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07.03.2022

Pressezusammenfassung, 07.03.2022
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IV in den Medien

Knill: „Gas ist in der Industrie kurzfristig nicht zu ersetzen“

Stolitzka fordert Verlängerung der Kurzarbeit

Swarovskis Stift Fiecht bietet Zuflucht für Kriegsflüchtlinge

IV-Helmenstein: Biogas-Anlagen können schnell ausgebaut werden

Allgemein

Seit 5. März sind fast alle Corona-Maßnahmen außer Kraft

Österreich bemüht sich um grünen Wasserstoff aus den Emiraten

Österreichs Wirtschaft stemmte sich 2021 gegen Corona-Lockdowns

Grüne einstimmig für Rauch als neuer Gesundheits- und Sozialminister

Eurozone: Einzelhandels-Umsatz stieg moderater als erwartet

IV-Mitglieder in den Medien

Bernegger baut neuartige Recycling-Anlage in Enns

Neue China-Hoffnungen für heimische Ski-Industrie

Ukraine: Magna-Werk in Graz läuft noch nach Plan

OMV prüft Ausstieg aus russischem Gasfeld, keine neuen Investitionen

Miba und Sparkasse OÖ spenden für Ukraine-Hilfe

Erste Group-CEO fordert komplette Neuaufstellung der Einlagensicherungen

Kelag investiert in saubere Energieversorgung

RLB Kärnten fordert Kurswechsel der EZB und mehr Tempo beim Ökoenergie-Umbau

Mahle Filterwerke: Visionär Franz Mlinar wird 80

AVL List erhält Landespreis für gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Flex Althofen sammelt für die Ukraine-Hilfe

Frauenförderung in der Energiebranche bei Verbund

Staffelübergabe bei Eberle Automatische Systeme

Grabher spendet Schutzmasken für die Ukraine

IV in den Medien

Knill: „Gas ist in der Industrie kurzfristig nicht zu ersetzen“

Gegen Verunsicherung, aber für eine „faktenbasierte Diskussion“ spricht sich IV-Präsident Georg Knill aus. „Erdgas ist der wichtigste Energieträger der Industrie. Man sollte nicht glauben, dass sich Gasimporte so einfach und kurzfristig ersetzen lassen würden – und auch keine falsche Erwartungshaltung wecken.“ Gegenwärtig, so Knill, liegen die österreichischen Importe aus Russland bei 85 Terawattstunden. „Wenn man sich vor Augen führt, dass sich Österreich mit dem Erneuerbaren-Ausbaugesetz das Ziel gesetzt hat, bis 2030 rund 27 Terawattstunden zusätzliche Energieerzeugung über erneuerbare Energiequellen zu ermöglichen – und wie schwierig das schon in der Umsetzung ist – dann zeigt das die Relationen“, sagt Knill. Europaweit gehe es um mehr als 1.600 Terawattstunden russischen Gas-Import, was 70.000 Windkraftwerken entsprechen würde. Knill appelliert: „Wir müssen den Ausbau der Erneuerbaren beschleunigen, dafür brauchen wir eine beherzte laufende Novelle des Gesetzes für Umweltverträglichkeitsprüfungen und die sofortige Anwendung des Standortentwicklungsgesetzes. Der Green Deal der EU, der wichtig ist, muss unter diesen Voraussetzungen neu bewertet werden.“ Auch das Thema Wasserstoff müsse man viel offensiver angehen. (5.3. Kleine S. 36, 6.3. kleinezeitung.at)

