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06.09.2021

Pressezusammenfassung, 06.09.2021
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IV in den Medien

Kärntner Industrie punktet mit nachhaltigen Ideen zur CO2-Reduktion

IV-OÖ: Industrie als Wirtschaftsmotor

IV: Viel zu wenig Fachleute im MINT-Bereich limitieren Innovation

Allgemein

Budget: Steuereinnahmen deutlich gestiegen

Wirtschaftsministerin stellt digitalen Führungsanspruch für Österreich

Zoll fertigte im Halbjahr mehr ab und nahm mehr Steuern ein

Strengere Regeln bei Schulabmeldungen

EU-Corona-Hilfen: Erste Tranche für Österreich fließt bald

EU forciert Verkehr auf Schiene

Aufschwung im Euroraum weiter robust

Einzelhandelsumsätze in Eurozone gesunken

IV-Mitglieder in den Medien

Mayr-Melnhof jetzt „in der Champions League der Verpackungsbranche“ 

Kommunalkredit gründet Joint Venture mit eww Anlagentechnik

EVN erzielte höheren Gewinn nach drei Quartalen

Energie AG eröffnete neues Wasserkraftwerk Dürnau

Palfinger legt in Deutschland Produktion von Arbeitsbühnen zusammen

Stern: „OMV steht vor dem größten Wandel der Unternehmensgeschichte“

Chefs von Erste Group und AUA für ein starkes, geschlossenes Europa

Bundesforste setzen auf langfristige Pachtverträge und nachhaltige Nutzung

Pfahnl Backmittel meldet volle Auftragsbücher

Metalltechnik- und Mechatronik: Steirische Initiative für neuen Lehrberuf

 
IV in den Medien

Kärntner Industrie punktet mit nachhaltigen Ideen zur CO2-Reduktion

Die Kärntner Industrie hat innerhalb von zehn Jahren, zwischen 2005 und 2015, rund 20 Prozent der CO2-Emissionen eingespart, bei gleichzeitigem Wachstum des Produktionswerts um 17 Prozent. „Auch in den letzten fünf Jahren ist viel passiert“, sagt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Doch die Einsparpotenziale schrumpfen. „Radikale technologische Weiterentwicklungen“, seien notwendig, heißt es in einer aktuellen Studie des Joanneum Research. Das hat damit zu tun, dass „prozessbedingt“ CO2-Emissionen anfallen und eine Reduktion herausfordernd und kostenintensiv ist. Gleichzeitig belegt die Studie, dass der strukturelle Wandel bereits in die „richtige Richtung“ gehe. So gelang es, die Produktion von den Emissionen zu entkoppeln. Sprich: Steigt die Produktion um fünf Prozent, steigen die Emissionen um weniger als fünf Prozent. Große Betriebe wie die voestalpine, die Stoelzle-Glasgruppe oder das Zementwerk Wietersdorfer haben mit individuellen Ideen bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um ihre energieintensive Produktion sukzessive nachhaltiger zu machen. (4.9. Kleine/Kärnten S. 30-31)

IV-OÖ: Industrie als Wirtschaftsmotor

In einer Spectra-Umfrage ließ die IV-OÖ erheben, wie die oberösterreichische Bevölkerung die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes und die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise sieht. Die Kernaussagen der Umfrage waren positiv und sehr eindeutig: Oberösterreich hat sich als Wirtschaftsstandort in den letzten sechs Jahren verbessert. Das sagen knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent). Auch die Export- und Technologiestärke hat sich in der Meinung der Bevölkerung sehr positiv (19 Prozent) bzw. positiv (47 Prozent) entwickelt. Insgesamt 95 Prozent der Befragten haben ein sehr klares Bild davon, dass eine funktionierende Wirtschaft und ein konkurrenzfähiger Standort die Voraussetzung für eine positive Entwicklung des Bundeslandes darstellen. In der Prioritätenliste der Oberösterreicher stehen die Ankurbelung der Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen, gefolgt von Investitionen in Bildung und Forschung ganz oben. Danach folgt der Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Energie und Datenübermittlung sowie die Digitalisierung der Wirtschaft und der öffentlichen Hand. „Das sind Punkte, die uns als IV-OÖ ebenfalls besonders wichtig sind“, bekräftigt IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Ein entscheidender Punkt bleibt auch das Thema Fachkräftemangel, das die Branchen schon vor der Krise beschäftigt hat. „Das ist die gläserne Decke, die über Oberösterreich schwebt. Für ein weiteres Wachstum ist die Verfügbarkeit von Fachkräften entscheidend“, so Haindl-Grutsch. (5.6. Kurier/OÖ-Beilage S. 12-13)

