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13.05.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Neumayer: Notfallpläne bei Versorgung mit Strom, Gas und Öl fehlen

innovation(night: 50. Auflage über Möglichkeiten der künstliche Intelligenz

Allgemein

„Bildung in Zahlen 2020/21“: Erleichterungen verbesserten Bildungserfolge

Brunner: Ausfallshaftungen von bis zu einer Mrd. Euro für Ukraine-Krieg

Regierung präsentierte Eckpunkte der Pflegereform

Wifo: Ukraine-Krieg trübt Wirtschaft über Jahre

Branchenklima trotz wachsender Unsicherheit positiv

Ausbau des 5G-Netzes schreitet zügig voran

Österreich beim Schienengüterverkehr EU-weit im Spitzenfeld

IV-Mitglieder in den Medien

Wienerberger vervierfachte Quartalsgewinn

Verbund mit starkem Gewinnplus bis März durch Strompreisanstieg

Palfinger übernimmt Hakengeräte-Hersteller Guima komplett

Miba-Gruppe: Platz eins unter den innovativsten Unternehmen Oberösterreichs

Novartis eröffnet neue Biopharmazeutika-Produktionsstätte in Tirol

Greiner erwirtschaftete 2021 erstmals mehr als zwei Mrd. Euro

AVL DiTEST punktet mit neuer Messtechnik zur Abgas-Überprüfung

Größere Anlagen treiben Wachstum bei Erema-Gruppe

Biohort: Bauarbeiten für dritten Standort voll im Zeitplan

Rhomberg Sersa bei Bahnwerk in Cottbus mit an Bord

Fohrenburger Brauerei: Noch kein Engpass bei Bierflaschen

RWA-Generaldirektor plädiert für Lebensmittel-Notreserven

AustroCel bekommt neuen Geschäftsführer

IV in den Medien

Neumayer: Notfallpläne bei Versorgung mit Strom, Gas und Öl fehlen

Auch über zwei Monate nach dem russischen Angriff auf die Ukraine reißt die Kritik an der österreichischen Regierung von Seiten der Wirtschaft nicht ab. „In einer so ernsten Krise würden sich alle geschlossen hinter der Regierung versammeln, wenn sie einen klaren Weg ginge“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Vorrangig steht die für Energie und Klimaschutz zuständige Ministerin Leonore Gewessler im Schussfeld. Ihr werden wahlweise fehlende Notfallpläne für die Versorgung mit Strom, Gas und Öl oder fehlende Kompensationen für die immensen Kostensteigerungen bei energieintensiven Unternehmen vorgehalten. Neumayer vermutet, „dass die Grünen zu Beginn gar nicht viel tun wollten, weil sie ja ohnehin gegen fossile Energien sind“. Mehr Druck verlangt Neumayer auf den Abschluss neuer Freihandelsabkommen, „zumindest mit den Briten, es muss ja nicht sofort Mercosur sein“. Rufe nach einer Wiederaufnahme der TTIP-Verhandlungen mit den USA werden ebenfalls lauter, da die Amerikaner bei Problemlösungen hilfreich sein könnten. Das Chip-Werk, das der US-Gigant Intel für 18 Mrd. Euro in Magdeburg baut, steht exemplarisch dafür. „Es macht uns weniger abhängig von Taiwan“, meint Neumayer. (trend S. 16-20)

