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09.05.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Industrie: Eingriffe in die Marktwirtschaft schädigen Standort Österreich

Erstes Salzburger Wirtschaftsforum ein voller Erfolg

IV-Helmenstein: „Lieferketten sind höchst angespannt“

IV-Chefökonom für „kritischen Blick“ geehrt

IV-Steiermark zu Vier-Tage-Woche: Einheitliche Lösung kommt nicht in Frage

Steirische Industrie setzt vermehrt auf Start-ups

Tirol: Jungforscher punkteten mit nachhaltig-kreativen Ideen

Allgemein

Corona-Strategieplan für den Herbst mit verschiedenen Szenarien

Finanzministerium: Gaspreis-Kopplung wird nicht infrage gestellt 

Schramböck sieht Gas-Embargo für Österreich als „rote Linie“

Österreichs Leistungsbilanz erstmals seit 20 Jahren negativ

SUVs erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit

KV-Abschluss in der Elektroindustrie

Strom-Großhandelspreise dreimal so hoch wie vor einem Jahr

G7-Staaten vereinbaren Ausstieg aus russischem Öl

IV-Mitglieder in den Medien

Rotax-Werk kehrt zu den Wurzeln zurück und peilt Umsatzmilliarde an

Polytec nach drei Monaten mit leichter Umsatzsteigerung zum Vorjahr

OMV bietet für DSM-Thermoplastik-Sparte

EVN baut Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Dürnrohr

Münze Austria: Nachfrage nach Gold als Absicherung steigt

Nägele Hoch- und Tiefbau mit neuem Hauptquartier

Obrist Group entwickelt Hyper Hybrid

Neuer Raiffeisen NÖ-Wien-Chef: „Bin gekommen, um zu gestalten“

RLB Vorarlberg-CEO: Es macht einen Unterschied, wo man Entscheidungen trifft

Zierhut: Synthetische Kraftstoffe bei Mobilitätswende eine adäquate Lösung

IV in den Medien

Industrie: Eingriffe in die Marktwirtschaft schädigen Standort Österreich

Die Überlegungen von Bundeskanzler Karl Nehammer in Richtung einer gesetzlichen Gewinnabschöpfung bei Energieunternehmen mit Staatsbeteiligung wie Verbund oder EVN sorgen für heftige Diskussionen. Der Vorschlag ist für die Industriellenvereinigung nicht nachvollziehbar. „Der Verbund ist Steuerzahler, er zahlt sowohl Körperschaftsteuer als auch Kapitalertragsteuer und Umsatzsteuer. Gleichzeitig ist der Verbund ein Unternehmen, das zu einem hohen Prozentsatz dem Staat gehört – das heißt, der Staat hat auch etwas von der Dividende, die ausgezahlt wird“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer, der gleichzeitig zu bedenken gibt, dass derartige Eingriffe in den rechtlichen und steuerlichen Rahmen den Standort Österreich schädigen. (6.5. ORF-„ZiB 1“) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Erstes Salzburger Wirtschaftsforum ein voller Erfolg

Überaus positiv war der Rundum-Tenor nach dem ersten Salzburger Wirtschaftsforum am 5. Mai im Congress Salzburg. Spannende Inhalte, inspirierende Dialoge und begeisterte Gäste machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. „Unternehmertum heißt gestalten, nicht verwalten“ ist das Credo von IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler, der als Veranstalter des Salzburger Wirtschaftsforums die Begrüßung und Eröffnung vorgenommen hat. „Salzburg hat unglaubliche Möglichkeiten, wir müssen sie nur nützen. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereit zu Gestalten. Geben wir ihnen Rahmenbedingungen, damit sie international erfolgreich sein können“, lautet sein Appell an Politik und öffentliche Verwaltung. (6.5. salzburg.wirtschaftszeit.at)

