Die IV-Steiermark warnt einmal mehr eindringlich vor den Folgen eines Gasausfalls. Alle bisherigen Abschätzungen zu den Folgen seien viel zu optimistisch. „Die von der Regierung beschlossene Bevorratung von Gas ist natürlich zu begrüßen – im Ernstfall, nämlich dem Stopp von Gaslieferungen, der wohl zumindest über Monate anhalten würde, wird sie einen volkswirtschaftlichen Kollaps mit verheerenden Folgen für alle Menschen in Österreich nicht verhindern können“, gibt IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka zu bedenken. Komme es zum Lieferstopp, werde „Europa Teil eines dramatischen Real-Experiments“. Es würden schnell Produkte des täglichen Lebens fehlen, unzählbare Arbeitsplätze wären gefährdet, so Stolitzka. Daher sei das „Gedankenspiel eines EU-seitigen Gas-Embargos ein Spiel mit dem Feuer“. Es gelte neue Bezugsquellen zu aktivieren. Er fordert ein koordinierteres strategisches Vorgehen der Bundesregierung und u. a. die Installierung eines eigenen Energie-Koordinators. IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger fügte hinzu: „Das Befüllen der Gasspeicher ist ein wichtiger Schritt, wird aber nicht reichen. Österreich muss deshalb auch die Suche nach alternativen und neuen Bezugsquellen intensivieren und beginnen, mit anderen Ländern in den Dialog zu treten, auch darüber, gemeinsam in die nötigen Infrastrukturen zu investieren.“ (Kleine S. 28-29; 11.5. Radio Steiermark-Journal) |