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14.10.2021

Pressezusammenfassung, 14.10.2021
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IV in den Medien

IV und JI drängen auf bessere Kinderbetreuung für starken Standort

Allgemein

Budget: 2022 mit 2,3 Prozent Defizit 

Nationalstiftung für Forschung erhält 140 Mio. Euro jährlich

Einwegpfand für Plastikflaschen und Dosen passierte Ministerrat

Novelle zum Telekomgesetz beschlossen

Corona: Länder bekommen weiter Geld für Tests und Impfstraßen

IWF: Weltweite Verschuldung vor Stabilisierung

IV-Mitglieder in den Medien

Zumtobel plant jährliches Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent

Würth Österreich treibt Expansion zügig voran

Immofinanz setzt bei Wohnbauplänen auf Stop Shops 

AHT Cooling Systems: Belegschaft in Rottenmann wächst

Oberbank erhöht Mitarbeiterbeteiligung

Flughafen Wien: Verdopplung der Fluggäste im Jahresabstand 

ÖBB-Personenverkehr besetzt Vorstandsposten neu

IV in den Medien

IV und JI drängen auf bessere Kinderbetreuung für starken Standort

Das Angebot für Ganztagsbetreuung hat sich im Laufe der letzten 15 Jahre zwar wesentlich erweitert, dennoch besteht ein hoher Ausbaubedarf. Denn Erwerbstätigkeit von Frauen ist stark von diesem Angebot abhängig, wie eine Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) an der Uni Wien im Auftrag der IV zeigt. Demnach werden 74 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren nur vormittags betreut. Die Steiermark und Vorarlberg sind dabei Österreichs Schlusslichter. „Die Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsangeboten darf nicht über die Karrieremöglichkeiten einer berufstätigen Mutter entscheiden“, mahnt Julia Aichhorn, Vorsitzende der Jungen Industrie (JI) Steiermark. Es brauche umfassende Öffnungszeiten in Stadt und Land, mehr Elementarbildungsplätze und eine höhere Flexibilität für Familien. Konkret fordert die JI unter anderem bis 2023 einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen, ganztägigen, ganzjährigen sowie leistbaren Elementarbildungsplatz für alle Kinder ab dem zweiten, bis 2025 ab dem ersten Geburtstag. Zusätzlich könnten auch Plätze geteilt werden. Für IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka ist Kinderbetreuung in der politischen Debatte zu Unrecht meist ein Randthema. Denn: „Die Lockdowns haben uns die Baustellen und den Investitionsbedarf noch klarer vor Augen geführt. Bessere Vereinbarkeit durch bessere Kinderbetreuung ist ein Must-have für einen starken Standort.“ (RMA S. 52)

Allgemein

Budget: 2022 mit 2,3 Prozent Defizit 

Das unerwartet hohe Wirtschaftswachstum und die niedrigen Zinsen für die Staatsschulden erleichtern die Budgetsanierung nach der Corona-Krise. Finanzminister Gernot Blümel rechnet für das kommende Jahr mit einem gesamtstaatlichen Defizit von 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung und sinkenden Schulden. Im April hatte Blümel noch ein Minus von 4,3 Prozent und Rekordschulden von 89,6 Prozent erwartet. Blümel geht davon aus, dass die Schuldenquote trotz der in mehreren Etappen geplanten ökosozialen Steuerreform von heuer 83,2 Prozent im kommenden Jahr auf 82,8 und dann weiter auf 72,5 Prozent im Jahr 2025 sinkt. Als Gründe für die positivere Entwicklung nannte er das deutlich höhere Wirtschaftswachstum mit entsprechend steigenden Steuereinnahmen, die niedrigen Zinsen für die Staatsschulden sowie die gestaffelte Steuerreform. Die kräftige Konjunkturerholung nach dem Corona-bedingten Wirtschaftseinbruch lässt die Budgetausgaben für Arbeit und Beschäftigung im kommenden Jahr deutlich sinken. Die Regierung hat für 2022 Arbeitsmarktausgaben in Höhe von 9,1 Mrd. Euro budgetiert, wie aus dem veröffentlichten Budgetbericht hervorgeht. Für heuer sind noch Ausgaben von 13,6 Mrd. Euro veranschlagt. In seiner zweiten Budgetrede kündigte Blümel nach Überwinden der Corona-Krise eine „Rückkehr zu einer nachhaltigen Budgetpolitik“ an. Mit Ende des Finanzrahmens werde sogar ein strukturelles Nulldefizit möglich sein. Aus Sicht der Industrie setzt das Budget notwendige Schritte in Richtung Aufschwung und Stabilität. Nun gelte es, die ökosoziale Steuerreform rasch umzusetzen, die Zukunftsbereiche Forschung & Bildung zu stärken sowie einen konsequenten Schuldenabbau zu forcieren, betonte IV-Präsident Georg Knill. (Alle TZ; 13.10. orf.at, wienerzeitung.at, Puls 24 News) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER 

