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22.04.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Energiewende: Industrie warnt vor neue Belastungen durch geplante Gesetze

Ohneberg: Wechsel von Erdgas auf anderen Energieträger dauert zehn Jahre

Pochtler: Abschaffung der kalten Progression ist Frage der Gerechtigkeit 

Experten sehen Comeback-Chancen für Standort Europa

Allgemein

Elementarbildung: Sozialpartner und IV erhöhen Druck auf Regierung

Inflation erreichte höchsten Wert seit 1981

Schienengüterverkehr 2021 wieder fast auf Vor-Corona-Niveau

Anstieg bei Firmeninsolvenzen durch Corona-Krise

Umfrage: EU gewinnt an Bedeutung, Zukunftspessimismus steigt 

Euro-Inflation im Euroraum kletterte auf Rekordwert

EZB signalisiert Zinserhöhung im Juli

IV-Mitglieder in den Medien

Vamed konnte 2021 Betriebsergebnis verdreifachen

NÖM warnt vor steigenden Milchpreisen

Hypo Vorarlberg und Messe Dornbirn verlängern Vertrag 

Energie Steiermark will mit Rekord-Investition die Abhängigkeit von internationalen Märkten verkleinern

AVL DiTEST erwirtschaftete 2021 Umsatzrekord

Kreislaufwirtschaft gewinnt in der Baubranche zunehmend an Bedeutung

Heinzel-CEO: Ohne Gas können wir nicht produzieren

Amag erhält langfristigen Großauftrag von Ruag Aerostructures

RLB Tirol steigerte EGT 2021 kräftig

ÖBB wollen für Tunnel auf neue Bohrtechnik setzen

IV in den Medien

Energiewende: Industrie warnt vor neue Belastungen durch geplante Gesetze

Für Diskussionen sorgen derzeit die Pläne der Umweltministerin, neue Gasheizungen zu verbieten und ein Umrüsten bestehender bis 2040 vorzuschreiben. Die Industriellenvereinigung warnt vor Belastungen, die durch neue Gesetze drohen. In Vorbereitung ist etwa das Klimaschutzgesetz, das sogar Verfassungsrang bekommen könnte. In einem Brief an Bundeskanzler Nehammer warnt die Industrie davor, quantitative Ziele festzulegen. Beispiel: Wenn eine CO2-Reduktion um einen Prozentsatz in einem Verfassungsgesetz stünde, würden alle dagegen verstoßen, die das nicht erreichen. Beim geplanten Energieeffizienzgesetz seien Strafzahlungen von bis zu 275 Mio. Euro im Jahr für Landesenergieversorger vorgesehen, wenn sie ihre Kunden nicht zu mehr Energieeinsparungen bringen. (Krone S. 11)

Ohneberg: Wechsel von Erdgas auf anderen Energieträger dauert zehn Jahre

Der Wechsel von Erdgas auf einen anderen Energieträger dauert rund zehn Jahre, sagt IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg. Es fehle an Alternativen und an Infrastruktur. In Vorarlberg ist der Verpackungshersteller Rondo Ganahl in Frastanz einer der größten Erdgasabnehmer. Die Firma Rondo Ganahl sammelt Altpapier und fertigt daraus Karton-Verpackungen. Die dazu verwendeten Trocknungs- und Pressverfahren benötigen Wärme und genau dafür braucht das Unternehmen Erdgas. Würde dieses knapp werden, dann hätte das – nicht nur für das eigene Unternehmen – drastische Auswirkungen, sagt Geschäftsführer Hubert Marte. Bei einem plötzlichen Gasstopp würde die Produktion sofort stillstehen. Dies hätte auch Auswirkungen auf andere Betriebe, denn die Verpackung sei ein wichtiger Baustein der Lieferkette, viele Güter können nicht unverpackt geliefert werden, wie zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente. (21.4. ORF Vorarlberg)

