Wenn die E-Mail nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

08.10.2021

Pressezusammenfassung, 08.10.2021
Logo

IV in den Medien

Knill: Industrie braucht vernünftige Klimapolitik

Neumayer: Corona-Pandemie als Treiber in Sachen Digitalisierung

Allgemein

Bundesweite 3G-Regelung am Arbeitsplatz rückt näher

AMS-Geld: Zuverdienst-Beschränkung für Kocher vorstellbar 

Studie: Abgabenbelastung bei hohen Einkommen stärker gewachsen

Stärkstes Plus bei Großhandelspreisen seit 1974

IV-Mitglieder in den Medien

illwerke vkw planen größtes Wasserkraftwerk Österreichs

Wiener Städtische ortet Wachstumspotenzial bei Cyberversicherungen

Porsche Holding baute Betriebskindergarten aus

Cardbox Packaging erwirbt Gelände von Buch Theiss

Blum bietet nachhaltiges Mobilitätskonzept für die Belegschaft

Neuzugänge bei Deloitte in Graz

IV in den Medien

Knill: Industrie braucht vernünftige Klimapolitik

Die Industriellenvereinigung hat beim Tag der Industrie den dritten Teil ihrer IV-Industriestrategie mit sieben Kernvisionen mit Empfehlungen für Handlungspfade präsentiert. Einer der zentralen Eckpunkte der Zukunftsvision ist ein klares Bekenntnis der Industrie zur Dekarbonisierung. „Nur mit der Industrie gelingt die Energie- und Mobilitätswende“, heißt es in der IV-Industriestrategie. IV-Präsident Georg Knill konkretisiert in diesem Zusammenhang die Handlungspfade zur Erreichung dieses Ziels: „Die Industrie liefert die Lösungen für die Ziele, die sich die Politik zum Thema Klima gesetzt hat. Worauf wir jetzt warten, sind Rahmenbedingungen, zu denen wir mit unseren Greentech Innovationen umsetzen können.“ Vor diesem Hintergrund verweist Knill beispielsweise auf den Energiebereich, wo er jene Einspruchsverfahren, Verzögerungsmöglichkeiten oder Parteienstellungen kritisch sieht, die Umweltverträglichkeitsprüfungen – nicht nur im Energiebereich – ins Endlose ziehen. „Es sind interessanterweise dieselben Akteure, die Klimaschutz massiv einfordern, aber dieselben Projekte in der Umsetzung behindern“, so Knill. Der IV-Präsident erwartet sich eine vernünftige Klimapolitik: „Nur zu sagen, was alles nicht geht, kann nicht gehen. Wir sind in der Funktion, das klar zu machen. Wir fordern das, um die Schritte zur Ökologisierung der Industrie gehen zu können.“ Aufholbedarf sieht Knill im Bereich der Digitalisierung: „Die glaubwürdigsten globalen Digitalisierungsindikatoren, die Verwaltung, Ausbildungskompetenz, Infrastruktur und Prozesse der Digitalisierung messen, weisen uns maximal im Mittelfeld Europas aus.“ Gerade im Bereich Datenschutz müsse massives Umdenken passieren. „Im Datenaustausch innerhalb Europas verpassen wir gerade Riesenchancen, wenn wir nicht bald eine offene Diskussion über Datenschutz und Datennutzung führen. Wenn wir das volle Potenzial von Machine Learning ausnutzen wollen, müssen wir zu einer kritischen Masse von – natürlich anonymisierten – Daten kommen, die wir überregional sammeln können“, so Knill. (industriemagazin.at)

Neumayer: Corona-Pandemie als Treiber in Sachen Digitalisierung

Flexibles Lernen, Dezentralisierung und gleiche Chancen für alle: Das sind die zentralen Punkte des finnischen Bildungssystems. Wie auch in Österreich stellte auch dort die Corona-Pandemie das Lernen und Lehren auf die Probe. „Die Krise ist eine Chance, um Bildung weiterzuentwickeln“, eröffnete die finnische Botschafterin in Österreich, Pirkko Hämäläinen, die Pandemie-bedingt virtuell geführte Standpunkte-Diskussion der Industriellenvereinigung am „World Teachers Day“ (5. Oktober). Dem stimmte auch IV-Generalsekretär Christoph Neumayer in seiner Keynote zu und beschrieb die Corona-Pandemie als „einen Treiber für Digitalisierung, der alle Erwartungen übertroffen hat“. Jedoch hat Österreich in Sachen Digitalisierung noch Einiges aufzuholen, waren sich die österreichischen Vertreter einig. Der Acht-Punkte-Plan der Regierung kam allerdings mehrfach als Positivbeispiel zur Sprache. Damit sollen Schulklassen mit Endgeräten ausgestattet und digitale Infrastrukturen optimiert werden. „Das ist ein großes Schiff, das wir in Bewegung gesetzt haben“, sagte IV-Bildungsexpertin Tina Dworschak. (Standard S. 10)