IV-Helmenstein: „Lieferketten sind höchst angespannt“

Containerschiffe stecken in China und der EU fest, Krieg bremst Agrar- und Rohstoffhandel, Frachtpreise sind historisch sehr hoch. „Die Lieferketten sind höchst angespannt“, berichtet IV-Chefökonom Christian Helmenstein. Auch österreichische Betriebe seien davon betroffen. „Wir erleben eine Zweiteilung zwischen jenen, die stark von Energie und Vorleistungsgütern abhängen, etwa Chemie, Stahl, Industriekeramik etc., während jene mit hochveredelten Vorprodukten funktionieren.“ Es gebe aber Hoffnung, dass sich die Lage etwas entspannt, meint Helmenstein. „Die Weltwirtschaft wird sich deutlich abschwächen und in zwei bis drei Monaten nur mehr stagnieren. Die Nachfrage nach Transportkapazitäten nimmt daher ab. Und wenn beispielsweise weniger Nickel aus Russland zu uns kommt, dann werden sich die Chinesen dort eindecken. Deren Nachfrage bei anderen Lieferanten aber sinkt dadurch, und wir können kaufen.“ (7.5. Krone/WiMa)

IV-Chefökonom für „kritischen Blick“ geehrt

IV-Chefökonom Christian Helmenstein wurde mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen“ des Landes Kärnten ausgezeichnet. Sieben Jahre lang hatte der renommierte Volkswirt und Universitätsprofessor den Vorsitz des Wirtschaftspolitischen Beirates inne. „Christian Helmenstein hat unser Bundesland mit höchstem Fachwissen und einem kritischen Blick von außen beraten und ehrenamtlich seine volkswirtschaftliche Expertise und Erfahrung eingebracht“, erklärte Wirtschaftsreferent Sebastian Schuschnig im Rahmen der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens. (7.5. Kleine/Kärnten S. 29)

IV-Steiermark zu Vier-Tage-Woche: Einheitliche Lösung kommt nicht in Frage

Seit dem Jahr 2008 ist eine Vier-Tage-Woche und damit eine Erhöhung der täglichen Normalarbeitszeit theoretisch in jedem Betrieb möglich. Viele Betriebe versuchen, die Arbeitszeit für die Mitarbeiter flexibler zu gestalten und setzen auf viele verschiedene Modelle. Für IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger ist eine einheitliche, österreichweite Lösung kaum möglich und daher nicht umsetzbar: „Wenn es organisatorisch machbar ist, ist das ein möglicher Ansatz. Für viele Betriebe kommt es aber produktionstechnisch nicht in Frage. Überall, wo ich mehr Schichten habe, überall, wo ich vollkontinuierlich produziere, ist es praktisch nicht umsetzbar.“ Es wird somit weiterhin vom Unternehmen selbst abhängig sein, ob Beschäftigte eine Vier-Tage-Woche wählen können – das heißt, die Normalarbeitszeit kann dann auf zehn Stunden pro Tag ausgeweitet werden. (9.5. Radio Steiermark-Journal, Ö3 Frühjournal, steiermark.orf.at)

Steirische Industrie setzt vermehrt auf Start-ups

In der Steiermark richtet die Industrie ihren Fokus verstärkt auf Start-ups aus. Die Industrie hofft, durch den Einfluss findiger Jungunternehmen, eigene „Innovationskraft zu steigern“, wie Nina Zechner, stellvertretende Geschäftsführerin der IV-Steiermark, sagt. Es sei „immer fruchtbar, in eine andere Welt einzutauchen“. Direkte Investments von Leitbetrieben oder deren Eigentümern seien indes vorerst kein primäres Ziel. Zunächst soll es in der industriell-universitären Zusammenarbeit stärker um Wissenstransfer und „soft mentoring“ gehen. (7.5. Kleine/Primus S. 64-65)

Tirol: Jungforscher punkteten mit nachhaltig-kreativen Ideen

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz dominierten beim diesjährigen (Team-)Wettbewerb „Jugend forscht in der Technik“ – einer gemeinsamen Initiative von Land Tirol, IV-Tirol, WK Tirol und Förderverein Technik. Insgesamt 87 Schüler im Alter von sieben bis 15 Jahren traten in elf Forscherteams mit selbst erarbeiteten Gruppenprojekten an. Vergangenen Freitag wurden die Ergebnisse im Haus Marie Swarovski in Wattens der Jury vorgestellt. So präsentierten die Tiroler Schüler beeindruckende Projekte wie etwa solarbetriebene Verkehrsmittel und Rotoren aus dem 3D-Drucker. (7.5. Krone/Tirol S. 24-25, TT S. 26)

