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21.03.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Maßnahmenpaket gegen hohe Energiepreise für Industrie unzureichend

Überschießende Energiepreise Gefahr für Industrie

Geplantes Klimaschutzgesetz: Ohneberg fordert Unterstützung des Landes 

Hohe Energiepreise: Salzburger Industrie fordert Sofortmaßnahmen

Steirischer Kinderbetreuungsgipfel als „Chance“ für konkrete Maßnahmen

Allgemein

FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen kehrt zurück

Keine Corona-Verschärfungen an Schulen bis Ostern

Explodierende Energiekosten: Weitere Gespräche geplant

Deutsche Industrie zu Jahresbeginn mit rückläufigem Auftragsbestand

Ukraine-Krieg: IWF und Weltbank warnen vor desaströsen wirtschaftlichen Folgen

Euro-Handelsbilanzdefizit ging stärker als erwartet zurück

IV-Mitglieder in den Medien

Auswirkungen des Krieges trifft Betriebe hart

Hohe Zahl an Quarantäne-Fällen Herausforderung für Unternehmen

Post verkauft Logistik-Start-up nach Dänemark

Bundesforste schlagen neue Umweltwege ein

Kässbohrer: Erster Elektro-Autotransporter rollt durch die Schweiz

Hilti kommt mit Rekordgewinn aus Corona-Krise

Sommerflugplan befördert Flughafen Wien weiter in Richtung Normalität

Magna-Werk in Slowenien wieder im Vollbetrieb 

Efko: „Gibt keinen Grund zum Hamstern, wir haben genug Ware“

Grohag schnürt Verkehrssicherheits-Paket

Diakonie setzt auf Sonnenkraft der Salzburg AG

Neuroth-Mitarbeiter spendeten für notleidenden Menschen in der Ukraine

OMV-CEO: Russisches Gas ist wichtig für Versorgungssicherheit

Post AG-CEO: Haben Unternehmen angepasst und viel investiert

LGT-Österreich-Chef: Gaspreis-Explosion als Bewährungsprobe für Industrie 

RLB Vorarlberg-Chef: Müssen europäische Zinspolitik überdenken

Neues Führungsduo bei Kattus

IV in den Medien

Maßnahmenpaket gegen hohe Energiepreise für Industrie unzureichend

Die Bundesregierung hat gestern ein Maßnahmenpaket vorgelegt, um der rasant steigenden Inflation und speziell den stark gestiegenen Energiepreisen entgegenzuwirken. Vorgesehen ist eine Senkung der Energieabgaben für Gas und Strom (900 Mio. Euro), Entlastungen für Pendler (400 Mio. Euro), Preissenkungen und Ausbau von Öffis (150 Mio. Euro), Entlastungen für Unternehmen mit hohem Treibstoffverbrauch (120 Mio. Euro), Unterstützung für Betriebe zum Umstieg auf alternative Antriebsformen (120 Mio. Euro) sowie 250 Mio. Euro zur Unterstützung von Investitionen in Photovoltaik und Windkraft. Wann die Maßnahmen umgesetzt und wirksam werden, hänge vom parlamentarischen Prozess ab, erklärten Finanzminister Magnus Brunner und Energieministerin Leonore Gewessler. Für die Industriellenvereinigung ist das präsentierte Paket „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und geht an der tatsächlichen Realität der Unternehmen vorbei“. Die Senkung der Energieabgaben auf Gas und Strom auf die EU-Mindeststeuersätze stelle zwar kurzzeitig sicher, dass insbesondere energieintensive Betriebe in dieser schwierigen Zeit Liquidität im Unternehmen halten können, damit alleine sei es aber nicht getan. IV-Präsident Georg Knill: „Damit wir unsere Industrie und Wirtschaft weiterhin am Laufen halten können, muss die Bundesregierung unbedingt weitere Schritte setzen! Die Bundesregierung muss weiteren Gestaltungswillen zeigen und rasche Maßnahmen, wie beispielsweise das bereits in Europa bewährte und punktgenaue Instrument der Strompreiskompensation, umsetzen.“ (21.3. Alle TZ; 20.3. Ö1-„Abendjournal“, Ö1-„Journal um fünf“, orf.at, krone.at, kurier.at, wienerzeitung.at)

