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22.03.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Knill: Industrie braucht Strompreiskompensation

Neumayer: Brauchen weitere Entlastungen für energieintensive Industrie

IV-NÖ: Steigende Energiekosten setzen Betriebe unter Druck

IV-Salzburg drängt auf Nachschärfung bei Strompreiskompensation 

IV-OÖ warnt vor De-Industrialisierung Österreichs

IV-Steiermark: Energiepaket führt an der Realität der Unternehmen vorbei

IV-Vorarlberg: Urbanisierung Vorarlbergs notwendig für den Standort 

Allgemein

Für Förderbank aws war 2021 ein Rekordjahr 

Studie: Nur rund jeder Zweite sieht für sich gute Chancen am Arbeitsmarkt

EU billigt zwei Mrd. Euro für Breitbandausbau in Österreich

EZB-Präsidentin: Kampf gegen Klimawandel wird anfangs Inflation anschieben

EZB: Noch keine Lohn-Preis-Spirale, Politik muss ihren Beitrag leisten 

IV-Mitglieder in den Medien

Schrack Seconet übernahm deutschen Mitbewerber

Rhomberg Bau verstärkt sich in der Bundeshauptstadt

Siemens Österreich-Chef: Hohe Preise verfestigen sich

Knapp AG zeichnet Talente aus

IV in den Medien

Knill: Industrie braucht Strompreiskompensation

Für die Industrie ist das von der Bundesregierung vorgelegte Energiepaket „unzureichend und es geht an der Realität vorbei“. „Wir haben eine Vielzahl von energieintensiven Unternehmen, die für den Wohlstand, die Produktionstätigkeit und Beschäftigung im Land wesentlich sind. Diese Unternehmen sind von den explodierenden Energiepreisen massivst betroffen, die sich durch die aktuelle Krise noch einmal deutlich erhöht haben“, erklärt IV-Präsident Georg Knill. Dabei handle es sich um eine existenzielle Bedrohung. Neben Maßnahmen für den privaten Sektor, Haushalt und Gewerbe brauche es auch Entlastungsmaßnahmen für die energieintensive Industrie. Knill plädiert daher für die Umsetzung der Strompreiskompensation, die bereits in anderen EU-Ländern wie Deutschland oder Italien in Anwendung ist. Je nach Preis für die CO2-Zertifikate würde das eine Entlastung für energieintensive Unternehmen zwischen 200 und 400 Mio. Euro bringen. Knill: „Das ist jetzt notwendig.“ (Ö1-Morgenjournal) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Neumayer: Brauchen weitere Entlastungen für energieintensive Industrie

Als Reaktion auf die hohen Energiepreise hat die Regierung ein Paket von zwei Mrd. Euro geschnürt. Die Wirtschaft soll unter anderem durch die Senkung der Energieabgaben auf Gas und Strom unterstützt werden. Für die Industriellenvereinigung ist das zu wenig: „Das Problem ist, dass die Abgabenreduktion auf Energie kurzfristig hilft und Liquidität sichert – aber nicht langfristig. Das Volumen ist leider nicht groß genug“, stellte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer klar. Es brauche daher weitere Entlastungen für die energieintensive Industrie, etwa eine Strompreiskompensation – also ein Zurückzahlen der EU-weiten CO2-Abgabe für Unternehmen. „Da gibt es auch keine Gießkanne und keinen Streuverlust. Sondern, wenn die CO2-Belastung bzw. die Energiepreisbelastung eine gewisse Höhe erreicht hat, dann kann das ausgeglichen werden“, so Neumayer. (21.3. ZiB 13, ZiB Flash, ZiB 18, Ö1-Abendjournal)

IV-NÖ: Steigende Energiekosten setzen Betriebe unter Druck

Derzeit melden nur ein Drittel der Industriebetriebe in Niederösterreich eine gute Geschäftslage. Grund dafür sind laut einer Umfrage der IV-NÖ die Energiekosten-Steigerungen. „Das wirkt sich sehr deutlich auf die Industriebetriebe aus, weil die Kosten sprunghaft ansteigen und wir die Preise anpassen müssen, damit wir diese Phase gut durchstehen können“, betonte IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Zugleich fordert er Entlastungen, um die Unternehmen zu unterstützen. Bei Salzer Papier sieht man sich aufgrund der gestiegenen Energiekosten jedenfalls gezwungen, die Preise deutlich zu erhöhen. Langfristig will das Unternehmen mit Sitz in St. Pölten auf Biomasse umsteigen und unabhängiger von den internationalen Energiemärkten sein. Beim Sanitärtechnikspezialisten Geberit in Pottenbrunn haben sich die Stromkosten zuletzt verdoppelt. „Wir müssen einfach auch nach vorne denken und nach Möglichkeiten suchen. Es ist gleichzeitig auch eine Chance, hier innovativ zu sein und die modernen Möglichkeiten der Technologie umzusetzen“, so Geschäftsführer Helmut Schwarzl. (18.3. P3tv)

