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14.03.2022

Pressezusammenfassung, 14.03.2022
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IV in den Medien

Industrie kämpft mit hohen Energiepreisen und Lieferketten-Problemen

Neumayer zu EU-Lieferkettengesetz: Einhaltung von Standards ist eigentlich hoheitliche Aufgabe

Ohneberg sieht durch Ukraine-Krieg vielfältige Herausforderungen für Betriebe

IV-Tirol feiert 75-Jahr-Jubiläum

Arbeitskräftemangel und steigende Energiekosten belasten Tiroler Industrie 

Energiepreise, Lieferketten: Springer drängt auf rasches Eingreifen der Politik

Erhöhte Energiekosten: IV-Kärnten befürchtet Produktionsstillstände

Allgemein

Energiegipfel endete vorerst ohne konkrete Ergebnisse

Voller Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt für ukrainische Flüchtlinge

Schramböck will 1,5 Mrd. Euro für Unternehmensliquidität

EU sucht Wege zu mehr Unabhängigkeit

EU bremst bei Ukraine-Beitritt

IV-Mitglieder in den Medien

Post 2021 mit deutlichem Anstieg bei Ergebnis und Umsatz

Philip Morris setzt verstärkt auf Alternativen zur Zigarette 

SAG arbeitet an Aufbewahrung und Transport von Wasserstoff

Spatenstich für Alpacem-Zentrale am Gelände des Wietersdorfer Zementwerks

Kelag setzt auf Windkraft-Projekte in Kärnten

RHI Magnesita prüfen Alternativen zu Erdgas

Ukraine-Konflikt bringt gesamte Nahrungsmittelbranche in große Bedrängnis

Gebrüder Weiss: Positive Bilanz nach einem Jahr Wasserstoff-Lkw

Große Preissteigerung bei Papierproduktion

AT&S-Chef: Aufschiebung der CO2-Bepreisung eine Grundsatz-Diskussion

Greiner-Chef: „Es gibt kein böses Plastik“

IV in den Medien

Industrie kämpft mit hohen Energiepreisen und Lieferketten-Problemen

Die Industrie bekommt die hohen Energiepreise gepaart mit Liefer- und Materialengpässen stark zu spüren. Nach der Pandemie verschärft der Krieg in der Ukraine die Lage in der Branche zusätzlich. Neben der fraglichen Lieferung von Rohstoffen sowie Vorprodukten beschäftigen vor allem die Energiekosten und -versorgung. „Die Kombination aus hohen Energiepreisen und Lieferkettenproblemen machen es den Unternehmen immer schwerer, noch wirtschaften zu können. Da geht es um Arbeitsplätze sowie die Existenz und die Zukunft von Unternehmen“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Energieintensive Branchen wie Chemie, Zement, Stahl oder Papier kämpfen mit den stark gestiegenen Preisen. Einen freiwilligen Lieferstopp für Gas aus Russland lehnt Neumayer ab, auch wenn es notwendig sei, weiter Druck auszuüben. „Das hätte fatale Folgen für die Stromversorgung. Es geht hier um die Stabilisierung der Stromnetze. Zudem hätte es enorme Folgen für den Produktionssektor“, wie Neumayer betonte. Die Konsequenz heiße Diversifizierung und alternative Energiequellen. Kurzfristig gebe es aber zu wenig Ersatz und Infrastruktur. Gleichermaßen würden die Preise weiter steigen. Die Folgen wären schwerwiegend: „Wir werden weitere Preissteigerungen, Verknappungen bei Gütern und womöglich eine Steigerung bei der Arbeitslosigkeit sehen, wenn Unternehmen gezwungen sind, aus dem Markt zu gehen“, so Neumayer. „Wir sind mit einer Situation konfrontiert, die nicht durch Unternehmen ausgelöst wurde. Und das ist eine sehr herausfordernde Situation, wo es wirklich angezeigt erscheint, zielgenau auch jene Unternehmen zu unterstützen, die hier unter Druck geraten sind.“ (11.3. Ö1-„Mittagsjournal“) 

Neumayer zu EU-Lieferkettengesetz: Einhaltung von Standards ist eigentlich hoheitliche Aufgabe

