Lindner. Entscheidend werde nun sein, einen Ausgleich zwischen Chinas Staatskapitalismus und dem durchregulierten Europa zu schaffen. Für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Tirol sei unter anderem ein stärkeres Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nötig, forderte der Unternehmer. So werde etwa an den Universitäten viel Grundlagenforschung betrieben, sagte Lindner. Hier müsse es Tirol gelingen, diese Grundlagenforschung stärker für die Wirtschaft nutzbar zu machen. (TT)

Allgemein

Corona: Mückstein will über österreichweit einheitliche Regeln reden

Die derzeit uneinheitlichen Corona-Maßnahmen in Österreich stehen auf der Tagesordnung für den Gipfel von Bundesregierung und Landeshauptleuten am Freitag: Man werde mit den Ländern am Freitag das weitere Vorgehen besprechen, betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Vereinheitlichungen seien dabei „sicher“ ein Thema. Man habe vor einigen Wochen einen klaren und transparenten Stufenplan mit Corona-Maßnahmen vorgelegt, meinte der Minister auf die unterschiedlichen Regelungen in den Ländern angesprochen. Am Dienstag habe man die Schwelle von 300 belegten Intensivbetten erreicht, weshalb die Stufe Zwei der Verschärfungen mit kommendem Montag in Kraft trete. Allerdings erwarte man für den Montag auch schon ein Überschreiten der 400 Intensivbetten, womit dann gleich Stufe Drei zum Tragen käme, bekräftigte Mückstein. (Alle TZ)

Fiskalrat rechnet mit deutlich geringerem Budgetdefizit

Der Fiskalrat geht von einem deutlich geringeren Budgetdefizit als Finanzminister Gernot Blümel aus. Für heuer wird ein Defizit von 5,4 Prozent der Wirtschaftsleistung und für 2022 nur noch ein Defizit von 1,6 Prozent erwartet, wie Fiskalrats-Präsident Christoph Badelt erklärte. Blümel hatte vor drei Wochen in seinem Voranschlag für 2022 noch ein Defizit von 2,3 Prozent angenommen. Auch die Entwicklung der Staatsschulden sieht der Fiskalrat optimistischer. Die gesamtstaatliche Schuldenquote soll demach von 83,2 Prozent im Vorjahr auf 82,3 Prozent des BIP heuer und auf 77,7 Prozent im kommenden Jahr sinken. Der Finanzminister hatte in seinem Haushaltsplan noch mit 79,1 Prozent im kommenden Jahr gerechnet. (Alle TZ)

Studienfächer-Ranking: Sechs Top-100-Plätze für Uni Wien

Die Universität Wien hat beim jährlichen Times Higher Education (THE) Studienfachranking sechs Plätze in den Top 100 erreicht. Auch die Technische Universität (TU) Wien konnte sich in den Computerwissenschaften mit Platz 97 einmal unter den besten 100 Hochschulen platzieren, zeigen die in den vergangenen Wochen veröffentlichten Ranglisten in elf Kategorien. Gerankt werden dabei nicht nur einzelne Fächer, sondern vor allem Fächergruppen. Unter die Top 100 gereiht wird die Uni Wien in den Geistes- und Kulturwissenschaften (Platz 38), Psychologie (65), Sozialwissenschaften (65), Rechtswissenschaften (66), Wirtschaftswissenschaften (81) und Life Sciences (89). Gegenüber dem Vorjahr sind das – ausgenommen Geistes- und Kulturwissenschaften – durchwegs Verbesserungen. Dominiert wird die Rangliste von US- und britischen Unis. (NVT S. 2)

EZB-Präsidentin: Vorerst keine Zinsanhebung 

Mit einer Zinsanhebung im nächsten Jahr ist aus Sicht von EZB-Präsidentin Christine Lagarde derzeit aller Voraussicht nach nicht zu rechnen. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe in ihrem geldpolitischen Ausblick drei Bedingungen genannt, die erfüllt sein müssten, bevor die Zinsen zu steigen beginnen, sagte Lagarde. „Trotz des gegenwärtigen Inflationsanstiegs bleibt der Inflationsausblick mittelfristig verhalten und daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese drei Bedingungen nächstes Jahr erfüllt sind.“ (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Lenzing heuer deutlich zurück in der Gewinnzone

