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06.10.2021

Pressezusammenfassung, 06.10.2021
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IV in den Medien

Knill: Steuerreform stärkt Wirtschaftsstandort und gibt Planungssicherheit 

Neumayer: Unternehmen in Wettbewerbsfähigkeit halten

Unterkofler: Hohe Impfquote sichert Arbeitsplätze

Industrie: Ohne Netzausbau enormer volkswirtschaftlicher Schaden

IV im Beirat für Elementarpädagogik

Allgemein

Arbeitslosigkeit sinkt erstmals unter Vorkrisenniveau

Zahl der Auslandsunternehmen in Österreich 2019 leicht rückläufig

Heimische Banken im ersten Halbjahr 2021 wieder auf Vorkrisenniveau

Erzeugerpreise im Euroraum steigen im Rekordtempo

Unternehmensstimmung in der Eurozone trübt sich deutlich ein

EU-Staaten wollen sich zu Erweiterungsprozess bekennen

IV-Mitglieder in den Medien

Palfinger baut Marinegeschäft aus

Krenhof und Pankl bündeln Schmiedekompetenzen

Red Bull, Alpla, Swarovski unter den 500 umsatzstärksten Familienbetrieben

Siemens liefert für BMW in Steyr CNC-Steuerung

Alu-Architektur-Preis für Dornbirner BTV-Niederlassung

Umdasch-Chef will Nachhaltigkeit in der Baubranche umsetzen

IV in den Medien

Knill: Steuerreform stärkt Wirtschaftsstandort und gibt Planungssicherheit 

Mit der präsentierten Steuerreform setzt die Bundesregierung wichtige Schritte in die richtige Richtung – der Wirtschaftsstandort Österreich wird gestärkt, die Planbarkeit für Unternehmen gesteigert und Arbeit spürbar entlastet. Mit der KÖSt-Senkung bewege man sich zwar in die richtige Richtung, dennoch könne und dürfe man nicht davon ausgehen, dass dies die letzte Reform war, so IV-Präsident Georg Knill. Dies und der Investitionsfreibetrag seien jedenfalls richtige Maßnahmen, die zur Stärkung von Beschäftigung und Investitionen beitragen. Ein wichtiger Punkt, welcher jedoch bei der Steuerreform aus Sicht der Industriellenvereinigung ausgelassen wurde, ist die Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen. „Die wirtschaftliche Krise haben wir hinter uns gelassen, jetzt müssen wir kräftig investieren. Dafür braucht es eine gute Bonität – und da ist das Eigenkapital das primäre Kriterium“ so Knill. Das Problem ist, dass Fremdkapital für Investoren derzeit attraktiver ist als Eigenkapital. „Eigenkapital wird gegenüber Fremdkapital diskriminiert, das sollte sich ändern“, sagt Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorständin der Oesterreichischen Kontrollbank und Vorsitzende der IV-Taskforce „Kapitalmarkt und Unternehmensfinanzierung“. Zudem sollten auch Anreize für Veranlagung am Kapitalmarkt geschaffen werden. Dies wäre eine Win-Win-Situation, denn die Sparer könnten sich am Erfolg eines Unternehmens beteiligen und das Unternehmen würde so Eigenkapital gelangen. „In der Krise hat sich die Sparquote verdoppelt. Dieses private Kapital könnte man so sinnvoll mobilisieren“, so Knill. (Presse S.17)

Neumayer: Unternehmen in Wettbewerbsfähigkeit halten

In den Verhandlungen zur ökosozialen Steuerreform über einen höheren CO2-Preis regte sich Widerstand seitens der Industriellenvereinigung. „Alle Unternehmen, die jetzt schon im europäischen Emissionshandel sind, sehen sich mit Preisen rund um die 60 Euro konfrontiert. Das ist etwas Herausforderndes, man braucht zusätzliche Maßnahmen, um die Unternehmen in einer Wettbewerbsfähigkeit zu halten – und das passiert auch“, bekräftigt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Er spricht dabei auch von einem Bereich, wo die Dinge in puncto Wettbewerbsfähigkeit noch möglich sind. Aber: „Sehr viel stärker sollte der CO2-Preis nicht steigen, außer wir finden zusätzliche Maßnahmen, wie wir europäische Unternehmen auch unterstützen können.“ (5.10. ORF-„Report“)

