Wenn die E-Mail nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

07.02.2022

Pressezusammenfassung, 07.02.2022
Logo

IV in den Medien

Umfrage: Industrie fehlen wegen lockerer Notenvergabe rund 10.000 Lehrlinge 

OÖ. Industrie sieht TU in Linz als „einmalige Chance für den Standort“

IV-Tirol lehnt Regionalprogramm für freie Fließstrecke klar ab

Allgemein

Zahl der offenen Stellen in Österreich auf Rekordhoch

Nutzung der Kurzarbeit im Vorjahr stark gesunken

Kontaktpersonen-Regelung: Keine Quarantäne nach Omikron-Genesung

Härtefallfonds schüttete bis Jahresende über zwei Mrd. Euro aus

Wifo-Chef: Großes Problem am EU-Arbeitsmarkt, Energiewende nicht vermischen

Einzelhandels-Umsatz lag im Vorjahr über Vor-Krisenniveau

E-Auto-Neuzulassungen: Österreich rangiert EU-weit an dritter Stelle

IV-Mitglieder in den Medien

Hohe Rohstoffpreise und Energiekosten bringen Ertragsprobleme

Fronius und Miba kontern Fachkräftemangel 

Wienerberger erweitert den Tonabbau

Oberösterreichs Banken reagieren mit Zusammenlegungen auf digitalen Wandel

Doppelmayr setzt Seilbahninfrastruktur für die Olympischen Winterspiele um

Rhomberg errichtet in Feldkirch ein Niedrigenergie-Bürogebäude aus Holz

Heimische Skiindustrie: Chinesischer Markt bietet langfristige Perspektiven

Wild-CEO-Appell: „Geld in Luftfilter statt Lockdowns investieren“

Steiermärkische-CEO: Leitzinsen im Euroraum könnten im Herbst steigen

IV in den Medien

Umfrage: Industrie fehlen wegen lockerer Notenvergabe rund 10.000 Lehrlinge 

Eine market-Umfrage zur Lehre im Auftrag der Lehrlingsinitiative zukunft.lehre.österreich (z.l.ö.) und der Industriellenvereinigung, die gemeinsam mit Sprechern von Verbund, A1 und Miba vorgestellt wurde, verdeutlicht die aktuell schwierige Situation beim Einstieg in die Lehre. Den Unternehmen in Österreich fehlen laut IV-Präsident Georg Knill durch die in der Pandemie lockere Notenvergabe an den Schulen an die 10.000 Jugendliche in der Lehrausbildung. Die Aufstiegsklausel habe dazu geführt, dass mehr Jugendliche im Schulbetrieb geblieben seien, was für die Lehre einen „Hemmschuh“ darstelle. Für Knill müsse die Industrie daher noch stärker als bisher die Chancen einer Lehre aufzeigen. So verdiene eine Arbeiterin in der Metallindustrie in ihrer Lebenszeit doppelt so viel wie eine Friseurin und ähnlich viel wie ein Akademiker. Neben dem Bemühen, gezielt Mädchen für technische Berufe zu begeistern, werde es künftig eventuell nötig sein, Abgängern von Studienrichtungen mit geringen Berufschancen eine Lehrausbildung zu ermöglichen, sagte Energie-AG-Generaldirektor Werner Steinecker, Präsident und Initiator von z.l.ö. Verbund-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl erklärte, sein Unternehmen spüre den demografischen Wandel bereits. Wegen der Geburtenrückgänge gebe es weniger Jugendliche im Alter von 15 Jahren, die für eine Lehre infrage kämen, gleichzeitig steige der Personalbedarf, weil viele Mitarbeiter der geburtenstarken Babyboomer-Generation in Pension gingen. Britta Schindler, die bei A1 den Lehrlingscampus leitet, berichtete, der Telekomnetzbetreiber suche auch via Snapchat und TikTok Lehrlinge. Miba-Personalverantwortlicher Bernhard Reisner sagte, Jugendliche hätten eine zukunftssichere Ausbildung in der Industrie, weil diese Lösungen für den Klimawandel entwickle. In Richtung Politik sagte Steinecker, es bräuchte in der Bundesregierung einen Lehrlingsbeauftragten, wenn nicht sogar einen Staatssekretär. Immerhin gehe es aufgrund des Fachkräftemangels um Milliardenbeträge. (5.2. Alle TZ; 4.2. Ö1-„Mittagsjournal“, kurier.at, wienerzeitung.at)