IV-Salzburg drängt auf Nachschärfung bei Strompreiskompensation 

Das von der Regierung präsentierte Energiekosten-Entlastungspaket wird von der IV-Salzburg kritisch hinterfragt. Die angekündigten Zwei-Mrd.-Euro-Hilfen seien zwar positiv, einzelne Vorschläge seien aber gar nicht berücksichtigt worden. Kritisiert wird auch, dass man generell in die Verhandlungen nicht eingebunden worden sei. An der täglichen Realität, vor allem energieintensiver Unternehmen, würden die Maßnahmen vorbeigehen. „Die Senkung der Elektrizitäts- und Erdgasabgabe sind Schritte in die richtige Richtung und die können manchen Betrieben helfen. Nur wirklich energieintensive Betriebe können damit nicht überleben“, gibt IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler zu bedenken. Vor allem gefehlt habe aber die Einbindung in die Gespräche im Vorhinein: „Man führt viele Gespräche im Vorfeld, man macht auf die Risken aufmerksam. Wir haben gerade diese Strompreiskompensation sehr oft angesprochen. Wir sind enttäuscht, dass sie jetzt nicht kommt – was nicht heißt, dass sie langfristig nicht kommt. Man muss genau jetzt in diesem Bereich nachschärfen“, fordert Unterkofler. (21.3. Salzburg heute)

IV-OÖ warnt vor De-Industrialisierung Österreichs

Rund ein Viertel der österreichischen Industrieproduktion und der Exporte werden laut IV-OÖ in Oberösterreich erwirtschaftet. Damit ist es das führende Export-, Industrie- und Technologiebundesland. IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch fürchtet um die Zukunft des Standorts. „Russisches Erdgas ist nicht kurzfristig ersetzbar“, sagt er. „Stattdessen bräuchten wir 70.000 große Windturbinen oder 1.500 große Wasserkraftwerke. Die Transformation unseres Energiesystems ist möglich, aber nicht in kürzester Zeit.“ Haindl-Grutsch schlägt vor, im ersten Schritt um die Hälfte weniger Gas aus Russland zu beziehen. Dieser Schritt wäre schon teuer, und der Anteil würde noch immer bei 40 Prozent liegen. Das Energiepaket der Regierung sei nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Die Unternehmen hätten normalerweise Energiekosten von sechs Prozent, derzeit seien es rund 15 Prozent. „Das ist zu hoch und führt auf Dauer zu einer De-Industrialisierung von Österreich“, warnt Haindl-Grutsch. „Wir brauchen eine sichere und leistbare Energieversorgung, sonst ist der hochentwickelte Standort Österreich tot.“ (WZ S. 9)

IV-Steiermark: Energiepaket führt an der Realität der Unternehmen vorbei

Als bei weitem unzureichend beurteilt die IV-Steiermark das Energiepaket, mit dem die Regierung die Preisanstiege etwa bei Strom-, Gas oder Heizöl dämpfen will. „Es führt ganz klar an der Realität der Unternehmen vorbei. Was wir jetzt brauchen würden, wäre ein Instrument, das bereits auf EU-Ebene verfügbar ist, nämlich jenes der Strompreiskompensation. Länder wie Deutschland, Italien, Frankreich oder auch Spanien nutzen dieses Instrument bereits. Und österreichische Unternehmen haben deswegen aktuell sogar einen innereuropäischen Wettbewerbsnachteil. (21.3. Steiermark heute)  

