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26.01.2022

Pressezusammenfassung, 26.01.2022
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IV in den Medien

IV-Konjunkturumfrage: Inflation wird zum unwillkommenen Begleiter des Aufschwunges

IV-Kärnten: Personalsituation in Kärntner Industriebetrieben spitzt sich zu 

IV-Steiermark: Steirische Industriekonjunktur im Zeichen hoher Energiepreise

Tiroler Industrie-Konjunktur: Optimismus trotz Eintrübung

Unterkofler: Projekt Hochleistungsstrecke soll Fahrt aufnehmen

Allgemein

Lobautunnel: Expertise soll Pflicht zum Bau untermauern

Arbeitslosigkeit erneut gesunken – Anstieg bei Kurzarbeit

Mückstein vorerst gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Finanzbildungsrat verabschiedet Arbeitsplan zum Finanzführerschein

IWF rechnet 2022 mit weniger Weltwirtschaftswachstum und höherer Inflation 

IV-Mitglieder in den Medien

„Turnaround-Jahr“ für FACC

Möbelindustrie profitiert von Homeoffice, aber leidet unter Rohstoffpreisen

Fischer Sports startet in der Ukraine mit neuer Skifertigung

Bauboom und smarte Technik brachte Maco ein Rekordjahr

Pfanner sichert Lieferfähigkeit ab

VBV-Gruppe setzt Wachstumskurs fort

Photovoltaik-Ausbau bei voestalpine

Neue Fachkräfte für AT&S-Werk in Leoben

Elin Motoren: Voith ist nun alleiniger Eigentümer

APG: Warmer Dezember hilft Stromerzeugung

Energie Klagenfurt erhöht Strom- und Gaspreise

IV in den Medien

IV-Konjunkturumfrage: Inflation wird zum unwillkommenen Begleiter des Aufschwunges

„Der produzierende Bereich und seine Partner erweisen sich weiterhin als zuverlässige Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs, der aber zahlreichen Störfaktoren trotzen muss: Angefangen von exorbitant gestiegenen Energiepreisen und einem massiven Inflationsanstieg über nach wie vor schwer verfügbare Rohstoffe bzw. bestimmte Vorprodukte wie Halbleiter über den Mangel an Fach- und Arbeitskräften bis zu massiven geopolitischen Spannungen, die wir in unmittelbarer EU-Nachbarschaft erleben. Angesichts dieser Fülle an Herausforderungen ist es umso wichtiger, die Qualität des Standorts weiter zu verbessern“, fassten IV-Generalsekretär Christoph Neumayer und IV-Chefökonom Christian Helmenstein die aktuelle konjunkturelle Situation zusammen. Sofern eine weitere Verschärfung der geopolitischen Spannungen ausbleibe, werde sich der industriegetragene Aufschwung aber in moderatem Tempo fortsetzen. „Die anhaltend ultraexpansive geldpolitische Flankierung, fiskalische Stimuli wie die Investitionsprämie und ökosoziale Steuerreform auf nationaler sowie die Mittel des Wiederaufbaufonds auf europäischer Ebene sichern diesen ab“, so Helmenstein. „Gebot der Stunde“ seien neben der beschlossenen Aussetzung der Erneuerbaren-Förderpauschale weitere Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Kostenexplosion bei Strom und Gas. Konkret brauche es eine Kompensation für erhöhte Strompreise aufgrund hoher CO2-Zertifikatekosten, wie sie in Deutschland und anderen EU-Ländern seit Jahren existieren, auch in Österreich. Zudem müsse der bisher eingeschlagene Weg der Entlastung fortgesetzt und ein stärkerer Fokus auf den Kapitalmarkt gelegt werden. In Anbetracht der derzeit hohen Inflation und dem Nullzinsumfeld wäre der von Finanzminister Brunner angekündigte Vorschlag der Wiedereinführung der Behaltefrist bei der Kapitalertragsteuer ein „richtiges und wichtiges Signal für alle Menschen, die bereit sind, langfristig, gerade auch in ihre Altersvorsorge, zu investieren“, so Neumayer, der sich zudem für Initiativen zur Eigenkapitalstärkung der Betriebe, wie die Abzugsfähigkeit fiktiver Eigenkapitalzinsen, aussprach. (Alle TZ; 25.1. ORF-„ZIB 13“, ORF-„ZIB 1“, Ö1-„Mittagsjournal“, Radio-Bundesländerjournale, orf.at, kurier.at, diepresse.com, kleinezeitung.at, wienerzeitung.at) 