Pochtler: Abschaffung der kalten Progression ist Frage der Gerechtigkeit 

„Die Abschaffung der kalten Progression wurde lange versprochen, ist im Regierungsprogramm angeführt. Angesichts der höchsten Inflation seit 40 Jahren müssen nun endlich Taten folgen, dies ist allein schon ein Gebot von Fairness und Gerechtigkeit gegenüber allen arbeitenden Menschen in Österreich“, betont IV-Wien-Präsident Christian C. Pochtler. In diesem Sinne sei es zu begrüßen, dass sich eine Arbeitsgruppe im Finanzministerium nun mit konkreten Reformvorschlägen befasse. Die kalte Progression sei nichts anders als „eine versteckte, unfaire und schleichende Steuererhöhung. Eine Abschaffung ist in der aktuellen Krisensituation eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit – keiner kann jetzt schon sicher sagen, wie weit die inflationäre Entwicklung noch gehen wird. Ein Zögern beim Gegensteuern können wir uns nicht leisten.“ Zudem plädiert Pochtler für weitere Entlastungsmaßnahmen: „Wir werden um eine Lohnnebenkostensenkung nicht herumkommen. Dies wird bereits seit Jahren gefordert – jetzt ist auch hier die Zeit für Diskussionen vorbei.“ (21.4. APA)

Experten sehen Comeback-Chancen für Standort Europa

Passend zum Thema „Made in Europe“ betonten sowohl IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG, als auch IV-Chefökonom Christian Helmenstein beim Konjunkturgespräch der RLB Steiermark die Chancen, die die EU aus aktuellen Krisen ziehen könne. Die Gas-Problematik sei lösbar, bei Fachkräften seien gemeinsame Anstrengungen nötig. Ein Erdgasembargo würde Österreich derzeit massiv treffen und zweistellige Inflationsraten sowie massive Arbeitslosigkeit auslösen, warnte Helmenstein. Drohen würde wegen mangelnder Netzstabilität auch ein Blackout. Österreich und Europa müssten sich bei Energien viel autonomer aufstellen. Beim Stichwort Lieferketten erklärte Helmenstein: Es brauche jedenfalls Zeit und Investitionen, bis neue Produktionsstätten entstünden, aber die Problematik werde sich auflösen. Herlitschka plädierte für „Investitionen in strategische Teile von Wertschöpfungsketten, denn wir werden nicht alles nach Europa zurückholen können. Die großen Veränderungen kommen erst, da müssen wir zu den first movern gehören und auch besser in der Umsetzung von Zielen, die ja in Europa vorgegeben werden, sein.“ RLB-Steiermark-Generaldirektor Martin Schaller hielt fest, dass durch Krisen Chancen entstünden, die Pandemie habe bei allem Schub für die Digitalisierung gezeigt, dass das persönliche Gespräch durch nichts zu ersetzen sei. (Krone/Steiermark S. 26, Kleine S. 31; 21.4. Steiermark heute, Radio Steiermark-Journal, steiermark.orf.at, krone.at, kleinezeitung.at)

Allgemein

Elementarbildung: Sozialpartner und IV erhöhen Druck auf Regierung

Sozialpartner und Industriellenvereinigung fordern Bundes- wie Landesregierungen auf, in der Elementarbildung Gas zu geben. Aufgrund der laufenden Verhandlungen zur Fortführung der diesbezüglichen 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern wird jährlich eine zusätzliche Mrd. Euro für den Ausbau sowie eine Ausbildungsoffensive gefordert. Auch der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz müsse kommen. Ein diesbezügliches Schreiben soll dem Vernehmen nach heute an Bundeskanzler Karl Nehammer, Finanzminister Magnus Brunner, Bildungsminister Martin Polaschek, Familienministerin Susanne Raab sowie alle Landeshauptleute ergehen. Bund wie Länder verhandeln aktuell über eine Fortführung der heuer auslaufenden 15a-Vereinbarung zur Elementarpädagogik. (TT S. 6)