innovation(night: 50. Auflage über Möglichkeiten der künstliche Intelligenz

Mit der 50. Auflage feierte die vor 19 Jahren initiierte gemeinsame innovation(night von IV-Vorarlberg, Prisma Unternehmensgruppe, Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH, FH Vorarlberg und „Vorarlberger Nachrichten“ dieser Tage im Millenniumpark ein Jubiläum. Ein Anlass, um einen kurzen Rückblick auf die Highlights der vergangenen Veranstaltungen zu nehmen. Stellvertretend für die weiteren Initiatoren betonte Joachim Heinzl (Wirtschaftsstandort Vorarlberg) im Interview durch den Moderator der Veranstaltung, IV-Vorarlberg-Geschäftsführer Christian Zoll, dass durch die innovation(night viele zukunftsbestimmende Themen dem Publikum nähergebracht wurden, die heute brandaktuell sind: Sei es, dass schon 2006 über das Thema RNA diskutiert wurde, 2008 die Auswirkungen des Klimawandels im Mittelpunkt standen und vor elf Jahren vor dem drohenden Facharbeitermangel und seine Konsequenzen gewarnt wurden. „Wie KI – also künstliche Intelligenz – unser Leben verändern wird“ wurde bei der Jubiläumsausgabe in den Fokus gerückt. Als Referentin eingeladen wurde Anastassia Lauterbach, die unter anderem seit vielen Jahren amerikanische und europäische KI- und Cybersecurity-Unternehmen berät. Die Angst, dass durch zunehmende Digitalisierung Arbeitsplätze verloren gehen, sieht Lauterbach nicht: „Im Gegenteil. Es werden welche geschaffen. Auch nicht so qualifizierte.“ Die KI ist erst am Anfang. 80 Prozent der Wirtschaft nutzen das Netz noch nicht.“ (12.5. VN D3)

Allgemein

„Bildung in Zahlen 2020/21“: Erleichterungen verbesserten Bildungserfolge

Im ersten Corona-Jahr 2020 gab es weniger Sitzenbleiber an den Schulen, eine höhere Erfolgsquote bei der Matura sowie mehr Studienanfänger an den Hochschulen. Das zeigt der Bericht „Bildung in Zahlen 2020/21“ der Statistik Austria. So halbierte sich etwa in den AHS-Oberstufen der Anteil derjenigen Schüler, die nicht in die nächste Schulstufe aufsteigen durften, von rund zehn Prozent in den Jahren davor auf 5,1 Prozent im Jahr 2020. Verantwortlich dafür dürften die wesentlich erleichterten „Sitzenbleib-Regelungen“ gewesen sein. Auch die Erfolge bei der Reifeprüfung stiegen im ersten Corona-Jahr. In den Jahren davor scheiterten jeweils rund 15 Prozent der angetretenen Kandidaten beim Matura-Haupttermin im Frühling. 2020 waren es nur knapp sechs Prozent. Das hatte auch Auswirkungen auf die Entwicklung der Studierendenzahlen: Zwischen 2016/17 und 2019/20 sank die Zahl der ordentlichen Studierenden von rund 281.000 auf 265.000. Im Wintersemester 2020/21 waren es dann wieder 268.000. (SN S. 2, WZ S. 5, TT S. 12)

Brunner: Ausfallshaftungen von bis zu einer Mrd. Euro für Ukraine-Krieg

Erste Schadensfälle durch den Ukraine-Krieg würden sich bei den Ausfallshaftungen des Bundes bereits ankündigen, ein Gesamtvolumen sei aber derzeit noch nicht prognostizierbar, erklärte Finanzminister Magnus Brunner. Mit 500 Mio. bis eine Mrd. Euro bezifferte er im Hauptausschuss des Parlaments in einer ersten Prognose das budgetäre Risiko für 2022. Zu den globalen Haftungen des Bundes für Exporte und Auslandsinvestitionen rechnete Brunner vor, dass der seit 2017 im Ausfuhrförderungsgesetz mit 40 Mrd. Euro festgelegte Haftungsrahmen mit Ende März 2022 zu 27,8 Mrd. Euro bzw. 69,5 Prozent ausgenützt war. (Volksblatt S. 20)

Regierung präsentierte Eckpunkte der Pflegereform

Die Regierung hat am „Tag der Pflege“ ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, das insgesamt eine Mrd. Euro schwer ist. Größter Brocken darin ist eine Gehaltserhöhung für die Beschäftigten in dem Sektor, die heuer und kommendes Jahr vermutlich als monatlicher Bonus ausbezahlt wird. Reserviert dafür sind 520 Mio. Euro. Das soll in etwa einem zusätzlichen Monatsgehalt entsprechen. (Alle TZ)

Wifo: Ukraine-Krieg trübt Wirtschaft über Jahre

Bis über die Mitte des Jahrzehnts hinaus dämpft der von Russland gegen die Ukraine geführte Krieg das Wirtschaftswachstum in Österreich. Von 2022 bis 2026 wird der BIP-Anstieg im Schnitt um einen halben Prozentpunkt abgebremst, statt um 2,6 Prozent im Jahr, wie noch im November angenommen, scheinen jetzt nur 2,1 Prozent jährlich an realem Wachstum realistisch. Der Arbeitsmarkt erholt sich nach Corona aber rascher, geht aus der neuen Wifo-Mittelfristprognose hervor. (Alle TZ)