Überschießende Energiepreise Gefahr für Industrie

„Wenn die Politik nicht gegensteuert, werden wir unsere Industrie in der heutigen Form nicht aufrechterhalten können“, warnt IV-Präsident Georg Knill. Man müsse die „überschießenden Energiepreise“ abfedern. Zudem erwartet er von der Bundesregierung ein „Moratorium“, das Einfrieren weiterer Gesetzesvorhaben des Klimaministeriums für zwei bis drei Monate. Derzeit werden das Energieeffizienz-, das Klimaschutz- und das Raumwärmegesetz vorbereitet. Auch IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer rechnet weiter mit hohen Energiepreisen. Bei seinem Betrieb habe sich der Energiekostenanteil an den Produktionskosten von einer Bandbreite zwischen acht und zwölf Prozent auf 50 Prozent erhöht. Gestiegen sind die Preise auch für andere wichtige Materialien für die Papierproduktion: Der Altpapierpreis hat sich verdoppelt, der Preis für Harnstoff ist etwa um 400 Prozent nach oben geschossen. Die Rohstoffmärkte spielen nicht nur an der Gasfront verrückt, dort aber besonders. Viele Unternehmen wälzen Krisenpläne, Salzer denkt über ein Biomassewerk nach. (19.3. Kleine S. 26-27, Standard S. NVT S. 20-21)

Geplantes Klimaschutzgesetz: Ohneberg fordert Unterstützung des Landes 

Aufgrund des geplanten Klimaschutzgesetzes auf Bundesebene warnt IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg vor verheerenden Folgen für Betriebe in Vorarlberg: „Sollte das Gesetzespaket in der geplanten Form kommen, würde das Ziel Klimaneutralität bis 2040 im Verfassungsrang kommen. Mit dieser zahlenmäßig festgelegten Bestimmung müsste dieses Ziel auf Biegen und Brechen, ohne Rücksicht auf aktuelle Geschehnisse und Herausforderungen, umgesetzt werden.“ Das Gesetz sieht derzeit außerdem ein Verbesserungsgebot vor, das einmal eingeführte Maßnahmen zum Klimaschutz nicht mehr abgeschafft oder abgeschwächt werden dürfen. Ohneberg sieht hier fatale Folgen: „Damit reduziert die Politik ihre eigenen Handlungsspielräume und verunmöglicht es, auf geänderte Gegebenheiten zu reagieren.“ Die Industrie verweigere sich nicht gegen Klimaschutz, fordere aber Hausverstand, stellt Ohneberg klar: „Eine ökologische Ausrichtung ist gut und unterstützen wir auch, sie muss aber wirtschaftlich verträglich vorgenommen werden.“ (21.3. VN D2; 19.3. Krone/Vorarlberg S. 24)

Hohe Energiepreise: Salzburger Industrie fordert Sofortmaßnahmen

Angesichts der rasanten Steigerungen bei den Energiepreisen verlangt Salzburgs Industrie Sofortmaßnahmen. Eine davon lautet, dass die Genehmigungsverfahren für Produktionswirtschaft und Infrastruktur deutlich beschleunigt werden müssten. IV-Salzburg-Präsident und Obmann der Sparte Industrie in Salzburg, Peter Unterkofler: „Damit unsere Betriebe den ökologischen Wandel vollziehen können, müssen ihnen bürokratische Prügel aus dem Weg geräumt werden.“ Die Politik müsse bei alternativen Technologien mehr Mut zeigen. Es sei höchste Zeit, endlich die Rahmenbedingungen für eine Wasserstoff-Wirtschaft in Österreich zu schaffen. Als sofort umzusetzende Maßnahmen nannte er zudem die Strompreiskompensation sowie die Einrichtung eines Dekarbonisierungsfonds. (SN L 13)

