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12.05.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Industrie: Ressort-Zusammenlegung eine „sinnvolle Weichenstellung“

Gasversorgung: IV-Steiermark drängt auf klare Strategie und neue Bezugsquellen

Allgemein

Neue Regierungsmitglieder angelobt

Brunner plant Abschaffung der kalten Progression bis 2023

EcoAustria sieht Schwachstellen bei CO2-Grenzausgleich

Wifo: Abgeflachtes Wirtschaftswachstum im April

Österreich verlängert Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien

EU-Länder verständigen sich auf verpflichtende Gasreserven

EZB-Chefin deutet Zinswende im Sommer an

IV-Mitglieder in den Medien

Fronius investiert, um das Wachstum zu bewältigen

Hafen Wien investiert kräftig in Klimaschutz bis 2040

Knapp AG und AMS Steiermark setzen gemeinsame Qualifizierung fort

Vorarlberger Verpackungsbranche schaut nachhaltig in die Zukunft

Beiser Galvanik kämpft mit Energiepreisanstieg und meldet gute Auftragslage

Addiko Bank steigerte Gewinn im ersten Quartal

Weniger Gas: Heimische Großverbraucher beunruhigt

Swietelsky: Neuer Vorstandsvorsitzender ab April 2023

Montana Aerospace strukturiert Führungsebene um

IV in den Medien

Industrie: Ressort-Zusammenlegung eine „sinnvolle Weichenstellung“

Arbeitsminister Martin Kocher wird künftig ein neues Ministerium leiten – zu seinen Arbeitsmarkt-Agenden kommen Wirtschaft und Tourismus samt neu geschaffenem Staatssekretariat hinzu. Die Industriellenvereinigung (IV) kann etwaige Kritik an dem neuen Ministerium nicht nachvollziehen und sieht darin keine Verschlechterung für die Arbeitnehmerseite. „Ich weiß, dass es hier eine hohe Sensibilität gibt, insbesondere was die Arbeitsmarkt-Politik sowie die Interessen der Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer aber auch die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer betrifft“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Die Zusammenlegung der Ressorts sei laut IV eine „sinnvolle Weichenstellung“. (11.5. ZiB 1, ZiB 13)

Gasversorgung: IV-Steiermark drängt auf klare Strategie und neue Bezugsquellen

Die IV-Steiermark warnt einmal mehr eindringlich vor den Folgen eines Gasausfalls. Alle bisherigen Abschätzungen zu den Folgen seien viel zu optimistisch. „Die von der Regierung beschlossene Bevorratung von Gas ist natürlich zu begrüßen – im Ernstfall, nämlich dem Stopp von Gaslieferungen, der wohl zumindest über Monate anhalten würde, wird sie einen volkswirtschaftlichen Kollaps mit verheerenden Folgen für alle Menschen in Österreich nicht verhindern können“, gibt IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka zu bedenken. Komme es zum Lieferstopp, werde „Europa Teil eines dramatischen Real-Experiments“. Es würden schnell Produkte des täglichen Lebens fehlen, unzählbare Arbeitsplätze wären gefährdet, so Stolitzka. Daher sei das „Gedankenspiel eines EU-seitigen Gas-Embargos ein Spiel mit dem Feuer“. Es gelte neue Bezugsquellen zu aktivieren. Er fordert ein koordinierteres strategisches Vorgehen der Bundesregierung und u. a. die Installierung eines eigenen Energie-Koordinators. IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger fügte hinzu: „Das Befüllen der Gasspeicher ist ein wichtiger Schritt, wird aber nicht reichen. Österreich muss deshalb auch die Suche nach alternativen und neuen Bezugsquellen intensivieren und beginnen, mit anderen Ländern in den Dialog zu treten, auch darüber, gemeinsam in die nötigen Infrastrukturen zu investieren.“ (Kleine S. 28-29; 11.5. Radio Steiermark-Journal)

Allgemein

Neue Regierungsmitglieder angelobt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Mittwoch Arbeitsminister Martin Kocher auch als Wirtschaftsminister, Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky und Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler angelobt. Die Angelobung des designierten Landwirtschaftsministers Norbert Totschnig wird Corona-bedingt später nachgeholt, bis dahin bleibt die bisherige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger im Amt. (Alle TZ)