Nationalstiftung für Forschung erhält 140 Mio. Euro jährlich

Ab 2022 soll es wieder „Fördermittel zur Ermöglichung von Spitzenforschung“ aus der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung geben. Das sieht der Bundesvoranschlag 2022 vor. Darin sind für 2022 bis 2025 jährlich 140 Mio. Euro für die Nationalstiftung geplant. Zur Stärkung des Standorts soll es Mittel u.a. für klimarelevante Forschung und Medikamentenforschung geben. Im „Budgetbericht“ werden zudem unter dem Titel „Maßnahmen für den Standort“ neben der Nationalstiftung weitere größere Budgetposten für die Forschung genannt. So werden für klimarelevante Forschung („konjunkturrelevante Forschungs- und Innovationsprogramme, die eine höhere Ressourceneffizienz, geringeren Energieverbrauch und eine Reduktion der CO2-Emissionen ermöglichen“) von 2022 bis 2025 pro Jahr 100 Mio. Euro bereitgestellt, in Summe 400 Mio. Euro. Erhebliche Mittel sind auch für die Beteiligungen an den „Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse“ (IPCEI) der EU vorgesehen. Für das „IPCEI Mikroelektronik“ sind zwischen 2022 bis 2025 in Summe 180 Mio. Euro vorgesehen, davon 57,5 Mio. Euro für das kommende Jahr. Das „IPCEI Wasserstoff“ erhält bis 2025 insgesamt 105 Mio. Euro, im kommenden Jahr fließen dafür 20 Mio. Euro. (Standard S. 2-3)

Einwegpfand für Plastikflaschen und Dosen passierte Ministerrat

Das Einwegpfand für Plastik und Getränkedosen hat den Ministerrat passiert. Das neue Abfallwirtschaftsgesetz sieht demnach vor, dass ab 2025 beim Kauf von Einweggetränkeverpackungen ein Pfand fällig wird, das die Kunden wieder zurückbekommen, sobald sie die Verpackung wieder zurück in das Geschäft bringen. Schon ab 2024 kehrt das verbindliche Mehrwegangebot schrittweise in die Geschäfte zurück. Ab dann soll es wieder in allen Supermärkten wiederbefüllbare Getränkegebinde geben. Die Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes muss nun noch im Parlament behandelt werden. (Alle TZ)

Novelle zum Telekomgesetz beschlossen

Der Nationalrat hat gestern die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beschlossen. Laut Branchenverband der führenden IKT-Unternehmen des Landes, die Internetoffensive Österreich, erhalten die Infrastrukturbereitsteller damit den lang erwarteten zeitgemäßen legistischen Rahmen für den 5G-Ausbau. Die drei Vizepräsidenten des Verbandes, die CEOs von A1 Telekom Austria, Hutchison 3 Österreich und Magenta Telekom, sehen mit den neuen Rahmenbedingungen einen wichtigen Schritt gesetzt, um die 5G-Chancen für Österreich zeitnah zu realisieren. Nun gilt es, im Digitalisierungsrennen Fahrt aufzunehmen und die nächsten Verbesserungen in Angriff zu nehmen, um das gemeinsame Ziel der flächendeckenden Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen bis 2030 zu erreichen. (Alle TZ)

Corona: Länder bekommen weiter Geld für Tests und Impfstraßen

Im gestrigen Nationalrat wurden diverse Corona-Maßnahmen verlängert. Dabei geht es unter anderem darum, dass Corona-Tests bis Ende März 2022 kostenlos angeboten werden. Firmentests sind derzeit nur bis Ende Oktober gratis, an einer Verlängerung wird laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gearbeitet. Ärzte werden künftig auch Test-Zertifikate für den Grünen Pass ausdrucken dürfen. Ebenso wird das telefonische Rezept verlängert. Den Ländern wird die finanzielle Abgeltung für Aufwendungen wie Teststraßen oder die Gesundheits-Hotline 1450 garantiert. (Volksblatt S. 13)