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IV-Kärnten: Personalsituation in Kärntner Industriebetrieben spitzt sich zu 

In der sich auftürmenden Omikron-Welle bekämen auch die Industriebetriebe zunehmend Probleme, „die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne zu kompensieren. Das bedeutet hohes Risiko für die aktuelle Konjunkturentwicklung“, warnt IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Er fordert deshalb „einen pragmatischeren Umgang mit den Corona-Maßnahmen“. Die Situation sei dramatisch, so Springer, daher müsse man auch Vorkehrungen treffen, die Quarantänezeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von betroffenen Unternehmen bei milden Symptomen auf fünf Tage zu reduzieren. Als große Gefahr für die Konjunkturentwicklung schätzt Springer neben den hohen Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte auch die exorbitant steigenden Energiepreise ein. „Im vierten Quartal 2021 sah die Welt noch etwas anders aus“, so Springer weiter. Mehr als drei Viertel der befragten Kärntner Unternehmen meldeten steigende Auftragszahlen und ebenso viele sprachen von einer guten Geschäftslage. Der Fachkräftebedarf schlägt sich mittlerweile in der Konjunkturerhebung nieder: 41 Prozent der Betriebe wollen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und taten sich schwer dabei. In der Vorausschau bis zum Sommer waren die IV-Mitgliedsbetriebe zwar vorsichtiger, aber immerhin 18 Prozent gehen von einer verbesserten Geschäftslage aus, fast 80 Prozent von einer gleichbleibenden. (Kleine/Kärnten S. 28-29; 25.1. kleinezeitung.at)

IV-Steiermark: Steirische Industriekonjunktur im Zeichen hoher Energiepreise

Das Wachstum in der steirischen Industrie setzt sich fort – insbesondere gestiegene Energiepreise sowie Herausforderungen in den Lieferketten und die dringende Suche nach Personal dämpfen jedoch die Dynamik des wirtschaftlichen Aufschwungs. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IV-Steiermark hervor. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage befindet sich mit +43 nach wie vor auf gutem Niveau. Auch der Index des Auftragsbestandes liegt mit +53 weiterhin über dem Vorkrisenniveau. Zwar wird für das erste Quartal 2022 eine zunehmende Produktionsauslastung angestrebt, allerdings verlangsamt sich das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung. „Voraussetzung für weitere Wachstumsbeiträge der Industrie sind funktionierende Lieferketten und die Möglichkeit, derzeit offene Stellen zu besetzen“, berichtete IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger. Sehr genau beobachtet man in der steirischen Industrie die Entwicklungen der Corona-Pandemie in Österreich und der Welt. „Hinsichtlich der Ausbreitung von Omikron in für uns wichtigen Wirtschaftsräumen planen die Unternehmen bestmöglich voraus, um Produktionsengpässe durch allfällige Lieferkettenprobleme unwahrscheinlich zu machen“, so Pagger. (Kleine S. 28-29)

