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16.02.2022

Pressezusammenfassung, 16.02.2022
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IV in den Medien

Wasserstoff-Strategie auf der Zielgeraden – Industrie für umfassende Importstrategie

Industrie: Zusätzliche Steuern gefährden Investitionen und Arbeitsplätze

Allgemein

2021 war gutes Jahr für Betriebsansiedelungen

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit zehn Jahren

Krankenversicherungen rechnen heuer mit mehr Verlust

Vier heimische Unis in „Junguni“-Ranking

Bank Austria: Wirtschaft zum Jahresstart verhalten optimistisch

Euro-Wirtschaft wuchs zum Jahresende moderat

Handelsbilanzdefizit der Eurozone im Dezember ausgeweitet

IV-Mitglieder in den Medien

Flughafen Wien trotz Passagierrückgang im Aufwärtstrend

Borealis und ADNOC erwägen Börsegang für Borouge

Soravia beteiligt sich an Eden Bar und Hospiz am Arlberg

Volksbank Vorarlberg sieht steigende Nachfrage nach nachhaltiger Geldanlage

Eternit verkauft Dach & Wand Handels GmbH an dänische Gruppe

IV in den Medien

Wasserstoff-Strategie auf der Zielgeraden – Industrie für umfassende Importstrategie

„Grüner“ Wasserstoff ist ein zentraler Baustein bei der Energiewende. Mitte 2020 hat die EU-Kommission eine Wasserstoff-Strategie für ein klimaneutrales Europa vorgeschlagen, die darauf abzielt, die Entwicklung von sauberem Wasserstoff zu beschleunigen und seine Rolle als Eckpfeiler für ein klimaneutrales Energiesystem bis 2050 sicherzustellen. Nach langem Warten soll die Wasserstoff-Strategie nun kommen. Derzeit finden letzte Abstimmungsrunden statt, heißt es aus dem Klimaschutzministerium. Europa sei jedoch auf Importe angewiesen. Den Bedarf an „grünem“ Wasserstoff werde die EU nicht im Inland produzieren können, wie IV-Präsident Georg Knill betont. „Es bedarf neben der inländischen Produktion einer umfassenden Importstrategie aus Regionen, in denen Wasserstoff mit sehr billigem Strom produziert werden kann.“ (WZ S. 9)

Industrie: Zusätzliche Steuern gefährden Investitionen und Arbeitsplätze

Heftige Kritik an Vorschlägen zur Einführung einer Vermögensteuer in Österreich übt die Industriellenvereinigung. „Vermögensteuern machen Österreich arm“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Sie würden zwingend den Mittelstand und Familienunternehmen treffen, wären ein „Bürokratie-Albtraum“ und ein negatives Signal für den Standort Österreich. Aktuell wirke die hohe Inflation bei niedrigen Zinsen schon als starke Vermögensteuer. Für die Industrie ist klar: Die Diskussion über die Wiedereinführung der Vermögensteuer oder zusätzlicher Steuern schafft Unsicherheit und gefährdet Investitionen sowie Arbeitsplätze am Standort. „Wer sich für das Wohl der Menschen und den Wohlstand in unserem Land einsetzt, kann das nicht wollen“, heißt es abschließend. (WZ S. 10) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Allgemein

2021 war gutes Jahr für Betriebsansiedelungen

Trotz Corona-Pandemie war 2021 ein gutes Jahr für Betriebsansiedelungen in Österreich. 364 Firmen ließen sich mit Begleitung der Betriebsansiedelungsagentur ABA, die sich nun „Standortagentur“ nennt, hierzulande nieder oder erweiterten ihr Unternehmen. Damit seien 1,24 Mrd. Euro an Investitionen verbunden gewesen und 3.403 Jobs geschaffen worden, erklärten Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und ABA-Chef Rene Tritscher. Um die ABA neu auszurichten, habe man sich die Vorbilder in Tschechien, den Niederlanden und Irland genau angeschaut, sagte Schramböck. Grundsätzlich wichtige Faktoren seien die bekannten: Rechtssicherheit, Lebensqualität, Qualität und Motivation der Mitarbeitenden, Osteuropakompetenz und der kaufkräftige Markt. Aber auch die Investitionsprämie und Forschungsförderung hätten bei der Entscheidung geholfen, nach Österreich zu kommen. Im Zuge der Neuausrichtung legt die ABA nun auch einen Schwerpunkt auf die Beratung von Schlüsselfachkräften. (Alle TZ)

Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit zehn Jahren

Der Konjunkturaufschwung lässt die Arbeitslosenzahlen weiter sinken. Derzeit sind 386.902 Personen arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulungen und damit um 6.642 weniger als in der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium bekanntgab. Damit sei die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren, so Arbeitsminister Martin Kocher. Zur Kurzarbeit sind aktuell aber noch 184.454 Personen vorangemeldet, was einem Anstieg um rund 5.500 gegenüber der Vorwoche entspricht. „Dass wir auch diese Woche einen leicht sinkenden Trend bei der Arbeitslosigkeit verzeichnen, liegt sowohl an saisonalen Effekten als auch an der fortwährend positiven Dynamik am Arbeitsmarkt“, kommentierte Kocher die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenzahlen (inkl. Schulungen) seien Mitte Februar 2012 mit 384.588 Personen auf ähnlichem Niveau wie heute gewesen. (Alle TZ) 