Inflation erreichte höchsten Wert seit 1981

Die Verbraucherpreise ziehen in Österreich weiter kräftig an. Laut Statistik Austria kletterte die Inflationsrate im März im Jahresvergleich auf 6,8 Prozent. Damit hat die Teuerung den höchsten Wert seit November 1981 erreicht, als die Inflationsrate 7,0 Prozent betrug. Die stärksten Preistreiber waren die Spritpreise sowie weiterhin hohe Preise für Haushaltsenergie. Gegenüber dem Vormonat Februar stieg das durchschnittliche Preisniveau um 2,1 Prozent. Die Preise für Treibstoffe verteuerten sich im März im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte (plus 50,7 Prozent). Wohnung, Wasser und Energie kosteten durchschnittlich um 9,7 Prozent mehr, wobei hier vor allem ein Preissprung bei Haushaltsenergie ins Gewicht fiel (plus 33,5 Prozent). (Alle TZ)

Schienengüterverkehr 2021 wieder fast auf Vor-Corona-Niveau

Auf dem heimischen Schienennetz wurden im Vorjahr wieder fast so viele Güter transportiert wie vor der Corona-Krise. Das Transportaufkommen legte 2021 um 4,8 Prozent zum Vorjahresniveau auf 102,2 Millionen Tonnen zu. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, lag das Transportaufkommen bei 102,6 Millionen Tonnen, informierte die Statistik Austria. Die Transportleistung im Inland verbesserte sich im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 21,8 Milliarden Tonnenkilometer. In allen Verkehrsbereichen gab es Mengenzuwächse verglichen mit dem Jahr 2020, in dem das Transportaufkommen von der Corona-Krise belastet war. (OÖN S. 11, WZ S. 10)

Anstieg bei Firmeninsolvenzen durch Corona-Krise

Die Corona-Krise wird immer häufiger zum Grund für eine Firmeninsolvenz. Im Vorjahr war bereits knapp jede vierte Insolvenz auf die Pandemie zurückzuführen, geht aus einer Analyse des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 hervor. Probleme wie eine schlechte Kostenstruktur, Schwächen bei der Finanzierung oder im Controlling oder Absatzschwächen waren dagegen weniger häufig die Ursache. Auch Gründungsfehler sind in rund einem Fünftel der Fälle für eine Insolvenz verantwortlich. Operative Ursachen waren in Österreich mit 31 Prozent im Vorjahr immer noch der häufigste Pleite-Grund, 2020 lag der Anteil allerdings noch bei 40 Prozent. (Alle TZ)

Umfrage: EU gewinnt an Bedeutung, Zukunftspessimismus steigt 

Die EU gewinnt an Bedeutung und wird zunehmend als Wertegemeinschaft wahrgenommen, der Zukunftspessimismus in der österreichischen Bevölkerung steigt indes deutlich. Dies zeigt eine veröffentlichte Umfrage des Gallup-Instituts. So sei das Gefühl der Geschlossenheit innerhalb der EU seit Ausbruch des Ukraine-Krieges deutlich gewachsen. 54 Prozent seien der Ansicht, dass die EU-Staaten hinsichtlich ihrer Werte und Ziele nahe zueinander stünden. Auch der Anteil der Bevölkerung, der die Zukunft der EU optimistisch sieht, ist seit Mai 2020 von 34 auf aktuell 46 Prozent gestiegen. Weiters glauben 72 Prozent der Bevölkerung, dass sich die Welt in den vergangenen fünf Jahren aus ihrer Sicht zum Schlechteren verändert habe, vor zwei Jahren waren es noch 54 Prozent. Zudem sind aktuell 50 Prozent der Überzeugung, dass sich die Weltlage in den nächsten fünf Jahren verschlechtern wird. (Presse S. 4, SN S. 2, TT S. 13)

Euro-Inflation im Euroraum kletterte auf Rekordwert

Die hohen Verbraucherpreise haben die Inflation im Euroraum auf einen Rekordwert getrieben. Die nach europäischer Methode errechneten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 Prozent, verlautbarte die EU-Statistikbehörde Eurostat. Haupttreiber der Inflation waren die stark gestiegenen Energiepreise. Sie verteuerten sich im März um 44,4 Prozent, nach 32,0 Prozent im Februar. In der EU lag die Inflation bei 7,8 Prozent. Die niedrigsten jährlichen Raten wurde in Malta (4,5 Prozent) gemessen, die höchsten in Litauen (15,6 Prozent). Österreich lag mit 6,7 Prozent unter dem EU-Schnitt. (Alle TZ)