IV: Viel zu wenig Fachleute im MINT-Bereich limitieren Innovation

Der Industriellenvereinigung (IV) zufolge berichtet jedes zweite Unternehmen in Österreich über das Scheitern an zu wenig Bewerbern, das hochqualifizierte Fachleute aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sucht. Wobei: Drei von vier Leitbetriebe im Land seien jetzt schon dem Technikbereich zuzuordnen, und bis 2025 werden in Österreich laut AMS und Wifo 55.000 zusätzliche hochqualifizierte MINT-Positionen erwartet, zudem plus 29.000 im Bereich Information und Telekommunikation. Die Lücke wird also schnell größer und gefährdet die Forschungs- und Innovationsleistung von Unternehmen. Aktuell graduieren in Österreich jährlich etwa 26.000 MINT-Absolventen von HTLs, Fachhochschulen und Unis, wobei der Frauenanteil in den technischen Fächern bei nur etwa fünf Prozent liegt. (4.9. Standard K4)

Allgemein

Budget: Steuereinnahmen deutlich gestiegen

Die finanziellen Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie belasten zwar weiterhin den Staatshaushalt. Von Jänner bis Juli sind die Staatseinnahmen aber deutlich gestiegen und betrugen 44,4 Mrd. Euro. Das sind um 6,7 Mrd. Euro oder um 17,8 Prozent mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das massive Plus geht vor allem auf höhere Einnahmen aus der Lohn-, Einkommen- und Körperschaftsteuer zurück. Allein bei der Lohnsteuer beträgt das Plus 935,7 Mio. Euro. Dass wieder mehr Menschen in Beschäftigung sind und Unternehmen die Kurzarbeit beendet haben, sieht man bei den höheren Einnahmen bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. Profitiert hat der Staatshaushalt auch von der Tilgung eines Griechenland-Darlehens, das Österreich zusätzliche Mittel gebracht hat. (4.9. Presse S. 16)

Wirtschaftsministerin stellt digitalen Führungsanspruch für Österreich

Zu den zehn innovativsten Ländern der Welt soll Österreich aufsteigen. Das ist jedenfalls der Plan von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Auf dem Weg dorthin spricht sie über Lehren aus der Corona-Krise und die Vorteile von Digitalisierung. „In der Krise konnten wir damit etwa den Bildungsbereich aufrechterhalten oder in der Produktion weiterarbeiten“, sagt Schramböck. „Wir haben daher gelernt, dass Digitalisierung nicht unser Feind ist, sondern uns hilft.“ Damit Österreich in Zukunft vorne mit dabei sein könne, müsse der Transfer von Forschung und Wissenschaft in reale Geschäftsmodelle verbessert werden. „Wir wollen noch stärker und Weltmarktführer werden“, betont die Ministerin. Mehr Digitalisierung führt freilich zu höherem Energieverbrauch, der auch nachhaltig sein soll. „Wir brauchen Partnerschaften mit anderen Ländern, weil wir den gesamten Bedarf nicht alleine aufbringen können.“ (4.9. WZ S. 9-10)

Zoll fertigte im Halbjahr mehr ab und nahm mehr Steuern ein

Die Zahl der Zollabfertigungen in Österreich ist im ersten Halbjahr 2021 deutlich angestiegen. Rund 2,9 Millionen Anmeldungen wurden nach Angaben des Finanzministeriums allein im Güterverkehr abgefertigt, das waren um 43 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Einnahmen aus Verbrauchssteuern lagen bei 2,79 Mrd. Euro (Halbjahr 2020: 2,72 Mrd. Euro). Den größten Anteil an den Verbrauchssteuern machten Mineralölsteuern mit 1,66 Mrd. Euro aus. Einnahmen aus der Tabaksteuer lagen bei 993,7 Mio. Euro, was einem Plus von 5,6 Prozent zum Halbjahr des Vorjahres entspricht. (6.9. Presse S. 6, OÖN S. 14, Volksblatt S. 15)

Strengere Regeln bei Schulabmeldungen

Mit der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Schulabmeldungen erhöht. Wenn die Schule wieder beginnt, werden 5.600 Kinder nicht in die Klassen kommen – vor der Corona-Pandemie waren 2.300 Kinder von der Schule ab- und zum häuslichen Unterricht angemeldet. Das Bildungsministerium will deshalb die Regeln für häuslichen Unterricht verschärfen: Zusätzlich zur Externistenprüfung am Jahresende soll künftig schon nach dem ersten Semester der Lernstand der Kinder erhoben werden und Eltern sollen nicht mehr entscheiden können, wo die Externistenprüfung stattfindet. Darüber hinaus sollen den Eltern in Aufklärungsgesprächen die Konsequenzen der Abmeldung verdeutlicht werden. (4.9. Alle TZ)

