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11.04.2022

PRessezusammenfassung
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IV in den Medien

Knill: Gas-Embargo hätte verheerende Folgen

Salzburg Summit 2022: „Challenges“ als Generalthema

Pochtler warnt vor Ausstieg von russischem Gas

Springer: Schnellere Genehmigungsverfahren wären hilfreich 

IV-OÖ präsentierte zehn Leitlinien zur Bewältigung der aktuellen Energiekrise

Ohneberg: „Ja“ zu sofortigem Lieferstopp für russisches Gas ist unerklärlich

Steirische Industrie rüstet sich für Gasembargo 

Allgemein

Corona-Hilfen: Ausfallsbonus III für März bis 9. Mai beantragbar

Langzeit-Kurzarbeits-Bonus: 11. April als Starzeitpunkt für Antragstellung

Deutlicher Wertzuwachs bei Importen und Exporten im Jahresabstand

RH-Bericht: Bis Juni 2021 wurden 34,5 Mrd. Euro Corona-Hilfen gewährt

Fiskalrat: Hohe Inflation hilft Budget

Oberstufen-Unterricht wird autonomer

Finanzierungsrekord für Austro-Start-ups

Produktionsindex im Februar um 12,2 Prozent über dem Vorjahr

IV-Mitglieder in den Medien

Banner produziert nun Energiespeicher in Thalheim

Mobilitätszukunft: Miba steht bei EU-Initiative unter Strom

Rosenbauer: Auftragsbücher 2021 gut gefüllt

UBM im Vorjahr mit zweithöchstem Gewinn der Firmenhistorie

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien: Sehr gutes Ergebnis 2021

Berndorf im Vorjahr mit zweistelligem Wachstum

Baumit-Offensive auf dem deutschen Markt

SW Umwelttechnik 2021 mit mehr Umsatz und Gewinn

Energie Steiermark: Spatenstich für grüne Wasserstoffproduktion

Innovatives Prüflabor im Siemens Mobility Werk Graz eröffnet

BTV meldet kräftigen Jahresüberschuss für 2021

voestalpine verkauft 80 Prozent des Roheisenwerks in Texas

Linz Textil kämpft nach „gutem“ Jahr 2021 mit Energiepreisen

ewe Küchen profitiert von Trend zu höherwertigen Küchen und Design

Lagerhaus WHG auf Wachstums- und Expansionskurs

AMAG-Chef: „Ohne Gas steht die Industrie still“

Bartenstein: „Stopp der Gaslieferung wäre ein Mega-Gau“

Zumtobel-Chef: Vorarlberger Betriebe punkten mit starker Innovationskraft

VLV-Vorstände um weitere fünf Jahre verlängert

IV in den Medien

Knill: Gas-Embargo hätte verheerende Folgen

Nach dem Beschluss, die Wirtschaftssanktionen zu verschärfen und keine Kohle mehr aus Russland zu importieren, wird auch die Diskussion um ein mögliches Gas-Embargo gegen Russland immer heftiger. „Wir haben bisher alle Aktionen mitgetragen, auch der Boykott russischer Kohle lässt sich noch verkraften. Aber eine Eskalation beim Gas hätte verheerende Folgen. Nicht nur für die österreichische Industrie, sondern auch für die gesamte Bevölkerung. Dann kommt alles zum Erliegen“, so IV-Präsident Georg Knill. Es wäre nur kurz möglich, mit den vorhandenen Reserven die Produktion aufrechtzuerhalten. Dann müssten die Betriebe sukzessive abgeschaltet werden, sagt Knill. Der Schaden betrüge rund 24 Mrd. Euro. „Dabei sind aber Folgekosten für andere Branchen nicht berücksichtigt.“ Muss die heimische Industrie wegen Gasmangels abschalten, werde keine Verpackung mehr produziert, kein Auto, kein Zement. Und Österreich sei eben deutlich mehr als andere von russischem Gas abhängig, so der IV-Präsident. (9.4. OÖN S. 9)

Salzburg Summit 2022: „Challenges“ als Generalthema

Zum dritten Mal findet heuer Ende Juli der Salzburg Summit statt, den Unternehmerin Gabi Spiegelfeld gemeinsam mit der Industriellenvereinigung organisiert. Das Generalthema des dreitägigen Wirtschaftsgipfels für 2022 heißt „Challenges“. „Das Tagungsmotto adressiert die aktuelle Situation, denn der Standort Europa steht vor enormen Herausforderungen wie seit 30 Jahren nicht: Krieg, geopolitische Verschiebungen und massive ökonomische Herausforderungen erzwingen einen völlig neuen Blick auf die Zukunft unseres Kontinents und fordern neue, rasche strategische Antworten“, sagt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer zur thematischen Ausrichtung des Salzburg Summit. Zugleich betont er den direkten Austausch und die konkreten Absichten der Veranstaltung: „Vom Reden ins Handeln zu kommen ist ein Ziel des Salzburg Summit. Unser Ziel ist es, umsetzungsfähige Ideen zu entwickeln und zu präsentieren. Nach dem Motto: Von der Wirtschaft für die Gesellschaft und Politik.“ (9.4. Kurier K7)