Brunner plant Abschaffung der kalten Progression bis 2023

Finanzminister Magnus Brunner bekräftigte seinen politischen Willen, die kalte Progression bis nächstes Jahr abzuschaffen. Spätestens ab dann sollen die Steuerklassen an die Inflation angepasst werden. Angesichts der hohen Teuerung sei „jetzt der richtige Zeitpunkt“, das sei auch „mehrheitsfähig“, so Brunner. Noch vor dem Sommer will er ein Konzept vorlegen, das dann im Parlament diskutiert werden soll. Welches Modell angewandt wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch ist auch das sogenannte „Schweizer Modell“: Dort werden die Steuertarif-Grenzen einmal im Jahr automatisch an die Inflation angepasst. Das ist auch in der Verfassung verankert. (Alle TZ)

EcoAustria sieht Schwachstellen bei CO2-Grenzausgleich

Das Forschungsinstitut EcoAustria ortet beim von der EU anvisierten CO2-Zoll (CBAM) einige Schwachstellen. In einem Bericht moniert das Institut unter anderem die fehlende Exportbefreiung für europäische Unternehmen. „Komplexe Lieferketten, mit denen ein Produkt in dessen Herstellung mehrmals die EU-Außengrenze passiert, sind bezüglich jenen Unternehmen benachteiligt, die einfachere Lieferketten haben, weil bei jedem Import ein CBAM-Zertifikat erworben werden muss“, wird in dem Bericht festgehalten. Weil nur einige Branchen vom CO2-Grenzausgleich umfasst sein sollen, rechnet EcoAustria mit weiteren Problemen. Das Institut plädiert etwa dafür, den CO2-Grenzausgleichsmechanismus gemeinsam in einer Klimagemeinschaft von Staaten mit der EU einzuführen. Dadurch könnten Exportbefreiungen für die Wirtschaft einfacher durchgesetzt und ein fairer CO2-Wettbewerb gewährleisten werden. Ebenfalls sei eine Innovationsförderung für jene Industriesektoren notwendig, die besonders durch die Abschaffung der freien CO2-Zertifikate betroffen sein werden. (Presse S. 18)

Wifo: Abgeflachtes Wirtschaftswachstum im April

Im April hat sich das Wirtschaftswachstum deutlich abgekühlt. Belastend wirkt vor allem die hohe Unsicherheit, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) mit. Hohe Rohstoffpreise und Lieferengpässe dämpfen die Weltwirtschaft. „In Industrie und Bauwirtschaft war die wirtschaftliche Dynamik zuletzt schwächer als zu Jahresbeginn 2022", heißt es im aktuellen Wifo-Konjunkturbericht. Während im ersten Quartal nach Wifo-Schnellschätzung die Wirtschaft Österreichs im Vergleich zur Vorjahresperiode noch um 8,7 Prozent zugelegt hatte, betrug das Wachstum im April etwa 5,25 Prozent. Zur weiteren Entwicklung im zweiten Quartal zeigen Umfragewerte laut Wifo ein „gemischtes Bild“. Zwar haben sich die Konjunktureinschätzungen über alle Branchen hinweg verbessert, die Unsicherheit war jedoch weiterhin hoch. Zugleich trüben vermehrte Meldungen eines Mangels an Material bzw. Kapazität die Aussichten. (Presse S. 18)

Österreich verlängert Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien

Österreich hat die im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 eingeführten Grenzkontrollen zu Slowenien und Ungarn um mindestens ein weiteres halbes Jahr verlängert. Eine dementsprechende Verordnung von Innenminister Gerhard Karner gilt ab heute. Grund für die Verlängerung sei unter anderem der Ukraine-Krieg. (Alle TZ)

EU-Länder verständigen sich auf verpflichtende Gasreserven

Die EU-Länder unterstützen ein geplantes Gesetz für verpflichtende Gasreserven in der Europäischen Union, um die Energieversorgung im nächsten Winter zu sichern. In ihrem Verhandlungsmandat legten Vertreter der Staaten jedoch fest, dass die Verpflichtung 2026 auslaufen soll, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Für Länder mit besonders großen Speichern ist eine abweichende Regelung vorgesehen. Das Gesetz sieht vor, dass die Gasreserven heuer bis zum 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein sollen, und in den nächsten Jahren zu dem gleichen Stichtag zu 90 Prozent. Auch das Parlament hatte seine Position schon festgelegt, somit können die Verhandlungen beginnen, damit das Gesetz rechtzeitig zum Winter in Kraft tritt.