Steirischer Kinderbetreuungsgipfel als „Chance“ für konkrete Maßnahmen

Am Mittwoch findet in Graz der erste steirische „Kinderbetreuungsgipfel“ statt. Ein breiter Schulterschluss der Sozialpartner und der IV-Steiermark, sagt Nina Zechner von der Jungen Industrie Steiermark: „Wir sehen den Gipfel als Chance, mit allen Stakeholdern, also Vertreterinnen und Vertretern aus der pädagogischen Praxis, aus der pädagogischen Ausbildung, aber auch von Seiten der Träger, mit Unternehmensvertretern und vor allem natürlich mit den politischen Entscheidungsträgern zu diskutieren und auf Basis einer Status quo-Erhebung ganz konkrete Maßnahmen für die Steiermark abzuleiten.“ (21.3. Radio Steiermark-Journal, steiermark.orf.at)

Allgemein

FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen kehrt zurück

Die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen soll Mitte dieser Woche zurückkehren. Das kündigte Gesundheitsminister Johannes Rauch an. Dazu kommt es zu einer Lockerung der Quarantäne-Regeln für infizierte Mitarbeiter zumindest in Spitälern und Pflegehäusern. Wie die neuen Vorschriften aussehen, werde noch diskutiert, die Regel müsse epidemiologisch vertretbar sein. Argumentiert wurde das Paket vom Ressortchef im Wesentlichen mit der Überlastung des Personals angesichts der hohen Patientenzahlen in den Gesundheitseinrichtungen. Rauch verwies darauf, dass sich die Prognosen seit Beschluss des Lockerungspakets verschlechtert hätten. Auch in den kommenden beiden Wochen würden Infektionszahlen von über 50.000 pro Tag erwartet. (19.3. Alle TZ)

Keine Corona-Verschärfungen an Schulen bis Ostern

Für die Schulen sind die Regeln im Bezug auf die Maskenpflicht in Innenräumen noch unklar. Bildungsminister Martin Polaschek verweist auf den Gesundheitsminister, der „eine einheitliche Regelung anstrebt“. Bis zum Beginn der Osterferien werde sich aber an der Teststrategie und dem Maskentragen auf den Gängen, aber nicht in den Klassen, nichts ändern, so der Minister. Quarantäne-Lockerungen wie bei Spitalpersonal sieht er bei Lehrern skeptisch. Man müsse sich überlegen, „ob es gut ist, wenn Kinder mit positiven Lehrern in Kontakt kommen“. (21.3. Alle TZ; 20.3. ORF-„Pressestunde“)

Explodierende Energiekosten: Weitere Gespräche geplant

Es geisterte vergangene Woche als Scherz durch soziale Medien, der Hintergrund war aber mehr als ernst. „Hat jemand die Energieministerin gesehen?“ Flugblätter mit dieser Aufschrift hängten Unbekannte in Wien auf Laternenmasten. Nachsatz: „Die Energiepreise explodieren und sie ist nicht auffindbar!“ Die Regierung startete vor mehr als einer Woche mit einem ersten Energiepreis-Gipfel mit dem Ziel, für Entlastung zu sorgen. Nach der gestrigen Präsentation eines Energiepakets ist für Mittwoch ein weiterer Austausch vorgesehen. (18.3. Österreich S. 3)

Deutsche Industrie zu Jahresbeginn mit rückläufigem Auftragsbestand

Der Auftragsstau in den deutschen Industriebetrieben ist im Jänner erstmals seit Mai 2020 zurückgegangen. Der Bestand an Bestellungen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Dieser Rückgang könne auf „Bereinigungen älterer Auftragsbestände durch die Unternehmen hinweisen“, hieß es. Die Betriebe hatten zuvor seit Juni 2020 von Monat zu Monat mehr neue Aufträge bekommen, als sie abarbeiten konnten. Zugleich hat sich die Reichweite der Aufträge auf ein Rekordniveau erhöht. Sie markierte im Jänner mit 7,8 Monaten „einen neuen Höchststand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015“, wie die Statistiker betonten. (18.3. handelsblatt.com)