Stolitzka fordert Verlängerung der Kurzarbeit

Der Krieg in der Ukraine hat bereits massive Auswirkungen auf die steirische Wirtschaft und Industrie. Der Präsident der IV-Steiermark, Stefan Stolitzka, fordert daher als erste Sofortmaßnahme, dass die Möglichkeit der Kurzarbeit verlängert wird. Die Geschäftsbeziehungen zu Russland und Ukraine sind jetzt völlig zum Erliegen gekommen, schildert Stolitzka die aktuelle Lage: „Es hat teilweise große Auswirkungen. Kabelbäume haben wir schon gehört, da stehen schon Industrieproduktionen in der Autoindustrie, andererseits Rohstoffe, ob Holz, Eisenerz, bestimme Mineralien – das kann alles nicht mehr zur Veredelung geliefert werden. Das ist natürlich ein großes Problem und wird auch dazu führen, dass es zu Produktionsstillständen kommt.“ Er plädiert daher dafür, dass die Kurzarbeit unbedingt über den März hinaus weitergeführt werden soll. Zudem brauche es liquiditätssichernde Maßnahmen, punktuell für besonders betroffene Unternehmen. (6.3. Steiermark heute, orf.at, Radio Steiermark Journal)

Swarovskis Stift Fiecht bietet Zuflucht für Kriegsflüchtlinge

IV-Tirol-Präsident Christoph Swarovski bringt sich aktiv in die Ukraine-Hilfe ein. Wie bekannt wurde, wird er das Stift Fiecht dem Land Tirol für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingsfamilien zur Verfügung stellen. Das ehemalige Benediktinerkloster wird nun in Abstimmung mit der Abteilung Soziales des Landes Tirol vorübergehend und unentgeltlich für die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt. „In Zeiten wie diesen ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, einen kleinen Beitrag zur Linderung des Leids von Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine zu leisten. Das Stift Fiecht bietet aufgrund der gegebenen Infrastruktur eine gute Voraussetzung, mindestens 100 Schutzsuchenden Frauen und Kindern eine temporäre Unterkunft zu bieten“, erklärte Swarovski. (5.3. Krone/Tirol S. 34, TT S. 27)

IV-Helmenstein: Biogas-Anlagen können schnell ausgebaut werden

„Wir müssen den Grad der Abhängigkeit reduzieren, aber ganz ohne russisches Gas geht es nicht“, analysiert IV-Chefökonom Christian Helmenstein. Wenn die heimischen Gasspeicher zur Gänze gefüllt wären, käme man zwar durch. Doch das sei illusorisch, weil Österreich ein Transitland ist und andere Länder auch Energie brauchen. Für relativ rasch machbar hält Helmenstein den Ausbau von Biogas-Anlagen in Österreich, das aus tierischen Abfällen erzeugt wird. „Die Standorte sollten in der Nähe von großen Viehbeständen sein, man kann auch bestehende Anlagen vergrößern.“ Fest stehe, dass man mit mehr Biogas und Importen aus anderen Regionen nicht alles ersetzen könne. „Es rächt sich jetzt, dass das Leitungsnetz nicht rasch genug ausgebaut wurde“, meint Helmenstein mit einem Seitenhieb auf die viel zu lange dauernden Verfahren in Österreich. Der Umstieg von Gas auf Wärmepumpen und generell mehr Energiesparen könnten ebenfalls dazu beitragen, sich von den Russland-Importen zu lösen. (5.3. Krone/WiMa)

Allgemein

Seit 5. März sind fast alle Corona-Maßnahmen außer Kraft

Erstmals seit Pandemie-Beginn vor rund zwei Jahren endeten am Samstag überall mit Ausnahme Wiens fast alle Corona-Beschränkungen, und zwar auch am Arbeitsplatz. Grundlage für das Ende fast aller Corona-Maßnahmen ist die vom 5. März bis 22. April geltende „COVID-19-Basismaßnahmen-Verordnung“. Für die Industriellenvereinigung (IV) ist mit der Verordnung nun geklärt, welche Lockerungen ab 5. März gelten. Es werde sich erst in der Praxis zeigen, „ob und welche Fragen sich hier im Konkreten bei der Umsetzung stellen werden“. Zugleich hieß es bei der IV, man hätte für eine frühere rechtsverbindliche Information plädiert, um den Betrieben mehr Zeit für die Anpassung an die neue Rechtslage zu geben. Streng bleiben die Regelungen in etlichen Industriebetrieben wie beim Salzburger Kranhersteller Palfinger: „Wir werden die Maskenpflicht und das Testen beibehalten. Die Lockerungen kommen vier bis sechs Wochen zu früh“, erklärt CEO Andreas Klauser. Auch die TCG Unitech GmbH in Kirchdorf setzt weiterhin auf die 3G-Regel am Arbeitsplatz, wie deren Geschäftsführer Peter Wienerroither bestätigt: „Wir haben mit dem Testen einzelne Fälle gut identifizieren können. Wir können nicht riskieren, dass die Abteilungen gefährdet sind.“ (5.3. Krone S. 24-25)