Tiroler Industrie-Konjunktur: Optimismus trotz Eintrübung

Laut Konjunkturumfrage der IV-Tirol beurteilen 77 Prozent der Unternehmen den Auftragsbestand als „gut“. Gegenüber dem dritten Quartal ist dies ein Rückgang um elf Prozent. Trotzdem ist der Blick auf die Geschäftslage erfreulich: In Summe beurteilen nämlich 97 Prozent der Unternehmen die derzeitige Geschäftslage mit „gut“ oder „durchschnittlich“. Das zeige laut IV-Tirol, dass die Industrie trotz Omikron, Arbeitskräftemangel und rasant steigender Energiepreise den Optimismus nicht verloren habe. Auch der Geschäftsklimaindex stieg – nach einer Delle im dritten Quartal – im folgenden vierten Quartal 2021 von 42,5 auf 50 Punkte. Dem steht ein Warnzeichen gegenüber: Nur mehr 23 Prozent rechnen in den nächsten drei Monaten mit steigender Produktionstätigkeit – um zwölf Prozent weniger als im dritten Quartal. Den Beschäftigtenstand beurteilen 36 Prozent der Befragten als „gut“ und 55 Prozent als „durchschnittlich“, neun Prozent rechnen mit einem Rückgang. Das spiegelt die Situation am Arbeitsmarkt wider: Es gelingt den Unternehmen derzeit nicht, die benötigten Arbeitskräfte zu bekommen. Der Fachkräftemangel habe sich ausgeweitet zu einem generellen Arbeitskräftemangel, wird seitens der IV-Tirol betont. Gefordert werden Reformen, die dazu führen sollten, dass die zahlreich angebotenen Arbeitsplätze auch tatsächlich angenommen werden. (Krone/Tirol S. 24)

Unterkofler: Projekt Hochleistungsstrecke soll Fahrt aufnehmen

„Konstruktive Kritik ist im demokratischen Prozess durchaus erwünscht, immer nur dagegen zu sein kann auf Dauer gesehen aber Wohlstand und Fortschritt gefährden“, kritisiert IV-Salzburg-Präsident Peter Unterkofler die ablehnende Haltung einzelner Parteien zu zukunftsorientierten Projekten im Bund und im Land wie dem Lobautunnel, der Mönchsberggarage oder dem Europark. „Das darf sich beim Projekt Hochleistungsstrecke an der Westbahn nicht wiederholen.“ Die IV-Salzburg warnt ausdrücklich davor, dieses dringend notwendige Infrastrukturprojekt weiter zu verzögern. „Hier wird nicht nur CO2-neutrale Mobilität gefördert, sondern auch der Wechsel der steigenden Gütertransporte auf die Schiene unterstützt. Aktuell sind wir leider mit der Situation konfrontiert, dass der Bahnanteil im Landgüterverkehr von 33 Prozent (im Jahr 2010) auf nur mehr 28 Prozent (2020) gesunken ist“, so Unterkofler. „Manchmal geht das öffentliche Interesse vor Einzelinteressen und es braucht nun politische Akteure, die mit Rückgrat dahinterstehen und auch einmal unpopuläre Entscheidungen treffen“, betont Unterkofler und fordert alle politischen Entscheidungsträger mit Nachdruck auf, sich zum Projekt Hochleistungsstrecke Westbahn zu bekennen. (SN L15)

Allgemein

Lobautunnel: Expertise soll Pflicht zum Bau untermauern

Ein von den Asfinag-Vorständen Hartwig Hufnagl und Josef Fiala in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass der von Verkehrs- und Umweltministerin Leonore Gewessler verfügte Baustopp des Lobautunnels nicht rechtens sei. Das Bundesstraßengesetz sehe den Bau der S1 inklusive Lobautunnel vor, und es obliege allein dem Gesetzgeber, über den Bau oder eine Absage des auf gut 1,9 Mrd. Euro taxierten Schnellstraßen-Lückenschlusses zu befinden. Auch stehe es der Ministerin nicht zu, das Vorhaben dauerhaft zu verschleppen, indem das Projekt aus dem aktuellen Bauprogramm der Asfinag entfernt und so nach hinten geschoben werde. Die Verpflichtung zum Bau dürfte durch die Eigentümervertreterin der Autobahnen- und Schnellstraßen Finanzierungs AG (Asfinag) nicht dauerhaft unterlaufen werden, sondern nur vorübergehend. Ob die von der Verkehrsministerin im Juni ausgegebene Losung eine Weisung darstellt, respektive ein Verbot, weitere Bau- oder Planungsarbeiten vorzunehmen, wird auch in der neuen Expertise thematisiert. Über die Einschätzung der Folgeschäden des Baustopps gehen die Meinungen weit auseinander. Bisweilen wird die für Planungen, Rechts- und Umweltgutachten sowie Wasserrechts- oder Naturschutzbescheide der Lobau-Autobahn ausgegebene Summe mit 59 Mio. Euro angegeben. So viel müsse die Asfinag für verlorene Planungskosten rückstellen in der Bilanz. (Standard S. 10)