Pochtler warnt vor Ausstieg von russischem Gas

IV-Wien-Präsident Christian C. Pochtler warnt eindringlich davor, im Zuge von Wirtschaftssanktionen gegen Russland auf russisches Gas zu verzichten. „Die humanitäre Krise in der Ukraine zu beenden, muss das Ziel der westlichen Staatengemeinschaft sein. Es ist daher verständlich, dass man angesichts der schrecklichen Nachrichten und Bilder den Aggressor möglichst rasch und empfindlich treffen will. Dennoch ist bei der Eskalation der Sanktionen wichtig, deren Wirksamkeit realistisch einzuschätzen und den Folgen für unsere Gesellschaften gegenüberzustellen“, so Pochtler. Es sei daher unverständlich, wenn sogar von Seiten mancher österreichischer Experten und Politiker ein Gasembargo gefordert werde, ohne auf die gravierenden Folgen aufmerksam zu machen. „Wir sind überdurchschnittlich von russischem Gas abhängig – über 80 Prozent unseres Gases kommen aus der Russischen Föderation. Das ist kurz- und mittelfristig nicht zu ersetzen“, betont Pochtler. Bei einem Embargo seien geschlossenen Industrien auf nicht absehbare Zeit, Massenarbeitslosigkeit sowie plötzlicher, heftiger und vor allem nachhaltiger Wohlstandsverlust für ganz Österreich zu erwarten. (9.4. TT S. 28)

Springer: Schnellere Genehmigungsverfahren wären hilfreich 

Nicht nur die Kärntner Industrie als größter Arbeitgeber des Bundeslandes ist vom russischen Gas abhängig. Es ist auch die Milchwirtschaft, die ihre Dampfkessel mit Gas betreibt. „Viele Betriebe brauchen in ihren Produktionsprozessen hohe Temperaturen“, betonte IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Höre die Grundstoffindustrie auf zu produzieren, weil kein Gas verfügbar sei, würden durch den Dominoeffekt weitere Industriebereiche ebenfalls nicht produzieren können. „Die echten Auswirkungen sind aus heutiger Sicht allerdings nicht abschätzbar, allerdings zweifelsfrei gravierend“, so Springer. Ein kurzfristiges Ersetzen von Erdgas sei jedenfalls nicht möglich. In den nächsten drei bis fünf Jahren würden sinnvolle Alternativlösungen aufgebaut werden können. Man dürfe davon ausgehen, dass das eine drohende Wirtschaftskrise bedeute. Wie viele Arbeitsplätze in Kärnten direkt und indirekt betroffen sein könnten, darauf will sich Springer nicht festlegen: „Das ist ein Szenario, dass man weder durchgespielt hat, noch sich vorstellen will.“ Unterstützend für die heimische Wirtschaft wäre laut Springer eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Energiealternativen, wie etwa Photovoltaikanlagen. (9.4. Kärnten heute; 8.4. Radio Kärnten Journal, kaernten.orf.at)

IV-OÖ präsentierte zehn Leitlinien zur Bewältigung der aktuellen Energiekrise

Die Energiekrise hat sich durch den Ukraine-Krieg weiter verschärft. Eine Entspannung sei laut IV-OÖ „kurzfristig nicht zu erwarten“, eine weitere Eskalation müsse „unbedingt vermieden“ werden. IV-OÖ-Präsident Axel Greiner: „Die Energiekrise trifft die oö. Industrie mit voller Härte.“ Weil die energiepolitische Situation hochkomplex sei, legte die IV-OÖ zehn Leitlinien für deren Bewältigung vor. Oberstes Ziel sei es, einen Stillstand in Europa durch einen Ausfall von russischem Erdgas zu vermeiden. Ebenso fordert die IV-OÖ eine Entlastung von hohen Energiepreisen – durch Strompreiskompensation und eine Gutschrift – sowie das Aussetzen neuer Belastungen. Weitere Maßnahmen zur Abwendung einer Industrie-Krise: Breitere Diversifizierung des Gasbezugs, internationale Energiekooperationen für den Bezug von Öl und Gas sowie (in naher Zukunft) für Wasserstoff und synthetische Energieträger, Grundlastkapazitäten für eine sichere Stromversorgung, ein Transformationsfonds für die Umstellung auf CO2-neutrale Produktion, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie ein Krisenmanagement für die Energieversorgung. Statt „Zielsetzungen und Ankündigungen“ sei jetzt ein strategisches Krisenmanagement in der Umsetzung erforderlich, so die IV-OÖ. (9.4. Volksblatt S. 16)