Österreich bemüht sich um grünen Wasserstoff aus den Emiraten

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat viele EU-Länder davon überzeugt, die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu verringern. Grüner Wasserstoff aus den Vereinigten Arabischen Emiraten könnte ein Teil der Lösung sein – die für Rohstoffe zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger hat am Sonntag eine entsprechende Absichtserklärung mit dem Industrieminister der VAE, Sultan Bin Ahmad Sultan Al Jaber, unterzeichnet. Klar sei für Energieministerin Eleonore Gewessler, dass die aktuellen russischen Gasmengen nicht innerhalb von drei Wochen oder drei Monaten ersetzt werden können. Die Pläne für den grünen Wasserstoff aus den Emiraten seien bisher noch recht vage – weder über Mengen oder Kosten noch über die Transportwege gibt es bisher klare Vorstellungen. (7.3. Alle TZ)

Österreichs Wirtschaft stemmte sich 2021 gegen Corona-Lockdowns

Österreichs Wirtschaft ist im Vorjahr laut Statistik Austria real um 4,5 Prozent gewachsen. Damit war der BIP-Anstieg etwas geringer als die noch Ende Jänner vom Wifo erwarteten 4,6 bis 4,7 Prozent. In Summe blieb die Wirtschaftsleistung 2021 knapp unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im vierten Quartal lag die Wirtschaftsleistung zwar real um 5,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal, jedoch bremste der Lockdown die Entwicklung gegenüber dem dritten Quartal. Das Vorkrisenniveau von 2019 überschreiten konnten 2021 im Jahresvergleich vor allem die Bereiche Industrie (102,1 Prozent) und Handel (102,8 Prozent). (5.3. Alle TZ)

Grüne einstimmig für Rauch als neuer Gesundheits- und Sozialminister

Die Grünen haben sich am Freitag für Johannes Rauch als neuen Gesundheits- und Sozialminister ausgesprochen. Die Wahl im Erweiterten Bundesvorstand (EBV) erfolgte einstimmig, Rauch nahm sie an, wie die Grünen bestätigten. Rauch folgt auf Wolfgang Mückstein, der zuvor seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte. Nach dem Beschluss im EBV ist der Weg für die Angelobung des neuen Gesundheitsministers durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen frei. (5.3. Alle TZ)

Eurozone: Einzelhandels-Umsatz stieg moderater als erwartet

Die Umsätze im Einzelhandel der Eurozone sind im Jänner deutlich weniger als erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 1,5 Prozent erwartet. Belastet wurden die Umsätze im Jänner durch den Rückgang bei den Kraftstoffen. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Gesamterlöse um 7,8 Prozent. Hier war ein Anstieg um 9,2 Prozent erwartet worden. (4.3. handelsblatt.com)

IV-Mitglieder in den Medien

Bernegger baut neuartige Recycling-Anlage in Enns

Das oberösterreichische Bauunternehmen Bernegger erweitert den Rohstoffpark der Firmengruppe und investiert dort 60 Mio. Euro. In einem laut Unternehmensangaben einzigartigen Verfahren wird man hier künftig die Verwertung von 99 Prozent der Rohstoffe aus Altautos, Elektro- und Elektronikschrott realisieren. Bisher bleiben trotz moderner Recyclinganlagen immer Reststoffe, die deponiert oder verbrannt werden müssen. Das will die Bernegger Gruppe jetzt ändern und verspricht, aus diesen Reststoffen jetzt auch wertvolle Materialien gewinnen zu können, und nennt das thermische Metallgewinnung TMG. Diese Reststoffe werden dabei so aufgesplittet, dass so gut wie alle Metalle, aber auch mineralische Rohstoffe zurückgewonnen werden können. Damit sollen Rohstoffe wie Kupfer, Gold und andere Edelmetalle im Materialkreislauf bleiben. Gleichzeitig sollen so die Treibhausgasemissionen stark reduziert werden. Das Unternehmen schätzt, dass in Europa Potenzial für 100 solcher Anlagen gegeben wäre. Man werde mit Partnern nach weiteren Standorten suchen und die Lizenz zum Verfahren auch verkaufen, so die Zukunftspläne. (5.3. Alle TZ)