IWF: Weltweite Verschuldung vor Stabilisierung

Der sprunghafte Anstieg der Staatsverschuldung in der Corona-Krise wird sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht fortsetzen. Im Gegenteil: Die Schuldenquote dürfte sich relativ schnell stabilisieren, jedoch in der Nähe ihrer zuletzt erzielten Höchststände. Für die gesamte Welt prognostizierte der IWF einen Wert von 97,8 Prozent im Verhältnis zur globalen Wirtschaftsleistung. 2020 war die Schuldenquote auf 98,6 (2019: 83,6) Prozent geklettert. 2022 bis 2026 dürften die Werte dann bei 97 Prozent oder leicht darunter liegen. Im Schnitt der Länder werden die Budgetdefizite heuer laut IWF um rund zwei Prozentpunkte kleiner ausfallen. Sie lägen aber noch deutlich über den Werten, die vor der Corona-Pandemie üblich gewesen seien. Dies gelte vor allem für Industriestaaten. (Presse S. 3, Standard S. 20, Volksblatt S. 19, TT S. 24)

IV-Mitglieder in den Medien

Zumtobel plant jährliches Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent

Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel geht für die vier Geschäftsjahre von 2021/22 bis 2024/25 von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent aus. Für das Geschäftsjahr 2024/25 plant das Unternehmen mit einer EBIT-Marge in der Größenordnung von sechs bis acht Prozent. „Wir haben die Zumtobel Group in den letzten Jahren sehr robust aufgestellt und die Basis für nachhaltiges Wachstum geschaffen“, so CEO Alfred Felder. Als wichtige Bausteine für die Zukunft hob er Nachhaltigkeit und Digitalisierung hervor. „Im Zuge des Green Deals der EU ergeben sich auch neue Anreize für Neubauten und die umweltgerechte Sanierung von Gebäuden, und dabei wird auch das Thema Licht eine wichtige Rolle spielen“, sagte Felder. Zudem gäbe es substanzielle Investitionsprogramme in den Sektoren Energie, Transport und Industrie, von denen auch die Lichtindustrie profitieren werde. Die Zumtobel Group selbst will bis 2025 klimaneutral wirtschaften. (Krone/Vorarlberg S. 28, Volksblatt S. 18, VN D1, NVT S. 24)

Würth Österreich treibt Expansion zügig voran

Der Montage-Spezialist Würth Österreich mit Sitz in Böheimkirchen baut seine Standorte weiter aus, um den Service für die Kunden zu erweitern. Über 60 Shops gibt es aktuell in Österreich, noch heuer sind zwei weitere Eröffnungen in Innsbruck und Oberwart geplant. Das Unternehmen verfolgt ein „sportliches“ Ziel: Innerhalb von einer halben Stunde will Würth den Kunden mit dem nächstliegenden Shop zur Verfügung stehen. „Als Unternehmen mit Service-Schwerpunkt ist uns die Nähe zu unseren Kunden ein großes Anliegen“, betonte Alfred Wurmbrand, Geschäftsführer von Würth Österreich. Der Fokus liege dabei auf der individuellen Betreuung und kompetenten Problemlösung. Kompetenz bei der Beratung und rasche Warenverfügbarkeit sind für Wurmbrand von großer Wichtigkeit. Bei der EuroSkills 2021, der Europameisterschaft der Berufe, die im September in Graz stattfand, war Würth Österreich erstmals Diamant-Sponsor. „Wir wollen das Handwerk ins Rampenlicht rücken und junge Menschen für attraktive Lehrberufe gewinnen“, erklärte Geschäftsführer Willi Trumler. (NÖN/Regional, Bezirksblätter/Regional)

