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22.02.2022

Pressezusammenfassung, 22.02.2022
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IV in den Medien

IV: Arbeitszeit auf betrieblicher Ebene regeln

Allgemein

Corona-Wirtschaftshilfen laufen Ende März großteils aus

Reform der Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr

Neuer Präsident für IST Austria ab 2023

Heimische Versicherungen im Vorjahr mit gutem Wachstum

Österreich hinkt bei BIP-Erholung im EU-Vergleich hinterher

IHS Markit: Wirtschaft im Euroraum zieht an und Preise steigen

IV-Mitglieder in den Medien

Österreichische Firmen zählen zu den wichtigsten Investoren in der Ukraine

Valneva baut Forschungsaktivitäten in Schottland aus

PV-Anlage der OMV in der Wiener Lobau in Betrieb

JTI Austria sorgt für 1.000 Quadratmeter neuen Wald in Wien

IMA Schelling bei Gipfel Challenge mit an Bord

People’s fliegt wieder öfter nach Wien

Senger-Weiss: Logistik der Zukunft benötigt ein Bündel an Lösungen

IV in den Medien

IV: Arbeitszeit auf betrieblicher Ebene regeln

Die Industriellenvereinigung (IV) lehnt eine Verkürzung der Arbeitszeit ebenso wie einen Anspruch auf eine Vier-Tage-Woche bei gleicher Stundenleistung ab. „Gerade bei der sensiblen Frage der Arbeitszeit sind praktikable Lösungen entscheidend. Umso wichtiger ist, dass dies auf Betriebsebene geregelt wird“, argumentiert die IV. Aber: „Mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf plädiert die Industrie für den Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuungsplätze.“ (Kleine S. 24-25, NVT S. 22-23)

Allgemein

Corona-Wirtschaftshilfen laufen Ende März großteils aus

Aufgrund der geplanten Öffnungsschritte sollen Ende März laut Finanzminister Magnus Brunner die Corona-Wirtschaftshilfen auch großteils auslaufen. Ausgenommen seien von der Pandemie besonders betroffene Branchen – etwa die Stadthotellerie, Nachtgastronomie und Luftfahrt –, sagte der Minister. „Natürlich muss man sich die Situation individuell ansehen.“ Wo es noch Notwendigkeit für Hilfen gebe, sei man „offen für Gespräche“, merkte Brunner an. Er will nun aber „nachhaltige Budgetpfade einschlagen“ und Schulden reduzieren. Mitte 2021 wurde das Corona-Kurzarbeitsmodell reformiert, seither sind zwei verschiedene Modelle beantragbar. Einerseits gibt es eine unveränderte Variante für besonders betroffene Unternehmen bis Ende März 2022 und andererseits ein Übergangsmodell mit reduzierter Förderhöhe bis Ende Juni 2022. Derzeit können Unternehmen maximal zwei Jahre in Corona-Kurzarbeitsförderungen beziehen. „Die zeitliche Befristung schauen wir uns an“, so Arbeitsminister Martin Kocher. (Alle TZ)

Reform der Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr

Arbeitsminister Martin Kocher will im ersten Halbjahr eine Reform der Arbeitslosenversicherung vorlegen. Im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa werden gemäß Kocher hier viele zusätzliche Maßnahmen aus der Arbeitslosenversicherung finanziert, etwa die Notstandshilfe, Bildungskarenz, Altersteilzeit und Ausbildungsgarantie bis 25. Der Minister warnte davor, den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel zu unterschätzen. Der Mangel an Fachkräften schränke die Wachstumsaussichten der österreichischen Volkswirtschaft stark ein und aufgrund der Demografie würden künftig wohl Arbeitskräfte „im niedrigen fünfstelligen Bereich“ fehlen. (Alle TZ)

Neuer Präsident für IST Austria ab 2023

Der Molekularbiologe Martin Hetzer wird neuer Präsident des Institute of Science and Technology (IST) Austria. Er folgt in dieser Position am 1. Jänner 2023 dem langjährigen IST-Präsidenten Thomas Henzinger. Das hat das Kuratorium des Instituts in der Vorwoche beschlossen, teilte das IST Austria mit. Hetzer ist seit 2004 am The Salk Institute for Biological Studies in La Jolla im US-Bundesstaat Kalifornien tätig. IV-Präsident Georg Knill gratulierte Hetzer zur Bestellung zum neuen IST Austria-Präsidenten. Aus Sicht der Industrie bringe der Molekularbiologe sämtliche Voraussetzungen mit, um das IST Austria auch weiterhin zu den internationalen Spitzenforschungsinstituten mit weltweiter Bedeutung zählen zu lassen. Gerade für die Industrie sei das entscheidend, da man starke Partner in der Grundlagenforschung brauche, um Ergebnisse aufgreifen und weiterentwickeln zu können. (Alle TZ) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Heimische Versicherungen im Vorjahr mit gutem Wachstum