Europäische Unternehmen sollen, wenn es um die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards geht, in die Pflicht genommen werden – und zwar entlang der gesamten Lieferketten. Die Industriellenvereinigung fürchtet, dass zu viele Unternehmen von der EU-Regelung betroffen sein könnten. „Man muss Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, die das machen, die müssen vor Ort hinfahren. Es gibt beispielsweise den Vorschlag, dass die EU-Kommission eine Negativliste macht, sodass man weiß, bei welchen Unternehmen man aufpassen muss“, sagt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Man könnte natürlich auch sehr kritisch anmerken: „Eigentlich ist es eine hoheitliche Aufgabe, die man Unternehmen hinüberschiebt.“ Denn, so Neumayer: „Es ist prinzipiell die Aufgabe der Staaten und der öffentlichen Hand, auf Standards zu achten, dass diese eingehalten werden.“ Es sei jedenfalls noch ein weiter Weg zu gehen, bis es ein Lieferkettengesetz gebe, das in Österreich zur Anwendung komme. (13.3. ORF-„Hohes Haus“)

Ohneberg sieht durch Ukraine-Krieg vielfältige Herausforderungen für Betriebe

Die Folgen des Ukraine-Kriegs treffen auch die Vorarlberger Wirtschaft. Lieferketten sind bedroht, steigende Preise bei Rohstoffen und Energie belasten zusätzlich. „Unsicherheiten sind für die Wirtschaft immer schlecht. Dabei stellt sich die Frage, wie lange der Krieg dauert und ob mit weiteren Instabilitäten in der Region zu rechnen ist“, sagt Martin Ohneberg, Präsident der IV-Vorarlberg sowie Eigentümer und Geschäftsführer des Automobilzulieferers Henn. In der Vorarlberger Industrie sei die Betroffenheit bezüglich Absatzmärkte sehr unterschiedlich. „Das reine Handelsvolumen mit Russland und der Ukraine ist nicht riesig, aber es hängen andere Themen daran, die viele betreffen“, betont er mit Verweis auf bröckelnde Lieferketten, Verfügbarkeit von Aluminium oder Stahl sowie die steigenden Energiepreise. Das russische Gas kurzfristig zu ersetzen, sei nicht möglich. „Vor allem wenn es um die Prozesswärme geht“, so Ohneberg. Die Gasspeicher seien niedrig, das könnte im Herbst zur Herausforderung werden. Österreich habe auch keine Infrastruktur für Flüssiggas. Die generell steigenden Preise würden den Druck auf die Endverbraucher verschärfen. Die Frage sei, wie die Politik reagiere. „Mit einer Verschiebung der Co2-Bepreisung oder dem Verzicht auf Steuern. Anders wird es nicht funktionieren können“, ist Ohneberg überzeugt. (12.3. VN D1)

IV-Tirol feiert 75-Jahr-Jubiläum

Am 13. März 1947 wurde in Innsbruck die IV-Tirol gegründet. Zum 75-Jahr-Jubiläum erinnert der derzeitige Präsident Christoph Swarovski an den Gründungsauftrag: Die Wettbewerbsfähigkeit Tiroler Unternehmen stärken und industrielle Arbeitsplätze sichern. „Das ist die wichtigste Aufgabe geblieben, auch wenn sich das Umfeld massiv verändert hat“, so Swarovski. Mit massiv verändert meint er aktuell vor allem die Pandemie und den Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen, allen voran die stark steigenden Energiekosten. Für die Industrie würde das eine massive Belastung bedeuten, für einzelne Unternehmen sei die Situation existenzbedrohend. „Die rasanten technischen Fortschritte, von der Fließbandarbeit bis zur vollständigen Automatisierung, die Entwicklung der Informationsgesellschaft hin zu Industrie 4.0, die Globalisierung der Märkte und zahlreiche Krisen haben nicht nur die Betriebe und ihre Mitarbeiter laufend gefordert, sondern auch ihre Interessenvertretung“, stellt Swarovski fest. Er ist aber überzeugt, dass die Industriellenvereinigung und ihre Mitglieder auch in Zukunft eine „starke Stimme“ für die Industrie sein werden. (12.3. Krone/Tirol S. 26-27, TT S. 22)