Branchenklima trotz wachsender Unsicherheit positiv

Das Branchenklima in Industrie, Bau und bei Dienstleistern war im April im Sektor-Durchschnitt trotz erhöhten Materialmangels und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit weiter positiv, geht aus dem neuen Branchenüberblick der Bank Austria hervor. In der Industrie bremsen Materialmangel und Unsicherheit allerdings das Produktionswachstum. Am Bau garantiert der hohe Auftragsbestand weiterhin eine hohe Auslastung, Vormaterialmangel und Baukosten erreichen aber Rekorde. „In Summe lassen die jüngsten Konjunkturbefragungsergebnisse den Schluss zu, dass die heimische Wirtschaft ein langsameres Tempo einschlägt, aber bei einem Abklingen der kriegsbedingten Turbulenzen das hohe Wachstum vom ersten Quartal rasch wieder aufnehmen könnte“, so UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Günter Wolf. (12.5. trend.at)

Ausbau des 5G-Netzes schreitet zügig voran

Der Ausbau des heimischen 5G-Netzes schreitet zügig voran. „5G ist in Österreich bereits Realität“, sagte Matthias Baldermann, Präsident des Forum Mobilkommunikation (FMK). 2021 habe es einen spürbaren Schub gegeben, die Abdeckung erreiche mittlerweile 67 Prozent der Bevölkerung. Diesen Weg wolle man auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen. Bis 2025 soll die Reichweite 93 Prozent betragen, so Baldermann. „Wir haben momentan in Österreich etwas über 18.000 Sendeanlagen, 7.000 davon sind bereits mit 5G-Systemen ausgerüstet“, berichtete Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK. (Alle TZ)

Österreich beim Schienengüterverkehr EU-weit im Spitzenfeld

Österreich fährt beim Schienengüterverkehr in der EU an der Spitze mit. Mit rund 2.300 Tonnenkilometer pro Kopf weist Österreich im EU-Vergleich den dritthöchsten Wert auf, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Eurostat-Daten zeigt. Mit rund 30 Prozent sei der Anteil der Bahn am Landgütertransport um rund zwei Drittel höher als im EU-Schnitt. „Pro Tonnenkilometer verursacht die Bahn im Vergleich zu den Sattelzügen auf der Straße um 93 Prozent weniger CO2. Und was in der Energiekrise relevant ist: Der Energieverbrauch ist um 85 Prozent niedriger“, betonte VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Er verweist auf Lafarge Österreich, wo künftig bei der Belieferung der Zementwerke mit Rohstoffen und Ersatzbrennstoffen verstärkt auf die Bahn gesetzt wird. „In einem ersten Schritt transportieren wir pro Jahr 12.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe per Bahn. Um einen weiteren Ausbau sicherzustellen, bedarf es einer besseren Infrastruktur, insbesondere die Elektrifizierung der Strecke Götzendorf – Mannersdorf“, so Markus Palfinger und Christopher Ehrenberg von Lafarge. (OÖN S. 13, TT S. 19)

IV-Mitglieder in den Medien

Wienerberger vervierfachte Quartalsgewinn

Die Wienerberger AG hat im ersten Quartal 2022 von der hohen Nachfrage am Bau profitiert und einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 112,7 Mio. Euro. Das war mehr als viermal so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (27,3 Mio. Euro), wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 1,157 Mrd. Euro. „Die Entwicklung im ersten Jahresviertel war von einer anhaltend hohen Nachfrage, speziell im Bereich der Renovierung, über nahezu alle unsere Märkte und Produktgruppen hinweg geprägt. Entsprechend hoch war die Kapazitätsauslastung in unseren Werken, um die starke Nachfrage unserer Kunden befriedigen zu können“, berichtete CEO Heimo Scheuch und sprach vom „stärksten ersten Quartal“ der Unternehmensgeschichte. „Das zeigt, dass wir bei Wienerberger die richtigen Entscheidungen getroffen haben und unser Geschäftsmodell – mit Fokus auf Neubau, Renovierung und Infrastruktur in 28 Märkten – wesentlich diversifizierter und resilienter aufgestellt haben“, so Scheuch. Im Ausblick zeigte sich das Management aufgrund der „anhaltend hohen Nachfrage in allen Märkten“ zuversichtlich. (Kurier S. 12, OÖN S. 12, Volksblatt S. 16, WZ S. 11)