EZB-Chefin deutet Zinswende im Sommer an

EZB-Chefin Christine Lagarde bereitet die Finanzmärkte offenbar auf eine Zinswende im Juli vor. Die Anleihenkäufe dürften zu Beginn des dritten Quartals auslaufen, gefolgt von einer Zinserhöhung, die womöglich „einige Wochen später“ kommen könne, sagte Lagarde. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Fronius investiert, um das Wachstum zu bewältigen

Der Technologieausrüster Fronius investiert heuer weltweit 187 Mio. Euro, 160 Mio. Euro davon allein in Österreich. „Ich will nicht mit großen Zahlen hantieren, aber die hohen Investitionen sind notwendig, um das weitere Wachstum zu bewältigen“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß. Der Großteil der Investitionssumme geht in die Fertigstellung der nächsten Ausbaustufe in das große Werk in Sattledt. Hier sollen ab Sommer neue Fertigungslinien gestartet werden, für die bereits Personal gesucht wird. Weil diese Suche nach Anlern- und Fachkräften zunehmend schwierig und "wachstumshemmend" sei, werde auch viel in die Automatisierung der Fertigungslinien investiert. Fast 340 Mitarbeiter sollen allein in der Fertigung und Logistik heuer dazukommen. – so steht es in den Plänen. Ob das so umsetzbar ist, wagt Engelbrechtsmüller-Strauß nicht vorherzusagen. Weltweit soll der Personalstand von 6.100 um 975 steigen. (OÖN S. 10)

Hafen Wien investiert kräftig in Klimaschutz bis 2040

Der Hafen Wien will in den nächsten 18 Jahren 40 Mio. Euro in den Klimaschutz investieren. Die Investitionen umfassten unter anderem den weiteren Ausbau klimafreundlicher Energien, die CO2-sparende Umgestaltung des Fuhrparks und die verstärkte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene bzw. aufs Wasser, konkretisierte Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding. Deshalb werde der Hafen Wien seinen Container-Terminal nochmals ausbauen und dafür 20 Mio. Euro in die Hand nehmen. Darüber hinaus würden weitere Landflächen im Hafen Freudenau gewonnen, um zusätzliche Umschlageinrichtungen ansiedeln zu können. Für das Projekt „Landgewinnung“ stünden zehn Mio. Euro zur Verfügung. Sieben Mio. Euro würden in neue moderne und umweltfreundlichere Kräne und Umschlagsinfrastruktur investiert, weitere drei Mio. Euro in die Modernisierung der Heizanlagen. Der Anteil der erneuerbaren Energien liege derzeit bei 25 Prozent. (Standard S. 18)

Knapp AG und AMS Steiermark setzen gemeinsame Qualifizierung fort

Anfang Juni starten der steirische Logistik-Spezialist Knapp AG und das Arbeitsmarktservice (AMS) Steiermark bei der Ausbildung von Software-Technikern in die zweite gemeinsame Runde. Das bewährte Konzept: Im Anschluss an die mehrmonatige Qualifizierung beginnt ein Dienstverhältnis bei der Knapp AG. In Summe finden bis zu zwei Drittel der Ausbildungsdauer praxisnah im Betrieb statt. Abgewickelt wird die Qualifizierung von der eigens eingerichteten Digitalisierungsstiftung – finanzielle Förderung kommt vom AMS und dem Land Steiermark. Gesucht werden interessierte, IT-affine Personen, die beim AMS als arbeitslos vorgemerkt sind – aber auch berufliche Quereinsteiger. Die Knapp AG zählt zurzeit 50 Standorte und beschäftigt an die 6000 Mitarbeiter weltweit. (Kleine S. 29)

Vorarlberger Verpackungsbranche schaut nachhaltig in die Zukunft

In der Vorarlberger Verpackungsindustrie werden Mitarbeiter dringend gesucht. Derzeit arbeiten in den 22 Mitgliedsbetrieben des Branchenverbandes in Vorarlberg (VPack) 3.623 Mitarbeiter und fertigen Verpackungen in der ganzen Bandbreite der Nachfrage – vom Karton bis zu medizinischen Verpackungen, von RePET-Flaschen bis zu hochkomplex bedruckten Hülsen. Wir bilden das gesamte Portfolio ab“, erklärt Stephan Kaar, Geschäftsleiter des Wellpappewerks der Rondo Ganahl und Sprecher von VPack. Ausgebildet werden derzeit 222 Lehrlinge in den 22 Betrieben. Die Lehrlinge werden in den Vorarlberger Verpackungsbetrieben in 22 Berufen ausgebildet. Zudem steht ihnen die VPack-Akademie mit einem breiten Ausbildungsprogramm zur Verfügung. (VN D1)