Arbeitskräftemangel und steigende Energiekosten belasten Tiroler Industrie 

Die Tiroler Industriebetriebe sehen sich zunehmend mit einem Fachkräftemangel konfrontiert. „Der Fachkräftemangel hat sich ausgeweitet zu einem generellen Arbeitskräftemangel“, lautet die Analyse der IV-Tirol. Es gelinge den Unternehmen derzeit nicht, die benötigten Arbeitskräfte – auch für einfache Tätigkeiten – zu bekommen. Das zeigt sich nicht zuletzt beim Nachwuchs. 1.300 Lehrlinge werden in fast 100 Lehrbetrieben ausgebildet. Die Suche nach Nachwuchs wird jedoch immer schwieriger. Die IV-Tirol spricht sich beim Thema Fachkräftemangel für Reformen aus, „die dazu führen, dass die zahlreich angebotenen Arbeitsplätze auch tatsächlich angenommen werden“. Zu den geradezu explodierenden Energiepreisen fordert die IV-Tirol, die Unternehmen steuerlich zu entlasten. Mittel- und langfristig müssten alle heimischen Energiepotenziale, besonders die Wasserkraft, konsequent ausgeschöpft werden, heißt es. (12.3. Krone/Tirol S. 26)

Energiepreise, Lieferketten: Springer drängt auf rasches Eingreifen der Politik

Zwei Themen beherrschen die Agenda vieler Unternehmen: die durch den Ukraine-Krieg verschärfte Energiekrise sowie dramatischer werdende Lücken in Lieferketten. „Zwei Welten“ gebe es in der häufig energieintensiven Industrie, sagt IV-Kärnten Präsident Timo Springer: „Die Großindustrie verfügt oft noch über stabile Lieferverträge bis 2023“. Und die andere Welt: „Wer jetzt am Spotmarkt zukaufen muss, steht im Preistornado.“ Kosten für Gas und Strom haben sich verzehnfacht oder gar verfünfzehnfacht. Springer plädiert daher für ein rasches Eingreifen der Bundesregierung: „Wir brauchen den Fixkostenersatz, Kurzarbeit – für den Fall von Produktionseinstellungen – sowie das Aussetzen von Mehrwert- und Energiesteuern. „Sonst werden wir ein dramatisches Szenario erleben“, warnt Springer. „Betriebe werden die Produktion drosseln oder sogar ihre Tätigkeit einstellen müssen.“ Ein Verzicht auf Gas aus Russland sei nicht möglich. (12.3. Kleine/Kärnten S. 29)

Erhöhte Energiekosten: IV-Kärnten befürchtet Produktionsstillstände

Von explodierenden Energiepreisen, die durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland ausgelöst wurden, ist auch Kärntens Industrie massiv betroffen. Es zeige sich quer durchs Land eine dramatische Entwicklung, berichtet IV-Kärnten-Geschäftsführerin Claudia Mischensky: „Wir haben hier Durchschnittswerte und müssen davon ausgehen, dass wir derzeit eine Verzehnfachung der Energiepreise haben und das wirkt sich massiv auf die Unternehmen aus.“ Zugleich würden durch die massiv gestiegenen Energiepreise zum Teil Produktionsstillstände drohen, „weil die Kosten für die Unternehmer einfach nicht mehr zu schaffen sind“. In weiterer Folge seien dann auch Insolvenzen mit dem Verlust von hunderten Arbeitsplätzen möglich, befürchtet die IV-Kärnten. Deshalb forderte Mischensky sehr rasche Hilfsmaßnahmen durch die Politik: „Diese Unterstützungsmaßnahmen können in Richtung eines Umsatzersatzes oder in Abfederung von Fixkosten gehen.“ Es seien aber auch Instrumente, wie etwa die aus COVID-Maßnahmen bekannte Kurzarbeit zu überlegen – „jedenfalls braucht es Unterstützungspakete für betroffene Unternehmen“, so Mischensky. (11.3. Kärnten heute, ORF-„Aktuell nach fünf“, Radio Kärnten Journal)

Allgemein

Energiegipfel endete vorerst ohne konkrete Ergebnisse

Der von der Regierung einberufene Energiegipfel mit Wirtschaftsforschern und Vertretern der Energiebranche ist am Sonntag ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Ziel sei ein „Faktencheck“ gewesen“, so Bundeskanzler Karl Nehammer: „Im nächsten Schritt beraten wir in den kommenden Tagen auf politischer Ebene, welche Maßnahmen wir setzen können, um diese Teuerung abzufedern“. Finanzminister Magnus Brunner will die heimische Bevölkerung zielgerichtet von den hohen Energiepreisen entlasten und denkt dabei an eine Energieabgabensenkung. Für die betroffenen Unternehmen in Österreich soll es ab 2023 einen Transformationsfonds geben, um den Ausstieg von fossilen Energieträgern zu schaffen. Kurzfristig müsse aber auch die energieintensive Industrie von den hohen Öl- und Gaspreisen entlastet werden, so Brunner. Von einer Sondersteuer für Energieunternehmen, die aufgrund der hohen Preise gut verdienen, hält der Finanzminister nichts. Die Industriellenvereinigung (IV) drängte auf rasche Hilfe, um die „überschießenden Energiepreise“ abzufedern. Die Strompreiskompensation müsse schnell erfolgen. „Wenn die Politik nicht gegensteuert, werden wir unsere Industrie in der heutigen Form nicht aufrechterhalten können“, betonte IV-Präsident Georg Knill. (14.3. Alle TZ; orf.at, derstandard.at; 13.3. ORF-„Pressestunde“) 