EU-Corona-Hilfen: Erste Tranche für Österreich fließt bald

Laut EU-Budgetkommissar Johannes Hahn wird die erste Tranche der 3,5-Mrd.-Euro-Corona-Hilfe für Österreich demnächst fließen. „Das wird bald der Fall sein“, sagte Hahn auf eine entsprechende Frage. „Es ist ja eine Anzahlung in Höhe von 13 Prozent der Gesamtsumme. Die restlichen 87 Prozent folgen schrittweise nach Erreichung der gesetzten Ziele.“ Hahn kündigte zudem „Initiativen“ im Zusammenhang mit dem Rechtsstaatsmechanismus an. Die EU-Kommission hatte den österreichischen Plan für das Corona-Wiederaufbauprogramm im Juni gebilligt. Österreich bekommt demnach 3,5 Mrd. Euro an EU-Zuschüssen für Projekte, deren Schwerpunkt im Bahn- und Breitbandausbau sowie in Öko-Investitionen liegen. (5.9. Alle TZ)

EU forciert Verkehr auf Schiene

Zur Förderung des Bahnverkehrs hat die EU einen Sonderzug auf eine 36-tägige Reise quer durch Europa geschickt. Mit dieser Initiative will die Kommission zur Stärkung der Bahn als „nachhaltiges, innovatives und sicheres“ Verkehrsmittel beitragen. Der „Connecting Europe Express“ fuhr am 2. September vom Lissabonner Gare do Oriente ab. Bis zum Erreichen der Endstation am 7. Oktober in Paris wird der Zug etwa 20.000 Kilometer zurücklegen. Geplant sind Stopps in mehr als 100 Städten. In Österreich werden am 9./10. September Brenner-Grenze, Salzburg, St. Pölten und Wien angesteuert. (2.9. orf.at)

Aufschwung im Euroraum weiter robust

Der Aufschwung in der Eurozone hat im August etwas an Kraft verloren. Trotz der Abschwächung dürfte die Eurozone robust gewachsen sein. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 1,2 auf 59,0 Punkte, teilte das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage mit. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer hielt sich klar über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. „Die Eurozone ist auf dem besten Weg, bis zum Jahresende – wenn nicht schon früher – ihr Vorkrisenniveau zu erreichen“, betonte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. (3.9. sn.at)

Einzelhandelsumsätze in Eurozone gesunken

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben im Juli einen Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich sind die Erlöse saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesunken, verlautbarte das europäische Statistikamt Eurostat. Allerdings war der Anstieg im Juni stärker ausgefallen, als bisher bekannt. Die Umsätze stiegen demnach um revidierte 1,8 Prozent, nachdem zunächst ein Plus um 1,5 Prozent ermittelt worden war. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat legten die Umsätze im Juli um 3,1 Prozent zu. (4.9. Presse S. 20)

IV-Mitglieder in den Medien

Mayr-Melnhof jetzt „in der Champions League der Verpackungsbranche“ 

Der steirische Verpackungsspezialist Mayr-Melnhof (MM) hat mit Zukäufen die Weichen Richtung Überholspur gestellt. „Wir sind jetzt in die Champions League der Verpackungsbranche aufgestiegen“, betont Vorstandsvorsitzender Peter Oswald. Eine Mrd. Euro wurde in die Hand genommen, um in Polen (Kwidzyn) und Finnland (Kotkamills) zwei große Zukäufe zu tätigen, die den Umsatz nach der Vollkonsolidierung um ein Drittel auf deutlich über drei Mrd. Euro steigen lassen. Künftig ist bei MM die Sparte Frischfaserkarton gleich groß wie der Recyclingkarton, mit 20 Prozent Marktanteil ist man die Nummer eins in Europa. Auch beim zweiten Standbein im Unternehmen, der Faltschachtel-Produktion tut sich viel: „Wir sind überall dort dran, wo Plastikverpackungen durch Papier ersetzt werden sollen“, erklärt Oswald. Dafür wurde auch bereits kräftig in einige der weltweit über 40 Fabriken investiert. Weitere Zukäufe soll es vor allem in Südeuropa und im Pharmabereich geben. Künftig rechnet Oswald mit einem jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. „Das klingt auf den ersten Blick nicht so viel, doch man muss bedenken, dass der Markt nur um ein bis zwei Prozent wächst. Wir sind da jetzt auf die Überholspur gewechselt.“ (4.9. Krone/WiMa)