OÖ. Industrie sieht TU in Linz als „einmalige Chance für den Standort“

Die IV-OÖ begrüßt die Entscheidung, die neue Technische Universität (TU) bei der Johannes Kepler Universität (JKU) anzusiedeln. Dies sei „eine Jahrhundertchance für den Standort“. Die unmittelbare Nähe zur JKU ermögliche wissenschaftliche Synergien, Kosten- und Zeiteinsparungen durch Nutzung gemeinsamer Infrastruktur und biete räumliche Erweiterungsflächen im nahen Umfeld, so IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch und Maximilian Priglinger, Vorsitzender der Jungen Industrie (JI) OÖ. In diesem Zusammenhang wurde eine Analyse in Auftrag gegeben, um die Kriterien für die Attraktivierung des Universitätsstandorts zu eruieren. Darauf aufbauend haben IV-OÖ und JI-OÖ sieben Vorschläge zur Attraktivierung des Ökosystems erarbeitet. So soll eine Taskforce unter Einbindung nationaler und internationaler Experten und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur installiert werden, um das universitäre Ökosystem weiter zu entwickeln. Linz müsse zudem als „Digital Pioneer City“ durchstarten und ihren internationalen Bekanntheitsgrad deutlich erhöhen. Der Ausbau von Support Services für Studenten erfordere weiters die Einrichtung einer digitalen Plattform als Landing-Page in englischer Sprache für internationale Studenten. Ebenso solle die Freizeitqualität deutlich gestärkt werden. Studenten sollten zugleich Karrieremöglichkeiten geboten werden. Gleichermaßen müsse die Erreichbarkeit von Linz und moderne Mobilität verbessert werden. Darüber hinaus brauche Linz als zukunftsorientierte Universitätsstadt ein internationales Pace Branding. (5.2. OÖN S. 13, Volksblatt S. 19, Österreich/OÖ S. 16; 4.2. kurier.ooe.at)

IV-Tirol lehnt Regionalprogramm für freie Fließstrecke klar ab

Die geplante Verordnung für eine freie Fließstrecke zwischen Strass und Kirchbichl und einem daraus resultierenden Kraftwerksstopp stößt auf heftigen Widerstand u.a. seitens des Landesenergieversorgers Tiwag, der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) und der Industriellenvereinigung Tirol. In einer Stellungnahme zur Verordnung spricht sich die IV-Tirol klar gegen das Regionalprogramm für eine freie Fließstrecke aus. Die Realisierung möglicher Wasserkraft-Potenziale dürfe durch eine Unterschutzstellung nicht von „vornherein verunmöglicht werden“. (6.2. TT S. 10-11)

Allgemein

Zahl der offenen Stellen in Österreich auf Rekordhoch

Derzeit sind gut 400.000 Menschen ohne Arbeitsplatz, gleichzeitig waren in den vergangenen vier Quartalen im Schnitt 146.000 Stellen unbesetzt. Das ist ein Rekordwert, im Jahr 2020 waren es 102.600 und ein Jahr davor 128.200 Stellenangebote gewesen. Den größten Zuwachs an offenen Stellen gab es im produzierenden Bereich mit einem Plus von 50 Prozent im Jahresvergleich. „Hier waren im Jahr 2021 durchschnittlich 40.200 Stellen vakant“, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Besonders häufig gesucht wurden Personen für Dienstleistungsberufe und Verkäufer (22 Prozent) sowie Personen für Handwerks- und damit verwandte Berufe (19,4 Prozent). Rund 62 Prozent der offenen Stellen wurde von den Unternehmen auch an das Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet. Die Offene-Stellen-Quote (Anteil der offenen Stellen an allen verfügbaren Stellen) stieg im Jahr 2021 auf 3,5 Prozent an. 2020 lag sie bei 2,6 Prozent, rechnete die Statistik Austria vor. (5.2. Alle TZ)

