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14.04.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Neumayer: Brauchen detaillierte Pläne, um Gasversorgung zu gewährleisten

Salzer warnt vor Gas-Lieferstopp und drängt auf treffsichere Unterstützungsmaßnahmen

Allgemein

Inflation: Neu eingerichtete Kommission tagt erstmals Ende April

Gemeinsames Lehrlingsabkommen zwischen Österreich und USA

PwC: Wirtschaftswachstum könnte sich halbieren

PISA-Tests: Startschuss nach Ostern

Interims-Chef für IHS ab Mai

Euro-Inflationsbarometer kletterte auf Rekordhoch

IWF bewilligt 45-Mrd.-Euro-Fonds zur Anpassung von Ländern an Klimawandel

IV-Mitglieder in den Medien

Flughafen Wien: Deutlich mehr Fluggäste im März

Grabher Group und Borealis starteten Recyclingprogramm für Schutzmasken

Großinvestition bei Mondi Grünburg sichert Standort

IV in den Medien

Neumayer: Brauchen detaillierte Pläne, um Gasversorgung zu gewährleisten

Ein Gas-Lieferstopp aus Russland hätte verheerende Folgen für die europäische und österreichische Industrie für die Wirtschaft und in weiterer Folge auch für die privaten Haushalte. Es sei dringend geboten, ausgeklügelte Pläne zu entwerfen und die Interessenvertreter der Wirtschaft in die Planungen mit einzubinden, fordert IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. „Die Dinge sind viel komplexer als der vage Notfallplan. Bei den Betrieben herrscht eine enorme Verunsicherung.“ Ungeklärt sei beispielsweise die Frage, ob man auch bei Betrieben Gas rationieren könne, die ihre Abwärme in das Netz der Fernwärme einspeichern würden – also Haushaltsenergie für Endverbraucher bereitstellen. Auch die Befüllung der Speicher für den kommenden Winter könne bei dem aktuellen Hoch-Preisniveau nicht ohne entsprechende Zusagen der Ministerin erfolgen. Garantiert werden müsste von der Regierung, dass es im Notfall zu keiner Enteignung der Gasvorräte der Unternehmen komme oder es zumindest eine finanzielle Kompensation gebe. (Kurier S. 8)

Salzer warnt vor Gas-Lieferstopp und drängt auf treffsichere Unterstützungsmaßnahmen

„Ein Lieferstopp von Gas würde enorme Kettenreaktionen auslösen, Arbeitsplätze vernichten und sich katastrophal auf unser alltägliches Leben auswirken”, sagt IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Um den Betrieben in dieser Situation zu helfen, brauche es jetzt kurzfristig rasche und treffsichere Unterstützungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Strompreiskompensation für Unternehmen, die es in anderen EU-Ländern bereits gibt. Salzer: „Zum Zweiten braucht es mittelfristig ein Aussetzen für Maßnahmen, die die Unternehmen in dieser herausfordernden Zeit zusätzlich belasten würden. Und drittens braucht es langfristig gesehen eine Beschleunigung bei den Genehmigungsverfahren, damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien schneller voran geht. Die Vorstellung einer Energieautarkie in Österreich ist leider reine Fiktion.“ Vielmehr müssten mehrere strategische Partnerschaften das Ziel sein, um sich breiter aufzustellen. (Kurier/NÖ-Beilage S. 5)

Allgemein

Inflation: Neu eingerichtete Kommission tagt erstmals Ende April

Eine eigens eingerichtete Kommission, bestehend aus Vertretern der zuständigen Ministerien, Sozialpartnern und Wirtschaftsforschern, wird erstmals am 25. April zum Thema Teuerung beraten. Die Gruppe trifft sich „zur Beobachtung und Analyse der Inflationsentwicklung“, hieß es in einer Ankündigung von Finanz- und Sozialministerium. Ziel sei es, ein besseres Verständnis über aktuelle und mögliche künftige Preisentwicklungen zu gewinnen, ein Monitoring der Inflationsentwicklung und deren volkswirtschaftliche Auswirkungen zu betreiben, die Identifikation und Beobachtung von Inflationstreibern sowie Analysen über die Funktionalität der Märkte und die Entwicklung von Optionen von Gegenmaßnahmen, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Die Treffen sollen regelmäßig stattfinden. Am 20. April trifft sich Finanzminister Magnus Brunner mit den Sozialpartnern, um die aktuelle Lage sowie die Auswirkungen der Teuerung zu besprechen. Dort soll auch ein Ausblick auf die Expertengruppe gegeben werden. (Alle TZ)