Österreichs Versicherungen haben ihre Einnahmen 2021 etwas kräftiger gesteigert als im Jahr zuvor. Insgesamt legten die Prämieneinnahmen laut Versicherungsverband (VVO) nach vorläufigen Daten um 3,4 Prozent auf 18,7 Mrd. Euro zu. In Schaden-Unfall betrug das Plus 4,7 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro, in der Privatkrankenversicherung 3,7 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung gingen zwar die Einnahmen gegen laufende Prämien um 0,9 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro zurück, aber es erhöhten sich die Einmalerläge um 10,8 Prozent auf 0,8 Mrd. Euro. Unverändert ruft die Branche nach steuerlichen Vorteilen zur Stärkung der privaten Vorsorge. Konkret sollte die vierprozentige Versicherungssteuer für Lebenspolizzen entfallen, nachhaltige Fondspolizzen sollten ebenfalls steuerlich entlastet werden. (Alle TZ)

Österreich hinkt bei BIP-Erholung im EU-Vergleich hinterher

Österreichs Wirtschaft erholt sich im Vergleich mit anderen EU-Staaten bisher weniger rasch von der Corona-Krise. Im Vorjahr lag das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 2,3 Prozent unter dem Niveau von 2019, im EU-Schnitt lag das BIP um 0,9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Ab heuer könnte Österreichs Wirtschaft die Krise aber zumindest zahlenmäßig hinter sich lassen, geht aus Berechnungen der Agenda Austria hervor. Bereits für 2022 rechnet die Agenda Austria für Österreich mit einem BIP über dem Niveau von 2019, für 2023 sollen es sogar 4,2 Prozent mehr reales BIP sein als vor der Krise. Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt Österreich damit jedoch hinterher. Die Entwicklung liegt klar unter dem EU-Schnitt, für den für 2023 ein um 5,9 Prozent höheres reales BIP zum Vorkrisenniveau vorausgesagt wird. (Presse S. 13, Standard S. 19, WZ S. 9)

IHS Markit: Wirtschaft im Euroraum zieht an und Preise steigen

Lockerungen von Corona-Einschränkungen schieben die Wirtschaft in der Eurozone an. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – kletterte im Februar um 3,5 Zähler auf 55,8 Punkte, wie das Institut IHS Markit mitteilte. Der Indikator bleibt damit klar über der Wachstumsmarke von 50 Zählern. „Der Ausblick fiel ebenfalls wieder optimistischer aus, da die Unternehmen auf eine weitere Konjunkturerholung hoffen, was wiederum die Einstellungsbereitschaft steigen ließ“, erklärte IHS Markit-Chefökonom Chris Williamson. (21.2. trend.at, handelsblatt.com)

IV-Mitglieder in den Medien

Österreichische Firmen zählen zu den wichtigsten Investoren in der Ukraine

Österreichische Unternehmen haben nach Angaben der ukrainischen Notenbank bis Mitte des vergangenen Jahres 1,77 Mrd. Dollar (aktuell 1,56 Mrd. Euro) in der Ukraine investiert. Damit ist Österreich der sechstgrößte Investor in der Ukraine. Unter den rund 200 österreichischen Niederlassungen befinden sich viele Produktionsstätten, etwa der Papier- und Verpackungsindustrie, von Herstellern von Fruchtsaftkonzentraten (Agrana, Pfanner), Baumaterialien, und Bügelbrettern. Auch die Skihersteller Fischer und Blizzard produzieren in der Ukraine. Ebenfalls stark präsent sind die Raiffeisen Bank International sowie die Versicherer UNIQA und Vienna Insurance Group. Der Großteil der österreichischen Niederlassungen ist in der West- und Zentralukraine. (Krone S. 7, Kleine S. 26-27)

Valneva baut Forschungsaktivitäten in Schottland aus

Das Pharmaunternehmen Valneva erhält bis zu 20 Mio. britische Pfund (23,97 Mio. Euro) Forschungsförderung in Schottland. Das Geld von der dortigen Wirtschaftsförderungsagentur Scottish Enterprise soll in zwei Tranchen an das Unternehmen fließen. Die ersten 12,5 Mio. Pfund sollen Valneva bei der Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit dem geplanten Covid-19-Totimpfstoff VLA2001 unterstützen. Die zweite Tranche in Höhe von 7,5 Mio. Pfund sei für die Forschung und Entwicklung im Zusammenhang mit dem Produktionsverfahren für andere Impfstoffe vorgesehen, hieß es. Neben dem Corona-Impfstoff arbeitet Valneva an einem Impfstoff gegen die durch Mücken übertragene Virusinfektion Chikungunya. Die Mittel sollen in den kommenden drei Jahren ab März 2022 gewährt werden und dem Produktionsstandort von Valneva in Livingston zugutekommen. (21.2. trend.at, vienna.at)