Allgemein

Bundesweite 3G-Regelung am Arbeitsplatz rückt näher

Mitte Oktober soll in Österreich eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz gelten. Ein erster Entwurf sieht strenge Regeln vor. Arbeitsrechtlich sind noch einige Hürden zu nehmen. Im Gesundheitsministerium wird bestätigt, dass man einen Verordnungsentwurf zu 3G am Arbeitsplatz erarbeitet hat. Zu Inhalten und dem möglichen Startzeitpunkt hält man sich noch bedeckt, „die Details werden nun zwischen den zuständigen Ministerien abgestimmt“, wird betont. Wenn dieser Prozess abgeschlossen sei, werde man „detaillierte Informationen zu Regelungen und Fristen bekanntgeben“. Laut IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka spricht sich „die Mehrheit dafür aus, dass es da eine klare Regelung gibt“. Derzeit seien aber noch viele Fragen offen. IV-Kärnten-Präsident Timo Springer will erst dann konkret Stellung nehmen, „wenn es tatsächlich eine Verordnung gibt“. (Alle TZ)

AMS-Geld: Zuverdienst-Beschränkung für Kocher vorstellbar 

Arbeitsminister Martin Kocher kann sich bei der geplanten Reform der Arbeitslosenversicherung gewisse Einschränkungen bei der Zuverdienstmöglichkeit vorstellen. Derzeit ist beim Arbeitslosengeld und der Notstandshilfe ein uneingeschränkter Zuverdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 475,86 Euro monatlich möglich. Eine „vollständige Abschaffung“ der Zuverdienstmöglichkeit werde es aber nicht geben, stellte Kocher klar. AMS-Vorstand Johannes Kopf hatte sich im September für eine massive Einschränkung oder Abschaffung der Zuverdienstmöglichkeit ausgesprochen. (7.10. sn.at, heute.at)

Studie: Abgabenbelastung bei hohen Einkommen stärker gewachsen

In den vergangenen Jahrzehnten ist in Österreich die Abgabenbelastung bei hohen Einkommen stärker angestiegen als bei geringen Einkommen. Das ergibt sich aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, die die Zeit seit 1975 analysierte. Die Entlastung des Faktors Arbeit bleibe eine wichtige Maßnahme für mehr Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Im europäischen Vergleich liege die steuerliche Belastung der Arbeitseinkommen in Österreich im Spitzenfeld, erklärte EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna. Mit der geplanten Steuerreform erfolge „zwar keine grundsätzliche Trendumkehr bei der Entwicklung von arbeitsbezogenen Abgaben, aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um den Faktor Arbeit zu entlasten“. Während die Abgabenbelastung für die zwei niedrigsten untersuchten Einkommen seit 1975 um rund zehn Prozentpunkte des Bruttojahreseinkommens gestiegen sei, habe sie für andere Einkommen spürbar kräftiger zugenommen – am stärksten für Einkommen bei der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage mit knapp 22 Prozentpunkten. (OÖN S. 9, WZ S. 10)

Stärkstes Plus bei Großhandelspreisen seit 1974

Der Anstieg der Großhandelspreise hat sich in Österreich weiter beschleunigt. Im September lagen sie um 13,5 Prozent über dem gleichen Vorjahresmonat. Das entspricht dem stärksten Plus seit dem Jahr 1974, erklärte die Statistik Austria. Im August hatte die Jahresveränderungsrate 12,0 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat August legte der Großhandelspreisindex um 0,8 Prozent zu. Von Juli auf August hatte der Trend stark steigender Preise auf Großhandelsebene vorübergehend Pause gemacht. (Presse S. 23, TT S. 20)

IV-Mitglieder in den Medien

illwerke vkw planen größtes Wasserkraftwerk Österreichs

Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw will angesichts der angestrebten Energiewende seine Kapazitäten massiv ausbauen. Eingebettet in eine bestehende Kraftwerksinfrastruktur soll laut den präsentierten Überlegungen mit dem „Lünerseewerk II“ ein Kraftwerk mit 1.000 Megawatt Leistung entstehen. Das damit größte Wasserkraftwerk Österreichs könnte 2037/38 in Betrieb gehen. Kostenschätzungen belaufen sich auf rund zwei Mrd. Euro in den Jahren 2022 bis 2037. Für das Lünerseewerk II greife man auf bestehende Anlagen zurück und nutze das schon bisher zur Energieerzeugung verwendete Wasser des Lünersees im Brandnertal.  Die illwerke-Vorstände zeigten sich von technischer Machbarkeit, Bewilligungsfähigkeit und Rentabilität eines solchen Riesenkraftwerks überzeugt. Bis Ende 2024 soll die Idee nun zu einem UVP-genehmigungsfähigen Projekt weiterentwickelt werden. Ein möglicher Baubeginn könnte 2031 anstehen, eine Inbetriebnahme dann 2037/38. (Alle TZ; 7.10. ORF Vorarlberg)