Ukraine-Krieg: IWF und Weltbank warnen vor desaströsen wirtschaftlichen Folgen

Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und weitere große Kreditgeber der Weltgemeinschaft haben vor verheerenden Folgen des Ukraine-Kriegs für die globale Wirtschaft gewarnt. „Die gesamte Weltwirtschaft wird die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Institutionen. Es drohten ein langsameres Wachstum, Handelsprobleme und eine deutlich anziehende Inflation. Der Konflikt bremse die Energie- und Lebensmittelversorgung. Die Spitzen der Banken und Institutionen hatten sich vergangene Woche zu Gesprächen über die globalen Folgen des Kriegs zusammengefunden. (19.3. Alle TZ)

Euro-Handelsbilanzdefizit ging stärker als erwartet zurück

Die Eurozone hat ihr Handelsbilanzdefizit im Jänner stärker als erwartet verringert. Das saisonbereinigte Handelsdefizit lag bei 7,7 Mrd. Euro, verlautbarte das Statistikamt Eurostat. Analysten hatten im Schnitt ein Defizit von 9,0 Mrd. Euro erwartet. Im Dezember war ein Fehlbetrag von 9,7 Mrd. Euro verbucht worden. Dies war das größte Defizit seit Juli 2008 gewesen. Die Ausfuhren legten im Jänner stärker als die Einfuhren zu. Die Exporte wuchsen im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent. Die Importe stiegen um 2,3 Prozent. (19.3. TT S. 23)

IV-Mitglieder in den Medien

Auswirkungen des Krieges trifft Betriebe hart

„Die wahre Tragödie, die spielt sich zurzeit in der Ukraine ab“, betont Herbert Decker, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Liezen (MFL). Neben der humanitären Katastrophe hat der Krieg auch beträchtliche Auswirkungen auf die steirische Wirtschaft. So sind die Preise für Material, Rohstoffe und insbesondere für Energie durch die Decke geschossen. „Die aktuellen Energiepreise haben massives wirtschaftliches Bedrohungspotenzial. Aus unternehmerischer Perspektive gibt es derzeit keine Möglichkeit, diese galoppierenden Preissteigerungen zu kompensieren“, so Decker. Man könne diese derzeit nur weitergeben. Das Unternehmen sucht mit höchster Intensität nach alternativen Bezugsquellen, um die dramatischen Preisentwicklungen am Markt für Energie und Materialien bestmöglich zu umgehen. Die Diskussion über staatliche Preisbremsen sieht Markus Seme, Geschäftsführer des IT-Spezialisten Bearing Point, kritisch: „Ehe Treibstoff mithilfe einer Spritpreisbremse weiter durch die öffentliche Hand subventioniert wird, sollten die staatlichen Mehreinnahmen direkt in die Förderung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energien fließen.“ Dabei ist auch Bearing Point von der Teuerungswelle bei Strom betroffen. Die Kosten für das Datencenter haben sich zuletzt verdreifacht. Ebenfalls von den internationalen Folgen des Krieges betroffen ist Mahle Filtersysteme Austria. Corinna Maria Malej, Personalchefin von Mahle Filtersystem Austria, erklärt: „Die Folgen des Ukraine-Krieges sind bereits europaweit massiv spürbar. Die Lieferketten sind aktuell stark beeinträchtigt oder sogar unterbrochen. Die Konsequenzen sind weitreichend – bis zu Produktionsstopps bei unseren Kunden auf dem Kontinent und der Einstellung von Exporten nach Russland. Unsere Taskforce verfolgt das Geschehen sehr genau, um die konkreten Auswirkungen für Mahle zu analysieren und, wo notwendig, Maßnahmen auf den Weg zu bringen.“ Aufgrund der aktuellen Situation sehe man sich veranlasst, am Standort St. Michael ob Bleiburg in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern und Sozialpartnern ab dem 1. April 2022 Kurzarbeit zu beantragen. Diese sei ein wichtiges Instrument, um Marktschwankungen, wie sie derzeit auftreten, möglichst zu kompensieren. (21.3. Standard S. 11, SN S. 11; 19.3. Kleine S. 27)