Kommunalkredit gründet Joint Venture mit eww Anlagentechnik

Die Kommunalkredit Austria AG, Spezialist für nachhaltige Infrastruktur- und Energiefinanzierungen, hat mit der eww Anlagentechnik GmbH ein Joint Venture für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Photovoltaik-Aufdachanlagen in Österreich gegründet. Die neue Gesellschaft wird ihren Kunden ein sogenanntes „Contracting-Modell“ anbieten. Dabei ist für die Kunden keine anfängliche Investition notwendig, da die Gesellschaft die Photovoltaik-Aufdachanlagen finanziert, auf den von den Kunden zur Verfügung gestellten Dachflächen errichtet und langfristig an die Kunden verpachtet. Das Angebot soll in einem ersten Schritt vor allem österreichische Industrie- und Gewerbekunden sowie Gemeinden ansprechen und später potenziell auch auf angrenzende Länder ausgeweitet werden. Für Kommunalkredit-Vorstandsvorsitzenden Bernd Fislage ist „das Projekt ein Meilenstein“ für die Kommunalkredit, da es das erste Eigenkapitalinvestment im Kerngeschäft der Bank darstellt. (4.9. OÖN S. 15)

EVN erzielte höheren Gewinn nach drei Quartalen

Der Energieversorger EVN konnte heuer in ersten drei Quartalen das Unternehmensergebnis um 6,6 Prozent auf 224,6 Mio. Euro steigern. Besonders profitiert habe man von einem wetterbedingt höheren Energiebedarf in Österreich, Bulgarien und Nordmazedonien sowie von höheren Marktpreisen, so CEO Stefan Szyszkowitz. Darüber hinaus hilft der EVN eine breite Diversifikation. Nicht außer Acht lassen dürften Investoren auch den Umstand, dass die EVN mit rund 13 Prozent am Verbund beteiligt ist. (4.9. Krone/WiMa)

Energie AG eröffnete neues Wasserkraftwerk Dürnau

Am Wochenende wurde der Ersatzneubau des Wasserkraftwerks Dürnau offiziell eröffnet. Mit einer Leistung von 1,2 Megawatt wird die durchschnittliche Jahresstromerzeugung nun verdreifacht. Das Kraftwerk mitten in dem Fluss Ager versorgt künftig fast 1.400 Haushalte mit Strom aus der Region. Das im Jahr 1897 erbaute Wasserkraftwerk war eines der ältesten der Energie AG. Daher war der Neubau erforderlich. Im Zuge dessen wurde der Werkskanal verlegt und ein Laufkraftwerk direkt in der Ager errichtet. Damit kann die Restwasserstrecke deutlich verkürzt und ökologisch aufgewertet werden. Energie-AG-Generaldirektor Werner Steinecker betonte: „Seit knapp 130 Jahren sind wir Schrittmacher in Sachen Energieerzeugung und Nachhaltigkeit. Bei uns wird der Strom dort erzeugt, wo er auch verbraucht wird.“ (6.9. OÖN S. 25, Volksblatt S. 15, Österreich/OÖ S. 16)

Palfinger legt in Deutschland Produktion von Arbeitsbühnen zusammen

Der börsenotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger AG schließt in Deutschland am Standort Krefeld (Nordrhein-Westfalen) die Produktion von Hubarbeitsbühnen und konzentriert die Herstellung auf das Werk in Löbau (Sachsen). Wie das Unternehmen informierte, läuft im August 2023 der Mietvertrag für Krefeld aus, die angestrebte Erweiterung und der Ausbau des Werks lasse sich am Standort unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten aber nicht umsetzen. Man strebe jedoch weiteres Wachstum gerade im Markt für Hubarbeitsbühnen an. (4.9. Krone/Salzburg S. 24, Presse S. 20, SN S. 16, Volksblatt S. 19)

Stern: „OMV steht vor dem größten Wandel der Unternehmensgeschichte“

Das Öl- und Gasunternehmen OMV hat unter der Führung von Rainer Seele Rekordgewinne erzielt – „aber dennoch ist es so, dass die OMV wahrscheinlich vor dem größten Wandel der Unternehmensgeschichte steht“, sagt OMV-CEO Alfred Stern. Die ungefähre Richtung – mehr Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit – hat schon Seele vorgegeben, wohin genau die Reise gehen soll, will der neue CEO in den nächsten Monaten festlegen und im ersten Quartal 2022 der Öffentlichkeit präsentieren. Stern will die künftige Strategie der OMV auf drei Säulen aufbauen: „Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und ein Bekenntnis zu den Pariser Klimazielen.“ (4.9. Alle TZ)