Immofinanz setzt bei Wohnbauplänen auf Stop Shops 

Die Immofinanz AG steigt in nachhaltiges leistbares Wohnen auf den eigenen Stop Shops ein. Letztere sind Fachmärkte mit einem breiten Warenangebot. Die Wohnungen werden nicht direkt auf die ebenerdigen Shops draufgesetzt, sondern hinter der Geschäftszeile auf Stelzen gebaut. Dadurch wird der laufende Betrieb in den Shops nicht gestört und der Wohnbereich beginnt nicht direkt am Parkplatz. Die Dächer der Shops werden begrünt. Gebaut wird mit Holzmodulen. Das gilt als ökologischer Baustoff und die vorgefertigten Module sollen für günstige Mieten sorgen. Die Immofinanz verfügt europaweit über fast 100 Stop Shops. Geplant ist der Ausbau auf 140 Standorte und der Bau von bis zu 12.000 neuen Wohnungen. Außerdem läuft ein Expansionsplan in Italien. Überaus positiv sind auch die aktuellen Halbjahreszahlen: Der Unternehmensgewinn lag bei 228,6 Mio. Euro. Derzeit stünde für Wachstumspläne eine Mrd. Euro zur Verfügung, wie die beiden Vorstände Dietmar Reindl und Stefan Schönauer betonen. Vor allem beim Office-Geschäft sei noch großes Potenzial vorhanden. (Kurier S. 10)

AHT Cooling Systems: Belegschaft in Rottenmann wächst

Einen bemerkenswerten Schritt setzt der Kühltechnikspezialist AHT Cooling Systems mit Hauptsitz in Rottenmann. Aufgrund der guten Auslastung werden 113 Leiharbeiter fix in die Stammbelegschaft der Produktion übernommen. „Es freut mich sehr, dass wir die Leiharbeiter als fixe Mitarbeiter übernehmen können“, sagt Geschäftsführer Martin Krutz. Bereits im Jahr 2019 habe man 42 Leihkräfte fix übernommen. Der zusätzliche Mitarbeiterbedarf spiegelt sich in einer weiteren Zahl wider: Bis Februar 2022 sollen über alle Bereiche hinweg 115 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Zusätzlich werden auch Lehrlinge gesucht. Auch im herausfordernden Corona-Jahr 2020 konnte man mit Umsatzerlösen von 440 Mio. Euro fast an den Wert von 2019 (damals waren es 467 Mio. Euro) anschließen. Insbesondere die Nachfrage nach Eiscremetruhen sei Unternehmensangaben zufolge 2020 überraschend hoch gewesen. (Kleine S. 32-33)

Oberbank erhöht Mitarbeiterbeteiligung

„Das Ausbilden und Halten der Fachkräfte wird wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen für die Betriebe in den kommenden Jahren“, sagt Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger und kündigt zugleich an, die Mitarbeiterbeteiligung in der Bank weiter auszubauen. 4,32 Prozent und damit Aktien im Gegenwert von 130 Mio. Euro hält die Mitarbeiterstiftung bereits an der Bank und ist damit fünftgrößte Aktionärin. Wenn es nach der Führungsriege geht, wird dieser Anteil in den kommenden Jahren noch wachsen. Seit 1994 hält diese Stiftung Anteile und steigert diese. „Das ist so etwas wie die vierte Pensionsvorsorge geworden“, so Gasselsberger. 500.000 Euro hat die Oberbank auch in „Kinkis Nest“ investiert. Das ist die neue Krabbelstube in der Linzer Zentrale mit einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern, in der Beschäftigte der Oberbank ihre Kinder betreuen lassen können und deren Öffnungszeiten sich an den Arbeitszeiten orientieren. (OÖN S. 10) 

Flughafen Wien: Verdopplung der Fluggäste im Jahresabstand 

Die Passagierzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe sind im September weiterhin weit unter dem Vorkrisenniveau 2019 gelegen – konkret um rund 47 Prozent. Immerhin hätten die 2,02 Mio. Reisenden auf den Flughäfen Wien, Malta und Kosice aber dem doppelten Wert des Septembers 2020 entsprochen, teilte das Unternehmen mit. Der Vienna Airport verzeichnete mit etwa 1,58 Mio. Reisenden auch eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. (Alle TZ)

ÖBB-Personenverkehr besetzt Vorstandsposten neu

Die bisherige Unternehmensberaterin Sabine Stock wird ab März kommenden Jahres neue Vorständin für Geschäftsentwicklung und Markt bei der ÖBB-Personenverkehr AG. Sie folgt in dieser Funktion auf Michaela Huber, die Chefin des ÖBB-Sicherheitsdienstes Mungos Sicher & Sauber wird. Das Mandat von Klaus Garstenauer für Betrieb und Produktion wurde vorzeitig bis September 2024 verlängert. Finanzvorstand Heinz Freunschlag komplettiert das Team. (Kurier S. 11, OÖN S. 9)