Hohe Zahl an Quarantäne-Fällen Herausforderung für Unternehmen

Wie viele Arbeitskräfte der Wirtschaft fehlen, lässt sich also nicht genau sagen. Auch die Industrie kämpft mit Personalengpässen. Betriebe ziehen alle Register, um Produktionsausfälle zu vermeiden. Man sei mit ausgefeilten Präventionskonzepten durch die Covid-Krise gekommen, heißt es in der Papierfabrik Norske Skog. Derzeit befänden sich aber extrem viele Beschäftigte in Absonderung. Der Höhepunkt sei aber wohl schon überschritten. Auch bei der Voestalpine heißt es, man kämpfe mit den hohen Zahlen, „aber die Produktion ist bislang nicht betroffen“. „Durchaus brenzlig“ ist die Lage in manchen niederösterreichischen Betrieben, wie IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer sagt. Manche Betriebe hätten ihre Schichtmodelle umgestellt, anderswo müssen Beschäftigte Überstunden schieben, um den Ausfall der erkrankten Kollegenschaft zu kompensieren. Ähnlich sehen das die Energieversorger des Landes. Wien Energie, Verbund und Salzburg AG sprechen von zahlreichen Infektionen im jeweiligen Betrieb. Es gebe aber eigens erarbeitete Konzepte, um den Betrieb am Laufen zu halten. (19.3. Standard S. 19)

Post verkauft Logistik-Start-up nach Dänemark

Die Absolventen der TU Graz, Andreas Wolfschluckner und Matthias Fritz, entwickelten ein System zur Entladung von Containern. Gemeinsam mit der Österreichischen Post AG wurde die Erfindung weiterentwickelt und 2018 im Logistikzentrum der Post in Allhaming der erste Prototyp der Öffentlichkeit präsentiert. Vergangene Woche teilten die Post und die beiden Gründer mit, dass sie das Start-up an den dänischen Industrieanlagenbauer Caljan verkauft hätten. Für Post-Finanzvorstand Peter Umundum ist der Verkauf ein logischer Entwicklungsschritt. „Wir sind kein Industrieanlagenbauer“, sagt er. Der Verkauf sei gleichzeitig auch der Beginn einer intensiven Zusammenarbeit. „Nun gehen wir den nächsten Schritt, indem wir mit Caljan einen langjährigen und zuverlässigen Partner gefunden haben, der auch die Produktionskapazitäten hat, um den Rapid Unloader in Europa und Nordamerika erfolgreich auf den Markt zu bringen“, so Umundum. (19.3. Presse S. 13)

Bundesforste schlagen neue Umweltwege ein

„Es ist jetzt schon viel zu trocken im Wald. Dabei gilt der März als eher feuchter Monat. Dem Tann tut das auf längere Sicht nicht gut. Denn die Situation wird sich durch den Klimawandel ja noch verstärken“, befürchten die Bundesforste-Vorstände Georg Schöppl und Rudolf Freidhager. Doch längst haben die beiden Waldhüter Zukunftsstrategien entwickelt und lassen gezielt Setzlinge pflanzen, die als mächtige Bäume in einigen Jahrzehnten der Erderwärmung werden trotzen können. Insgesamt bewirtschaften die Bundesforste auf einer Fläche von 850.000 Hektar österreichweit 120 Reviere. Für jedes gibt es einen ganz regionalen Öko-Management-Plan. (21.3. Krone S. 15)

