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12.10.2021

Pressezusammenfassung, 12.10.2021
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IV in den Medien

Kinderbetreuung: Industrie für Rechtsanspruch ab erstem Geburtstag

IV-Vorarlberg erneuert Forderung nach Ausbau bei Kinderbetreuung 

Digitalisierung im Mittelpunkt der JI-Bundestagung in Krems

Allgemein

Schallenberg als Bundeskanzler angelobt, Linhart neuer Außenminister

Metaller-KV: Zweite Runde ohne Ergebnis abgebrochen

Startschuss für „Nationale Strategie“ zur „Gesundheit im Betrieb“

Fast jeder dritte Job nach drei Monaten noch nicht besetzt

Neuwagenverkäufe heuer um gut ein Viertel unter Vorkrisenniveau

EZB-Chefvolkswirt sieht in Inflationsschub keinen Grund zum Handeln

IV-Mitglieder in den Medien

Neue Gesellschaft der Tiroler Wasserkraft AG forciert „neue Energie“

EVN investiert 360 Mio. Euro im östlichen Weinviertel

AVL holt Rückmeldung der Autolenker per künstlicher Intelligenz ein

FACC eröffnet Standort für Wartung und Reparaturen in Florida

Medizintechnik: Grabher Group und KI-Experte Rajat Khare arbeiten zusammen

S. Spitz baut in Attnang-Puchheim aus

IV in den Medien

Kinderbetreuung: Industrie für Rechtsanspruch ab erstem Geburtstag

Um Familie und Beruf besser vereinbar zu machen und die Elementarbildung zu stärken, fordern die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz bereits ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Der Platz soll qualitativ hochwertig, ganztägig und ganzjährig verfügbar und leistbar sein, der Rechtsanspruch in zwei Etappen eingeführt werden: Ab Herbst 2023 soll er ab dem zweiten Geburtstag gelten, ab Herbst 2025 ab dem ersten Geburtstag. Um das „Barcelona-Ziel“ der EU zu erreichen, nämlich eine Betreuungsquote von 33 Prozent, würden 10.000 Betreuungsplätze fehlen, sagte Infineon-Österreich-Chefin und IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka. Für die Bekämpfung des Fachkräftemangels sei die Kinderbetreuung ein entscheidender Faktor, um mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen, das würden alle Studien belegen. Laut einer aktuellen Erhebung von EcoAustria würde die Erhöhung der Betreuungsquote um 20 Prozentpunkte etwa 893 Mio. Euro pro Jahr kosten. Gleichzeitig gäbe es 567 Mio. Euro an direkten Rückflüssen über öffentliche Abgaben sowie 815 Mio. Euro an zusätzlichen Konsumausgaben. (Alle TZ; 11.10. Ö1-„Mittagsjournal“, orf.at, diepresse.com, kleinezeitung.at, wienerzeitung.at)

IV-Vorarlberg erneuert Forderung nach Ausbau bei Kinderbetreuung 

Eine Umfrage der IV-Vorarlberg kommt zum Schluss, dass sich die Bevölkerung einen weiteren Ausbau von Betreuungsplätzen erwartet. Laut der vom IMAD-Institut durchgeführten Erhebung waren zwei von drei Befragten der Meinung, dass für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf das vorhandene Kinderbetreuungsangebot ausgebaut werden muss. Damit sehen sich IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg und die Vorsitzende der Jungen Industrie (JI) Vorarlberg, Katharina Rhomberg-Shebl, in ihrer langjährigen Forderung bestätigt. Was die Lösung des Problems betrifft, spielt Ohneberg den Ball der Politik zu, schließlich liege die Umsetzungskompetenz hauptsächlich beim Land: „Die Bevölkerung erwartet sich einen Ausbau des Kinderbetreuungsangebots. Es braucht deshalb deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung des neuen und überfälligen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes.“ Nach Ansicht von Rhomberg-Shebl würde sich das Fortschreiben zukunftsfähiger Kinderbetreuung auch gut in den gerade stattfindenden Markenprozess des Landes einreihen: „Vorarlberg möchte bis 2035 der chancenreichste Lebensraum für Kinder sein. Das ist eine große und gute Vision, muss aber mit Leben gefüllt werden und erfordert einiges an Tempo – gerade bei der Kinderbetreuung.“ (VN D1) 