Krankenversicherungen rechnen heuer mit mehr Verlust

Die Krankenversicherungen erwarten für heuer ein Defizit von 321,4 Mio. Euro. Damit fällt die aktuelle Prognose des Dachverbandes für die drei Träger schlechter aus als vor drei Monaten, als man noch von einem Minus von 238,3 Mio. Euro ausgegangen war. Dafür hat sich das Ergebnis für das vergangene Jahr verbessert: Im November hatte man für 2021 noch mit 217,4 Mio. Defizit gerechnet, jetzt ergibt die vorläufige Erfolgsrechnung ein Minus von 140,6 Mio. Euro. Peter Lehner, Vorsitzender der Trägerkonferenz im Dachverband, sieht die Sozialversicherung „auf einem stabilen, soliden und sicheren Kurs unterwegs“. Die Entwicklungen der Gebarung würden unterschiedliche Pandemie-Effekte aufzeigen“, merkte Lehner an. (OÖN S. 3, Volksblatt S. 4)

Vier heimische Unis in „Junguni“-Ranking

Vier österreichische Universitäten sind beim am Dienstag veröffentlichten „Times Higher Education Young University Ranking“ auf Plätzen in der erweiterten Spitze gelandet. Beim Vergleich der in den vergangenen 50 Jahren „gegründeten“ Einrichtungen platzierten sich die Medizin-Unis Graz, Innsbruck und Wien auf den Plätzen 20, 22 und 23, die Uni Klagenfurt kam auf Platz 77. Die Platzierungen der Medizin-Unis entsprechen in etwa jenen des Vorjahrs (Graz: 21, Innsbruck: 19, Wien: 24), die Uni Klagenfurt verlor einige Plätze (Vorjahr: 48). Als „Jungunis“ gehen die heimischen Medizin-Unis aber nur durch, weil sie 2004 aus den schon vor Jahrhunderten gegründeten Unis Graz, Innsbruck und Wien ausgegliedert wurden und seither eigenständige Universitäten sind. (SN S. 2, Volksblatt S. 5, TT S. 6)

Bank Austria: Wirtschaft zum Jahresstart verhalten optimistisch

Österreichs Wirtschaft ist mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2022 gestartet. Der Rückgang des Bank-Austria-Konjunkturindikators setzte sich im Jänner fort, aber mit stark nachlassendem Tempo, wie das Institut bekanntgab. Corona-Beschränkungen und Lieferengpässe belasten weiter. Für heuer erwartet die Bank Austria ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent (nach knapp fünf Prozent 2021) und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Inflation wird mit 3,9 Prozent prognostiziert. Der Konjunkturindikator sei im Jänner leicht auf 3,2 Punkte (nach 3,4 Punkten) im Dezember gesunken, habe aber weiterhin klar den langjährigen Durchschnitt überstiegen, so UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer (Presse S. 17, TT S. 23)

Euro-Wirtschaft wuchs zum Jahresende moderat

Die Wirtschaft der Eurozone ist am Jahresende 2021 moderat gewachsen. Die Wirtschaftsleistung (BIP) sei im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent gestiegen, verlautbarte das Statistikamt Eurostat. Im dritten Quartal lag das Wachstum der 19 Euroländer bei 2,3 Prozent. Das Wachstum der Mitgliedsländer fiel ungleichmäßig aus. Während Länder wie Spanien und Portugal stark um 2,0 Prozent bzw. 1,6 Prozent wuchsen, schnitt die deutsche Wirtschaft schwach ab. Sie schrumpfte um 0,7 Prozent. Im Gesamtjahr 2021 legte die Wirtschaft der Eurozone um 5,2 Prozent zu. Die 27 Länder der EU expandierten im selben Tempo. Das starke Wachstum folgt auf einen drastischen Einbruch im ersten Corona-Jahr 2020. (Presse S. 17)

Handelsbilanzdefizit der Eurozone im Dezember ausgeweitet

Das saisonbereinigte Handelsdefizit der Eurozone lag im Dezember bei 9,7 Mrd. Euro. Im Vormonat war ein Defizit von 1,8 Mrd. Euro verbucht worden, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Während die Einfuhren zulegten, gaben die Exporte nach. Beides belastete die Handelsbilanz. Die Exporte fielen im Vergleich zum November um 0,6 Prozent, die Importe gaben um 3,1 Prozent nach. Im Gesamtjahr 2021 ging der Handelsbilanzüberschuss von 233,9 Mrd. Euro im Vorjahr auf 128,4 Mrd. Euro zurück. Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um 14,1 Prozent und die Importe legten um 21,4 Prozent zu. (Presse S. 16)