Verbund mit starkem Gewinnplus bis März durch Strompreisanstieg

Das börsenotierte Energieunternehmen Verbund ist vor allem dank der höheren Strom-Großhandelspreise mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins neue Jahr gestartet und ist im Ausblick auf 2022 etwas optimistischer als bisher. Im ersten Quartal lag das Unternehmensergebnis mit 514,4 Mio. Euro um 256 Prozent über dem Vorjahresvergleich – für das Gesamtjahr werden nun 1,55 bis 2 Mrd. Euro Nettogewinn erwartet statt der bisherigen 1,4 bis 2 Mrd. Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde bis März ein Zuwachs um 169 Prozent auf 814,9 Mio. Euro verzeichnet – im Gesamtjahr werden nun 2,8 bis 3,5 Mrd. Euro statt bisher 2,6 bis 3,5 Mrd. Euro erwartet. Der Umsatz war im ersten Quartal mit rund 2,53 Mrd. Euro gut dreimal so hoch wie im Vorjahr. (Alle TZ)

Palfinger übernimmt Hakengeräte-Hersteller Guima komplett

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger übernimmt den 35-prozentigen Minderheitenanteils an Guima Palfinger S.A.S., wodurch der Hakengeräte-Hersteller nun komplett im Besitz der Palfinger AG ist. Dies gewährleiste „die Umsetzung der Strategie 2030 und der globalen Hakengeräte-Strategie“, so das Unternehmen. Das Closing der Transaktion ist noch im Mai 2022 geplant. Abgekauft wurde der Anteil von Compagnie Générale Vincent S.A.S. Guima ist der zentrale Produktionsstandort für Hakengeräte und Absetzkipper innerhalb der Palfinger AG und hat seinen Sitz in Caussade, Frankreich. „Damit können wir unsere Lokalisierungsstrategie, in der Region für die Region zu produzieren, umsetzen“, erklärte Palfinger-CEO Andreas Klauser. Entscheidungsprozesse würden beschleunigt und flexibler und die zeitnahe Realisierung von Kostensynergien werde ermöglicht. (Presse S. 15, SN S. 17)

Miba-Gruppe: Platz eins unter den innovativsten Unternehmen Oberösterreichs

Mit 67 Patent-Neuanmeldungen konnte die Miba-Gruppe im Vorjahr den Spitzenplatz unter Oberösterreichs Unternehmen einnehmen. Österreichweit liegt das Laakirchner Technologieunternehmen auf Rang drei. Insgesamt hält das Unternehmen mehr als 400 Patente. Zudem hat es mit 41,2 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr mehr als je zuvor in Forschung und Entwicklung investiert. Mehr als 300 Beschäftigte arbeiten bei der Miba im Bereich Forschung und Entwicklung – und ihre Zahl soll weiter kräftig wachsen. „Unsere Kunden suchen nach innovativen Lösungen für ihre Produkte von morgen“, sagt Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer. „Was es jetzt braucht, sind Innovatoren, Lösungsanbieter und Zukunftsgestalter.“ Laut einer Untersuchung des deutschen Analyseunternehmens Quant IP ist die Miba unter 150 Automobilherstellern und Zulieferern am besten für die Elektromobilität gerüstet. (OÖN S. 31)

Novartis eröffnet neue Biopharmazeutika-Produktionsstätte in Tirol

Das Pharmaunternehmen Novartis hat in Schaftenau zwei neue Anlagen zur Entwicklung und Produktion biopharmazeutischer Arzneimittel eröffnet. Rund 300 Mio. Euro wurden investiert und 180 Arbeitsplätze geschaffen. „Derzeit investieren wir nirgendwo mehr als in Schaftenau", sagte Steffen Lang, President Operations und Konzernleitungsmitglied. Mit der Anlage „BioFuture“ verfüge man über die „weltweit modernste Anlage zur Herstellung therapeutischer Proteine mittels kontinuierlicher und automatisierter Prozesstechnologien“, hieß es bei der Eröffnung. 160 Mio. Euro wurden für „BioFuture“ aufgewendet. Der zweite Teil der Investition, 140 Mio. Euro, ging in „Cell Culture 2“. Sie bildet eine Erweiterung einer bestehenden Biopharmazeutika-Anlage. (Alle TZ)