Gemeinsames Lehrlingsabkommen zwischen Österreich und USA

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und US-Arbeitsminister Martin Walsh haben am Mittwoch einen Vertrag über ein gemeinsames Lehrlingsabkommen zwischen Österreich und den USA unterschrieben. Damit sollen die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Österreich gestärkt werden. Das sogenannte „Memorandum of Understanding“ wurde im Egger-Werk in North Carolina unterzeichnet. Das Unternehmen zählt zu den wichtigsten Betreibern der dualen Ausbildung österreichischer Prägung in den USA. Dieses Jahr bildet Egger 30 Lehrlinge aus. Auch Firmen wie Rosenbauer, Miba, Andritz, Palfinger, Blum, Alpla, Red Bull oder KTM beschäftigen an die 50.000 Menschen in den USA - und wollen oft an Ort und Stelle Lehrlinge ausbilden. Die USA wollen mehr als 3,5 Mrd. Dollar für die nächsten fünf Jahre für eine Ausbildungsoffensive in die Hand nehmen. Damit sollen eine Million Ausbildungsplätze geschaffen werden. Rechtliche Grundlage dafür sei der im Jänner beschlossene „National Apprenticeship Act 2021“. Neben dem Lehrlingsabkommen wurden auch Kooperationen in Pharmabereich und Lehre eingefädelt. (TT S. 19)

PwC: Wirtschaftswachstum könnte sich halbieren

Österreichs Wirtschaftswachstum könnte sich heuer durch den Ukraine-Krieg stärker als bisher gedacht einbremsen. Die Berater von PwC halten laut mehreren Szenarien eine Abschwächung auf bis zu 2,3 oder sogar 2,0 Prozent für möglich. Anfang des Jahres seien noch 4,2 Prozent prognostiziert worden, erinnerte PwC. Im Falle anhaltender kriegerischer Auseinandersetzungen in der Ukraine könnte sich das Wachstum des heimischen BIP für 2022 auf 2,3 Prozent reduzieren, hieß es. Auf EU-Ebene werden dann nur 2,5 Prozent statt der zu Jahresanfang geschätzten 4,0 Prozent prognostiziert. Noch drastischer wären die Folgen für Österreich und die EU, sollte es zu einer Blockbildung in Osteuropa zwischen Russland und verbündeten Staaten wie Belarus kommen. Dann drohe ein Rückgang des BIP-Wachstums in Österreich bzw. in der EU auf nur noch 2,0 Prozent im Jahr 2022. (Alle TZ)

PISA-Tests: Startschuss nach Ostern

Nach dem Ende der Osterferien starten an rund 350 Schulen in Österreich die Tests für die PISA-Studie 2022. Insgesamt werden etwa 9.500 15- bzw. 16-jährige Schüler Aufgaben in den Kategorien Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften und erstmals Finanzkompetenz lösen. Anschließend werden in einem Fragebogen Informationen über demografische Faktoren und Lernumfeld erhoben, einige Fragen widmen sich auch dem Distance Learning während der Corona-Pandemie. Die Studie wurde coronabedingt um ein Jahr verschoben: Da die dafür nötigen Feldtests, bei denen etwa Fragen „ausprobiert“ werden, im Frühjahr 2020 mitten in die Phase weltweiter Schulschließungen fielen, wurden diese erst ein Jahr später durchgeführt. Damit verzögerten sich auch die Haupttests um ein Jahr. Schwerpunktthema der bis Ende Mai dauernden heurigen Tests ist die Mathematik – das bedeutet, dass der Großteil der Fragen aus diesem Gebiet kommt. (Volksblatt S. 5, Österreich S. 6)

Interims-Chef für IHS ab Mai

Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat einen interimistischen wissenschaftlichen Leiter gefunden: Der emeritierte Wirtschaftsprofessor Klaus Neusser übernimmt die Funktion ab 2. Mai bis zur dauerhaften Neubesetzung, wie das IHS bekanntgab. Unterdessen soll die Position des Direktors bzw. der Direktorin neu ausgeschrieben werden. Das IHS suchte seit dem Rücktritt des nunmehrigen Arbeitsministers Martin Kocher im Jänner 2021 nach einem Nachfolger. (Alle TZ)

Euro-Inflationsbarometer kletterte auf Rekordhoch

Hochschießende Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs haben die Inflationserwartungen in der Eurozone auf Rekordniveaus getrieben. Das Barometer für die langfristigen Inflationserwartungen in der 19-Ländergemeinschaft legte am Mittwoch zeitweise auf mehr als 2,40 Prozent zu. Das ist nach Daten von Refinitiv, die bis 2013 zurückreichen, das höchste Niveau. Der Wert bedeutet, dass Anleger an der Börse zwischen 2027 und 2032 durchschnittlich eine Teuerungsrate von etwas mehr als 2,40 Prozent erwarten. Damit würde das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), das bei zwei Prozent liegt, klar übertroffen. (Kurier S. 10)