Allgemein

Corona-Strategieplan für den Herbst mit verschiedenen Szenarien

Die Bundesregierung will für den kommenden, mittlerweile dritten Pandemie-Herbst besser gerüstet sein. Am Freitag präsentierte Gesundheitsminister Johannes Rauch mit Fachleuten einen sogenannten Variantenmanagementplan (VMP). In die Erarbeitung wurden 80 Experten eingebunden, der Plan enthält vier mögliche Szenarien für die weiteren Entwicklung des Corona-Virus. Der finale VMP soll Anfang Juni vorliegen, kündigte Rauch an. Die vier Szenarien reichen vom „Idealfall“ ohne erforderliche Einschränkungen über den „günstigen Fall“ mit neuen Varianten mit Auswirkungen mit partiellen Einschränkungen bis hin zu den weniger günstigen Szenarien 3 und 4. Der „ungünstige Fall“ sieht häufiges Auftreten und unvorhersehbare Ausbrüche neuer Varianten vor, die zu weitreichenden Störungen des gesellschaftlichen und sozialen Lebens führen. Szenario 4 umfasst den „sehr ungünstigen Fall“. Darin kommt es zu „erneuten Wellen, die sehr hohe Zahlen an Infektionen und Hospitalisierungen verursachen“, steht im VMP. In dieser Phase kommt es zu starken Einschränkungen im gesellschaftlichen und sozialen Leben. (7.5. Alle TZ)

Finanzministerium: Gaspreis-Kopplung wird nicht infrage gestellt 

Nach Angaben des Finanzministeriums sei es nicht die Intention, die Kopplung des Strompreises an den Gaspreis infrage zu stellen. Weiters hieß es aus dem Finanzressort: „Im Auftrag des Bundeskanzlers prüfen wir aktuell verschiedene Vorschläge und Modelle, um hier zu einer Entspannung der aktuellen Entwicklung beizutragen. Klar ist: Der Staat soll nicht von der aktuellen Krise profitieren, während die Menschen unter stark steigenden Strompreisen leiden.“ (7.5. Alle TZ)

Schramböck sieht Gas-Embargo für Österreich als „rote Linie“

Österreich lehnt einen Stopp von russischen Gaslieferungen ab. „Ein Gas-Embargo ist für Österreich eine klare rote Linie“, bekräftigte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Man dürfe keine entsprechenden Signale senden, wenn man es nicht durchhalten könne. „Weder wir noch Deutschland werden es durchhalten können“, so die Ministerin. Es gebe ein klares Nein von Österreich und auch Deutschland, weil ein Embargo mehr schaden als nützen würde. Schramböck schlug vor, dass die EU bei der Gasförderung auf Fracking setzt. Die Technologie habe sich weiterentwickelt. Zudem brauche man mittelfristig neue Partnerschaften, etwa mit Saudi-Arabien für Solarenergie und Wasserstoff. (7.5. Kleine S. 9)

Österreichs Leistungsbilanz erstmals seit 20 Jahren negativ

Erstmals seit 20 Jahren war Österreichs Leistungsbilanzsaldo 2021 mit -2,1 Mrd. Euro negativ, das entspricht 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ausschlaggebend dafür waren der wegen der Pandemie eingebrochene Reiseverkehr sowie die stark verteuerten Energieimporte, gab die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bekannt. „Unterbrochene Lieferketten, steigende Energiepreise sowie volatile Märkte werden Österreichs Wirtschaft auch in unmittelbarer Zukunft ebenso beinträchtigen wie die unabwägbaren Folgen des Kriegs in der Ukraine“, erklärte Vize-Gouverneur Gottfried Haber.  Die Importe (+23 Prozent) stiegen 2021 deutlich stärker als die Exporte (+18 Prozent), das führte zu einem Defizit von 2,1 Mrd. Euro in der Leistungsbilanz. (7.5. Alle TZ)