Digitalisierung im Mittelpunkt der JI-Bundestagung in Krems

Die Digitalisierung in der Industrie war eines der Themen, denen sich die Junge Industrie (JI) bei ihrer Bundestagung in Krems gewidmet hat. In vielen Unternehmen ist man auf moderne Technologie regelrecht angewiesen, waren sich die JI-Vertreter einig. „Es wird in bestimmten Bereichen viel mit Robotern gearbeitet werden, was teilweise auf den Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Es ist sehr schwierig, bestimmte Positionen nachzubesetzen“, sagte Marie-Christine Mantler, Geschäftsführerin von Mantler Mühle. Neben der Vernetzung von Mensch und Maschine stand auch die Vernetzung untereinander im Mittelpunkt der JI-Bundestagung. „Es geht auch darum, uns untereinander auszutauschen, neue Ideen zu generieren, wieder in unsere Betriebe zurückzukehren, gewappnet zu sein und die gesammelten Ideen miteinfließen zu lassen, erklärte Christina Glocknitzer, Vorsitzende der JI-Burgenland/NÖ. Herausforderungen, denen man gewachsen sein muss, gibt es für die Industrie derzeit jede Menge – vom Fachkräftemangel über den Klimawandel bis hin zur Digitalisierung. (11.10. Niederösterreich heute)

Allgemein

Schallenberg als Bundeskanzler angelobt, Linhart neuer Außenminister

Alexander Schallenberg wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen als neuer Bundeskanzler angelobt. Ebenfalls neu ist Michael Linhart als Schallenbergs Nachfolger im Außenministerium.  Er vertraue darauf, dass es den Koalitionspartnern gelinge, „eine tragfähige Basis für eine stabile Regierungszusammenarbeit zu schaffen“, betonte der Bundespräsident vor der Angelobung. (Alle TZ)

Metaller-KV: Zweite Runde ohne Ergebnis abgebrochen

Die zweite Verhandlungsrunde für einen neuen Kollektivvertrag in der Metalltechnischen Industrie ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen und einseitig von den Arbeitnehmervertretern abgebrochen worden. Der Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) hat eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um bis zu 2,2 Prozent angeboten. Die Gewerkschaftsvertreter fordern 4,5 Prozent mehr Lohn sowie Gehalt. Die Arbeitgeber betonten, dass erste Angebote immer eine Grundlage für weitere Diskussionen seien. Kritik übten die FMTI-Vertreter an der fehlenden Verhandlungsbereitschaft der Arbeitnehmervertreter. „Die Vorgangsweise der Gewerkschaften ist absolut unverständlich und unverantwortlich. Wir sind mitten in der vierten Corona-Welle und haben noch nicht einmal eine der schwersten Wirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte überwunden“, so FMTI-Obmann Christian Knill. Die Arbeitnehmervertreter planen Betriebsräte-Konferenzen zwischen 15. und 20. Oktober vor der dritten KV-Verhandlungsrunde am 21. Oktober. (Alle TZ)

Startschuss für „Nationale Strategie“ zur „Gesundheit im Betrieb“

Das Arbeitsministerium startet eine Initiative, um Menschen länger im Arbeitsprozess zu halten. Dazu hat der zuständige Arbeitsminister Martin Kocher eine „Nationale Strategie“ zur „Gesundheit im Betrieb“ aus der Taufe gehoben. Ziel müsse es sein, „arbeitende Menschen so lange wie möglich, bestenfalls bis zur Pension, gesund im Job zu halten", hieß es im Arbeitsministerium. Das werde auch dazu beitragen, das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben. Die Maßnahmen reichen vom verpflichtenden Arbeitnehmerschutz – kontrolliert durch die Arbeitsinspektion – bis zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Krankenversicherung. Dabei sollen die bestehenden Angebote besser koordiniert werden. Auch eine neue Webseite „Gesundheit im Betrieb“ ging gestern in Kooperation mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger in Betrieb. (OÖN S. 11, TT S. 20)

Fast jeder dritte Job nach drei Monaten noch nicht besetzt

Fast ein Drittel der offenen Stellen in Österreich kann auch nach drei Monaten Suche noch nicht besetzt werden. Obwohl die Wirtschaft boomt und die meisten Jobs „weggehen wie warme Semmeln“, hätten viele Firmen Schwierigkeiten, passendes Personal zu finden, so AMS-Chef Johannes Kopf. Das AMS startet deshalb eine österreichweite Initiative, bei der sich Unternehmen zu Mitarbeitersuche und Arbeitgeberattraktivität beraten lassen können. Ab sofort bietet das AMS das Beratungsservice „AMS Business on Tour“ zu den Themen Personalrecruiting, Sichtbarkeit am Arbeitsmarkt und Arbeitgeberattraktivität für Unternehmen an. Innerhalb der nächsten drei Wochen sollen so rund 7.500 Betriebe persönlich, per Telefon oder in Online-Meetings bei der Personalsuche unterstützt werden. (Presse S. 13)