Ohneberg: „Ja“ zu sofortigem Lieferstopp für russisches Gas ist unerklärlich

Dass gleich vier Parlamentarier aus Österreich im EU-Parlament für einen Importstopp von russischem Gas, Öl und Kohle stimmten, sorgte bei IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg für Unverständnis. „Eine solche Entscheidung ist entweder weltfremd oder heuchlerisch. Niemand ist mit der momentanen Situation zufrieden, aber Fakt ist nun einmal, dass Österreich zurzeit noch abhängig ist von russischem Gas.“ Besonders scharf kritisierte Ohneberg in diesem Zusammenhang die Neos-EU-Abgeordnete Claudia Gamon: „Als Vorarlbergerin müsste sie eigentlich über die wirtschaftlichen Herausforderungen der Betriebe in ihrer Heimat Bescheid wissen. Offenbar tut sie das nicht oder es ist ihr egal, denn sonst hätte sie nicht gegen die Betriebe und die Arbeitsplätze abgestimmt.“ (9.4. Krone/Vorarlberg S. 20, VN D11)

Steirische Industrie rüstet sich für Gasembargo 

Angesichts der Entwicklungen im Ukraine-Krieg bereitet sich die steirische energieintensive Industrie auf ein Szenario ohne russisches Gas vor. Ganz kurzfristig könne das auch Erdöl sein, sagt etwa Thomas Mandl, Projektleiter für den Bereich Energieeinsparung bei AT&S in Leoben. So möchte man mittelfristig den Standort in Leoben an das Fernwärmenetz anschließen, und es gebe Projektpläne für eine Biomasseanlage. Allerdings könne man den eigenen Energiebedarf alleine nicht decken, sagt Mandl. Die energieintensive Industrie in der Steiermark könne sich nicht selbst mit Energie versorgen, sagt IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger. „Diese Lösungen brauchen aber enorme Investitionen, enormes Know How und wohl auch noch sehr viel Entwicklungszeit. Wir haben eine enorm große Menge an Energie, die wir zu ersetzen haben, und wir müssen diese Energiemengen in Relation zu den Möglichkeiten, die wir in Österreich und der Steiermark haben, stellen. Eine echte Energieautarkie würde voraussetzen, dass wir die Gesetze der Physik außer Kraft setzen müssen“, so Pagger. Wie weit man den eigenen Energiebedarf abdecken kann, erforscht die steirische Industrie gerade gemeinsam mit unter anderem der Energie Steiermark. (11.4. Radio Steiermark-Journal, steiermark.orf.at)

Allgemein

Corona-Hilfen: Ausfallsbonus III für März bis 9. Mai beantragbar

Seit Sonntag bis 9. Mai besteht noch die Möglichkeit, den Ausfallsbonus III für den Monat März zu beantragen, wie das Finanzministerium mitteilte. Für dieses Hilfsinstrument seien seit November 2021 bisher rund 930 Mio. Euro ausgezahlt worden. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie im Rahmen des Ausfallsbonus, der aus drei unterschiedlich ausgestalteten Phasen besteht, knapp 4,5 Mrd. Euro auf Basis von rund 700.000 Anträgen ausbezahlt. Der Ausfallsbonus III wurde für den Zeitraum November 2021 bis März 2022 wiedereingeführt und der maximale Rahmen beträgt in Summe 2,3 Mio. Euro (statt bisher 1,8 Mio. Euro), erinnerte das Ministerium. Seit dem 10. Dezember 2021 könne er beantragt werden und „wird mit 9. Mai aufgrund der guten pandemischen Entwicklung auslaufen“. Um den Ausfallsbonus III zu bekommen, muss man einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum identen Monat aus dem Jahr 2019 bzw. 2020 erlitten haben. Je nach Kostenstruktur der Branche kommt eine Ersatzrate von 10 bis 40 Prozent zum Tragen. (11.4. Alle TZ)

Langzeit-Kurzarbeits-Bonus: 11. April als Starzeitpunkt für Antragstellung

Ab sofort kann der Langzeit-Kurzarbeits-Bonus in Höhe von 500 Euro beantragt werden. Das ist eine Unterstützungsleistung für Personen, die Pandemie-bedingt für einen langen Zeitraum in Kurzarbeit waren. Anspruchsberechtigt sind jene, die zwischen 1. März 2020 und 30. November 2021 mindestens zehn Monate lang, sowie im Dezember 2021 mindestens einen Tag, in Kurzarbeit waren und deren sozialversicherungsrechtliche Beitragsgrundlage höchstens 2.775 Euro beträgt. Die Beantragung, Bewilligung und Auszahlung des Langzeit-Kurzarbeits-Bonus erfolgt über die Buchhaltungsagentur des Bundes und ist bis zum 31. Dezember 2022 möglich. Die Grundlage für die Auszahlung dieser Unterstützungsleistung bildet die vom AMS akzeptierte, finale Abrechnung der Kurzarbeit durch die Unternehmen. (11.4. Alle TZ)

Deutlicher Wertzuwachs bei Importen und Exporten im Jahresabstand

Getrieben auch von massiv gestiegenen Energiepreisen, hat sich der Wert der österreichischen Importe im Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 Prozent auf 15,29 Mrd. Euro erhöht. Besonders auffällig war dies bei den Importen aus Russland, für die Österreich um 247,5 Prozent mehr an das inzwischen kriegsführende Land überwies als im Jänner 2021. Das waren in Summe 880 Mio. Euro, wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria hervorgeht. Die Exporte legten im Jahresabstand um 21,3 Prozent auf 13,58 Mrd. Euro zu. Die Handelsbilanz wies damit ein Passivum in Höhe von 1,71 Mrd. Euro auf. Wichtigster Handelspartner für Österreich ist nach wie vor die EU. In den EU-Raum lieferte Österreich Güter im Wert von 9,22 Mrd. Euro (+17,7 Prozent). Gleichzeitig stiegen die Importe aus den anderen Mitgliedsländern der Union um 22 Prozent auf 9,43 Mrd. Euro an. Unter dem Strich steht somit ein Defizit von 0,2 Mrd. Euro. (9.4. OÖN S. 16)