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Voller Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt für ukrainische Flüchtlinge

Die Regierung will die Hürden für ukrainische Flüchtlinge in Österreich möglichst niedrig halten. Sie werden vollen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt erhalten, stellte Arbeitsminister Martin Kocher klar. Allerdings muss der Arbeitgeber dafür beim AMS eine Beschäftigungsbewilligung einholen. Um die Bürokratie kurz zu halten, soll es für die Vertriebenen in allen Bundesländern zentrale Servicestellen geben, kündigte Integrationsministerin Susanne Raab an. Doch es gibt eine Lücke in der Verordnung, wie Martin Zieger, Powerserv-Chef und Präsident des Branchenverbands „Österreichs Personaldienstleister“, berichtet. Der Grund: Das Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) erlaubt grundsätzlich nicht, dass Asylwerber als Leiharbeiter beschäftigt werden. Daran ändert auch dieser Sonderstatus beim Aufenthaltstitel nichts. Erst Asylberechtigte sind per Gesetz den Inländern gleichzustellen. „Wir könnten jedem, der zu uns kommt und einen Job sucht, sofort einen geben, aber man lässt uns nicht“, klagt Zieger und fordert eine Änderung der Generalklausel im AuslBG. Die Industriellenvereinigung bezeichnete die Möglichkeit des Arbeitsmarktzuganges und des Zuganges zum heimischen Bildungssystem „als wesentlichen Beitrag für eine erfolgreiche Integration der ankommenden Menschen“. (12.3. Alle TZ) 

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Schramböck will 1,5 Mrd. Euro für Unternehmensliquidität

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck hat das in Aussicht gestellte Entlastungspaket für die Liquidität heimischer Unternehmen wegen steigender Energiekosten mit Zahlen konkretisiert. Es gebe aktuell einen fixen Rahmen von 750 Mio. Euro. Schramböck will diesen noch verdoppeln. Der Vorschlag dazu liege derzeit im Finanzministerium, sagte die Ministerin. Besagtes Paket solle jedenfalls in den nächsten Wochen kommen, bekräftigte Schramböck. Man wolle damit so schnell wie möglich „heimischen Betrieben unter die Arme greifen, die derzeit von den hohen Energiekosten betroffen sind“. (12.3. Standard S. 20, TT S. 23)

EU sucht Wege zu mehr Unabhängigkeit

Bei Gas, Lebensmitteln und Chips soll die EU krisenresistent werden. Zu diesem Ergebnis kamen die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel in Versailles. Um künftige Lieferengpässe zu vermeiden, sollen Produktionen in die Union verlagert werden. Zudem sollen derartige Komponenten durch Recycling wiedergewonnen werden. Ziel ist es, nicht länger von einzelnen Ländern und einzelnen Unternehmen abhängig zu sein. In den Schlussfolgerungen des Gipfels findet sich der Plan, in den Sektoren Lebensmittel, Mikroprozessoren, Medikamente, Rohmaterialien und digitale Technologie autark zu werden. Dort, wo die EU weiter auf Zulieferer angewiesen ist, wollen die Regierungen auf die Suche nach neuen strategischen Partnern gehen. Um Krisen durchzustehen, sollen zudem die Lagerbestände für kritische Rohstoffe erhöht werden. Neue Produktionen sollen mit staatlichen Mitteln und Krediten der Europäischen Investitionsbank rasch aufgebaut werden. (12.3. Alle TZ)