Beiser Galvanik kämpft mit Energiepreisanstieg und meldet gute Auftragslage

Die Steigerungen bei den Energiepreisen stellen energieintensivere Betriebe wie Beiser Galvanik mit Sitz in Götzis vor Herausforderungen. Unternehmen dieser Branche, wo die Haltbarkeit metallischer Oberflächen mittels elektrochemischer Verfahren verlängert wird, bringen es auf einen Energiekostenanteil von bis zu zehn Prozent oder darüber, so der geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Beiser. Neben den Energiepreisen muss sich Beiser Galvanik mit angekündigten Preissteigerungen bei Hilfs- und Ausgangsstoffen auseinandersetzen. Als Beispiel für drohende Preisexplosionen nennt er die für Beiser wichtige Salzsäure, die bislang insbesondere bei der Polyurethan-Herstellung als Abfallprodukte anfalle. Was die gegenwärtige Situation so speziell mache, sei der Umstand, dass die momentane Auftragslage bei Beiser Galvanik trotz aller Preissteigerungen aktuell noch „sehr gut“ sei, so der Firmeninhaber. „Wir haben Vollbeschäftigung und fahren schon seit längerer Zeit im Vier-Schicht-Betrieb.“ (VN D2, NVT S. 20-21)

Addiko Bank steigerte Gewinn im ersten Quartal

Die auf Geschäfte in Zentral- und Osteuropa spezialisierte Addiko Bank AG hat im ersten Quartal beim Gewinn nach Steuern von fünf auf 6,5 Mio. Euro zugelegt. Das operative Ergebnis stieg im ersten Quartal 2022 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 11,3 Mio. Euro auf 14,3 Mio. Euro. Das Geschäft mit Konsumenten und Kleinunternehmen, das in Fokus des Unternehmens steht, sei deutlich gewachsen, berichtete CEO Herbert Juranek. Der Ausblick bleibe trotz erhöhtem Inflationsdruck unverändert. Ab Mai soll die Marke neu positioniert werden. (Presse S. 24)

Weniger Gas: Heimische Großverbraucher beunruhigt

Die Angriffe Russlands in der Ukraine zeigt seit Mittwoch konkrete Auswirkungen im Gas-Transit. Die russische Gazprom hat bestätigt, dass weniger Gas durch die Ukraine Richtung Europa geleitet wird. Diese Meldung ließ die Beunruhigung bei den heimischen Großverbrauchern wie der OMV-Chemietochter Borealis oder der voestalpine weiter steigen – vor allem, weil ihnen keine konkreten Pläne der Politik für Abschaltungen vorliegen. „Sollte es zu einem Lieferembargo oder -stopp bei Gas kommen, werden große Teile der europäischen Industrie stillstehen“, so voestalpine-Vorstandsvorsitzender Herbert Eibensteiner. Auch für den Lebensmittelproduzenten Vivatis hätte ein Gas-Lieferstopp dramatische Folgen, wie Vorstandsvorsitzender Gerald Hackl betont. Indes laufen die Vorbereitungen, eine strategische Gasreserve zu beschaffen und einzulagern. Noch im Mai soll die Beschaffung und der nötige Speicherplatz ausgeschrieben werden. Ab Juni soll die Reserve eingelagert werden. (OÖN S. 9)

Swietelsky: Neuer Vorstandsvorsitzender ab April 2023

Das Linzer Bauunternehmen Swietelsky bekommt mit Peter Krammer ab April 2023 einen neuen Vorstandschef. Er folgt dem langjährigen Vorstandschef Karl Weidlinger, der in den Ruhestand tritt. Krammer wechselt am 1. Jänner 2023 in den Swietelsky-Vorstand und wird ab April dessen Chef. (Krone S. 10, OÖN S. 10)

Montana Aerospace strukturiert Führungsebene um

Der Flugzeugzulieferer Montana Aerospace des österreichischen Mehrheitseigentümers Michael Tojner nimmt Umstrukturierungen auf der Führungsebene vor. Ab 30. Juni soll die Geschäftsleitung stärker auf die Bereiche Luftfahrt, E-Mobilität und Energie fokussieren, gab das Unternehmen bekannt. Dafür wird Kai Arndt künftig als Co-CEO für die Leitung des Segments Luftfahrt eingesetzt, Michael Pistauer wird neben seiner Funktion als Finanzchef als Leiter der Segmente E-Mobilität und Energie fungieren. (11.5. industriemagazin.at)