IV-Vorarlberg: Urbanisierung Vorarlbergs notwendig für den Standort 

Vorarlbergs urbaner Weg läuft aus verschiedenen Gründen nicht nach Plan. Das hat mit dem Dorfdenken einerseits und dem politischen Willen andererseits zu tun. Die IV-Vorarlberg spricht vom „urbanen Weg“, zeichnet ein „Big Picture“ und teilt Vorarlberg in Stadt und Land. Letzteres bilden die Talschaften, die vom Ballungsraum Rheintal/Walgau abgehen. Im großen Zukunftsbild der IV-Vorarlberg stimmen somit die „Stadtgrenzen“ nicht mit jener Region überein, die nach Angaben der EU überwiegend städtisch ist – nämlich die Rheintal-Bodenseeregion. (21.3. Krone/Vorarlberg S. 18-19)

Allgemein

Für Förderbank aws war 2021 ein Rekordjahr 

Blickt man auf das Vorkrisenjahr 2019, haben sich die Förderzusagen der aws Förderbank im vergangenen Jahr verfünfzigfacht. Mehr als 255.000 Förderzusagen (rund 7,9 Mrd. Euro) haben heimische Unternehmen 2021 erhalten. Große Nachfrage gab es aufgrund der Corona-Hilfsprogramme, wie etwa Investitionsprämie oder Überbrückungsgarantie. Die Förderbank des Bundes übernahm 2.016 Überbrückungsgarantien in der Höhe von 418 Mio. Euro. Seit Pandemiebeginn wurden insgesamt 21.400 solcher Garantien in Höhe von vier Mrd. Euro zugesagt. (Alle TZ)

Studie: Nur rund jeder Zweite sieht für sich gute Chancen am Arbeitsmarkt

Viele Beschäftigte unterschätzen ihren eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt. In einer im Jänner unter etwas mehr als 2.000 Österreichern durchgeführten Umfrage der Marktforschungsagentur MindTake im Auftrag der Online-Jobplattform Stepstone schätzen nur 54 Prozent der Befragten ihre Chancen am Arbeitsmarkt als eher oder sehr gut ein. Das gelte auch für Bereiche, die besonders stark nach Personal suchen, wie die Technik- und IT-Branche, Vertrieb oder Handel. (SN S. 9)

EU billigt zwei Mrd. Euro für Breitbandausbau in Österreich

Die EU-Kommission hat eine zwei Mrd. Euro schwere österreichische Regelung zum Ausbau von Breitbandnetzen im Rahmen des EU-Wiederaufbaufonds genehmigt. Die Brüsseler Behörde billigte die Maßnahme nach den EU-Beihilfevorschriften. Die Hilfe wird teilweise aus der Aufbau- und Resilienzfazilität des EU-Wiederaufbaufonds finanziert. Österreich erhält von der EU rund 3,5 Mrd. Euro aus dem Fonds, damit sollen Investitionen im Umfang von 4,5 Mrd. Euro bewerkstelligt werden, die Österreich zum Teil kofinanziert. 53 Prozent der EU-Hilfen sind für die Digitalisierung vorgesehen. Die Regelung läuft laut EU-Kommission bis zum 31. Dezember 2026, die Unterstützung erfolgt in Form von direkten Zuschüssen. Die Netze sollen eine Ladegeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit/s bieten und künftig auch Gigabit-Geschwindigkeiten unterstützen könnten. (OÖN S. 10)

EZB-Präsidentin: Kampf gegen Klimawandel wird anfangs Inflation anschieben

Die Anstrengungen Europas im Kampf gegen den Klimawandel werden aus Sicht von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf kurze bis mittlere Sicht die Inflation anschieben. Langfristig werde dies aber zu einer Senkung der Preise führen, so Lagarde. Die europäischen Staats- und Regierungschefs arbeiten an Plänen zur Beschleunigung des Wandels in Richtung einer „grünen“ Wirtschaft. Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Europäische Union nach Russlands Invasion in der Ukraine ihre Abhängigkeit von russischem Öl und Gas verringern will. (Standard S. 18)

EZB: Noch keine Lohn-Preis-Spirale, Politik muss ihren Beitrag leisten 

Der Wirtschaft im Euroraum droht nach Ansicht von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos kein Abrutschen in die Stagflation – also Wachstumsschwäche gepaart mit hoher Inflation. „In unseren jüngsten Prognosen sehen wir selbst in unserem schlechtesten Szenario für das laufende Jahr im Euroraum immer noch ein Wachstum von über zwei Prozent voraus, insofern also keine Stagflation", sagte de Guindos. „Aber es gibt voraussichtlich für einen längeren Zeitraum als vor dem Krieg erwartet eine höhere Inflation.“ Auch die Politik müsse ihren Beitrag leisten, eine gefährliche Lohn-Preis-Spirale zu verhindern, forderte der EZB-Vizepräsident: „Der Preisschock bei Energie- und Rohstoffen, den wir momentan erleben, macht viele Unternehmen und Arbeitnehmer ärmer. Die Finanzpolitik sollte durch temporäre, gezielte Hilfen dazu beitragen, die Lasten zu verringern. Dies würde auch die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale reduzieren.“ (21.3. Handelsblatt S. 30-31)