Kässbohrer: Erster Elektro-Autotransporter rollt durch die Schweiz

Die Kässbohrer Transport Technik GmbH aus Eugendorf will mit einer weltweit einzigarten Innovation der Krise die Stirn biegen. Gemeinsam mit dem Schweizer Start-up Designwerk Technologies AG hat das Salzburger Unternehmen den weltweit ersten vollelektrisch betrieben Autotransporter hergestellt. Konkret wurde dazu ein Volvo-Diesel-Lkw zunächst von den Schweizern umgerüstet: Sein Elektromotor leistet 680 PS und wird von vier Lithium-Ionen-Akkus mit in Summe 900 Kilowattstunden versorgt, wie Kässbohrer-Vertriebsleiter Markus Guggenbichler betont. „Er hat damit eine Reichweite von rund 500 Kilometern und ist auch für die Mittelstrecken geeignet.“ Seit Anfang März ist der Transporter beim Schweizer Autologistiker Galliker AG in vollem Praxiseinsatz. Laut Guggerbichler seien batteriebetriebene Autotransporter ein Beitrag, um die strengen Zero-Emission-Ziele der EU zu erreichen. Ziel des Eugendorfer Unternehmens ist es, mit diesem neuen Produkt auch auf dem Markt zu reüssieren. (21.3. SN L6-7)

Hilti kommt mit Rekordgewinn aus Corona-Krise

Die Liechtensteiner Hilti Gruppe, die in ihrem Vorarlberger Werk in Thüringen 573 Mitarbeiter beschäftigt und auch als Arbeitgeber von Vorarlberger Grenzgängern erheblich zur Beschäftigung im Land beiträgt, erzielte 2021 ein Umsatzwachstum von 12,1 Prozent auf fast sechs Milliarden Franken und steigerte das Betriebsergebnis überproportional um 16,3 Prozent auf 847 Millionen Franken. Die starke Erholung bringt das Unternehmen zurück auf das Niveau vor der Corona-Krise. „Die positive Entwicklung der weltweiten Bauwirtschaft ermöglichte eine schnellere Erholung vom Corona-bedingten Rückgang als erwartet. Es ist sehr erfreulich, dass wir trotz der angespannten globalen Versorgungslage und höherer Investitionen in unseren Vertrieb, in Innovation und Digitalisierung auch unsere Profitabilität steigern konnten. Dabei haben wir für einmal auch von einem stabilen Währungsumfeld profitiert“, so Hilti-Vorstandsvorsitzender Christoph Loos. (19.3. Krone/Vorarlberg S. 24, VN D2; 18.3. ORF Vorarlberg)

Sommerflugplan befördert Flughafen Wien weiter in Richtung Normalität

Am Flughafen Wien-Schwechat steigt das Angebot mit neuen Destinationen und Frequenzaufstockungen beinahe auf Vorkrisenniveau. „Der neue Sommerflugplan spiegelt die Reiselust der Österreicherinnen und Österreicher nach zwei Jahren Pandemie wider“, betont Flughafen-Wien-Vorstand Julian Jäger. Dieser gilt ab 27. März bis Ende Oktober. Am Vienna Airport werden heuer 190 Destinationen angeflogen. Damit wird bereits nahezu das Vorkrisenangebot von 2019 erreicht. Die Austrian Airlines (AUA) nimmt wieder Flüge nach Los Angeles, Göteborg und Bologna auf. (18.3 Kurier S. 13)

Magna-Werk in Slowenien wieder im Vollbetrieb 

Im slowenischen Magna-Werk, das seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 stillstand, wurde diese Woche der Betrieb wieder vollständig aufgenommen. Der Probebetrieb in der Lackieranlage lief seit Jänner. (19.3. Kleine S. 27)

Efko: „Gibt keinen Grund zum Hamstern, wir haben genug Ware“

„Wir haben aus dem ersten Coronajahr gelernt", so der Geschäftsführer der Efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH, Klaus Hraby. Damals deckten sich Kunden mit Haushaltswaren und Lebensmitteln, wie etwa Efko-Gurkerln, massenhaft ein, was zu einer Knappheit führte, die es eigentlich nicht gab. Eine ähnliche Situation erlebt er jetzt, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine: Lieferanten bestellen teilweise 50 statt fünf Paletten – doch die Eferdinger Bauern spielen da nicht mehr mit. Efko kontingentiert nun die Ware und stellt alle Aktionen ein. „Es gibt ja keinen Grund zum Hamstern, wir haben genug Ware.“ Die sprunghaft steigenden Kosten und die nicht abschätzbare Verfügbarkeit von Gläsern, Deckeln oder Kartonagen mache das Planen schwierig. Efko hat 120 Mitglieder und machte zuletzt mit 650 Mitarbeitern 160 Mio. Euro Umsatz. (19.3. OÖN S. 13)