EZB signalisiert Zinserhöhung im Juli

In der Eurozone könnte eine erste Zinserhöhung im Kampf gegen die hohe Inflation früher als bisher gedacht erfolgen. Aus den Reihen der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen zahlreiche Signale für einen Zinsschritt bereits im Sommer. „Ich sehe keinen Grund, warum wir unser Programm zum Kauf von Vermögenswerten nicht im Juli auslaufen lassen sollten“, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos. Aus heutiger Sicht sei dann auch eine Zinserhöhung im Juli möglich. Ähnlich äußerte sich EZB-Ratsmitglied Pierre Wunsch. Ein Zinsschritt im Juli sei „sicherlich ein Szenario, das ich in Betracht ziehen würde“. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Vamed konnte 2021 Betriebsergebnis verdreifachen

Der Krankenhausbetreiber und Gesundheitsdienstleister Vamed konnte 2021 den Umsatz um elf Prozent auf 2,3 Mrd. Euro steigern, das Betriebsergebnis (EBIT) wurde auf 101 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Zudem hat das Unternehmen einen Auftragspolster von 3,5 Mrd. Euro (+14 Prozent). In Österreich hat die Vamed im Vorjahr den Zuschlag als Totalunternehmer für die Errichtung des neuen Landesklinikums Wiener Neustadt erhalten, in Deutschland u.a. den Auftrag zur schlüsselfertigen Errichtung eines Krankenhauses mit rund 200 Betten in Öhringen nahe Stuttgart. Zudem geht die Vamed in ein neues Wachstumsfeld. Mit Mini-Ambulanzen in Kombination mit Telemedizin will das Unternehmen völlig neue Versorgungsstrukturen ermöglichen. (Alle TZ)

NÖM warnt vor steigenden Milchpreisen

Die zweitgrößte Molkerei Österreichs, die NÖM mit Sitz in Baden, warnt vor stark steigenden Preisen bei Milch und Milchprodukten. Der Preis für einen Liter Rohmilch sei bereits um mehr als 10 Cent gestiegen, das sei ein Kostenanstieg um 30 Prozent, teilte NÖM-Vorstand Alfred Berger mit. Gegenüber dem Lebensmittelhandel kündigte er „vorsorglich Lieferstopps von bestimmten Produkten“ an. Durch die steigenden Preise und die unterschiedlich starken Verhandlungspositionen entlang der Wertschöpfungskette ist der gesamte Markt in Bewegung geraten. Ein Lebensmittel-Produkt geht durch viele Hände, bis es im Supermarktregal landet. Allein wegen des Anstiegs des Milchpreises um über 10 Cent pro Liter Rohmilch rechnet die NÖM heuer mit mehr als 40 Mio. Euro an Mehrkosten. Der Preisanstieg bei Rohmilch wirkt sich auf die verschiedenen Milchprodukte unterschiedlich aus. (Kurier S. 12, Krone S. 10, Kleine/Kärnten S. 30, Volksblatt S. 16)

Hypo Vorarlberg und Messe Dornbirn verlängern Vertrag 

Die Hypo Vorarlberg und die Messe Dornbirn haben ihre Zusammenarbeit um drei Jahre verlängert. Damit ist die Landesbank bis Ende 2024 Sponsoringpartner sowie offizieller Bankpartner der Messe Dornbirn. Hypo Vorarlberg-Vorstandsvorsitzender Michel Haller freut sich über die Fortsetzung der Kooperation: „Wir pflegen mit der Messe Dornbirn seit vielen Jahren eine intensive Beziehung. Mit ihren Veranstaltungen und jährlich mehreren Hunderttausend Besuchern ist die Messe Dornbirn nicht nur ein fixer Treffpunkt für Besucher und Aussteller, sondern auch Präsentationsfläche für unsere Bank.“ Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten wolle man ein zuverlässiger Partner sein. (NVT S. 19)