IV-Mitglieder in den Medien

Schrack Seconet übernahm deutschen Mitbewerber

Das Wiener Hightech-Unternehmen Schrack Seconet hat im Vorjahr von Johnson Control (JCI) die Betriebe in Deutschland und Österreich übernommen. Inzwischen seien sie gut in die Firmengruppe integriert (Kommunikationslösungen für Feuersicherheit, Krankenhäuser und Betriebe), wie Wolfgang Kern, Alleinvorstand von Schrack Seconet, betont: „Unser Umsatz lag im Vorjahr mit 120 Mio. Euro über jenem von 2019, also noch vor der Corona-Krise.“ Es werden insgesamt 770 Mitarbeiter beschäftigt. (Krone S. 10)

Rhomberg Bau verstärkt sich in der Bundeshauptstadt

Das Bregenzer Unternehmen Rhomberg Bau übernimmt das Wiener Bauunternehmen Prath. „Damit verstärken wir uns gezielt in unseren Wachstumsbereichen Umbauten und Sanierung sowie Neubau und profitieren von den Kontakten und dem Know-how eines alteingesessenen Familienbetriebs“, erklärt Hubert Rhomberg die Investition. Übernommen werden auch der Firmensitz in der Schönbrunner Straße und der Lagerplatz in Langenzersdorf. Der Name Prath bleibt erhalten. Der 1932 von Stadtbaumeister Rudolf Prath gegründete Betrieb hat sich durch Projekte in der Stadterneuerung, Zu- und Umbauten, Dachgeschossausbau, Denkmalpflege und als Spezialist für kleinere, individuelle Bauvorhaben einen Namen gemacht. (Krone/Vorarlberg S. 24, VN D2)

Siemens Österreich-Chef: Hohe Preise verfestigen sich

Nach Angaben von Wolfgang Hesoun, Siemens-Chef für Österreich und Osteuropa, ist der direkte Impact aus der Ukraine gering, „aber die Versorgungskette ist jetzt vielfach unterbrochen, was Rückstaus verursacht, die uns treffen“. Zugleich müsse durch die hohe Teuerungsrate mit höheren Lohnkosten gerechnet werden. „Also mit einer entsprechenden Anhebung der Kollektivvertragslöhne. Damit manifestieren wir die gestiegenen Kosten und müssen in der Folge auch die Preise anheben. Das heißt, die Inflation wird bleiben“, so Hesoun. Zur Forderung der Industrie nach einer Aussetzung der CO2-Abgabe hält er fest: „Wir dürfen den Standort Österreich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zusätzlich durch die Gesetzgebung belasten.“ (Kurier S. 11)

Knapp AG zeichnet Talente aus

Die Knapp AG, steirischer Intralogistikspezialist mit Sitz in Hart bei Graz, ist einer der größten IT-Arbeitgeber im Land. Rund 90 Schüler sowie Studierende aus ganz Österreich sind zum diesjährigen Programmierwettbewerb des Unternehmens angereist. Die Sieger des „Coding Contests“, der zum zehnten Mal über die Bühne ging, sind Jakob Jakwerth von der HTL Rennweg und Michael Krickl von der Johannes-Kepler-Universität in Linz. Die TU Graz erreichte diesmal den dritten Platz. (Kleine S. 29)

"Unsere industrie hilft"

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Als Industriellenvereinigung möchten wir dazu beitragen, die Menschen in der Ukraine und Kriegsflüchtende zu unterstützen. Die IV hat dafür die Task-Force „Unsere Industrie hilft“ eingerichtet.

Die Task-Force „Unsere Industrie hilft“ erreichen Sie unter Industrie.hilft@iv.at oder unter der Hotline 0664 841 29 23 und fungiert vor allem als Contact Point, um Hilfeleistungen einfach und punktgenau zu ermöglichen.