IWF bewilligt 45-Mrd.-Euro-Fonds zur Anpassung von Ländern an Klimawandel

Das Exekutivdirektorium des IWF hat am Mittwoch grünes Licht für einen 45 Mrd. US-Dollar schweren Fonds namens Resilience and Sustainability Trust (RST) gegeben. Der Fonds soll zukünftig Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen bei der Bewältigung von großen Herausforderungen wie dem Klimawandel und Pandemien helfen. Dies ging aus einem Papier des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor, das Reuters zuvor einsehen konnte. Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatten sich vergangenen Oktober dafür ausgesprochen, ein solches Instrument zu schaffen. Nahezu drei Viertel der 190 IWF-Mitglieder wären dann berechtigt, Mittel aus dem Topf zu beantragen. Es wären nicht nur ärmere Staaten, sondern auch viele Schwellenländer. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Flughafen Wien: Deutlich mehr Fluggäste im März

Der Flughafen Wien fertigt wieder deutlich mehr Passagiere ab als noch vor einem Jahr, das Niveau vor der Corona-Pandemie ist aber noch in weiter Ferne. Die Passagierzahlen waren im März mit knapp 1,24 Millionen Reisenden am Standort Wien zwar rund sechsmal so hoch wie im März 2021. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau beträgt das Passagieraufkommen damit aber erst rund 52 Prozent vom März 2019, gab der Vienna Airport bekannt. Auch in der Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) zog die Zahl der Reisenden im März mit mehr als 1,58 Millionen an, im Vergleich zum Vorkrisenniveau beträgt das Passagieraufkommen in der Gruppe bei rund 55 Prozent. (Alle TZ)

Grabher Group und Borealis starteten Recyclingprogramm für Schutzmasken

Seit Anfang Jänner produziert der Unternehmer Günter Grabher in Lustenau den speziellen Meltblown-Vliesstoff, aus dem FFP2-Masken gemacht werden. Kunststoffgranulat wird dazu geschmolzen und in unzählige mikrometergroße Fädchen verwandelt, die elektrisch geladen und zu Stoff verwebt kleinste Virenpartikel abhalten können. Seit Kurzem landet auch Granulat in der Maschine, das im früheren Leben eine Maske war: Die Grabher Group hat gemeinsam mit der OMV-Tochter Borealis ein Recyclingprogramm für Schutzmasken gestartet. Der Kunststoff Polypropylen, aus dem das Vlies gesponnen wird, kommt von Borealis. Seit einem Monat stehen Masken-Sammelboxen in Vorarlberg an Tankstellen, in Gemeindeämtern oder bei großen Unternehmen. Masken aller Hersteller können hineingeworfen werden. Sie werden gereinigt und kommen zur Vorarlberger Lebenshilfe, wo die Nasenbügel und Ohrenschlaufen – die nicht wie der Rest der Maske aus Polypropylen bestehen – entfernt werden. Ein Teil des Materials landet wieder in Lustenau, wo die Masken zerkleinert und in Schläuche gefüllt werden. „Das Meltblown-Material kann Ölmengen bis zum 15-Fachen des Eigengewichts aufsaugen, aber kein Wasser. Wir machen daraus Superabsorber, die nach Unfällen in Flüssen oder Seen eingesetzt werden, um ausgetretenes Öl zu binden“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Günter Grabher. (SN S. 13)

Großinvestition bei Mondi Grünburg sichert Standort

Der Verpackungs- und Papierhersteller Mondi hat in seinem oberösterreichischen Werk Grünburg eine Großinvestition getätigt, die einer Totalmodernisierung des Standorts entspricht. Die neue Offset-Druckmaschine, die hochqualitativ bedruckte Bögen aus Wellpappe für Produktverpackungen herstellt, wird heute in Betrieb genommen. Sie kann größere Wellpappe-Flächen wesentlich schneller als bisher bedrucken. Der Wechsel von einer Vorlage zur nächsten dauert dadurch nur noch halb so lange. Die neue Anlage wird mit der bestehenden Belegschaft von 213 Mitarbeitern plus sieben Lehrlingen betrieben – „womit die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im Konzern weiter abgesichert wird, erklärte Standortleiter Florian Döbl. Die neue Maschine kann Verpackungskartons mit Glanzeffekten, 3D-Strukturen oder sogar Düften versehen. Durch die höhere Leistung werden auch andere Konzernstandorte mit diesen hochwertigen Wellpappebögen beliefert werden. „Wir konnten bereits eine starke Nachfrage in diesem Segment sehen“, so der Standortleiter. Die Auslastung liege derzeit bei 100 Prozent. (OÖN S. 9)