RH-Bericht: Bis Juni 2021 wurden 34,5 Mrd. Euro Corona-Hilfen gewährt

Bis Juni 2021 waren in Österreich 73,585 Mrd. Euro an finanziellen Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder zur Bewältigung der Corona-Pandemie geplant – tatsächlich gewährt wurden gemäß einem aktuellen Rechnungshof-Bericht 34,481 Mrd. Euro. Davon kam mit 33,49 Mrd. Euro der größte Anteil vom Bund, 989,87 Mio. Euro zahlten die Bundesländer aus. Der größten Brocken der Hilfsleistungen floss bis 30. Juni 2021 in den Arbeitsmarkt, wo knapp 8,59 Mrd. Euro zur Finanzierung der Kurzarbeit aufgewendet wurden. Der COFAG-Ausfallsbonus, den Unternehmen mit Umsatzausfällen von mindestens 40 Prozent beantragen konnten, machte in Summe 2,408 Mrd. Euro aus. An Lockdown-Umsatzersatz für November 2020 wurden 2,261 Mrd. Euro ausgezahlt, der Lockdown-Umsatzersatz für Dezember 2020 kostete 1,016 Mrd. Euro. (9.4. Alle TZ)

Fiskalrat: Hohe Inflation hilft Budget

Der Fiskalrat sieht Österreichs Staatshaushalt trotz „beträchtlicher Unsicherheiten“ durch den Krieg in der Ukraine und die anhaltende Corona-Pandemie auf gutem Weg. In einer Schnelleinschätzung erwartet der Fiskalrat einen schrittweisen Rückgang des Budgetdefizits und der Schuldenquote. Zugute kommt dem Budget dabei auch die hohe Inflation, da diese die konsumabhängigen Steuern in die Höhe treiben würden (Stichwort: Mehrwertsteuer). Konkret erwartet sich das Gremium für die Jahre 2022 und 2023 ein Budgetdefizit von 3,2 Prozent bzw. 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das hohe Budgetdefizit 2022 sei vorrangig auf die weiterhin hohen Staatsausgaben zurückzuführen, "“die trotz des Wegfalls großer Teile der Covid-19-Hilfen aufgrund neuer wirtschaftspolitischer Maßnahmen in Summe nur geringfügig zurückgehen“, informierte der Fiskalrat. (9.4. Alle TZ)

Oberstufen-Unterricht wird autonomer

Die Schul-Oberstufen sollen ab 2023/24 frei wählen dürfen, wie sie den Unterricht an den Oberstufen gestalten. Das sieht ein Begutachtungsentwurf zur Reform der Oberstufen vor. Zur Wahl stehen dabei das altbekannte System oder ein Kurssystem mit mehr wählbaren Unterrichtsmodulen. Betroffen ist der Unterricht ab der sechsten Klasse an den AHS und ab der zweiten Klasse an den BMHS. Beim neuen System dient nicht mehr das ganze Schuljahr als Beurteilungszeitraum. Stattdessen wird der Lernstoff in Module aufgeteilt, die jeweils ein Semester dauern. Bei einer negativen Note muss dann auch nur mehr das jeweilige Modul wiederholt werden. (11.4. Presse S. 4)

Finanzierungsrekord für Austro-Start-ups

Gut 88 Mrd. Euro Risikokapital haben europäische Start-ups im Vorjahr erhalten. Laut der Beraterfirma EY ist das doppelt so viel wie 2020. In Österreich erhielten Bitpanda und GoStudent 2021 die größten Finanzierungen. Diese beiden jungen Unternehmen erhielten mehr als die Hälfte des gesamten Investitionskapitals in Österreich. Dieses hat sich von 2020 auf 2021 deutlich erhöht: Von 212 Mio. Euro auf 1,24 Mrd. Euro. Österreich rangiert damit europaweit auf an elfter Stelle. Das meiste Risikokapital in Europa bekamen britische Start-ups mit 31,4 Mrd. Euro. (9.4. Alle TZ)

Produktionsindex im Februar um 12,2 Prozent über dem Vorjahr

Der arbeitstägig bereinigte Produktionsindex für den Produzierenden Bereich ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent gestiegen. Gegenüber Jänner 2022 nahm der Produktionsindex saisonal bereinigt um 2,2 Prozent zu. In der Industrie stieg die Produktion im Jahresabstand um 13,8 Prozent. Das Baugewerbe verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 5,8 Prozent, erklärte die Statistik Austria. Im Industriebereich wies die Hauptgruppe Energie im Vergleich zum Vorjahr mit plus 30,3 Prozent einen starken Zuwachs auf. (9.4. TT S. 23)