Neue China-Hoffnungen für heimische Ski-Industrie

Für die Olympischen Spiele 2022 in China wurden rund 48 Mrd. US-Dollar in diverse Sportstätten und Infrastruktur investiert. Wie viel davon nachhaltig genutzt werden kann, ist noch nicht abschätzbar. „Es gibt 50 echte Skigebiete in China, dazu kommen noch zahlreiche Skihallen“, berichtet Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer, der auch Sprecher der heimischen Skiindustrie ist. Das Ziel der Österreicher sei, bis 2025 die verkaufte Menge von derzeit 70.000 auf 100.000 Paar zu steigern. Mayrhofer: „Wir haben schon vor 2022 begonnen, den Markt zu bearbeiten. Dazu zählt die verstärkte Entsendung heimischer Skilehrer, die chinesische Kollegen ausbilden.“ Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr hat in China bereits 130 Anlagen gebaut und hofft auf Folgeaufträge. „Mittelfristig könnte sich China zu einem Markt von der Größe wie Österreich oder Frankreich entwickeln, mit einem Bedarf von etwa 400.000 Paar Ski im Jahr“, so der Atomic-Chef. (5.3. Krone/WiMa)

Ukraine: Magna-Werk in Graz läuft noch nach Plan

Während andere Industriebetriebe bereits wegen Lieferausfällen aus der Ukraine ihre Produktion niederfahren müssen, laufen die Bänder im Grazer Magna-Werk „aktuell noch nach Produktionsplanung“, bestätigte ein Sprecher. Das könne sich aber praktisch täglich ändern. Man werde sich den Entwicklungen „nicht entziehen können“. Magna selbst beziehe kaum Waren aus der Ukraine, man könne aber nicht ausschließen, dass Lieferanten Produkte von dort beziehen. Bisher seien noch keine Ausfälle wegen des Kriegs in der Ukraine zu verzeichnen gewesen. Die Lage werde natürlich beobachtet und man sei mit den Kunden, die ihre Autos in Graz bauen lassen, in Kontakt. Diese seien nämlich zu großen Teilen selbst für die Lieferketten verantwortlich. (4.3. steiermark.orf.at)

OMV prüft Ausstieg aus russischem Gasfeld, keine neuen Investitionen

Wegen dem Angriff Russlands auf die Ukraine überdenkt das Öl- und Gasunternehmen OMV seine Russland-Strategie. In Russland werde es künftig keine Investitionen mehr geben, die 24,99-Prozent-Beteiligung am Erdgasfeld Juschno Russkoje werde „strategisch überprüft“, hieß es nach einem Vorstandsbeschluss. „Diese Überprüfung beinhaltet alle Optionen einschließlich Möglichkeiten einer Veräußerung oder Ausstiegs.“ Die OMV betrachte Russland nicht mehr als strategische Kernregion. Man habe tiefes Mitgefühl mit den Opfern des russischen Angriffs auf die Ukraine. (7.3. Alle TZ; 6.3. Kleine S. 8-9)

Miba und Sparkasse OÖ spenden für Ukraine-Hilfe

Immer mehr oberösterreichische Unternehmen unterstützen mit Spenden die Hilfseinsätze von Organisationen in der Ukraine. Nachdem die Sparkasse OÖ bereits 250.000 Euro überwies, spendete die Miba AG 100.000 an die Ukraine-Hilfe des Roten Kreuzes. „Wer rasch hilft, der hilft doppelt“, sagt Miba Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer. „Als Familienunternehmen stehen wir für ganz besondere, starke Werte. Es ist für uns daher eine Selbstverständlichkeit, bei so großer humanitärer Not, wie wir sie derzeit in der Ukraine erleben, sofort und wirksam zu helfen“, ergänzte Mitterbauer. (5.3. Krone/OÖ S. 48, OÖN S. 36, Volksblatt S. 19) 