SUVs erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit

Laut Christian Pesau, dem Geschäftsführer des Verbandes der Automobilimporteure, sind SUVs hierzulande sehr begehrt – „weil sie sehr praktisch seien für die jeweiligen Fahrer, besonders auch für die ältere Zielgruppe“. Besonders geschätzt würden von den Kunden die bessere Übersicht, das höherer Sicherheitsgefühl und der höhere Fahrkomfort. „Und das ganze Auto schaut auch noch sehr sportlich aus“, erklärt Pesau. Die Autohersteller reagierten damit auf die Wünsche der Kunden. Man sehe das ja auch im Elektrobereich, wo viele neue SUVs auf den Markt kämen. Es handle sich bei SUVs auch nicht immer um große Autos der Oberklasse. Höher gestellte Autos gebe es mittlerweile in allen Fahrzeugklassen. (7.5. SN/Beilage Wochenende S. 2-3)

KV-Abschluss in der Elektroindustrie

In der vierten Verhandlungsrunde hat es in der Elektro/Elektronikindustrie (EEI) eine Einigung auf einen neuen Kollektivvertrag (KV) gegeben. Demnach steigen die Ist-Löhne und -Gehälter um 4,8 Prozent, mindestens aber um 130 Euro. Die Einigung gilt rückwirkend ab 1. Mai. Die kollektivvertraglichen Mindest-Gehälter bzw. -Löhne steigen um 5,0 Prozent. Die Lehrlingseinkommen steigen im Schnitt um 8,6 Prozent. Die KV-Einigung für die EEI ist nach der Textilindustrie, Papierindustrie und chemischen Industrie der vierte Abschluss in der industriellen Frühjahrslohnrunde. (9.5. Standard S. 9, SN S. 13; 7.5. Alle TZ)

Strom-Großhandelspreise dreimal so hoch wie vor einem Jahr

Die Strompreise im Großhandel haben binnen Monatsfrist noch einmal zugelegt und bleiben damit auch für Juni gut dreimal so hoch wie vor einem Jahr. Der von der Österreichischen Energieagentur errechnete Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steht für Juni um 202,7 Prozent höher als im gleichen Vorjahresmonat. Für Mai hatte das Plus 205,4 Prozent betragen, die Abschwächung ist also marginal. (7.5. SN S. 15, WZ S. 11)

G7-Staaten vereinbaren Ausstieg aus russischem Öl

Die G7-Staaten haben sich auf einen Ausstieg aus russischem Öl verständigt. Dies teilte das Weiße Haus in Washington mit. Demnach vereinbarten die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen weitere Sanktionen gegen den russischen Energiesektor. Der Gruppe gehören mit Deutschland, Frankreich und Italien auch drei führende EU-Staaten an sowie die USA, Kanada, Großbritannien und Japan. Alle G7-Staaten hätten sich dazu verpflichtet, die Einfuhr von russischem Öl auslaufen zu lassen oder zu verbieten – die USA selber haben bereits ein entsprechendes Importverbot verhängt. (9.5. Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Rotax-Werk kehrt zu den Wurzeln zurück und peilt Umsatzmilliarde an

Das kanadische Unternehmen Bombardier Recreational Products (BRP) kehrt zu seinen Wurzeln zurück und baut ab 2024 wieder Motorräder – dieses Mal allerdings ausschließlich batterie-elektrisch angetriebene. Die Antriebe werden in Gunskirchen entwickelt und im Verbund mit Schwesterwerken produziert, bestätigt Rotax-Geschäftsführer Wolfgang Rapberger: „Wir haben Erfahrung im Motorradmarkt, und das Produkt passt gut in unser Portfolio.“ Die Konzernmutter BRP produziert unter der Traditionsmarke Rotax Antriebe für verschiedene Motorsportgeräte. Die Nachfrage nach diesen Produkten sei trotz der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine hoch, sagt Rapberger. „Unsere Bücher sind voll, wir fahren auf Anschlag.“ Ende Oktober rollte in Gunskirchen der zehnmillionste Motor in der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte vom Band. Im Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende Jänner) wurde ein Umsatz von 980 Mio. Euro erzielt. Das Unternehmen geht davon aus, im laufenden Geschäftsjahr die Milliardenmarke zu übertreffen. (7.5. OÖN S. 12)