PV-Anlage der OMV in der Wiener Lobau in Betrieb

Die OMV AG hat in der Wiener Lobau eine nachgeführte Flächen-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Investitionssumme der Anlage liege bei rund 4,5 Mio. Euro und erziele eine Leistung von 5.590 kWp, gab das Unternehmen bekannt. Die Stromproduktion soll knapp die Hälfte des jährlichen Strombedarfs des OMV-Tanklagers in der Lobau decken – das entspricht dem Verbrauch von 1.800 Haushalten. (Kleine S. 24-25)

JTI Austria sorgt für 1.000 Quadratmeter neuen Wald in Wien

Zur Unterstützung der Aufforstung des Wiener Stadtgebiets hat die JTI Austria Ende 2021 eine Weihnachtsspende an den Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien überreicht. Diese ermöglicht die Pflanzung von 1.000 Quadratmeter Wald, bei der Mitarbeiter von JTI Austria im Rahmen eines Volunteering-Programms tatkräftige Unterstützung leisten werden. „Als traditionsreiches, erfolgreiches Unternehmen sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst und unterstützen daher aus Überzeugung die unterschiedlichsten Projekte im Sozial- oder Umweltbereich“, betonte Ralf-Wolfgang Lothert, Director Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. (18.2. boerse-social.com)

IMA Schelling bei Gipfel Challenge mit an Bord

Auch heuer haben sich wieder viele internationale Unternehmen aus Österreich der Gipfel Challenge gestellt. Darunter auch das Vorarlberger Unternehmen IMA Schelling Austria GmbH mit Sitz in Schwarzach. Die topmotivierten Teilnehmenden der IMA Schelling Austria sammeln gemeinsam Höhenmeter und versuchen gemeinsam ein Ziel zu verfolgen, wie Thomas Ganser, Kundenbetreuer der IMA Schelling, berichtet: „Die Gipfel Challenge ist eine Bereicherung, sie stärkt nicht nur das Team, sondern zeigt, wie gut Ziele gemeinsam erreicht werden können.“ Motivation spielt dabei eine ganz besondere Rolle. (VN D2)

People’s fliegt wieder öfter nach Wien

Die Regionalfluglinie People’s will die Verbindung Altenrhein-Wien schrittweise wieder hochfahren. So werden ab sofort fünf Rotationen und ab dem Sommerflugplan 2022 dann sechs Rotationen pro Woche geflogen. „Nach einem Nachfragetief in den vergangenen Wochen blicken wir jetzt wieder optimistisch in die Zukunft“, berichtet CEO Thomas Krutzler. Auch Wochenend-Verbindungen nach Wien stünden wieder auf dem Plan. Im Chartergeschäft bringe der Sommerflugplan abgesehen von den bekannten Destinationen in den Mittelmeerraum ebenfalls Neuigkeiten. Konkret werde die Destination Rennes im Westen Frankreichs im September 2022 jeweils am Freitag in das Programm aufgenommen. Zudem prüfe People’s die Wiederaufnahme der Shuttlebus-Verbindung zwischen der Schweiz und Vorarlberg. (Krone/Vorarlberg S. 18, NVT S. 18; 21.2. ORF-„Vorarlberg heute“)

Senger-Weiss: Logistik der Zukunft benötigt ein Bündel an Lösungen

Für Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Gebrüder Weiss, ist nachhaltige Logistik auch ein Wettbewerb zwischen neuen und bewährten Technologien: „Die Schiene ist wichtig, es sind weitere Verlagerungen möglich – aber nur begrenzt. E-Lkw funktionieren in der Zustellung, v.a. im urbanen Raum. Für den Schwerverkehr auf längeren Strecken sind sie nicht optimal. Da wären Wasserstoff oder E-Fuels geeignete Alternativen. Letzten Endes wird der Markt regeln, was sinnvoll und möglich ist.“ Kritik übt Senger-Weiss an den Entscheidungsträgern: „Wir brauchen Mut zur Realität. Wir müssen technologieoffen bleiben, auch Übergangslösungen beachten. Und wir sollten die Energiewende als Chance für unser Land sehen – etwa durch die Umsetzung der Wasserstoffstrategie, die es seit Jahren gibt, die aber nicht angegangen wird.“ Und, ergänzt Senger-Weiss: „Wir brauchen Förderungen für die Mehrkosten, die der Umstieg verursacht und Investitionssicherheit. Da müssen alle an einem Strang ziehen.“ (Krone/Vorarlberg S. 26)