Unterkofler: Hohe Impfquote sichert Arbeitsplätze

„Es geht um die Gesundheit aller und die Sicherheit für den Wirtschaftsstandort, die Arbeitsplätze sowie das soziale Zusammenleben. Wir wollen so schnell wie möglich in Richtung Normalität kommen und die Pandemie hinter uns lassen. Wer jetzt noch nicht geimpft ist, sollte das bitte rasch nachholen“, appelliert IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler. Die aktuell immer noch viel zu niedrige Durchimpfungsrate von rund 58 Prozent in der Gesamtbevölkerung (66 Prozent ab zwölf Jahren) schweißt die Verantwortlichen von der Politik bis zur Industrie und Wirtschaft zusammen. Eine Rate von 80 Prozent wäre für die gesundheitliche Sicherheit aller am Arbeitsplatz notwendig. Das Ziel für die nächsten Wochen ist laut Unterkofler klar: „Wir müssen noch einmal zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung überzeugen. Das schaffen wir mit fachlicher Aufklärung und einem weiterhin breiten Impfangebot. Die Industrie ist schon seit Mai mit den betrieblichen Impfstraßen dabei, die Belegschaft zu schützen und die Impfquote nach vorn zu bringen. Auch die Regeln, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Arbeitsplatz kommen können, wie zum Beispiel die 3-G-Regelungen, sind sinnvoll, um die Menschen zu überzeugen, doch impfen zu gehen.“ (SN L19)

Industrie: Ohne Netzausbau enormer volkswirtschaftlicher Schaden

In der „Sicherheitspolitischen Jahresvorschau 2021“ des Bundesheeres wird ein Blackout als das größte Risiko für eine Systemkrise in Österreich eingestuft. Österreichs Industrie ist gegen einen eventuellen Stromausfall relativ gut gewappnet, aber es braucht dringend mehr Flexibilität in der Energieversorgung. Die Industrie ist teilweise sogar bei kleineren Frequenzstörungen betroffen, die Halbleiterproduktion ist beispielsweise auf eine gleichbleibende Frequenz angewiesen, bestätigt die Industriellenvereinigung. Feststeht, der volkswirtschaftliche Schaden wäre enorm: Gemäß Johannes-Kepler-Universität Linz kostet ein Tag ohne Strom die österreichische Volkswirtschaft rund eine Mrd. Euro, berichtet die IV, die seit Jahren vehement Maßnahmen einfordert. Der dringende Appell seitens der Industrie lautet daher: „Die Versorgungssicherheit muss bei sämtlichen energie- und klimapolitischen Überlegungen konsequent und umfassend mitgedacht werden. Konkret braucht es wesentlich mehr Flexibilität im Stromsystem. Das heißt insbesondere bedarfsgerechten, raschen Netzausbau, ausreichend rotierende Massen und Speicher. Dies bedingt wiederum deutlich raschere Genehmigungsverfahren. (Presse S. 21)

IV im Beirat für Elementarpädagogik

Der im Bildungsministerium eingerichtete Beirat für Elementarpädagogik wird unter anderem um die Industriellenvereinigung erweitert. Das teilte das Bildungsministerium mit. In dem 2020 gegründeten Beratungsgremium werden etwa Empfehlungen und Vorschläge für einheitliche Qualitätsmindeststandards und Verbesserungen im Bereich der Elementarpädagogik erarbeitet. Bisher im Beirat vertreten sind die Länder, in deren Zuständigkeitsbereich der Kindergarten fällt, Städte- und Gemeindebund, Familienministerium sowie Interessenvertretungen und Wissenschafter. (Presse S. 15, 5.10. orf.at) 

Allgemein

Arbeitslosigkeit sinkt erstmals unter Vorkrisenniveau

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist erstmals unter das Vorkrisenniveau gesunken: Die Zahl der Arbeitslosen und der AMS-Schulungsteilnehmer liegt mit 332.457 Personen erstmals unter dem Wert der Vergleichswoche 2019 von 333.922 Personen, informierte Arbeitsminister Martin Kocher. Derzeit sind 263.680 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet sowie 68.777 weitere Personen in Schulung. Gegenüber der Vorwoche befinden sich aktuell um 561 Personen mehr in Schulungen, das ist ein leichter Anstieg. „Die verhältnismäßig hohen Schulungszahlen sind vor allem auf unsere Qualifizierungsmaßnahmen durch das AMS, zum größten Teil im Rahmen der Joboffensive, zurückzuführen. Qualifizierungen sind insbesondere angesichts des aktuellen Rekordstands an offenen Stellen für den Arbeitsmarkt entscheidend“, betont Kocher. (Alle TZ)