Nutzung der Kurzarbeit im Vorjahr stark gesunken

Die Zahl der Personen in Kurzarbeit ist im Laufe des Jahres 2021 deutlich zurückgegangen. Waren es zu Beginn des Jahres noch 425.998 Personen, haben im November nur noch 77.222 Menschen Kurzarbeit in Anspruch genommen, zeigen aktuelle Zahlen des Arbeitsministeriums. Der Rückgang sei Ausdruck der hohen Dynamik am Arbeitsmarkt, so Arbeitsminister Martin Kocher. Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Rückgang der Kurzarbeits-Zahlen gerechnet. Aktuell seien rund 170.000 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet. Im Vorjahr wurden 3,7 Mrd. Euro für die Maßnahme ausgezahlt, seit Beginn der Pandemie waren es 9,2 Mrd. Euro. Die Budgetobergrenze für die Kurzarbeit werde trotz der rückläufigen Zahlen von zwei auf drei Mrd. Euro ausgeweitet, informierte das Ministerium. Das sei deshalb der Fall, da in der fünften Phase der Kurzarbeit bereits viele Anträge bewilligt worden seien, die noch nicht endgültig abgerechnet sind. (7.2. Presse S. 6, Standard S. 13, Volksblatt S. 16; 6.2. Krone S. 12, TT S. 32, Österreich S. 45)

Kontaktpersonen-Regelung: Keine Quarantäne nach Omikron-Genesung

Wer innerhalb der letzten drei Monate von einer Omikron-Infektion genesen ist, muss künftig nach Kontakt mit einem Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Das hat das Gesundheitsministerium in der Neufassung der Kontaktpersonen-Regelung festgehalten, die demnächst gelten soll. Auswirkungen dürfte das etwa auf Kindergärten und Volksschulen haben. Ein zusätzlicher Nachweis zur Virus-Variante ist nicht erforderlich. Seit Anfang Jänner kann von einer Omikron-Infektion ausgegangen werden, solange es nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Variante gibt. (7.2. Alle TZ)

Härtefallfonds schüttete bis Jahresende über zwei Mrd. Euro aus

Ein-Personen-Unternehmen, freie Dienstnehmer und Kleinstunternehmen haben aus dem Härtefallfonds bis Jahresende 2,17 Mrd. Euro bekommen. Bis 31. Dezember 2021 seien für den Härtefallfonds für Selbstständige über zwei Millionen Anträge eingelangt, davon seien 1,78 Millionen positiv erledigt, geht aus den Auszahlungsberichten des Wirtschaftsministeriums hervor. Infolge der vierten Pandemie-Welle wurde die Unterstützung durch den Härtefallfonds, die mit 31. Oktober ausgelaufen war, ab Anfang Dezember 2021 wieder aktiviert. In der Auszahlungsphase IV wurden bis zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2021 49.610 Anträge eingebracht, wovon 42.287 positiv erledigt wurden. Anträge für diese Phase können seit Dezember für einen Förderzeitraum bis 31. März 2022 gestellt werden. (5.2. Standard S. 18, SN S. 21, Volksblatt S. 18, TT S. 21)

Wifo-Chef: Großes Problem am EU-Arbeitsmarkt, Energiewende nicht vermischen

Unterschiedliche Corona-Maßnahmen, aber auch ein wachsender Protektionismus der Länder (z. B. gegen Einwanderung) behindern zusehends den zuvor recht freien EU-Arbeitsmarkt, warnt Wifo-Chef Gabriel Felbermayr. Aus Osteuropa etwa kommen deutlich weniger Menschen als früher. „Dabei wäre die Nützlichkeit eines integrierten europäischen Arbeitsmarktes noch nie so groß wie jetzt.“ Der Fachkräftemangel würde bereits in vielen Ländern die Wirtschaft bremsen. In Österreich blieben schon 2021 so viele Stellen wie nie zuvor unbesetzt. „Wir sind zusätzlich betroffen, weil mit dem kommenden Mindestlohn in Deutschland (zwölf Euro brutto pro Stunde) kaum mehr Saisonkräfte für den Tourismus zu uns kommen dürften“, so der Wifo-Chef. Auf dem Weg zur Energiewende ist Felbermayr davon überzeugt, dass Länder wie Deutschland und Österreich auch künftig auf Energieimporte angewiesen sind. „Wir werden halt in Zukunft nicht mehr Erdöl und Gas handeln, aber wir werden mit Sicherheit weiter Energie importieren müssen.“ Völlige Energie-Autarkie wäre ökonomisch auch gar nicht sinnvoll. (5.2. Krone S. 10, WZ S. 10)

Einzelhandels-Umsatz lag im Vorjahr über Vor-Krisenniveau

Trotz zahlreicher Lockdowns hat der Einzelhandel die Corona-Krise vergleichsweise gut verkraftet. Die realen Umsätze lagen im Vorjahr durchschnittlich um 2,9 Prozent über dem Jahr 2020, zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Selbst im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Einzelhandelsumsatz real um 2,7 Prozent höher. Allerdings gibt es Unterschiede nach Branchen. (5.2. OÖN S. 10)