Neuwagenverkäufe heuer um gut ein Viertel unter Vorkrisenniveau

Die Verkaufszahlen neuer Autos sind heuer deutlich hinter dem Vorkrisenniveau von 2019 zurückgeblieben. In den ersten drei Quartalen bremsten sich die Pkw-Neuzulassungen (189.881) gegenüber dem Vergleichszeitraum vor zwei Jahren (258.272) um mehr als ein Viertel (26,5 Prozent) ein, wie aktuelle Daten der Statistik Austria zeigen. Gegenüber der Vorjahresperiode stiegen die Verkäufe um 5,1 Prozent, gut ein Drittel hatte Alternativantrieb. Insgesamt wurden heuer im September den Angaben zufolge 17.864 Pkw neu zum Verkehr zugelassen – das war um knapp ein Fünftel (19,4 Prozent) weniger als im September des Vorjahres bzw. um 15,1 Prozent weniger als im September vor der Pandemie 2019. (Alle TZ)

EZB-Chefvolkswirt sieht in Inflationsschub keinen Grund zum Handeln

Der aktuelle Inflationsschub im Euroraum zwingt die Europäische Zentralbank (EZB) aus Sicht ihres Chefvolkswirts Philip Lane nicht zum Handeln. Bei den Dienstleistungen sei der Preisanstieg schwach, gleiches gelte auch für das Wachstum der Löhne. „Der Auslöser für geldpolitisches Handeln ist nicht vorhanden", sagte Lane. Damit der Anstieg der Preise dauerhaft sei, müsse er sich erst von den Güterpreisen auf die Dienstleistungen und die Löhne hin ausbreiten. Daher sei es schwierig dafür zu argumentieren, dass der Anstieg nachhaltig sei. (11.10. orf.at)

IV-Mitglieder in den Medien

Neue Gesellschaft der Tiroler Wasserkraft AG forciert „neue Energie“

Die neu gegründete Gesellschaft der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag), die unter TINEXT-TIWAG Next Energy Solutions GmbH auftreten und agieren wird, soll künftig sukzessive sämtliche Tiwag-Aktivitäten und Großprojekte abseits der Wasserkraft abwickeln und bündeln. Dazu werden für die neue GmbH in den nächsten sechs Jahren rund 150 Mio. Euro in die Hand genommen. Laut dem Tiwag-Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Schretter forciere man neben Photovoltaik auch den Ausbau einer CO2-armen Wärmeversorgung. Zudem wolle man mittels „Sektorenkoppelung“ eine „energieoptimale Nutzung aller Energieträger“ erreichen. Auch Themen wie Biogas und Elektromobilität werden eine wesentliche Rolle bei der TINEXT spielen, berichtete Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser. Zentral bei all diesen Schwerpunkten und Vorhaben sei, dass man mit der neuen GmbH eine „Umsetzungsgesellschaft" aus der Taufe gehoben habe und man somit auch „Projekte rasch zur Umsetzung bringen will“. (Krone/Tirol S. 24, TT S. 19)

EVN investiert 360 Mio. Euro im östlichen Weinviertel

Die EVN wird in den kommenden Jahren 360 Mio. Euro im östlichen Weinviertel investieren. Die Region soll durch den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft zu einer Art „Flächenkraftwerk“ werden. Dazu brauche es starke Netze, teilte Stefan Zach, Sprecher der EVN-Tochter Netz NÖ, mit. Die Modernisierung und der Ausbau der Netzinfrastruktur im östlichen Niederösterreich werden in mehreren Phasen erfolgen. Es sollen u.a. zwei neue Leitungen mit einer Gesamtlänge von rund 36 Kilometern entstehen und 14 Umspannwerke erweitert oder neu errichtet werden. Läuft alles nach Plan, startet Netz NÖ 2025 mit der Umsetzung der ersten Teilprojekte. Die Fertigstellung des gesamten Vorhabens ist für 2030 geplant. „Wir leisten damit einen wesentlichen Anteil zur Umsetzung der Klima- und Energiestrategie“, sagte der EVN-Sprecher. (Presse S. 16, Volksblatt S. 21, WZ S. 9)