EU bremst bei Ukraine-Beitritt

Die EU will die Ukraine nach dem russischen Angriff stärker unterstützen, bremst aber beim von Kiew gewünschten raschen Beitrittsprozess. Die Staats- und Regierungschefs haben sich in Versailles auf eine Erklärung geeinigt, in der das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine betont wird. Die EU wolle die Partnerschaft vertiefen. Ein Schnellverfahren werde es aber nicht geben. Österreichs Kanzler Karl Nehammer sagte, ein EU-Beitritt der Ukraine könne einmal das Ziel sein, es gebe aber etwa auch die Staaten am Westbalkan, die in die EU wollen. Die Ukraine brauche jetzt Solidarität und Hilfe. (12.3. Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Post 2021 mit deutlichem Anstieg bei Ergebnis und Umsatz

Die Österreichische Post AG konnte im Vorjahr beim Betriebsergebnis (EBIT) um 27,5 Prozent auf 204,7 Mio. Euro zulegen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 22,3 Prozent auf 370,4 Mio. Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 14,9 Prozent auf 2,52 Mrd. Euro. Turbo für das Ergebnis war das Paketgeschäft in Corona-Zeiten. Für heuer wird ein stabiles Ergebnis angepeilt. Mit 49 Prozent hat die Abteilung Paket & Logistik mittlerweile den größten Anteil am Gesamtumsatz der Post, gefolgt von der Brief- & Werbepost mit 48,1 Prozent und Filiale & Bank mit 2,9 Prozent. Der Paketumsatz wuchs 2021 um 36,4 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro, das organische Wachstum betrug dabei 14,2 Prozent. (12.3. Alle TZ)

Philip Morris setzt verstärkt auf Alternativen zur Zigarette 

Mit rund zwölf Milliarden Zigaretten ist der Absatz in Österreich zuletzt leicht gesunken. Dafür legen Alternativen wie E-Zigarette, Erhitzer und nun Nikotinsäckchen auch in Österreich spürbar zu, heißt es bei Philip Morris. In manchen Ländern bringen sie 50 Prozent des Umsatzes. In Japan, Griechenland oder Italien hat das US-Unternehmen diesen Anteil schon erreicht, erklärt Österreich-Chef Alexander Schönegger. Hierzulande kommen die Alternativen auf über vier Prozent. „Zielgruppe sind Raucher, die es sich nicht abgewöhnen können und eine Schadensminimierung suchen.“ In Österreich will jeder Dritte der 1,5 Millionen Zigarettenkäufer aufhören. Marktführer Philip Morris setzt in diesem Zusammenhang stark auf seine Iqos-Erhitzer und demnächst auf mit Nikotin gefüllte Minibeutel, die man diskret im Mund hält. (12.3. Krone S. 14, OÖN S. 15, WZ S. 11)

SAG arbeitet an Aufbewahrung und Transport von Wasserstoff

Die Salzburger Aluminium Group (SAG) kann auf das Wissen im Bereich der Erdgastechnologie zurückgreifen. „Um flüssiges Erdgas transportieren zu können, braucht es ähnliche Aufbewahrungsbehälter wie jene, die wir für die Wasserstofftechnologie benötigen“, erklärt SAG-Forschungs- und Entwicklungsleiter Johannes Winklhofer. Damit Wasserstoff auch als umweltfreundlich eingestuft werden kann, muss es grüner Wasserstoff sein, der durch Elektrolyse von Wasser produziert wird. Dafür wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen verwendet. Grüner Wasserstoff ist deshalb CO2-frei. Diesbezüglich hat die SAG einen entscheidenden Vorteil, nämlich ihre Standorte. Entlang der Salzach betreibt das Unternehmen mehrere Wasserkraftwerke. „Die Kraftwerke decken den großen Teil unseres Strombedarfs“, schildert Winkelhofer. Auch PV-Anlagen seien schon vorhanden und sollen weiterhin ausgebaut werden. (12.3. SN L12-13)

Spatenstich für Alpacem-Zentrale am Gelände des Wietersdorfer Zementwerks

Vergangenen Freitag erfolgte in Wietersdorf der Spatenstich der neuen Unternehmenszentrale des Görtschitztaler Unternehmens Alpacem. Durch eine Investition von sechs Mio. Euro wird am Gelände des Zementwerkes Wietersdorf bis März 2023 das operative Herzstück des Wietersdorfer Zement- und Beton-Geschäftsfeldes mit einer Nutzfläche von 1.500 Quadratmetern, 50 modernen Büroarbeitsplätzen sowie Umkleidebereichen für die Standortbelegschaft entstehen. Von Wietersdorf im Görtschitztal aus werden sämtliche Aktivitäten von Alpacem mit insgesamt 21 Standorten koordiniert und damit die Marktführerschaft im Alpe-Adria-Raum nachhaltig ausgebaut. „Mit der neuen Zentrale bieten wir unseren Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld am Puls der Bedürfnisse. Sie wird uns den Raum geben, um Alpacem als zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Einheit erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagten die beiden Alpacem-Geschäftsführer Lutz Weber und Bernhard Auer. (12.3. Krone/Kärnten S. 26, Kleine/Regional S. 24)