E-Auto-Neuzulassungen: Österreich rangiert EU-weit an dritter Stelle

Österreich liegt bei den Neuzulassungen von Elektroautos im EU-Vergleich auf Platz drei hinter den Niederlanden und Schweden. Das haben aktuelle Zahlen des VCÖ gezeigt. So liegt der Anteil in Österreich bei 13,9 Prozent, der EU-Durchschnitt beträgt derzeit 8,9 Prozent. In ganz Europa belegt Österreich den fünften Platz, hier liegt Norwegen an der Spitze, gefolgt von Island. In Norwegen sind schon fast zwei Drittel aller Neuwagen batterie-elektrische Pkw. (7.2. Presse S. 6, SN S. 13)

IV-Mitglieder in den Medien

Hohe Rohstoffpreise und Energiekosten bringen Ertragsprobleme

Rohstoffpreise und Energiekosten steigen mittlerweile so rasant, dass Hersteller die Kosten oft nicht rechtzeitig an Kunden weitergeben können, etwa durch lange Lieferzeit. Das bringt Ertragsprobleme mit sich. Für die Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH ist so gut wie alles teurer geworden. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage „so gut wie noch nie“, berichtet Geschäftsführer Manfred Santner. So erfreulich das sei, führe das zu Lieferzeiten von einem halben bis zu einem Dreivierteljahr. „Die Kostensteigerungen können wir entsprechend nur zeitverzögert an die Kunden weitergeben“, sagt Santner. „Das geht natürlich auf Kosten unserer Marge.“ Beim börsenotierten Salzburger Kranbauer Palfinger war man deswegen jüngst zu einer Gewinnwarnung gezwungen. Nicht weil die Geschäfte schlechter liefen, sondern gerade weil Nachfrage und Auftragsstand so hoch seien wie nie, betont Palfinger-CEO Andreas Klauser. „Das ist Segen und Fluch einer Rekord-Orderlage.“ Beim Salzburger Beschlägehersteller Maco sah man sich schon im Vorjahr gezwungen, wegen rasant steigender Kosten für Stahl und Kunststoffe die Notbremse zu ziehen. Statt einmal im Jahr die Preise anzupassen, gebe es jetzt ein transparentes System eines Rohmaterialzuschlags, so Geschäftsführer Guido Felix. Damit könnten auch die Kunden – zumeist die großen Fenster- und Türenhersteller – ihre Preise besser planen. Der Karton- und Verpackungshersteller Mayr-Melnhof Karton kann die gestiegenen Kosten zumindest schrittweise über die Verkaufspreise weitergeben. Möglich sei das freilich nur bei entsprechender Nachfrage. Der Hoffnung, dass die Anstiege von kurzer Dauer sind und bald wieder mehr Preisstabilität einkehren könnte, erteilt IV-Chefökonom Christian Helmenstein eine Absage: „Es dauert eine Zeit, bis die Inflation durch sämtliche Lieferketten durchgeht.“ (5.2. SN S. 17)

Fronius und Miba kontern Fachkräftemangel 

Die Fronius International GmbH ist weltweit in den Bereichen Schweißtechnik, Photovoltaik und Batterieladetechnik tätig. Das von Peuerbach aus agierende Familienunternehmen, das allein in Oberösterreich noch in Wels, Thalheim, Steinhaus und Sattledt Standorte hat, geht in Sachen Fachkräftemangel in die Offensive – und schaut sich dabei in den eigenen Reihen um. Anvisiert werden Anlernkräfte, die etwa durch Zeitarbeit als Verpacker und in der Logistik bei Fronius zu arbeiten begonnen haben. Ihnen wird eine Lehre als Elektroanlagentechniker angeboten. Die Ausbildung wird von der Firma finanziert und findet im Zuge einer Bildungskarenz statt. Seit Februar 2021 wird die kompakte Lehre bei Fronius angeboten, nun gibt es schon die ersten zwölf Absolventen. Auch die Miba AG in Laakirchen setzt Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Das familiengeführte Industrie- und Technologieunternehmen bietet jenen, die früher in anderen Branchen gearbeitet haben, berufsbegleitend die Lehre zum Metallbearbeiter an. Angesprochen werden damit Beschäftigte in der Produktion, die sich durch die zwei Jahre dauernde Ausbildung höher qualifizieren wollen. 36 Mitarbeiter nutzten bislang das Angebot. (7.2. Krone/OÖ S. 22)