IV-Mitglieder in den Medien

Flughafen Wien trotz Passagierrückgang im Aufwärtstrend

Der Flughafen Wien hat zu Jahresbeginn weiterhin deutlich weniger Passagiere abgefertigt als vor der Corona-Krise, verzeichnete jedoch im Vergleich zum Jänner vergangenen Jahres ein deutliches Plus. Die Zahl der Reisenden betrug mit 819.674 Passagieren vier Mal mehr als im Jänner 2021, lag aber um 55,2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Jänner 2019. Die Passagierzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe (inkl. Malta Airport und Flughafen Kosice) lagen im Jänner 2022 zwar noch um 55,4 unter dem Vorkrisenniveau (Jänner 2019), waren aber mit 991.442 Reisenden mehr als viermal so hoch wie im Jänner des Vorjahres. (Volksblatt S. 18, WZ S. 10, TT S. 22, Heute S. 6)

Borealis und ADNOC erwägen Börsegang für Borouge

Die OMV-Chemietochter Borealis und die staatliche Ölgesellschaft Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) erwägen eine mögliche Aktienerstemission eines Minderheitsanteils an ihrem Kunststoff-Joint-Venture Borouge, so die OMV. Über weitere wesentliche Entwicklungen würden die beiden Gesellschaften „zu gegebener Zeit informieren“. Borealis gehört zu 75 Prozent der OMV und zu 25 Prozent der Beteiligungsgesellschaft von Mubadala mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Borouge gliedert sich in Borouge ADP (Produktionsgesellschaft) und Borouge Pte (Verkaufs- und Marketinggesellschaft), ADNOC hält 60 Prozent an Borouge ADP, Borealis 40 Prozent. An Borouge Pte halten beide Unternehmen je die Hälfte. (Kurier S. 10, SN S. 14, OÖN S. 9)

Soravia beteiligt sich an Eden Bar und Hospiz am Arlberg

Die heimische Immobilien-Familie Soravia beteiligt sich künftig an den Traditionsbetrieben Eden Bar in Wien und dem Hospiz am Arlberg. Eigenen Angaben zufolge wolle man neben neuer Hotel- und Residential-Marken Betriebe mit großen Namen an Land ziehen. An der Führung der beiden Betriebe verändere sich nichts. Soravia verfolgt seit einigen Jahren Beteiligungen an touristischen Angeboten im In- und Ausland. In Österreich betrifft das etwa Projekte in der Stadthotellerie wie Ruby Hotels und Numa Stays. Weitere Destinationen sind Düsseldorf, Frankfurt, London, Barcelona, Florenz und Prag mit insgesamt über rund 6.800 von Soravia und Partnern betriebenen Zimmern. Ein Ausbau auf 10.000 Zimmer ist geplant, ein neuer Standort soll Gmunden sein. (Krone S. 6, Heute S. 6)

Volksbank Vorarlberg sieht steigende Nachfrage nach nachhaltiger Geldanlage

Die Volksbank Vorarlberg hat sich nachhaltiges Handeln auf ihre Fahnen geheftet. „Wir haben die herausfordernde Situation der Pandemie durchwegs als Ansporn genommen, um auf allen Ebenen um-, neu und weiterzudenken“, sagt Vorstandsvorsitzender Gerhard Hamel. Dabei umfasst das Thema Nachhaltigkeit immer mehr Bereiche. „Bei der Kreditvergabe werden Banken in Zukunft Nachhaltigkeitskriterien stärker berücksichtigen müssen, so Hamel. Und auch die Geldanlage werde immer „grüner“. Denn der Kapitalmarkt biete heute viele Möglichkeiten, nachhaltig zu investieren. „Der Bedarf an nachhaltigen Geldanlageformen wird sowohl bei Privat- als auch Firmenkunden in den nächsten Jahren deutlich steigen“, ist Hamel überzeugt. Bereits heute würden Kunden beim Fondssparen fast ausschließlich nachhaltige Fonds wählen. Wichtig sei hier größtmögliche Transparenz. Auch intern verfolgt die Volksbank Vorarlberg eine engagierte Nachhaltigkeitsstrategie. Um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, setzt man etwa auf E-Autos oder das Umrüsten auf LED-Leuchten. (VN D1)

Eternit verkauft Dach & Wand Handels GmbH an dänische Gruppe

Die Eternit Österreich GmbH erzielte vor wenigen Tagen eine Einigung über den Verkauf der Dach und Wand Handels GmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Eternit Österreich GmbH, an die dänische STARK Group. Mit diesem Schritt fokussiert sich Eternit künftig noch mehr auf sein Kerngeschäft: die Herstellung von hochwertigen Produkten für die Gebäudehülle. Mit einem Umsatz von mehr als 135 Mio. Euro zählt die Dach und Wand Handels GmbH zu den führenden Baustoffhändlern Österreichs und ist mit seinen 150 Mitarbeitern Marktführer im Bereich Dachfachhandel. „In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, die Dach und Wand zum Branchenführer zu entwickeln und mit sieben modernen Standorten ein österreichweit flächendeckendes Angebot für Gewerbebetriebe in den Bereichen Dach und Fassade bereitzustellen. Jetzt ergibt sich mit dem Verkauf eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, so die Eternit-Geschäftsführer Robert Pramendorfer und Hans-Jörg Kasper über die Hintergründe. (Krone/OÖ S. 6, OÖN S. 9)