Zahl der Auslandsunternehmen in Österreich 2019 leicht rückläufig

Im Jahr 2019 waren rund 11.700 Unternehmen in Österreich im Besitz ausländischer Unternehmensgruppen oder Eigentümer. Nach Angaben der Statistik Austria sind das rund 200 (1,6 Prozent) weniger als 2018. Damit waren zwar nur 3,3 Prozent aller marktwirtschaftlich orientierten Unternehmen im Inland, sie erwirtschafteten aber mit 21 Prozent der Beschäftigten (648.423) 34 Prozent des Umsatzes dieser Firmengruppe. Fast 40 Prozent hatten ihre Zentrale in Deutschland. 420 Unternehmen in Österreich mit 12.200 Beschäftigten hatten ihre Zentrale in einem Offshore Finanzzentrum. Im Gegenzug hatten rund 6.000 österreichische Firmen Tochterunternehmen im Ausland, vor allem in Deutschland, sowie in den östlichen und südöstlichen Ländern Europas. (TT S. 22, VN D1)

Heimische Banken im ersten Halbjahr 2021 wieder auf Vorkrisenniveau

Die österreichischen Banken haben die Corona-Krise im ersten Halbjahr 2021 hinter sich gelassen. Der Gewinn aller Kreditinstitute zusammen lag bei 3,7 Mrd. Euro und damit über den 3,5 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2019. Im von Corona geprägten Jahr 2020 war der Halbjahresgewinn auf 887 Mio. Euro zurückgegangen. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erklärte die starken Schwankungen mit der Pandemie, die bei den Banken zu Wertminderungen und Rückstellungen geführt hatte. Diese waren im ersten Halbjahr 2020 auf 1,7 Mrd. Euro hochgeschnellt und sind heuer wieder auf 313 Mio. Euro gesunken. Auch das Plus von 420 Mio. Euro beim Handelsergebnis infolge der Börsenrallye trug zu den gestiegenen Ergebnissen bei. (Kurier S. 11, Presse S. 22, SN S. 13, OÖN S. 9)

Erzeugerpreise im Euroraum steigen im Rekordtempo

Der Preisanstieg auf Herstellerebene in der Eurozone hat sich weiter beschleunigt. Die Erzeugerpreise legten im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent zu, erklärte das Statistikamt Eurostat. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Währungsunion 1999. Im Juli hatte die Rate noch bei 12,4 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 1,1 Prozent. Besonders deutlich verteuerte sich Energie (+ 32 Prozent). Die Preise von Vorleistungsgütern stiegen mit 14,2 Prozent ebenfalls spürbar. Die Probleme bei den internationalen Lieferketten machen sich hier bemerkbar. (Kurier S. 17, Presse S. 17)

Unternehmensstimmung in der Eurozone trübt sich deutlich ein

Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im September erheblich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit fiel gegenüber dem Vormonat um 2,8 Punkte auf 56,2 Zähler. Markit erklärte die Stimmungseintrübung mit nachlassender Nachfrage, Lieferproblemen und steigenden Einkaufspreisen. (Kurier S. 12)

EU-Staaten wollen sich zu Erweiterungsprozess bekennen

Die EU-Staaten haben sich auf einen Kompromiss im Umgang mit den EU-Beitrittshoffnungen der sechs Westbalkan-Länder verständigt. So soll beim heutigen EU-Westbalkan-Gipfel in Slowenien erstmals schriftlich festgehalten werden, dass sich die EU weiter zu dem begonnenen Erweiterungsprozess bekennt. Zugleich soll aber betont werden, dass die Fähigkeit zur Integration neuer Mitglieder eine Weiterentwicklung der EU voraussetzt. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Palfinger baut Marinegeschäft aus