Trotz ungebremst steigender Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten konnte der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing in den ersten drei Quartalen 2021 das Periodenergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum von minus 23,3 Mio. auf plus 113,4 Mio. Euro drehen. Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat Lenzing heuer in den ersten drei Quartalen gegenüber der Vorjahresperiode von 138,5 Mio. auf 297,6 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Im Gesamtjahr 2021 soll das EBITDA „mindestens auf einem Niveau von 360 Mio. Euro liegen“, so die Erwartung des Managements. Der Umsatz erhöhte sich nach drei Quartalen von 1,19 auf 1,59 Mrd. Euro. Spürbar erweitert wurde heuer in den ersten neun Monaten der Personalstand, der sich gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr von 7.358 auf 7.831 Mitarbeiter erhöhte. „Lenzing darf sich bisher über ein starkes Geschäftsjahr 2021 freuen“, so Finanzvorstand Thomas Obendrauf. Die Nachfrage nach den holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern des Unternehmens habe sich sehr positiv entwickelt. (Presse S. 20, OÖN S. 10, Volksblatt S. 16, Österreich/OÖ S. 16) 

AVL baut in Graz zukunftsweisende Anlage für eFuel-Produktion

Die effizienteste Power-to-Liquid-Anlage Europas wird bis 2023 in Graz beim Technologiekonzern AVL gebaut. Mit ihr sollen rund 100.000 Liter sogenannter eFuel pro Jahr erzeugt werden. Der vollkommen synthetische Kraftstoff kann anstatt fossiler Energieträger in Verbrennungsmotoren jeglicher Art verwendet werden und wird CO2-neutral hergestellt. Die Anlage soll Vorbild für den industriellen Einsatz weltweit sein, hieß es bei der Präsentation. Rund eineinhalb Jahre wurde an dem Projekt gefeilt, mehrere österreichische Investoren sind an Bord. Am Dach eines AVL-Gebäudes sollen die diversen Container der Anlage errichtet werden. „Wir entwickeln die Technologien zum Ausstieg aus der fossilen Welt“, so AVL-CEO Helmut List. Die Anlage sei ein „Meilenstein bei der Erzeugung und Lagerung von synthetischen Kraftstoffen“. Die Herstellung des eFuels in Graz sei im Vergleich zu anderen bisher bekannten Verfahren um bis zu 20 Prozent effizienter. Baustart für die Anlage ist im vierten Quartal 2022, schon im ersten Quartal 2023 soll der Demobetrieb der Elektrolyse anlaufen, im zweiten Quartal 2023 soll der erste eFuel hergestellt werden. (Alle TZ)

ÖBB-Rahmenplan 2022-2027: 18,2 Mrd. Euro sollen Verkehr klimafit machen

Im gestrigen Ministerrat wurde der ÖBB-Rahmenplan 2022-2027 beschlossen. Mit insgesamt 18,2 Mrd. Euro Bahn-Investitionen soll der Klimaschutz verstärkt werden und für die Kunden im Personen- und Güterverkehr bessere und schnellere Verbindungen zur Verfügung stehen. Das Infrastrukturprogramm wurde gegenüber 2020 um rund 700 Mio. Euro aufgestockt. Im Rahmen der „Digitalisierung der Schiene“ werde das Mobilfunknetz entlang der Strecken verbessert und die Kundeninformation ausgebaut. Für die Ostregion werden 6,9 Mrd. Euro an Investitionen fließen, nach Oberösterreich gehen 2,5 Mrd. Euro, für Salzburg 704 Mio. Euro. Die Steiermark erhält 3 Mrd. Euro, Kärnten 1,2 Mrd. Euro, Tirol wiederum 3,7 Mrd. Euro. Für Vorarlberg soll es 510 Mio. Euro geben. Laut Verkehrsministerium schafft bzw. sichert eine Mrd. Euro an Bauinvestitionen in die Infrastruktur 15.000 Arbeitsplätze. (Alle TZ)