Energie Steiermark will mit Rekord-Investition die Abhängigkeit von internationalen Märkten verkleinern

„Trotz eines überaus turbulenten Umfeldes ist es jedoch gelungen, durch frühzeitige Sicherung von Energiemengen in den vorangegangenen Jahren die historischen Entwicklungen an den Energiebörsen 2021 abzufedern und nur teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergeben zu müssen", sagte Energie Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer. Er wies aber darauf hin, dass die Verwerfungen der Märkte bis dato noch nicht voll bei den Endverbraucherinnen und -verbrauchern angekommen seien. Bei der Hauptversammlung wurde auch bekannt gegeben, dass der Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung im Mai in Abstimmung mit den Eigentümern die Verträge beider Vorstände, Purrer und Martin Graf, bis März 2025 verlängern wird. 2021 flossen 186,4 Mio. Euro in den Ausbau und die Instandhaltung von Projekten im Bereich Erneuerbare Energie, über 120 Mio. Euro in den Ausbau intelligenter Netz-Infrastruktur, um vor allem grünen Strom aus Photovoltaik-Anlagen einspeisen zu können. „Diese Rekord-Investition ist Teil unserer Strategie, die Abhängigkeit von internationalen Märkten zu verkleinern“, erklärte Purrer. (Krone/Steiermark S. 32, Kleine S. 21)

AVL DiTEST erwirtschaftete 2021 Umsatzrekord

Die AVL DiTest hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatzrekord von 71,5 Mio. Euro abgeschlossen und damit trotz Corona-Pandemie um fast 40 Prozent zugelegt, teilte das Unternehmen mit. 2019 lag man noch bei 57 Mio. Euro Umsatz, doch dann folgte 2020 ein Rückgang um 9,8 Prozent auf 51,4 Mio. Euro. Lieferengpässe und lange Lieferzeiten waren für Unternehmen im Jahr 2021 eine Herausforderung und hätten auch AVL DiTEST beschäftigt: „Etablierte Rituale, die schnelles entschlossenes Handeln ermöglichen, und gegenseitiges Vertrauen sind in Ausnahmesituationen besonders wichtig“, führte Gerald Lackner, Geschäftsführer von AVL DiTEST, als Grund für den Erfolg trotz Krise an. Das Unternehmen installierte ein crossfunktionales Fokusteam, in dem der Beschaffungsprozess unter Einbeziehung aller Disziplinen gesteuert wurde. Darauf basierend seien rasches und wirkungsvolles Handeln möglich gewesen. Hinzu komme: „Lösungen rund um die Elektromobilität bleiben ein wichtiger Faktor für den Erfolg.“ (21.4. industriemagazin.at)

Kreislaufwirtschaft gewinnt in der Baubranche zunehmend an Bedeutung

Weltweit knapp werdende Ressourcen – auch jene, die die Bauwirtschaft benötigt – und Lieferengpässe rücken das Thema Kreislaufwirtschaft mehr denn je in den Fokus. „Zumindest die Errichtung von Bauwerken betreffend ist sie bereits sehr weit fortgeschritten“, sagt Stefan Graf, CEO der Leyrer + Graf Baugesellschaft. Mineralische Baustoffe, Stahl und Schrott würden mittlerweile sehr gut recycliert. Noch einiges Potenzial gäbe es hingegen bei Kunststoffen. Graf tritt dafür ein, bereits bei der Planung den möglichen Rückbau des Gebäudes zu bedenken. Dafür müssten aber einige Baukonzepte überdacht werden. Hubert Rhomberg, CEO der Rhomberg-Gruppe, plädiert ebenfalls dafür, Gebäude auch in Hinblick auf ihren Abriss intelligent zu planen: „Es sollte keine Baugenehmigung geben, wenn für das Gebäude nicht ein digitales Abbild, eine Liste mit Angaben zu den verwendeten Materialien oder deren Menge sowie eine Anleitung zum Rückbau vorliegt.“ Er selbst engagiert sich in dieser Hinsicht mit seinem 2010 gegründeten internationalen Technologie- und Beratungsunternehmen Cree Buildings, das Lösungen für mehrgeschoßige Holzhybridgebäude aus vorgefertigten Bauteilen entwickelt hat und diese Technologie auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellt. (21.4. diepresse.com)