Grohag schnürt Verkehrssicherheits-Paket

„Cruisen statt rasen.“ So lautet das neue Motto auf der Großglockner-Hochalpenstraße (Grohag). Polizei, ÖAMTC und Grohag haben gemeinsam ein Paket für mehr Verkehrssicherheit geschnürt. Ein zentraler Punkt: Künftig gilt für die Großglockner-Hochalpenstraße und die Gerlos-Alpenstraße eine Tempo-70-Beschränkung. Diese besteht schon auf der Kärntner Nockalmstraße und auf der Villacher Alpenstraße. Grohag-Vorstand Johannes Hörl: „Weniger Tempo kann Leben retten. Es führt zu mehr Sicherheit und bedeutet auch mehr Erlebnis und Genuss. Die damit einhergehende Reduktion der Lärmbelastung wirkt sich darüber hinaus auch für die Natur in den Schutzgebieten und die Umwelt positiv aus – insbesondere in den Anrainergemeinden.“ (19.3. SN L17)

Diakonie setzt auf Sonnenkraft der Salzburg AG

Die Salzburg AG hat binnen zweier Wochen eine 270 kWp starke Anlage für das Haus der Senioren in Salzburg-Aigen errichtet – gemeinsam mit ihrem Errichtungspartner ecotec Photovoltaics GmbH. Die 700 Photovoltaik-Paneele erzeugen ab sofort 260.000 kWh Strom pro Jahr. (19.3. SN L13)

Neuroth-Mitarbeiter spendeten für notleidenden Menschen in der Ukraine

Die Mitarbeiter der Salzburger Fachinstitute der Neuroth AG haben in der Kollegenschaft für Menschen in Not in der Ukraine gesammelt. 677 Euro konnten an das Rote Kreuz übergeben werden. Beteiligt waren die Geschäfte in Hof, Salzburg, Hallein, Bischofshofen, St. Johann im Pongau und Zell am See. (21.3. SN L13)

OMV-CEO: Russisches Gas ist wichtig für Versorgungssicherheit

Die OMV zieht sich zwar operativ aus Russland zurück, doch die für Österreich wichtigen, jahrzehntelangen Gaslieferverträge sind aufrecht. „Für Österreich sind die Alternativen wirklich begrenzt“, sagte OMV-CEO Alfred Stern. „Wir können nicht morgen aus Öl und Gas aussteigen. Das würde zu einem Zusammenbruch unseres Lebens führen.“ Die Gaslieferverträge hätten jahrzehntelange Tradition und seien erst vor einem Jahr bis 2040 verlängert worden. Ein Ausstieg aus dem Vertrag werde derzeit nicht geprüft. Ein Diversifizieren mache auch „massive Investitionen notwendig“, etwa in Gasterminals. „Österreich hat keinen direkten Zugang zu Flüssiggasterminals“, gab Stern zu bedenken. Alternativen, „um hier die Flüsse des Gases umzudrehen“, seien mittel- und langfristig zu sehen, nicht kurzfristig. Die Energiepreise sieht Stern weiter auf hohem Niveau: „Der Druck in den Gasmarkt wird weiterhin sehr hoch sein, auch wegen der angespannten Situation.“ Im Hinblick auf die hohen Spritpreise betonte er: „Nicht nur Öl macht den Preis.“ Die Treibstoffkosten setzten sich aus Rohstoffkosten, Verarbeitungskosten in der Raffinerie und Abgaben zusammen. (19.3. Ö1-Mittagsjournal)