AVL holt Rückmeldung der Autolenker per künstlicher Intelligenz ein

Die steirische AVL List GmbH, Spezialist für Antriebssysteme und Partner führender Automobilhersteller, arbeitet gemeinsam mit dem Start-up Leftshift One an einer neuen Technologie, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) fußt und Probleme besonders schnell erkennen soll. Konkret handelt es sich um eine neuen „Kooperation“ zwischen Autolenkern und -herstellern. Ausgangspunkt ist ein Kunde, der per Suchmaschine nach der Lösung eines Problems sucht. Häufen sich Online-Suchanfragen, werden diese indiziert und die Anfragesteller per weiterführendem Fragebogen direkt adressiert. Die Autobauer sollen dadurch Unregelmäßigkeiten kurzfristig per Software-Update oder langfristig lösen können, indem die Produktion von Komponenten optimiert wird. In den USA schlossen die Partner jetzt eine Testphase ab. 20.000 Suchanfragen wurden erfasst, 200 detaillierte Rückmeldungen eingeholt. Zurzeit führe man „Gespräche mit namhaften Automobilisten, die den Einsatz erwägen“, wird bei AVL betont. (Kleine S. 26-27)

FACC eröffnet Standort für Wartung und Reparaturen in Florida

Der Innviertler Flugzeugzulieferer FACC eröffnet in Melbourne in Florida einen dritten Standort. Dort sollen Wartungsarbeiten und Reparaturen für die Innenausstattung von Geschäftsfliegern angeboten werden, teilte das Unternehmen am Montag anlässlich der Luftfahrtmesse NBAA in Las Vegas mit. Der Standort wird mit 10 Beschäftigten starten, je nach Geschäftsverlauf ist ein Ausbau vorgesehen. Die Arbeiten reichen vom Aufpolieren der Innenausstattung bis zu einer komplett neuen Kabine. (OÖN S. 11, Volksblatt S. 21)

Medizintechnik: Grabher Group und KI-Experte Rajat Khare arbeiten zusammen

Mitten in der Corona-Zeit hat der Lustenauer Textil-Vordenker Günter Grabher 2020 mit dem indischen Unternehmer und Experten in Sachen Künstliche Intelligenz, Rajat Khare, das Joint Venture „24 sens“ mit Sitz in Lustenau gegründet. Khare ist Gründer des in Luxemburg ansässigen Next-Gen-Technologiefonds Boundary Holding. Angesprochen auf seine Erwartungen in diese Zusammenarbeit, sagt Grabher: „Das neue Produkt soll gezielt in der Medizintechnik Anwendung finden, insbesondere bei der Prävention von Schlaganfall- und Herzinfarkt-gefährdeten Patienten. Dies hat einen mehrfachen unmittelbaren Nutzen für die Betroffenen: Eine durchgehende Aufzeichnung der Herztätigkeit ermöglicht dem Arzt eine Diagnose unabhängig vom Zeitpunkt des Auftretens der Beschwerden. Das ist mit einer herkömmlichen EKG-Untersuchung oder über Kurzzeitmessungen über mobile Geräte nicht möglich. Die Entwicklung eines textilen Sensorsystems stellt eine völlig neue Form der Mensch-Maschine-Interaktion dar.“ (VN D1)

S. Spitz baut in Attnang-Puchheim aus

Nach der Investition von rund 13 Mio. Euro stehen der S. Spitz GmbH nun im Hochregallager in Attnang-Puchheim zusätzlich 14.000 Stellplätze auf 13 Ebenen mit modernster Software zur Verfügung. Davon wurden 2.000 Stellplätze mit einer Temperaturzone von 18-20 Grad Celsius eingerichtet, um die Lagerbedingungen für das Süß- und Backwaren-Sortiment zu verbessern. In Summe verfügt der Getränke- und Lebensmittelhersteller damit über 33.000 Stellplätze für Fertigartikel. „Die Corona-Lage und die damit verbundenen Herausforderungen erschwerten die Abwicklung. Umso mehr freut es uns, dass die Inbetriebnahme vorzeitig stattfinden konnte“, berichtete Spitz-Geschäftsführer Walter Scherb. Am Dach des neuen Hochregallagers wurde eine 1.180 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert. Im Verbund mit den bereits bestehenden PV-Panelen kann Spitz ab sofort insgesamt auf knapp 8.200 Quadratmetern Solarstrom erzeugen. (Volksblatt S. 20)