Polytec nach drei Monaten mit leichter Umsatzsteigerung zum Vorjahr

Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat im ersten Quartal etwas mehr umgesetzt als in der Vorjahresperiode. Unter dem Strich meldete das Unternehmen einen Umsatz von 148,8 Mio. Euro – ein Zuwachs von 0,7 Prozent in der Jahresfrist. Die Eigenkapitalquote legte um 2,5 Prozentpunkte auf 44,5 Prozent zu. Einen Ausblick auf das laufende Jahr will das Polytec-Management weiterhin nicht wagen: „Die größten Unsicherheitsfaktoren sind weiterhin die von der Corona-Pandemie ausgelösten und andauernden wirtschaftlichen Verwerfungen, der Mangel an Rohstoffen und Materialien, insbesondere Halbleitern, die Störungen der internationalen Lieferketten sowie die Folgen des Kriegs in der Ukraine“, hieß es. (7.5. Presse S. 18, OÖN S. 14, Volksblatt S. 18, Österreich/OÖ S. 17)

OMV bietet für DSM-Thermoplastik-Sparte

Die OMV AG ist im Bieterverfahren um 100 Prozent der Anteile an der Thermoplastik-Sparte der Royal DSM NV dabei, bestätigte das Öl- und Gasunternehmen. Das Angebot wird laut Nachrichtenagentur Bloomberg gemeinsam mit Koch Industries erfolgen. Es geht um Angebote für den Geschäftsbereich Engineering Materials von DSM. „Die potenzielle Transaktion würde es OMV ermöglichen, ihr Chemieportfolio über Polyolefine hinaus zu erweitern“, hieß es seitens des Unternehmens. Aber der Aufsichtsrat habe sich noch nicht mit dem Deal beschäftigt und „seine potenzielle Entscheidung hierüber ist derzeit nicht absehbar“. Die Entscheidung solle aber „so bald wie möglich“ fallen. (9.5. SN S. 13; 7.5. Krone S. 9, Kleine S. 27, OÖN S. 13)

EVN baut Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Dürnrohr

Im Kraftwerk Dürnrohr (Bezirk Tulln) wird eine Klärschlamm-Verbrennungsanlage errichtet, die im Frühjahr 2023 in Betrieb gehen soll, teilte die EVN mit. Dazu wird die seit 2008 bestehende Versuchsanlage für die Entgasung von Biomasse optimiert und umgerüstet. Die Anlage soll im Sinne der Kreislaufwirtschaft jährlich 20.000 Tonnen Nass-Klärschlamm aus der Industrie trocknen und mit den dadurch gewonnen 8.300 Tonnen Ersatzbrennstoff Energie erzeugen. Dieser Brennstoff lässt sich einerseits wiederum zur Schlammtrocknung nutzen, kann aber ebenso für die Fernwärme eingesetzt werden oder per Wasserdampf und Turbinenantrieb elektrische Energie liefern. (9.5. Alle TZ)

Münze Austria: Nachfrage nach Gold als Absicherung steigt

Eine sehr rege Nachfrage nach Gold meldet die Münze Österreich AG, die sich vor allem mit der Produktion von Umlauf- und Sammlermünzen befasst. Seit Monaten schon wird im Dreischichtbetrieb produziert, „damit werden wir auf jeden Fall bis zum Sommer weitermachen“, sagt Generaldirektor Gerhard Starsich. Erst habe der Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 „die Umsätze dramatisch erhöht“, auf einen Rekordwert von knapp unter 300.000 Unzen (zu je 31,1 Gramm). Dann habe nach einer leichten Beruhigung der Krieg in der Ukraine den Verkauf im März 2022 wieder auf 297.000 Unzen nach oben getrieben. Weil Gold mittlerweile im Preis gestiegen ist, „war der März 2022 umsatzmäßig sicher der beste Monat in der Geschichte der Münze“, so Starsich. Deutlich höher noch ist der Absatz bei den günstigeren Silbermünzen. Hier kommt man kaum noch mit der Produktion nach. Allein im März habe man laut Starsich 1,2 Millionen Silbermünzen verkauft. Bis auf Weiteres fahre man an der Kapazitätsgrenze. (9.5. SN S. 13)