Wienerberger erweitert den Tonabbau

Seit mehr als 60 Jahren erzeugt das ehemalige Ziegelwerk Brenner in Schönweg bei St. Andrä Ziegel. Im Jahr 2018 hat die Wienerberger Österreich GmbH das ehemalige Ziegelwerk Brenner in Schönweg bei St. Andrä übernommen. Zur Versorgung des Werkes mit rund 40 Arbeitsplätzen wird hochwertiger Fett-Ton benötigt. „Dieser Rohstoff liegt derzeit nur in dem seit Jahrzehnten betriebenen Tonabbau Oberaigen vor“, sagt Werksleiter Rainer Wirth. Im heurigen Jahr soll der Tonabbau um drei Hektar erweitert werden. Außerdem investiert die Wienerberger Österreich GmbH heuer eine Mio. Euro in das Lavanttaler Ziegelwerk. „Hauptsächlich in die Modernisierung der Werksanlagen und in den Bereich Energieeinsparung“, erklärt Wirth. Aktuell werden für den Standort Mitarbeiter für die Produktion und Instandhaltung gesucht. Das Ziegelwerk am Standort in St. Andrä benötigt hochwertigen Fett-Ton. (5.2. Kleine/Lavanttal S. 26-27)

Oberösterreichs Banken reagieren mit Zusammenlegungen auf digitalen Wandel

94 Prozent aller Bankgeschäfte werden digital erledigt, die Zahl der Bargeldbehebungen am Schalter hat sich mehr als halbiert. Darauf reagieren Oberösterreichs Banken und legen Filialen zusammen. Im Gegenzug würden andere Bankstellen vergrößert und mehr Service bieten, berichtet Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich AG. In den vergangenen zehn Jahren wurden 45 Filialen zusammengelegt. „Wir werden uns ja nicht aus den Regionen verabschieden. Wir bleiben der größte finanzielle Nahversorger des Landes“, so Schaller. Auch bei der Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG wurde damit begonnen, Filialen zusammenzulegen, wie Vorstand Herbert Walzhofer betont. Dafür sollen größere Filialen ausgebaut werden. Die Oberbank hat indes die Zahl ihrer Filialen erhöht, allerdings nur außerhalb Oberösterreichs – vor allem in Wien und im Ausland, wo man Richtung Norddeutschland expandiert. (5.2. OÖN S. 9)

Doppelmayr setzt Seilbahninfrastruktur für die Olympischen Winterspiele um

Der Wolfurter Seilbahnhersteller Doppelmayr hat bei den Olympischen Winterspielen in Peking in den Austragungsstätten Yanqing und Zhangjiakou insgesamt 14 Seilbahnen errichtet. In Yanqing, das nordwestlich von Peking liegt, finden die alpinen Skiwettbewerbe statt. Alle neuen Seilbahnen wurden dort von Doppelmayr geplant, produziert und gebaut. Auch in Zhangjiakou, wo unter anderem die Snowboarder, Freestyler und Nordischen im Einsatz sein werden, setzt man auf Technik aus dem Ländle – insgesamt fünf Hochgeschwindigkeits-Seilbahnen hat Doppelmayr in der Region errichtet. Die Anlagen wurden größtenteils im Wolfurter Stammwerk produziert, die chinesische Niederlassung in Sanhe hat die Stützenelemente beigesteuert. „Wir sind sehr stolz, dass uns das Vertrauen geschenkt wurde, die Seilbahninfrastruktur für die Olympischen Winterspiele umsetzen zu dürfen“, unterstreicht Doppelmayr-Geschäftsführer Thomas Pichler die Bedeutung des Großauftrages. (6.2. Krone/Vorarlberg S. 26)

Rhomberg errichtet in Feldkirch ein Niedrigenergie-Bürogebäude aus Holz

An der Feldkircher Bärenkreuzung wird ein Niedrigenergie-Bürohaus in Holzsystembauweise mit sieben Geschossen realisiert. Die CityOffice Feldkirch Development GmbH und Rhomberg Bau errichten das Gebäude als Generalunternehmer. In etwa 14 Monaten soll das sogenannte „Bärahus“, ein 25 Meter hohes Gebäude, das bis auf den Liftschacht und die Estriche komplett aus Holz gebaut wird, fertiggestellt sein. „Wir freuen uns, dass wir dieses Leuchtturmprojekt an so einem besonderen Platz bauen dürfen“, sagte Bauunternehmer Hubert Rhomberg beim Spatenstich vergangenen Freitag. (5.2. Krone/Vorarlberg S. 23, VN D2, NVT S. 16-17; 4.2. ORF Vorarlberg)