Greiner erwirtschaftete 2021 erstmals mehr als zwei Mrd. Euro

Der Kunststoff- und Schaumstoff-Hersteller Greiner hat im Jahr 2021 erstmals die Umsatzschwelle von zwei Mrd. Euro überschritten. „Wir haben mit mehr als 2,2 Mrd. Euro einen Rekordumsatz erwirtschaftet, und das in einem wirklich turbulenten globalen Umfeld“, bilanzierte Greiner-CEO Axel Kühner. Zuwächse beim Umsatz wurden in allen Geschäftssparten verzeichnet. Die stärksten Bereiche des Konzerns waren Packaging mit 772 Mio. Euro Umsatz sowie Neveon (735 Mio. Euro), in dem zuletzt die bisherigen sechs Bereiche im Schaumstoffgeschäft unter einem Dach gebündelt wurden. Diese verzeichneten ein Wachstum von 11,5 (Packaging) bzw. satte 53,3 Prozent (Neveon). Der Umsatz der Medizintechniksparte Bio-One erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 695 Mio. Euro. Gestützt wurde das Ergebnis in diesem Bereich durch die pandemiebedingt hohe Nachfrage nach Stabilisierungsröhrchen und Laborbedarfsartikel. (Medianet S. 69)

AVL DiTEST punktet mit neuer Messtechnik zur Abgas-Überprüfung

Die AVL DiTEST GmbH entwickelt in Graz-Eggenberg hochpräzise Mess- und Prüfgeräte, die in den Prüforganisationen (etwa TÜV) und Werkstätten weltweit verwendet werden. „Wir sind weltweit führend“, betont Geschäftsführer Gerald Lackner. Die Geschäftserfolge können sich sehen lassen: Trotz eines zeitweiligen kleinen Einbruchs im Pandemiejahr 2020 schnellte der Umsatz von 51 auf knapp 72 Mio. Euro im letzten Jahr. Händeringend sucht man weiteres Personal. Aktuell geht in Europa eine bedeutende Änderung bei der Abgasmessung in die Zielgerade, und das Grazer Unternehmen ist überzeugt, dabei die Nase vorne zu haben. Ab 2023 soll die Abgasüberprüfung auf eine Partikelmessung umgestellt werden. So hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei AVL DiTEST eine Messtechnik entwickelt, die zuverlässig und schnell die winzigen Nanopartikel messen kann und die im Betrieb robust und für die Werkstätten erschwinglich ist. (Kleine S. 26-27)

Größere Anlagen treiben Wachstum bei Erema-Gruppe

Der Recycling-Spezialist Erema mit Zentrale in Ansfelden blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 (per 31. März) auf Wachstumskurs. Die Unternehmensgruppe konnte ein Umsatzplus von 17 Prozent auf 295 Mio. Euro erzielen, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 800 auf mehr als 840. „Wir haben wieder einige Meilensteine gesetzt. Die Begleitumstände waren wegen Corona, Kostensteigerungen bei Energie und Logistik sowie Unterbrechungen in der Lieferkette erneut sehr herausfordernd“, so Erema-Geschäftsführer Manfred Hackl. Treiber des Wachstums seien vor allem größere Anlagen für das Wiederverwerten von Kunststoff gewesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien 220 in Ansfelden gefertigte Anlagen weltweit ausgeliefert worden. Derzeit errichtet Erema am Stammsitz um zehn Mio. Euro ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. (OÖN S. 11)