Die Marine-Sparte des börsenotierten Salzburger Kranherstellers Palfinger hat die Technologie des Offshore-Passagier-Transfer-Systems (OPTS) des Unternehmens Lift2Work mit Sitz in Rotterdam erworben. Das System umfasst eine multifunktionale hydraulische Hebebühne, die bis zu sechs Personen und Güter mit bis zu 2.000 Kilogramm Gewicht transportieren kann. Die Übernahme sei eine Antwort auf den boomenden Markt der Offshore-Transfer-Systeme. Palfinger geht davon aus, dass die Nachfrage in diesem Bereich vor allem in der Offshore-Windindustrie weiter steigen wird. (SN L19, Volksblatt S. 26)

Krenhof und Pankl bündeln Schmiedekompetenzen

Anfang des Jahres ging die Übernahme der Krenhof AG, weststeirischer Spezialisten für Gesenkschmiede, durch die Pankl-Gruppe über die Bühne. Nun treten Krenhof und die Pankl Schmiedetechnik auch unter einem gemeinsamen Nahmen im Markt auf: „Krenhof GmbH – A member of the Pankl Group“. Damit wurden die unternehmensübergreifenden Schmiedekompetenzen erweitert und gebündelt. Man wolle „Nummer eins im Bereich der Klein- und Mittelserie werden“, betont Matthias Hartmann, geschäftsführender Gesellschafter der Krenhof AG. In den Schmiede-Kompetenzzentren Kapfenberg und Köflach werden nun mehr als 370 Mitarbeiter beschäftigt. (Kleine S. 33, OÖN S. 9)

Red Bull, Alpla, Swarovski unter den 500 umsatzstärksten Familienbetrieben

Unter den weltweit 500 größten Unternehmen in Familienbesitz finden sich auch einige Austro-Betriebe. Laut einer Studie des Beraters EY rangiert die Red Bull GmbH mit 7,9 Mrd. Dollar Umsatz auf Platz 2014. Auch der Kunststoffspezialist Alpla und das Kristallunternehmen Swarovski sind in der Liste der 500 größten Familienunternehmen vertreten. Weltweit erzielten die 500 Familienbetriebe im Vorjahr zusammen einen Umsatz von 7.280 Mrd. Dollar. (Krone S. 7)

Siemens liefert für BMW in Steyr CNC-Steuerung

Siemens liefert Automatisierungshardware und-software an BMW-Steyr, unter anderem die CNC-Steuerung Sinumerik One für die Herstellung von E-Antriebsgehäusen. Damit soll die Produktion rascher und flexibler werden, zudem können zur Optimierung digitale Zwillinge von Werkzeugmaschinen erstellt werden. (Presse S. 20)

Alu-Architektur-Preis für Dornbirner BTV-Niederlassung

Das Gebäude der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) in Dornbirn hat in der Bahnhofstraße ein Zeichen gesetzt und Aluminium zu einem großen Auftritt verholfen. Deshalb wurde die BTV in Dornbirn auch mit dem österreichischen Aluminium-Architektur-Preis ausgezeichnet. „Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre. Die Jury sprach von einem „großartigen Bauwerk“ und hob den kreativen Umgang mit dem Material hervor. Ebenso wurde die städtebauliche Qualität des Gebäudes gelobt. (VN D2)

Umdasch-Chef will Nachhaltigkeit in der Baubranche umsetzen

Die Umdasch Group AG, Spezialist für Schalungs- und Ladenbau mit Sitz in Amstetten, wird in den kommenden Jahren nicht nur die Pflicht erfüllen, nachhaltig zu wirtschaften, sondern auch bei der Kür federführend sein, sagt deren Vorstandsvorsitzender Wolfgang Litzlbauer. „Wir werden Geschäftsmöglichkeiten für eine Kreislaufwirtschaft am Bau finden.“ So sollten Bauwerke für einen längeren Zeitraum geplant und statt 60 vielleicht 120 Jahre halten, nennt Litzlbauer ein Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft. Materialien und mögliche Wiederverwertung sollten gleich in der Planung berücksichtigt werden. Dazu sollten Bauwerke nicht voreilig abgerissen und vielmehr umsichtig erneuert werden. Schließlich würde dem Recycling künftig mehr Bedeutung zukommen. Umdasch arbeite dafür an neuen Technologien. Litzlbauer: „Nachhaltigkeit und Innovation sind Teil unseres Wertesystems.“ (OÖN S. 9)