RBI steigerte Gewinn und Erträge nach neun Monaten

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihren Gewinn und ihre Erträge nach neun Monaten gesteigert. Das Unternehmensergebnis kletterte auf 1,06 Mrd. Euro. In der Vorjahresperiode waren es 599 Mio. Euro gewesen. Unterstützend wirkten geringere Risikokosten. Nach drei Quartalen lagen diese bei 152 Mio. Euro, zur gleichen Zeit im Jahr 2020 betrugen diese 497 Mio. Euro. Für das restliche Jahr 2021 zeigt sich die Bank zuversichtlich. Das Kreditwachstum soll heuer bei rund elf Prozent liegen. Im Halbjahr wurde noch ein Wert im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich angestrebt. Mittelfristig strebt die Bank eine Kostenquote (Cost-Income-Ratio) von 55 Prozent, einen Konzern-Return-on-Equity von elf Prozent und eine harte Kernkapitalquote von rund 13 Prozent an. (Alle TZ)

Papiermangel besorgt Buchbranche

Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft sorgt sich die Buchbranche um Lieferengpässe der Papierindustrie. Die Corona-Pandemie und steigende Rohstoffpreise haben die Produktionskosten erhöht und führen zu Holz- und Papiermangel. Bei der Salzer Papier GmbH in St. Pölten wird aus dem Rohstoffzellulose das graphische Papier hergestellt, welches für die Buchproduktion unbedingt notwendig ist. Durch die enorm gestiegenen Holzpreise und die knappen Ressourcen seiner Lieferanten muss Geschäftsführer Thomas Salzer bereits jetzt kämpfen, um seine Aufträge für den Buchmarkt zu erfüllen. „Wir haben derzeit einen Rohstoffmangel, auch an Zellulose. Es liegt nicht nur an der Holzversorgung, sondern auch an fehlenden Chemikalien, die für die Zellulose-Herstellung notwendig sind“, so Salzer. Insgesamt ist die Produktion von graphischem Papier für die Industrie immer weniger profitabel und erfordert mehr logistische Flexibilität. Dazu betont Salzer: „Es ist immer ein Balanceakt, welche Zellstoffe setzen wir ein, welche bekommen wir gerade. Die Herausforderung, die auf die Buchbranche zukommt, ist, dass in den letzten Wochen die Energiepreise sehr stark gestiegen sind und sich das massiv auf die Papierpreise auswirken wird.“ (1.11. arte TV)

AUA schreibt erstmals Gewinn seit Pandemie-Ausbruch

Die Austrian Airlines (AUA) hat im Sommerquartal erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz hat sich in den Monaten Juli, August, September von 93 auf 304 Mio. Euro zwar verdreifacht, liegt aber noch immer um mehr als die Hälfte unter dem Niveau von 2019, als die AUA im Sommerquartal einen Umsatz von 639 Mio. Euro schrieb. „Die positiven Zahlen geben uns Rückenwind für die traditionell harten Wintermonate und lassen uns optimistisch in das kommende Jahr blicken“, erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. Zugleich dämpfte er aber voreiligen Optimismus: „Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Beschränkungen werden uns dennoch länger beschäftigen als uns allen lieb ist.“ (Alle TZ)

Addiko Bank erwirtschaftete 9,6 Mio. Euro Gewinn in neun Monaten

Die börsenotierte Addiko Bank hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs einen Nettogewinn in Höhe von 9,6 Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von 6,4 Mio. Euro im Vorjahr. „Insgesamt fällt 2021 wirtschaftlich besser aus als bisher erwartet, angetrieben durch eine schnelle Erholung und einen erhöhten Konsum der Haushalte“, informierte CEO Herbert Juranek. „Trotz einer gewissen Volatilität aufgrund der anhaltenden Pandemie sehen wir eine Normalisierung der Geschäftstätigkeit.“ Für das Gesamtjahr 2021 erwartet die Addiko Bank ein Nettoergebnis auf Vorjahresniveau, Betriebsaufwendungen unter 174 Mio. Euro. Die Bruttokundenforderungen werden bei 3,35 Mrd. Euro erwartet, ursprünglich lag die Erwartung bei rund 3,5 Mrd. Euro. (Presse S. 20, Standard S. 21, OÖN S. 10)