Biohort: Bauarbeiten für dritten Standort voll im Zeitplan

Das oberösterreichische Unternehmen Biohort mit Sitz in Neufelden ist bei der Produktion von Gerätehäusern, Boxen und Pflanzenbeeten aus Metall Marktführer in Europa. Aufgrund der großen Nachfrage nach den Produkten wird derzeit der dritte Standort des Unternehmens in der Ortschaft Drautendorf errichtet. Auf dem elf Hektar Betriebsareal entsteht ein 50.000 Quadratmeter großer Produktions- und Lagerstandort. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Jetzt wurde mit dem 32,5 Meter hohen, vollautomatisierten Hochregallager ein ganz wichtiger Bauteil installiert. „Die Bauarbeiten laufen voll nach Plan, der Logistikbetrieb konnte bereits zu Jahresbeginn aufgenommen werden“, betonen die Eigentümer Josef und Maximilian Priglinger. (12.5. Volksblatt S.14, 11.5. Presse S. 27)

Rhomberg Sersa bei Bahnwerk in Cottbus mit an Bord

Die Rhomberg Sersa Rail Group als Komplettanbieter im Bereich Bahntechnik ist beim Bau des neuen Bahnwerks in Cottbus als Ausführungspartner mit an Bord. Aktuell entsteht die erste von später zwei Werkhallen. In dieser Halle werden bereits in zwei Jahren die ersten ICE-4-Züge instandgehalten. Dabei entstehen 500 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Nach Fertigstellung der zweiten Werkhalle im Jahr 2026 werden es insgesamt 1.200 neue Stellen sein. Die erste Halle hat zwei Gleise und ist 445 Meter lang; die weitere Halle wird vier Gleise und 570 Meter Länge haben. Damit wird es das erste Werk der DB für die schwere Instandhaltung von ICE-4-Zügen sein. Dabei werden die Züge zum Teil demontiert und schwere Komponenten wie Drehgestelle ausgetauscht. (VN D2)

Fohrenburger Brauerei: Noch kein Engpass bei Bierflaschen

Bei den meisten Vorarlberger Brauereien wird es auf den Betriebsflächen eng. Denn Putins Angriff auf die Ukraine hat ganz direkt auch auf das Lieblingsgetränk vieler Vorarlberger ungeahnte Auswirkungen. Die Angriffe Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Lieferengpässe treffen auch die Brauereien – sowohl bei den Ingredienzien, aber in großem Umfang auch bei der Verpackung, den Flaschen. Noch genug Flaschen gibt es bei der Bludenzer Brauerei Fohrenburger. Man habe keine Probleme, versichert Braumeister Felix Schiffner – auch weil für einige der Biere extra Flaschen außerhalb der Normen angeschafft wurden. Die Hersteller dieser Flaschen seien nicht betroffen, so Schiffner. (VN D1)

RWA-Generaldirektor plädiert für Lebensmittel-Notreserven

Der Krieg in der Ukraine hat bekannterweise weltweit starke Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung . Betroffen ist auch die Raiffeisen Ware Austria (RWA), nicht zuletzt durch die Tochter RWA Ukrajina. Der Krieg habe die Lebensmittel und die Landwirtschaft wieder ins Bewusstsein der Menschen geholt – und auch das Thema Versorgungssicherheit, so RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf. Um Versorgungssicherheit und die Absicherung der Lieferketten auch bei Lebensmitteln weiter zu gewährleisten, plädierte Wolf dafür, die Lebensmittelversorgung auch bei Notfallplänen zur Energielenkung auf Bundesebene entsprechend zu berücksichtigen. Zudem sprach er sich für eine verpflichtende Bevorratung von unter anderem Lebensmitteln in Österreich aus. Für Wolf ist ein System vorstellbar, in dem die Betriebe vom Staat verpflichtet werden, einen gewissen Prozentsatz an bestimmten Waren einzulagern. (Kurier S. 12)

AustroCel bekommt neuen Geschäftsführer

Im Halleiner Zellstoffwerk AustroCel wird es ab 1. Juli mit Wolfram Kalt einen neuen Geschäftsführer geben. Er folgt in dieser Funktion auf Jörg Harbring, dessen Fünfjahresvertrag Ende Juli ausläuft. Kalt hatte bereits mehrere leitende Positionen in der Zellulosefaserindustrie inne. So führte er von 2009 bis 2016 die größte Viskose-Tochterfirma der Lenzing AG in Indonesien. Laut AustroCel soll „die positive Entwicklung zu einer noch innovativeren und nachhaltigeren Produktion“ fortgesetzt werden. (SN L9)