IV-Mitglieder in den Medien

Banner produziert nun Energiespeicher in Thalheim

Der Batteriehersteller Banner mit Zentrale in Leonding hat in Thalheim bei Wels einen neuen Standort aufgebaut, wo an Energiespeicherlösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche – vom Stapler bis zur Blackout-Vorsorge – gearbeitet wird. Diese „Energy Solutions" sind das zweite Standbein neben dem Hauptgeschäft, den Kfz-Starterbatterien. Insgesamt setzte die Banner-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 286 Mio. Euro um, das ist ein Plus von 14 Mio. Euro. Der Umsatz der Banner Gruppe ist im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 bei 286 Mio. Euro zu liegen kommen, was eine Steigerung um 14 Mio. Euro im Jahresabstand entspricht. Investiert hat man 13 Mio. Euro, wobei zehn Mio. auf den neuen Standort in Thalheim entfielen. Für heuer rechnet man mit einem leichten Wachstum, auch wenn man wie die meisten mit gestiegenen Strom- und Gaspreisen kämpfe und „die Lieferketten kaum funktionieren“, betonte Finanzchef Andreas Bawart. (9.4. Krone/OÖ S. 30, OÖN S. 11, Volksblatt S. 17)

Mobilitätszukunft: Miba steht bei EU-Initiative unter Strom

Emissionen reduzieren, Strom statt Diesel und Benzin tanken – um den Klimawandel zu stoppen, hat sich die EU den „Green Deal“ verordnet. Wichtiger Schlüssel ist das Vorantreiben der Elektrifizierung. Als Vorhaben von gemeinsamen europäischen Interesse wird die Batterie-Initiative namens EuBatIn bezeichnet. 2,9 Mrd. Euro fließen in die Elektrifizierung von Antriebssystemen: Nicht nur Autos stehen hier im Fokus, sondern auch Busse, Drohnen, selbstfahrende Stapler oder Zustellfahrzeuge für den Stadtverkehr. Mit der von Laakirchen aus agierenden Miba und E-Mobilitäts-Spezialist Voltlabor aus Bad Leonfelden sind zwei Unternehmen aus Oberösterreich mit dabei, wenn an der Zukunft der Mobilität gearbeitet wird. „Batterietechnologien sind ein relativ neues Geschäftsfeld bei uns, wir sehen da aber starke Wachstumschancen“, sagt Miba-Chef F. Peter Mitterbauer, dessen Firma auch 25,1 Prozent an Voltlabor hält. (10.4. OÖN S. 39)

Rosenbauer: Auftragsbücher 2021 gut gefüllt

Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer erreichte zum Jahresende beim Orderbestand ein Volumen von 1,15 Mrd. Euro (Vorjahresstichtag: 1,07 Mrd. Euro). Der Auftragseingang bewegte sich mit 1,06 Mrd. Euro „wieder auf dem sehr hohen Vorkrisenniveau“. Rosenbauer verwies bei Vorlage der Ergebnisse auf seine „solide Finanzstruktur“. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit sei im Jahresabstand um 51,2 Prozent auf 145,8 Mio. Euro gestiegen. Das Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme habe 25,2 Prozent (2020: 24,9 Prozent) betragen. Das börsenotierte Unternehmen beschäftigte per Ende Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres 4.130 Mitarbeiter (2020: 3.984). Für 2022 erwartet das Management „auf der Basis eines soliden Auftragsbestandes einen Umsatz von über einer Mrd. Euro“. Die EBIT-Marge soll unverändert auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. (9.4. Alle TZ)

UBM im Vorjahr mit zweithöchstem Gewinn der Firmenhistorie

Der Immobilienentwickler UBM Development hat im abgelaufenen Jahr mit 43,7 Mio. Euro den bisher zweithöchsten Nettogewinn seiner Firmengeschichte erzielt. 2020 waren 40,8 Mio. Euro Nettogewinn erwirtschaftet worden. Die Dividende soll von 2,20 auf 2,25 Euro je Aktie angehoben werden. Die andere Hälfte des Gewinns werde in die Stärkung des Eigenkapitals wandern, kündigte CEO Thomas G. Winkler an. Ende 2021 verfügte die UBM über 550,6 Mio. Euro Eigenkapital, um 14 Prozent mehr als Ende 2020. Der Cash-Bestand wuchs um 71,2 Prozent auf 423,3 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand wuchs per Ende 2021 auf 355 Personen an, nach 339 ein Jahr davor. Der Immobilienentwickler, der über eine 2,2 Mrd. Euro schwere Pipeline für Wohn- und Büroobjekte verfügt, plant den Zukauf weiterer Projekte. In den letzten zwölf Monaten habe man Vorhaben für einen Verkaufswert von einer Mrd. Euro akquiriert, noch im laufenden Quartal werde man über weitere Zukäufe berichten können, sagte CEO Thomas G. Winkler. (9.4. Kurier S. 12, Presse S. 20)

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien: Sehr gutes Ergebnis 2021