Kelag setzt auf Windkraft-Projekte in Kärnten

Zum Teil mit Partnern entwickelt die Kelag Windkraft-Projekte in Kärnten, die gerade im UVP-Verfahren sind: den Windpark Lavamünd mit sieben Windrädern, jenen auf der Peterer Alpe bei Reichenfels mit acht Windrädern und den Windpark auf der Steinberger Alpe mit neun Windrädern. „Kärnten hat großes Potenzial für Windkraft. Für den zwingend erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien ist es notwendig, die Windkraft an geeigneten Standorten zu nutzen“, sagt Kelag-Vorstand Manfred Freitag. Standorte und Projektgröße werden „mit Rücksichtnahme auf die Menschen, die Natur und das Landschaftsbild“ ausgewählt, betont Freitag. (12.3. Kleine/Kärnten S. 14-15)

RHI Magnesita prüfen Alternativen zu Erdgas

Die steigenden Preise für Erdgas infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine setzen heimische Unternehmen teilweise massiv unter Druck. Nach Alternativen zu Erdgas sieht sich die RHI Magnesita GmbH um. „Wir sehen derzeit keine Einschränkung unserer Gasversorgung. Im Moment prüfen wir jedoch weitere Möglichkeiten einer alternativen Energieversorgung“, so der Feuerfestspezialist. Eine Umrüstung dauere rund ein Jahr und sei „mit erheblichen Investitionen verbunden“. Ein Ausfall der Gasversorgung bei RHI würde eine Kettenreaktion in der Industrie auslösen, weil die Produkte die Basis für die Stahl-, Zement-, Glas- und Kupferindustrie sind. Ebenfalls sehr viel Gas braucht die OMV-Tochter Borealis. „Wir bewerten derzeit unsere Beschaffungsoptionen neu, um angemessene und stabile Beschaffungsoptionen sicherzustellen“, wird bei Borealis betont. (14.3. Presse S. 4, Standard S. 10)

Ukraine-Konflikt bringt gesamte Nahrungsmittelbranche in große Bedrängnis

Der Ukraine-Krieg treibt den Weizenpreis auf ein Rekordhoch. Die angespannte Lage auf dem Getreidemarkt stellt die heimischen Mühlen, Lebensmittelproduzenten und Getreidehändler vor eine schwierige Aufgabe. „In der aktuellen Situation sind die Preisentwicklungen unvorhersehbar, weil sie vom weiteren Verlauf der Situation in der Ukraine abhängen“, hieß es von der RWA Raiffeisen Ware Austria AG. Dieser Konflikt bringe die gesamte Nahrungsmittelbranche in Bedrängnis, betont Vivatis-Vorstandsvorsitzender Gerald Hackl, der auch die oö. Nahrungs- und Genussmittelindustrie vertritt. Die Abhängigkeit im Energie- wie im Rohstoffsektor wirke sich in Form eklatanter Preiserhöhungen „und zunehmender Verfügbarkeitsprobleme“ aus. Allein bei den Energiekosten rechnet Hackl mit einer Mehrbelastung von 20 Mio. Euro aufs Jahr gesehen (bei 968 Mio. Euro Umsatz). (12.3. OÖN S. 12)

Gebrüder Weiss: Positive Bilanz nach einem Jahr Wasserstoff-Lkw

Seit einem Jahr hat das Vorarlberger Transportunternehmen Gebrüder Weiss einen mit Wasserstoff betriebenen Lkw für den Güter-Nahverkehr im Einsatz. Nach dieser Zeit zieht das Unternehmen eine positive Bilanz und will nun verstärkt auf Wasserstoff-Lkw setzen. Der Wasserstoff-Lkw ist in Altenrhein in der Schweiz stationiert und wird täglich für den Nahverkehr genützt. Der Lkw habe sich zu jeder Jahreszeit bewährt und auch auf Steigungsstrecken die volle Leistung erbracht, lautet die Bilanz nach zwölf Monaten, in denen 70.000 Kilometer gefahren worden sind. Der Elektromotor bezieht den Strom von einer Brennstoffzelle. Pro Jahr könne man mit dem Wasserstoff-Lkw rund 80 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen. Gebrüder Weiss plant nun, Wasserstoff-Lkw künftig auch in Österreich und Süddeutschland einzusetzen. Voraussetzung ist dabei auch die Verfügbarkeit von Wasserstoff-Tankstellen. (13.3. Krone/Vorarlberg S. 26, ORF Vorarlberg)