Erste Group-CEO fordert komplette Neuaufstellung der Einlagensicherungen

Bernd Spalt, Vorstandsvorsitzender der Erste Group, plädiert dafür, die Werkzeuge der Einlagensicherungen komplett neu aufzustellen. „Es ist klar, dass man Einlagen schützen muss, aber dafür braucht man ein klares Regime und strenge Frühwarnsysteme, denen sich jede Bank unterwerfen muss, sodass rechtzeitig interveniert werden kann – bevor jemand gegen die Wand knallt.“ Hierbei gehe es etwa um Offenlegung von Detailzahlen und Regeln, „darum, was geschieht, wenn ein Mitglied die Vorgaben nicht erfüllt“, konkretisiert Spalt. Die Inflation werde seiner Einschätzung nach noch länger sehr hoch bleiben – nicht zuletzt durch den Druck auf die Energiepreise. Spalt: „Vielleicht führt die Situation am Energiemarkt dazu, dass die Umstellung auf alternative Energiequellen beschleunigt wird. Von einem Tag auf den anderen geschieht das aber sicher nicht.“ (5.3. Standard S. 19) 

Kelag investiert in saubere Energieversorgung

Mit der Energiewende kommen auf Versorgungsunternehmen wie die Kelag zahlreiche Herausforderungen zu. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, investiert die Kelag daher in den neuesten Stand der Technik ihrer Infrastruktur, konkret in die Effizienzerhöhung der bestehenden Anlagen sowie Erneuerung der Bauten. In den nächsten zehn Jahren investiert der Kelag-Konzern zwei Mrd. Euro in grüne Energie und Netze, so Vorstandssprecher Manfred Freitag. Bei den Erzeugungsarten müsse man auf einen Mix setzen, der alle verfügbaren Technologien abdeckt. Reinhard Draxler, Geschäftsführer der Kelag-Tochter Kärnten Netz, ist überzeugt davon, dass leistungsfähige Stromnetze eine Schlüsseltechnologie in der Energiewende sind. „Unsere Strategie ist daher, das Netz so rasch wie möglich umzubauen“, so Draxler. (Kleine/Kärnten S. 36-37)

RLB Kärnten fordert Kurswechsel der EZB und mehr Tempo beim Ökoenergie-Umbau

Peter Gauper, Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten, betont in Anbetracht des Russland-Ukraine-Konflikts die Sicherheit der Einlagen bei den Raiffeisenbanken. Die Eigenkapital-Ausstattung sei hervorragend, man habe aktuell eine sehr gute Ertragslage und eine überdurchschnittliche Liquiditätssituation. In welcher Form und mit welcher Strategie man weiter in Russland tätig sein werde, gelte es nach dem Krieg neu zu bewerten. Aus heutiger Sicht bleibt die RBI in Russland, so Gauper. In Bezug auf eine drohende Preis-Lohn-Spirale aufgrund der Teuerung hält der RLB-Kärnten-Vorstand es für vernünftig, die CO2-Besteuerung nach hinten zu verschieben. Die EZB sei jetzt gefordert, von ihrer offensiven Geldpolitik abzukehren und die Anleihenkaufprogramme auslaufen zu lassen oder Zinsschritte zu setzen. Zudem müsse die öffentliche Hand großzügiger mit Bewilligungen umgehen. „PV-Anlagen auf Freiflächen, Windräder und neue Wasserkraftwerke sind der absolut vertretbare Preis für mehr Unabhängigkeit und einen kleineren ökologischen Fußabdruck“, sagt Gauper. (Kleine/Kärnten S. 38-39)