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat für 2021 rund 202,4 Mio. Euro Gewinn ausgewiesen, nach einem Verlust von 183,6 Mio. Euro im Vorjahr. Deutlich höher wäre der Gewinn gewesen, hätte es nicht außerordentliche Vorsorgen, insbesondere ein Impairment auf die Beteiligung an der Raiffeisen Bank International (RBI), in Höhe von rund 285 Mio. Euro gegeben, teilte die Gruppe mit. Zum Gewinn der Holding trug die RLB NÖ-Wien 62,2 Mio. Euro bei, ohne Abschreibung auf die RBI hätte das operative Ergebnis 350,7 Mio. Euro betragen. Zugleich wurde heute die schon länger beschlossene Übergabe der Führung der RLB NÖ-Wien und der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien von Klaus Buchleitner auf Michael Höllerer vollzogen. Buchleitner hatte nach zehn Jahren an der Spitze seine Mandate auf eigenen Wunsch nicht mehr verlängert. (9.4. Kurier S. 12, Volksblatt S. 16)

Berndorf im Vorjahr mit zweistelligem Wachstum

Die niederösterreichische Berndorf AG hat ihren Umsatz 2021 im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 528 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 40 Mio. Euro, nach 5,2 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Jahresüberschuss legte von 2,0 auf 30,4 Mio. Euro zu. Für heuer „sind die Auftragsbücher gut gefüllt“, gab die Gruppe bekannt. 2021 erwirtschafteten alle Teilbereiche unter dem Dach der Berndorf AG als Holding positive Ergebnisse. Die Weichen für das Wiedererreichen des Vorkrisenniveaus habe die Berndorf AG „mit frühzeitiger Sicherung der Liquidität und flexibler Arbeitsorganisation bereits 2020 gestellt“, sagte CEO Franz Viehböck. Den Wachstumskurs weiter festigen sollen Unternehmensangaben zufolge Investitionen in Förderungen für Innovationen und Mitarbeitende sowie „zielgerichtete Schritte in Richtung klimaneutraler Produktion weltweit“. (9.4. Volksblatt S. 19)

Baumit-Offensive auf dem deutschen Markt

Der österreichische Baumit-Gruppe ist auf dem wichtigen deutschen Markt ein großer Zukauf gelungen. So wurde die Sakret Trockenbaustoffe Dr. Arnold Schäfer GmbH sowie deren Tochterunternehmen, den Farbenhersteller Diessner in Berlin akquiriert. In Summe kommen dadurch 100 Mio. Euro Umsatz dazu. „In Deutschland springen wir dadurch heuer auf 400 Mio. Euro, dort ist dann unser größter Markt, noch vor Österreich“, so Baumit-Beteiligungs-Chef Gerald Prinzhorn. Das Geschäftsvolumen in Deutschland wird sich im Vergleich zu 2019 sogar verdoppeln. Insgesamt ist der Baustoff-Hersteller in 25 Ländern in Europa aktiv. Die Auslandsexpansion startete ursprünglich in Osteuropa. Je ein Werk gibt es auch in der Ukraine und in Russland, ein Betrieb ist dort aktuell nicht möglich. Prinzipiell will die Gruppe weiter wachsen, sich aber auf Europa (inklusive Türkei) beschränken. (9.4. Krone/WiMa)

SW Umwelttechnik 2021 mit mehr Umsatz und Gewinn

Die börsenotierte Kärntner SW Umwelttechnik hat 2021 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kräftig zugelegt. Die Verkaufserlöse stiegen von 89,3 auf 102,9 Mio. Euro, unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 9,7 Mio. Euro (nach 6,8 Mio. Euro). „Die rege Bautätigkeit im Bereich Hochbau und Wohnen sorgte 2021 für eine sehr erfreuliche Auftragslage in den Kernmärkten“, berichtete Vorstand Klaus Einfalt. Weil man die benötigten Rohstoffe regional beziehe, sei man von Lieferschwierigkeiten kaum betroffen gewesen. Für das neue Geschäftsjahr erhofft sich das Unternehmen zusätzliche Aufträge durch die bereitstehenden EU-Mittel aus der Förderperiode 2021-2027, die in Ungarn und Rumänien zu einem Anstieg des Bauvolumens im Bereich der Infrastrukturbauvorhaben führen dürften. Einfalt: „Über bereits geplante Investitionen zur Erweiterung unserer Werke in Budapest und Cristesti hinausgehend wollen wir nach Möglichkeit neue Expansionsstrategien prüfen.“ (9.4. Presse S. 20, OÖN S. 14, Volksblatt S. 19)

Energie Steiermark: Spatenstich für grüne Wasserstoffproduktion

Die Energie Steiermark hat im südsteirischen Gabersdorf mit dem Bau der ersten außerbetrieblichen Produktionsanlage für „grünen“ Wasserstoff in Österreich begonnen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 10,5 Mio. Euro wird auf einem etwa 10.000 Quadratmeter großen Areal errichtet. Die Anlage wird mit einer Biogasanlage sowie einer 6.000 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage kombiniert und soll bereits ab Ende 2022 bis zu 300 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Jährlich sollen bis zu 5.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Als erster Großkunde hat bereits das Industrieunternehmen Wolfram Bergbau und Hütten AG unterschrieben. Weiterer Abnehmer soll künftig auch die Stadt Graz sein, die ihre Wasserstoffbusse damit betreibt. Zur Wasserstoffproduktion ist nach Angaben von Vorstandssprecher Christian Purrer in Leoben-Ost zudem ein Kraftwerk mit Direktleitung zur voestalpine geplant. (10.4. Kleine S. 22-23; 9.4. Alle TZ)