Doppler-Gruppe eröffnet in Steiermark erste Strom-Tankstelle

Der Welser Tankstellenbetreiber Doppler hat seine erste Strom-Tankstelle im steirischen Neumarkt eröffnet. Damit setze sich das Unternehmen für den „flächendeckenden Ausbau der E-Mobilität vor allem in den ländlichen Bereichen" ein, erklärte Geschäftsführer Bernd Zierhut. Bis Ende des Jahres sollen in Wels (OÖ) und in Purgstall (NÖ) noch zwei derartige Tankstellen aufsperren. Bei der Doppler-Gruppe sind die Absatzzahlen in der Sparte Strom deutlich im Steigen, im Vergleich zu 2019 habe sich der Energieverkauf von 36.920 Kilowattstunden (kWh) auf 182.461 kWh fast verfünffacht. Der Anteil der E-Autos von 13 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen heuer bis Ende September lasse einen weiteren Anstieg des Stromabsatzes erwarten, so Zierhut. Die Tankstelle in Neumarkt sei eine logische Konsequenz dieser Entwicklung. „Mittels modernster Ladetechnologie können wir so Ladegeschwindigkeiten von bis zu unter sieben Minuten pro 100 Kilometer erreichen“, sagte Geschäftsführer Franz Joseph Doppler. (Alle TZ)

Donau Chemie: Spatenstich für Großprojekt am Standort in Brückl

Bereits im Frühjahr gab die Donau Chemie Gruppe bekannt, 25 Mio. Euro in die Modernisierung ihres Standortes in Brückl zu investieren. Bis 2022 soll ein dreistufiger Investitionsplan umgesetzt werden. In einem ersten Schritt wurde die Salzsäuresynthese-Anlage erneuert. Anschließend wurde die Rohstoffaufbereitungsanlage für die Elektrolyse modernisiert. Gestern erfolgte der dritte Schritt, nämlich der Spatenstich für ein neues Verwaltungs- und Distributionszentrum. Rund zehn Mio. Euro werden in das neue Gebäude investiert. 35 neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen. „Nach einer zweijährigen Planungs- und Vorbereitungszeit gehen wir nun in die Umsetzung. Wir gehen davon aus, dass wir im Spätsommer 2022 in Betrieb gehen werden“, erklärt Managing Director Michael Walter. (Kleine/St. Veit S. 23)

Post testet Mehrwegpackungen im Online-Versand

Die Österreichische Post AG wird ab Februar 2022 mit fünf Handelspartnern den Online-Versand mit Mehrwegverpackungen testen. Dazu gehören die Drogeriekette DM, Interspar Weinwelt, Intersport, Tchibo und Thalia. Nach einem halben Jahr wird das Pilotprojekt evaluiert. Die Kosten liegen im fünfstelligen Euro-Bereich, Unterstützung kommt von dem Logistikum der FH Oberösterreich in Steyr und dem Land Oberösterreich. Verpackt wird in faltbaren Kartons und Taschen, Taschen aus recycelten PET-Flaschen und in einer spezifischen Lösung für Flaschen. (Alle TZ)

Flughafen Graz will mit neuem Winterflugplan wieder durchstarten 

Zuerst die Flugscham-Debatte, dann die Pandemie: Die gesamte Flugbranche geriet in Turbulenzen. Langsam komme man nun wieder in eine stabilere Lage, sagen Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Flughafen Graz. Sie haben nun den neuen Winterflugplan vorgestellt – mit einer großen Neuerung: Gran Canaria wird nun einmal pro Woche direkt angeflogen, und zwar jeden Mittwoch. Es ist mit Hurghada in Ägypten die zweite direkte Tourismusverbindung von Corendon Airlines. „Durch die Wiederanbindung nahezu aller gewohnten Liniendestinationen unterstützen wir die steirische Wirtschaft und den Tourismus“, so Grimus. Vor allem die Verbindungen nach Frankfurt, München, Wien, Düsseldorf und Stuttgart sind das Rückgrat des Flughafens. Dazu kommen Amsterdam (bis zu fünf Mal pro Woche) und Zürich (bis zu drei Mal pro Woche). Im Vergleich zum ersten Corona-Sommer stiegen die Passagierzahlen um das Dreifache. Von Juni bis Oktober 2021 waren es 164.000 Fluggäste. (Kleine S. 33)

Valneva holt sich mit neuen Aktien 88 Mio. Euro

Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva hat über die Ausgabe von jungen Aktien sein Kapital erhöht und so rund 88 Mio. Euro am Markt lukriert. 5.175.000 Aktien wurden international angeboten, gab der Impfhersteller bekannt. Valneva forscht derzeit an einem Covid-19-Impfstoff und verfolgt dabei einen klassischen Ansatz mit inaktivierten Viren. (3.11. vienna.at)