Post AG-CEO: Haben Unternehmen angepasst und viel investiert

„Was uns allen großes Kopfzerbrechen macht, ist die Kombination aus dem dritten Corona-Jahr, wo wir auf Verbesserungen gehofft haben, dem Ukraine-Krieg und dem schlechteren Konjunkturklima. Das wird die Inflation weiter befeuern und den Konsum reduzieren“, erklärt Post AG-CEO Georg Pölzl. Corona habe E-Commerce und Digitalisierung generell befördert. Zudem sei klar, dass „wir Preisanpassungen machen müssen, die notwendig sind, weil wir sonst die Qualität unserer Services nicht mehr darstellen können“. Das Unternehmen decke mit seinem Personal – den eigenen sowie Frächtern und Zeitarbeitskräften, die wir in der Hochsaison einsetzen – den jeweiligen Bedarf gut ab. Dass es in der Hochsaison immer zu Höchstbelastungen kommt, sei normal. „Die Mitarbeiter haben auch diesmal wieder einen großartigen Job gemacht und es ist trotz Corona zu keinen Engpässen gekommen“, so Pölzl. Man müsse die Paketmengen auch in Kombination mit der sinkenden Briefmenge sehen. „Wir haben das Unternehmen angepasst und viel investiert. In Summe funktioniert das aus meiner Sicht sehr, sehr gut.“ (19.3. SN S. 17)

LGT-Österreich-Chef: Gaspreis-Explosion als Bewährungsprobe für Industrie 

Meinhard Platzer, Vorstandsvorsitzender der Privatbank LGT in Österreich, übt sich bezüglich der weiteren Aussichten für das laufende Jahr in Zuversicht. „Wir glauben nach wie vor, dass es keine Rezession gibt“, aber das hänge von dem weiteren Verlauf des Ukraine-Konflikts ab. Die USA würden vom Krieg jedenfalls weniger stark getroffen als europäische Volkswirtschaften. Für die Industrie, die gut durch die Pandemie gekommen sei, könnte die aktuelle Krise allerdings „sehr schlimm werden“, sagt Platzer mit dem Verweis auf die explosionsartig gestiegenen Gaspreise. Was die Entwicklung der Inflation angeht, müsse man von weiter hohen Preisen für Treibstoffe und Lebensmittel ausgehen. Dass der Westen und Europa die hohe Abhängigkeit von russischem Gas schockartig vor Augen geführt bekommen, sei mittelfristig aber auch eine Chance. In der Geldanlage sei der Zug in Richtung nachhaltiger Investments unterwegs, die Nachfrage der Kunden nach entsprechenden Produkten sei groß und werde weiter steigen. Die LGT sieht Platzer dafür gut positioniert. (21.3. SN S. 11)

RLB Vorarlberg-Chef: Müssen europäische Zinspolitik überdenken

Für Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg ist die derzeitige Teuerungswelle ein Anlass, die europäische Zinspolitik zu überdenken: „Trotz der vom Ukraine-Krieg ausgehenden wirtschaftlichen Risiken für die Wirtschaft muss die europäische Zentralbank auf die deutlich gestiegenen Inflationsdaten reagieren.“ Die Anleihekäufe durch die EZB würden nach und nach reduziert, eine erste Zinserhöhung und somit eine Zinswende zeichne sich laut Hopfner noch für dieses Jahr ab. (19.3. VN D1)

Neues Führungsduo bei Kattus

Beim Sprudelerzeuger Kattus hat fünfte Generation Verantwortung übernommen. Johannes Kattus und Maximilian Nimmervoll verantworten neben Sektproduktion und Getränkevertrieb auch den Immobilienbereich. Ideen gibt es genug: „Wir wollen in die Breite wachsen, neue Geschäftsbereiche erschließen und zukunftsfähige Partnerschaften eingehen.“ (19.3. Krone/WiMa)

"Unsere Industrie hilft"

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Als Industriellenvereinigung möchten wir dazu beitragen, die Menschen in der Ukraine und Kriegsflüchtende zu unterstützen. Die IV hat dafür die Task-Force „Unsere Industrie hilft“ eingerichtet.

Die Task-Force „Unsere Industrie hilft“ erreichen Sie unter Industrie.hilft@iv.at oder unter der Hotline 0664 841 29 23 und fungiert vor allem als Contact Point, um Hilfeleistungen einfach und punktgenau zu ermöglichen.