Große Preissteigerung bei Papierproduktion

In Österreich und Italien haben schon manche Papierfabriken ihre Produktion vorübergehend ausgesetzt, da das Geschäft derzeit nicht rentabel ist. Auch in Vorarlberg bekommt man die Preissteigerungen zu spüren, der Betrieb läuft aber trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter. Die Firma Rondo Ganahl in Frastanz kauft Altpapier und verarbeitet es. Während Altpapier früher defacto nichts gekostet habe, müsse man nun für eine Tonne 300 Euro zahlen, erklärt Geschäftsleiterin Sigrid Rauscher. Seit der Corona-Pandemie würden die Menschen weniger Altpapier gesammelt. Zudem hätten sich die Energiepreise seit dem Vorjahr verzehnfacht. Man konzentriert sich darauf, Papier für das Wellpappe-Werk herzustellen. Bei der Offset-Druckerei in Schwarzach hat man in den vergangenen zehn Jahren mehr als 500.000 Euro in PV-Anlagen investiert – darum sind hier die Strompreise nicht das große Problem, sondern die Materialkosten. Bei Papierkarton gebe es je nach Qualität eine Preissteigerung von bis zu 80 Prozent, so Co-Geschäftsführer Ralph Joser. (12.3. ORF Vorarlberg)

AT&S-Chef: Aufschiebung der CO2-Bepreisung eine Grundsatz-Diskussion

Eine Aufschiebung der CO2-Bepreisung müsse man grundsätzlich diskutieren, betont Andreas Gerstenmayer, Vorstandsvorsitzender des Leiterplattenherstellers AT&S. „Die Frage ist: Was ist die Intention? Geht es um den Lenkungsmechanismus, dann haben wir den über die Energiepreise ohnehin. Wenn da noch immer jemand nicht motiviert ist, andere Energieträger zu verwenden, weiß ich nicht, was noch passieren muss.“ Wenn man Mittel generieren wollen, um andere Energieträger maximal zu fördern, werde man diskutieren müssen, wann der richtige Zeitpunkt sei, diese Maßnahme scharf zu schalten. „Wir tun uns in Europa nichts Gutes, wenn wir Belastungen aufeinanderstapeln und damit die Industrie im internationalen Wettbewerb weiter schwächen. Am Ende werden Regionen gewinnen, die das nicht haben“, so der AT&S-Chef. Die Gefahr sei, dass neben den Belastungen durch die Krise weitere Nachteile für die europäische Industrie und den Wirtschaftsstandort entstehen werden. (12.3. SN S. 19)

Greiner-Chef: „Es gibt kein böses Plastik“

Für Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender des Kunststoff- und Schaumstoffspezialisten Greiner mit Sitz in Kremsmünster, gibt es „weder gutes noch böses Plastik, der Mensch macht es zu dem einen oder dem anderen“. Eine Kunststoffverpackung habe Sinn, sie schütze das Produkt. „Plastik erzeugt in Herstellung und Transport weniger CO2 als die Alternativen. Böse wird Plastik erst, wenn es in die Umwelt gelangt. In der Entsorgung haben Konsument und Produzent Verantwortung“, so Kühner. In Einwegplastik sieht er kein Problem: „90 Prozent des CO2-Abdrucks kommen vom Produkt selbst. Wichtig ist die richtige Entsorgung, in Österreich ist das einfach. In großen Teilen der Welt muss aber noch viel passieren.“ Was die Nachhaltigkeitsanforderung, die vom Markt kommt, angeht, sagt Kühner: „Vom Konsumenten geht viel Druck aus. Eine Kunststofffirma hat langfristig nur dann eine Daseinsberechtigung, wenn sie eine Antwort auf das Ende des Produktzyklus hat. Unser lineares Geschäftsmodell läuft aus und geht hin zur Kreislaufwirtschaft.“ (12.3. Standard S. 19)