Nägele Hoch- und Tiefbau mit neuem Hauptquartier

Die Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH hat in Sulz einen neuen Firmensitz eröffnet. Der neue Hauptsitz ist ein Bekenntnis zum Standort Vorarlberg und der erste Teil des Ausbaus des erfolgreich tätigen Vorarlberger Ablegers des 20.000-Mitarbeiter-Unternehmens. Die zweite Bauetappe, mit Bauhof, Werkstätte, Spenglerei und Mannschaftsräumen gleich gegenüber dem Verwaltungsgebäude ist für Herbst 2022 geplant. (7.5. VN D3)

Obrist Group entwickelt Hyper Hybrid

Die Obrist Group als Technologieschmiede und „Erfindertempel“ hat einen sogenannten Hyper Hybrid entwickelt. Angetrieben mit durch Solarstrom erzeugtem E-Methanol soll in Summe sogar CO2 absorbieren. „Grob und verkürzt ausgedrückt, haben wir dem Tesla Model 3 die Akkus herausgerissen, kleinere eingebaut und eben auch einen Verbrennungsmotor“, erklärt Frank Obrist, Inhaber der Obrist Engineering GmbH, die Umrüstung zum seriellen Hybrid. „Unser Ziel ist es, dass ein erheblicher Anteil der gesamten zukünftigen elektrifizierten Welt mit unserer Technologie ausgestattet ist. Wir wissen, dass wir mit 50 Mitarbeitern nur eine kleine Vorarlberger Firma sind und die Welt nicht revolutionieren werden. Aber gemeinsam sehr wohl.“ (7.5. VN D4)

Neuer Raiffeisen NÖ-Wien-Chef: „Bin gekommen, um zu gestalten“

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien erfolgte nach der formellen Übergabe aller Verantwortungen mit Anfang April 2022 nun auch die symbolische Hofübergabe von Klaus Buchleitner an Michael Höllerer, der seit 8. April Generaldirektor von Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ist. „Ich bin gekommen, um zu gestalten, nicht um zu verwalten“, erklärte Höllerer in seiner Rede, für den Kundenorientierung und Innovation zukünftig klar an erster Stelle stehen werden: „Die über Jahrzehnte harter Arbeit aufgebauten Attribute der Sicherheit und Stabilität müssen wir weiterentwickeln – etwa mit einem generationenübergreifenden digitalen Angebot oder mit einem regionalen Loyalitätsprogramm.“ Auch die Energiewende sieht Höllerer „als Chance, um in unserer Region Akzente zu setzen“. Zudem knüpfte er an die gesellschaftspolitische Rolle und die soziale Verantwortung von Raiffeisen NÖ-Wien an: „Wir planen einen privaten Social Bond für ein Kreditprogramm für ukrainische Flüchtlinge aufzulegen, um den Aufbau einer Existenz, die Gründung eines Unternehmens oder die Ermöglichung einer Ausbildung zu finanzieren.“ (7.5. Kurier S. 12, Presse S. 18-19)

RLB Vorarlberg-CEO: Es macht einen Unterschied, wo man Entscheidungen trifft

Laut Wilfried Hopfner Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank (RLB) Vorarlberg, haben die Vorarlberger Regionalbanken gerade zu Beginn der Corona-Pandemie bewiesen, dass sie die Problemstellungen ihrer Kunden erkennen und rasche Hilfe bieten können. „Es macht nämlich einen großen Unterschied, wo die Entscheidungen getroffen werden. Nur die Anwesenheit vor Ort sichert eine punktgenaue Analyse der Situation und stellt sicher, dass die vielfältigen Dienstleistungen unserer Banken kundenorientiert erbracht werden können“, so Hopfner. (7.5. VN D1)

Zierhut: Synthetische Kraftstoffe bei Mobilitätswende eine adäquate Lösung

„Wenn wir großflächig und in der Masse CO2-neutral fahren wollen, wäre der Betrieb von Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen eine adäquate Lösung“, betont Bernd Zierhut, Geschäftsführer von Doppler Mineralöle. „Sie ist also ein Muss, man müsste dort verstärkt investieren.“ Doppler Mineralöle mit Sitz in Wels betreibt österreichweit 264 Turmöl-Tankstellen. Derzeit gibt ess auch drei Turmstrom-Tankstellen. Diese Zahl soll sich Jahr für Jahr verdoppeln. Mit mehr als 500 Mitarbeitern wurde im Vorjahr mehr als eine Mrd. Euro umgesetzt. (9.5. OÖN S. 14)