Innovatives Prüflabor im Siemens Mobility Werk Graz eröffnet

Robustheit und Langlebigkeit: Das sind wesentliche Attribute jener Drehgestelle für Loks, Hochgeschwindigkeitszüge, Reisezugwägen, U-Bahnen oder Straßenbahnen, die im Grazer Siemens-Werk entwickelt und gefertigt werden. Sie sind auf eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren ausgelegt, Antriebs- und Bremskräfte wirken millionenfach auf das Fahrwerk ein. Dafür wurde nun ein Hightech-Versuchslabor eröffnet. Wo bisher zeit- und kostenintensive Feldversuche nötig waren, können Tests künftig realitätsnah in nur wenigen Tagen abgewickelt werden. Eröffnet wurde das neue Prüflabor von der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr gemeinsam mit Arnulf Wolfram, CEO von Siemens Mobility Austria, und Standortchef Stefan Erlach. (9.4. Kleine S. 27)

BTV meldet kräftigen Jahresüberschuss für 2021

Die zur 3-Banken-Gruppe gehörende Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) hat im Geschäftsjahr 2021 wieder zulegen können. Der Jahresüberschuss stieg um 54,2 Prozent auf 81,7 Mio. Euro. Zudem wurde ein Zuwachs bei den betreuten Kundengeldern um eine Mrd. Euro auf 17,4 Mrd. Euro verzeichnet. Auch beim Eigenkapital bilanzierte die Bank mit einer Steigerung von 1,79 Mrd. Euro auf 1,88 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme kam bei 14,3 Mrd. Euro (2020: 13,9 Mrd. Euro) zum Erliegen. „Das Geschäftsjahr 2021 war einmal mehr eine Herausforderung. Das Umfeld war geprägt von hoher Inflation, hervorgerufen insbesondere durch steigende Rohstoffpreise sowie pandemiebedingte Lieferengpässe“, hieß es. (9.4. Presse S. 20, Volksblatt S. 16)

voestalpine verkauft 80 Prozent des Roheisenwerks in Texas

Das börsenotierte Stahltechnologieunternehmen voestalpine zieht sich aus seinem Roheisenwerk in Texas zurück. Für die Fertigung der Eisenpellets (HBI, Hot Briquetted Iron) in Corpus Christi sei es aktuell in Gesprächen zum Verkauf von 80 Prozent ihrer Anteile. „Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten“, gab die voestalpine nun bekannt. Man habe in den vergangenen Monaten eine „ergebnisoffene Marktsondierung zur Stabilisierung des Geschäftsmodells“ der Direktreduktionsanlage in Texas durchgeführt. Teil der weiteren Beteiligung der voestalpine soll eine Vereinbarung zur langfristigen Absicherung des künftig für den ersten Dekarbonisierungsschritt benötigten Volumens von HBI an den Standorten in Linz und Donawitz sein. (11.4. Kurier S. 7, Standard S. 9, SN S. 17, OÖN S. 14)

Linz Textil kämpft nach „gutem“ Jahr 2021 mit Energiepreisen

Als „ein forderndes, ein spannendes, aber unterm Strich ein gutes Jahr“, bezeichnete Vorstandssprecher Friedrich Schopf das Geschäftsjahr 2021 für die Linz Textil Holding AG. Das Unternehmen verzeichnete nach einem Rückgang im Geschäftsjahr 2020 eine Umsatzsteigerung von rund zehn Prozent auf 92,5 Mio. Euro. Das Marktumfeld sei ein positives gewesen, so das Unternehmen. Allerdings habe das abgelaufene Jahr komprimiert „so alles geboten, was eigentlich in den letzten 30 Jahren in der Textilindustrie passiert ist“ – von einer überbordenden Nachfrage, über Preissteigerungen bei Chemikalien, Logistik, Verpackungsmaterialien, bis hin letztlich zur Energiethematik im vierten Quartal, resümierte Schopf mit Blick auf die stark steigenden Energiekosten, die wohl Kapazitätsreduktion in Landeck notwendig machen. (9.4. Krone/OÖ S. 30, OÖN S. 13, Volksblatt S. 20)

ewe Küchen profitiert von Trend zu höherwertigen Küchen und Design

Die Nachfrage nach Küchen ist zuletzt geradezu explodiert, bestätigen die jüngsten Daten des Marktbeobachters Branchenradar. Herd, Geschirrspüler oder Kühlschrank sind aber oft nicht lieferbar. „Der Markt ist verstopft", bestätigt Andreas Hirsch, Geschäftsführer von ewe Küchen in Wels. „Und die Problemstelle sind derzeit die Elektrogeräte.“ Die Anzahl verkaufter Küchen stieg im Vorjahr um acht Prozent auf 210.000. Die Erlöse der Küchenhersteller stiegen noch stärker um zwölf Prozent. „War bisher das Ziel der Küchenhersteller, die Nachfrage anzukurbeln, so galt es im Vorjahr vor allem, die immense Menge irgendwie produzieren zu können“, schildert der ewe-Geschäfsführer. Das Unternehmen konnte den Umsatz 2021 um 24 Prozent auf 61 Mio. Euro steigern. Profitiert habe man vom Trend zu höherwertigen Küchen und Design, so Hirsch. (11.4. SN S. 18)