Heimische Skiindustrie: Chinesischer Markt bietet langfristige Perspektiven

Die heimischen Skiproduzenten haben eine langfristige Perspektive im Auge, wenn es um den chinesischen Markt geht. Noch sei der Verkauf trotz der derzeit stattfindenden Olympischen Winterspiele in Peking mit 50.000 Paar Ski im Jahr nicht nennenswert, meint Wolfgang Mayrhofer, Atomic-Chef und Sprecher der heimischen Skiindustrie. Mittelfristig rechnet er aber mit einer Steigerung auf bis zu 370.000 Paar Ski. Noch fehle es vor Ort auch an der „Software, wie einem fundierten Skilehrerwesen, Skischulen, Skiklubs und dem Interesse an klassischen Skiurlauben“, gibt Franz Föttinger, Geschäftsführer von Fischer Sports, zu bedenken. Für eine Verlagerung von Produktionsstätten fehle derzeit noch jede Perspektive, betont Mayrhofer. (5.2. Kleine S. 26-27) 

Wild-CEO-Appell: „Geld in Luftfilter statt Lockdowns investieren“

Ein dringender Appell für den verstärkten Einsatz von Luftfiltern gegen Corona-Viren kommt von Josef Hackl, dem CEO der Kärntner Wild-Gruppe. Als Mitglied eines unabhängigen „Expertenforums für Reinraumtechnologien gegen Covid-19“, eine Initiative des Silicon Alps Clusters, ist er überzeugt, dass „sich nicht nur Covid-19, sondern viele Infektionskrankheiten, Bakterien und Pollen mit dieser einfachen Technologie ausmerzen lassen“. Beispielhaft führt Hackl an, dass Wild selbst an vier Standorten mit über 500 Mitarbeitern 50 Luftreiniger einsetze: „Wir haben bis dato keine einzige Corona-Infektion in unseren Gebäuden.“ Für Hackl ist es unverständlich, warum in Österreich Geräte zur Filterung von Luftschadstoffen so zögerlich eingesetzt werden. „Mit dem bei Lockdowns verbrannten Geld hätten wir längst jeden Raum mit einem Gerät ausstatten können.“ Die Wild-Gruppe ist in den zwei Sparten Medizintechnik und Technische Optik tätig. In beiden Bereichen wuchs das in Völkermarkt und Wernberg beheimatete Unternehmen „im zweistelligen Prozentbereich“. Am Standort in Völkermarkt wird heuer investiert – im Sinne der angestrebten Kreislaufwirtschaft soll auf mehreren tausend Quadratmetern Dachfläche Sonnenstrom erzeugt werden. (5.2. Kleine/Kärnten S. 31) 

Steiermärkische-CEO: Leitzinsen im Euroraum könnten im Herbst steigen

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, rechnet damit, dass die Leitzinsen in der Eurozone im Herbst steigen könnten. Der Druck auf die EZB werde steigen – „von innen und von außen“. Fabisch: „Ich gehe davon aus, dass die EZB weniger von sich heraus eine Erhöhung anstrebt, sondern durch die internationale Zinsentwicklung eher dazu gezwungen wird. Die EZB kann auf Dauer nicht hinten bleiben, wenn außerhalb der Eurozone die Zinsen angehoben werden. Wenn die Fed jetzt in mehreren Zinsschritten nach oben geht, dann wird der Zinsabstand zwischen Amerika und Europa wahrscheinlich so groß, dass die EZB auch einen entsprechenden Druck hat, zu reagieren. Sonst würde Geld aus Europa abfließen.“ Für heuer geht man bei der Steiermärkischen davon aus, dass die Kreditnachfrage auf einem hohen Niveau bleibt. „Wir haben als Steiermärkische Sparkasse 2021 ein Plus von sieben bis acht Prozent bei der Kreditvergabe verbucht“, betont Fabisch. Gesamtwirtschaftliche Unsicherheit gehe neben der Inflation auch von internationalen Konflikten aus (Stichwort Ukraine) und es bleibe auch noch die Frage, wie es mit der Pandemie wirklich weitergehe. (7.2. Kleine S. 18-19)