Heinzel-CEO: Ohne Gas können wir nicht produzieren

„Fakt ist, dass wir ohne Gas nicht produzieren können. Bei einem vollständigen Gas-Stopp könnten wir nur unsere Fabriken geordnet runterfahren und würden dann binnen weniger Tage stehen. Die Mitarbeiter müssten dann in Kurzarbeit“, betont der CEO der Heinzel-Gruppe, Sebastian Heinzel und verweist auf die Konsequenzen: „Wir sind insofern systemrelevant, weil etwa das Zellstoffwerk Pöls auch ein großer Fernwärme-Lieferant ist. Wir versorgen 11.000 Haushalte, mehrere Industriebetriebe und eine Bundesheerkaserne mit Wärme.“ Kurzfristig könne Gas nicht ersetzt werden. „Mittelfristig beschäftigten wir uns seit Jahren damit, die fossilen Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen. Am einfachsten geht das in Pöls, weil wir dort schon sehr viel grüne Energie produzieren. Dort können wir bis 2040 völlig CO2-neutral sein.“ (Kurier S. 11)

Amag erhält langfristigen Großauftrag von Ruag Aerostructures

Amag Components, seit Jahreswechsel eine 100-Prozent-Tochter des börsenotierten Aluminiumunternehmens Amag mit Sitz in Ranshofen, hat einen mehrjährigen Großauftrag von Ruag Aerostructures erhalten. Der bestehende Lieferumfang konnte abgesichert werden, dazu kommen Zusatzaufträge für neue Teile. Das Volumen beläuft sich auf rund 100 Mio. Euro. Ruag mit Sitz in Deutschland ist Flugzeug-Zulieferer, die Amag-Produkte kommen im Airbus A320 zum Einsatz. (Krone/OÖ S. 10, OÖN S. 11, Volksblatt S. 15)

RLB Tirol steigerte EGT 2021 kräftig

Die Raiffeisen Landesbank Tirol (RLB Tirol AG) hat im Geschäftsjahr 2021 eine beträchtliche Steigerung beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verzeichnet. Dieses stieg von 16,3 Mio. Euro im Jahr 2020 auf nunmehr 31,1 Mio. Euro, teilte das Institut mit. Auch beim Betriebsergebnis legte man von 19,6 Mio. Euro auf 41,9 Mio. Euro zu. Zuwächse gab es auch bei der Bilanzsumme: Hier steigerte sich die Bank von 9,4 Mrd. Euro auf 10,9 Mrd. Euro. (Krone/Tirol S. 30, TT S. 21)

ÖBB wollen für Tunnel auf neue Bohrtechnik setzen

Am Mittwoch haben sich die ÖBB öffentlich festgelegt, dass es im Zuge des Baus der 21,3 Kilometer langen Hochleistungsstrecke im Flachgau keine große Endlagerstätte für das anfallende Tunnelausbruchmaterial rund um Köstendorf geben wird. Stattdessen sollen mehr als zwei Millionen Kubikmeter Erdreich mit der Bahn abtransportiert und andernorts deponiert werden. In fünf Jahren wollen die ÖBB mit dem Bau des 16,5 Kilometer langen Flachgautunnels beginnen. Projektleiter Christian Höss hat beim Dialogforum mit Vertretern aus betroffenen Gemeinden nicht nur umfangreichen Lärmschutz, sondern auch den Einsatz einer „innovativen Tunnelvortriebsmaschine“ in Aussicht gestellt. Damit sollen die Eingriffe in die Landschaft beim künftigen Ostportal kleiner ausfallen als bisher geplant. (SN L7)