Lagerhaus WHG auf Wachstums- und Expansionskurs

Mit Hubert Schenk und Markus Furtenbacher an der Spitze steuert die Kärntner Lagerhaus WHG auf Wachstums- und Expansionskurs. In Norditalien und Slowenien wollen die Eigentümer expandieren, ein Zukauf in Slowenien steht bevor. Die Lagerhaus WHG gehört zu 51 Prozent der BayWa, zu 49 Prozent der RLB Kärnten und regionalen Raiffeisengenossenschaften. Rund 25 Mio. Euro werden heuer investiert, doppelt so viel wie im Vorjahr. 3,5 Mio. Euro davon in fünf neue Silos für Mischfutter am Standort Klagenfurt. Um mehr Platz zu schaffen, soll die Zentrale zudem in die Höhe wachsen. 2021 brachte einen Umsatzsprung auf 565 Mio. Euro. 2020 lag dieser noch bei 495 Mio. Euro. (9.4. Kleine/Kärnten S. 28-29)

AMAG-Chef: „Ohne Gas steht die Industrie still“

„Ohne Gas steht die Industrie still, mit einem Embargo drehen wir das Land ab“, warnt AMAG-Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer davor, russisches Gas aus der EU zu verbannen. Österreich wäre sogar mit am stärksten in der ganzen EU betroffen. „Nicht nur wegen unserer besonders hohen Gas-Importe, sondern weil wir einen größeren Industrieanteil als andere haben. In Deutschland z. B. verbraucht die Industrie nur 30 Prozent des Gases, bei uns sind es über 50 Prozent“. Steht etwa die Amag, dann würden das die Konsumenten in „ein, zwei Monaten merken. Wir liefern ja 40.000 Tonnen Alu für Lebensmittel- und Arzneimittelverpackungen.“ Beim oberösterreichischen Aluminiumerzeuger wurden daher Szenarien erarbeitet, wie man gesichert herunterfahren bzw. eingeschränkt produzieren könne. Mayer appelliert eindringlich, „dass es ja kein Embargo gibt“. Gas könnte vorerst nur durch anderes Gas ersetzt werden. Er sei „nicht zuversichtlich, dass ein Umstieg binnen zehn Jahren geht“. (9.4. Krone/WiMa)

Bartenstein: „Stopp der Gaslieferung wäre ein Mega-Gau“

Für den Unternehmer Martin Bartenstein würde ein abrupter Stopp russischer Gaslieferungen zu einem „Mega-Gau“ am Arbeitsmarkt führen. „Da reden wir nicht von Tausenden, sondern von Hunderttausenden Arbeitslosen. Sanktionen sind gut, aber wenn sich uns mehr schaden als nützen – das kann es nicht sein.“ Bartenstein vermisst Druck und politische Initiativen, um für eine Befüllung von Österreichs Gasspeichern, die zu einem guten Teil den Gazprom-Gesellschaften gehören, zu sorgen. Es müsse an allen Rädern gedreht werden – vom Energiesparen bis zur Umstellung auf Alternativenergien. „Gewisse Umstellungen gehen nicht sofort. Das zeigen die nackten Zahlen. Denn für einen 100-prozentigen Umstieg auf E-Mobilität hat weder Österreich noch Deutschland den notwendigen Strom“, so Bartenstein (10.4. Kurier S. 8)

Zumtobel-Chef: Vorarlberger Betriebe punkten mit starker Innovationskraft

Angesprochen darauf, wie sich die derzeitige Situation auf das Wirtschaftswachstum und die Konkurrenzfähigkeit von Vorarlberger Unternehmen auswirkt, sagt Andreas Felder, Vorstandsvorsitzender der Zumtobel Group: „Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die globale Investitionsbereitschaft und das Wirtschaftswachstum zurückgehen, von dieser Entwicklung können sich die Unternehmen auch hierzulande nicht abkoppeln. Die zunehmende Verknappung und Verteuerung von Rohstoffen stellt uns alle vor neue Herausforderungen.“ Der Vorteil von Vorarlberger Unternehmen sei „die starke Innovationskraft, die uns im internationalen Vergleich konkurrenzfähig macht“. (9.4. VN D1)

VLV-Vorstände um weitere fünf Jahre verlängert

Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Landes-Versicherung (VLV) hat die Vorstandsmandate von Robert Sturn und Klaus Himmelreich um fünf Jahre verlängert und spricht somit den beiden Vorständen für eine weitere Funktionsperiode sein Vertrauen aus. (9.4. VN D2)