Chefs von Erste Group und AUA für ein starkes, geschlossenes Europa

Bernhard Spalt, CEO der Erste Group Bank AG, und AUA-Chef Alexis von Hoensbroech plädieren für die Vereinigten Staaten von Europa inklusive Fiskalunion. Es könne nicht sein, dass Europa auf jede Krise mit Verhüttelung und Kleinstaatlichkeit reagiere, während die USA und China gerade in schwierigen Zeiten Geschlossenheit demonstrieren. So verliere Europa an Wettbewerbsfähigkeit. Ein „Lessons Learned“ auf europäischer Ebene, wie man Krisen in Zukunft besser begegnen könne, regt von Hoensbroech an. Für Spalt wären „mehr Entschlossenheit, Zuversicht und Selbstbewusstsein wichtig, um Europa wieder attraktiv zu machen“. (5.9. Presse S. 18-19) 

Bundesforste setzen auf langfristige Pachtverträge und nachhaltige Nutzung

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben trotz der hohen Immobilienpreise und der hohen Nachfrage keine Grundstücke verkauft, sondern setzen auf langfristige Pachtverträge und eine nachhaltige Nutzung. „99 Prozent unserer Flächen von insgesamt 850.000 Hektar bleiben frei von Versiegelung. Wir sind ein nachhaltiges Unternehmen“, so Georg Schöppl, ÖBf-Vorstand für Finanzen und Immobilien. Zugleich investieren die Bundesforste verstärkt in erneuerbare Energieträger. Dazu erklärt Schöppl: „Energie ist mittlerweile unser drittwichtigstes Standbein. In der Biomasse sind wir mit dem Kraftwerk Simmering schon länger erfolgreich. Wasserkraft und Windkraft sind stark gewachsen. Wir haben derzeit einen Windpark und acht Wasserkraftwerke und haben Ausbaupläne.“ Über neue Geschäftsideen berichtet Rudolf Freidhager, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Finanzen: „Einer unserer Förster hatte die Idee für eine transportable Jagdhütte. Für den Fall, wenn einer unserer Jagdkunden in ein anderes Revier wechselt. Wir haben einen Prototypen mit sieben Quadratmeter Nutzfläche und Sonnenenergie gebaut.“ (6.9. Kurier S. 8)

Pfahnl Backmittel meldet volle Auftragsbücher

Vom Verpackungsmaterial über die Energie bis hin zum Getreide sind die Preise im Lebensmittelbereich spürbar gestiegen. Diese Entwicklung würden ab Herbst auch die Konsumenten zu spüren bekommen, sagt Andreas Pfahnl, Chef des gleichnamigen Mehl- und Backmittelerzeugers. Der Familienbetrieb, dessen Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert reichen, stellt an zwei Standort in Österreich (Pregarten und Enzersdorf in Niederösterreich) Mehl und Backmittel her. Aufgrund des Exports sei es gelungen, den Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende Juni) bei 74 Mio. Euro stabil zu halten. Im laufenden Geschäftsjahr wird erstmals die 80-Mio.-Euro-Umsatzmarke angestrebt. Ein Drittel des Erlöses wird mit Mehl, der Rest mit Backmitteln erzielt. Die Auftragsbücher seien voll, sagt Pfahnl. Limitierender Faktor sei der Mangel an Arbeitskräften. (6.9. OÖN S. 14)

Metalltechnik- und Mechatronik: Steirische Initiative für neuen Lehrberuf

Metalltechnik- und Mechatronik-Lehrlinge werden ab dem nächsten Lehrjahr zu „digitalen Fertigungstechnikern“. Hinter dem neuen Lehrberuf steht eine steirische Initiative. Konkrete Themen sind beispielsweise die Einführung in Software-Systeme aus dem Umfeld der Zerspannung, Simulations-Tools, kollaborative Robotik oder die digitale Auswertung von Messtechnik. „Unsere internationale Spitzenposition bei der Ausbildung von Fachkräften können wir nur durch gezielte, zukunftsorientierte Höherqualifizierung beibehalten. Den Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt kommen wir mit diesen neuen Ausbildungsinhalten zu 100 Prozent nach“, bestätigt TCM-Geschäftsführer Markus Temmel. Neben ihm haben sich etwa auch Entscheidungsträger von Pankl, Knapp, Andritz, Böhler und Anton Paar aktiv in die Gestaltung des neuen Ausbildungswegs eingebracht. (4.9. Kleine S. 30-31)