Wiener Städtische ortet Wachstumspotenzial bei Cyberversicherungen

Bei der Wiener Städtischen Versicherung sieht man Wachstumspotenzial bei Cyberversicherungen. Da habe es im Vorjahr einen deutlichen Anstieg um 26 Prozent auf 40.000 Anzeigen gegeben. Die Marktdurchdringung sei mit zehn Prozent aber noch niedrig, berichtete Generaldirektor Ralph Müller. Kleinunternehmen könnten sich hier gegen Vermögensschäden bis 100.000 Euro versichern. Hier würden Betriebs-Stillstand, Datenverlust oder auch Haftungen abgedeckt. Bei größeren Unternehmen werde zuerst eine Risikoanalyse durchgeführt und dann eine individuelle Prämie vereinbart. Zur Versicherung gegen Cyberkriminalität gehöre auch eine 24-Stunden-Unterstützung für die Versicherungsnehmer bei Angriffen aus dem Netz. (OÖN S. 12)

Porsche Holding baute Betriebskindergarten aus

Aufgrund der großen Nachfrage der Mitarbeiter hat die Porsche Holding den Betriebskindergarten am Unternehmenssitz in Salzburg auf die doppelte Kapazität erweitert. Nach fünf Monaten Bauzeit wurden die neuen Räume jetzt eröffnet. Zusätzlich stehen nun 300 Quadratmeter zur Verfügung. Der Garten wurde ebenfalls vergrößert. Mit der Verdoppelung auf vier Krabbelgruppen und zwei alterserweiterte Gruppen ist nun auf zwei Ebenen Platz für 64 Kinder. Spätestens im März seien alle Plätze vergeben, heißt es im Unternehmen. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Mitarbeiter gehört zu unseren Prioritäten. Ein entsprechendes Kinderbetreuungsangebot ist einer der Schlüssel dazu“, sagt Hans Peter Schützinger, Sprecher der Porsche-Holding-Geschäftsführung. (SN L11)

Cardbox Packaging erwirbt Gelände von Buch Theiss

Der Verpackungsproduzent Cardbox Packaging hat das Betriebsgelände von Buch Theiss in St. Stefan im Lavanttal gekauft. Seit 2019 gehört Theiss zu Samson Druck aus Salzburg. Mit Jahreswechsel soll der Kauf vollzogen werden. „Der Kauf des Betriebsgeländes in St. Stefan bietet uns eine einmalige Gelegenheit und stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung unseres Standortes in Wolfsberg dar. Das deutlich größere neue Betriebsgelände in St. Stefan ermöglicht uns, die Produktion optimal für unsere Anforderungen auszurichten.“, erklärt Roland Schöberl, Geschäftsführer der Cardbox Packaging Holding. Am Standort Wolfsberg soll laut Klaus Hockl, ebenfalls Geschäftsführer von Cardbox Packaging, der Schwerpunkt auf spezielle Drucklösungen und Zuschnitte weiter ausgebaut werden und ein Kompetenzzentrum entstehen. (Kleine/Kärnten S. 29)

Blum bietet nachhaltiges Mobilitätskonzept für die Belegschaft

Der Vorarlberger Beschlägehersteller Blum strebt an, dass zukünftig 60 Prozent der Mitarbeitenden für ihren Arbeitsweg nachhaltige Verkehrsmittel nutzen. Dazu bietet das Unternehmen künftig kostenlose Jahrestickets für den Verkehrsverbund Vorarlberg, Firmenzuschüsse für Jobräder und ein Umweltpunktesystem. „Wir wollen die Straßen freimachen für alle, die keine Alternative zum Auto haben und langfristig die Anzahl der Parkplätze je Mitarbeitenden reduzieren“, erklärt Katharina Schön, Mobilitätsexpertin bei Blum. (VN E7)

Neuzugänge bei Deloitte in Graz

Das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte hat mit Robert Wietrzyk-Sanin einen neuen Partner in der Steiermark. Seit Anfang Oktober ergänzt er die Leitung des „Tax Teams“. Sein Fokus liege auch in der Beratung in- und ausländischer Mandanten unter anderem in den Bereichen Übernahmen und Zukäufe (M&A), Umstrukturierungen sowie Liegenschaften, wurde mitgeteilt. Mit Miriam Nehajova konnte für die rechtliche Begleitung im M&A-Bereich eine weitere Expertin gewonnen werden. (Kleine S. 33)