Mahle Filterwerke: Visionär Franz Mlinar wird 80

Die Mahle Filterwerke in St. Michael ob Bleiburg sind mit knapp 2.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Kärnten. Der Unterkärntner Franz Mlinar, der nun seinen 80. Geburtstag feierte, legte 1970 den Grundstein für die Mahle Filterwerke und schrieb damit Kärntner Industriegeschichte. „Die Betriebsansiedlung war für die Region sehr wichtig. Jeder Zweite in der Gegend ist in irgendeiner Form bei Mahle beschäftigt“, sagt Mlinar. Obwohl die Autohersteller stark unter Druck stehen, ist er überzeugt davon, dass es die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, für welche die Filter benötigt werden, noch viele Jahre geben werde. Zudem gehe man bei Mahle auch schon Wege in Richtung Batterien. (Kleine/Kärnten S. 40-41)

AVL List erhält Landespreis für gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Als eines der familienfreundlichsten Unternehmen der Steiermark wurde AVL List mit dem Landespreis prämiert. Eine Jury aus Expertinnen und Experten wählte die Gewinner nach Kategorien wie Flexibilität von Arbeitszeit und -ort sowie betriebliches Angebot im Bereich Weiterbildung und Kinderbetreuung aus. (5.3. Kleine/Kärnten S. 40-41)

Flex Althofen sammelt für die Ukraine-Hilfe

Das Unternehmen Flex hat ihre IT-Spezialisten aus der ukrainischen Niederlassung gemeinsam mit ihren Familien nach Althofen gebracht. Die ukrainischen Flex-Mitarbeiter nehmen ihre Arbeit am Montag am Standort Althofen auf. Sie haben Unterstützung in Form von Sach- und Lebensmittelspenden erhalten. Weitere 60 Kartons wurden von Flex-Mitarbeitern gesammelt und am Freitag nach Klagenfurt zur großen Spendenaktion für Czernowitz gebracht. (Kleine/Kärnten S. 32-33)

Frauenförderung in der Energiebranche bei Verbund

Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender Verbund, berichtete beim OÖN-Frauentag von der Herausforderung, männerdominierte Energieunternehmen wie Verbund weiblicher zu machen. Während vor einem Jahr der Frauenanteil bei 18 und bei Führungskräften bei 9,3 Prozent gelegen habe, sei nach Umsetzung eines gezielten „Gender Balance“-Projekts nun mehr als 19 Prozent aller Mitarbeiter und 13,5 Prozent der Führungskräfte weiblich. „Angesichts der Herausforderungen, die im Energiesektor vor uns liegen, wäre es geradezu töricht, wenn wir das Potenzial, das Frauen im Unternehmen darstellen, nicht heben würden“, betont Strugl. (OÖN S. 27)

Staffelübergabe bei Eberle Automatische Systeme

Nach 25 Jahren übergibt Martin Eberle die Geschäftsführung von Eberle Automatische Systeme in Dornbirn an seinen Stellvertreter Martin Moosmann und Viktor Eberle. Er selbst bleibt dem Automatisierungstechnik-Unternehmen erhalten und kümmert sich um Themen wie Qualität und Nachwuchsförderung. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und erzielte 2021 einen Umsatz von sechs Mio. Euro. (5.3. VN D2)

Grabher spendet Schutzmasken für die Ukraine

Vergangene Woche ging eine erste Hilfslieferung mit 18.000 medizinischen und 9.000 FFP2-Masken von der Lustenauer Grabher Group in die Ukraine. Hintergrund ist, dass Geschäftsführer und Inhaber Günter Grabher in einer Aktion ab sofort jede Bestellung an Schutzmasken, die hier bei ihm eingeht, verdoppelt und diese zusätzliche Menge der Ukraine spendet. Auf Anfrage des Innenministeriums werden nun weitere 135.000 Schutzmasken gespendet. „Die Lieferung geht mit Scheffknecht Transporte von hier aus ans Innenministerium und wird von dort an ukrainische Flüchtlinge in der Slowakei weitergeschickt. Mit unseren Schutzmasken können wir zumindest einen kleinen Beitrag leisten, um die Menschen vor Ort zu unterstützen“, erläutert Grabher seine Beweggründe. (5.3. VN D2)