Arbeitslosigkeit erneut gesunken – Anstieg bei Kurzarbeit

Derzeit sind 404.994 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. 333.864 Personen davon sind auf Arbeitssuche, 71.130 Personen nehmen an Schulungsmaßnahmen teil. Damit ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen inklusive den Schulungsteilnehmern im Wochenvergleich um 1.993 Personen gesunken, die Arbeitslosigkeit (inklusive Schulungen) liegt aktuell unter den Werten der Vergleichszeitpunkte der vergangenen drei Jahre. Die Voranmeldungen zur Kurzarbeit stiegen im Wochenabstand von 136.995 auf 159.454 an, gleichzeitig sind weniger Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet als Ende Jänner 2021 mit 470.493 Voranmeldungen. Dies liege unter anderem an der aktuell positiven wirtschaftlichen Dynamik, die nicht durch Einschränkungen wie im vergangenen Winter eingebremst wird, erklärte Arbeitsminister Martin Kocher. (Alle TZ)

Mückstein vorerst gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein lehnt Lockerungen der Corona-Maßnahmen zumindest vorerst ab. Er betonte aber, dass die Maßnahmen nur so lange aufrecht bleiben sollen, „solange es epidemiologisch notwendig ist“ – und das werde laufend kontrolliert. Die Experten würden täglich beraten. Gleichzeitig verwies der Minister aber darauf, dass man noch mitten in der Omikron-Welle sei und die Infektionszahlen sehr hoch seien. Auch am Contact Tracing will Mückstein nicht rütteln, obwohl es in einigen Bundesländern de facto nicht mehr funktioniert. Es sei zwar angesichts der Zahlen eine große Herausforderung, aber es sei wichtig, um die Infektionsketten zu durchbrechen, betonte der Minister. (Alle TZ)

Finanzbildungsrat verabschiedet Arbeitsplan zum Finanzführerschein

Der gestern erstmals zusammengetretene „Nationale Finanzbildungsrat" verabschiedete einen Zweijahresplan zur Schaffung eines „Finanzführerscheins". Damit soll das Wissen über Finanzen und Wirtschaft in Österreich verbessert werden. Zu den Zielen gehört die Förderung der Finanzbildung in Schulen als fächerübergreifendes Thema, die Förderung des sicheren Umgangs mit Geld, um Überschuldung zu vermeiden und auch die Einrichtung eines zentralen Online-Portals für Finanzbildung. Auch geht es um die Verabschiedung eines Verhaltenskodex mit sieben Leitsätzen, die Qualität und Unabhängigkeit der Finanzbildungsmaßnahmen sicherstellen sollen. (Standard S. 12)

IWF rechnet 2022 mit weniger Weltwirtschaftswachstum und höherer Inflation 

Angesichts eines schwächer erwarteten Wachstums in China und den USA hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Demzufolge soll die globale Wirtschaft 2022 um 4,4 Prozent wachsen, während sich die durchschnittliche Inflationsrate in den Industriestaaten um 1,6 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent erhöhen soll. Für 2023 erwartet der IWF dank weniger Unterbrechungen globaler Lieferketten, stabilisierter Energiepreise und einer insgesamt strafferen Geldpolitik deutlich langsamer steigende Preise. In den Industriestaaten soll die Inflation dann nur noch 2,1 Prozent betragen, in den Schwellen- und Entwicklungsländern 4,7 Prozent. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

„Turnaround-Jahr“ für FACC

Robert Machtlinger, Vorstandsvorsitzender des Flugzeugzulieferers FACC, erwartet trotz Corona einen baldigen Aufschwung in der Luftfahrtbranche. Die Auslastung der Businessjets liege seit August vergangenen Jahres um fünf Prozent über dem Vor-Corona-Niveau. Auch die Frachtluftfahrt habe sich gut entwickelt. Auch für die Flugzeugbauer und -zulieferer soll es bald wieder bergauf gehen. Für heuer sieht Machtlinger bei Klein- und Mittelstreckenflugzeugen ein Wachstum von fünf Prozent, 2023 sollen es zehn bis 15 Prozent sein. „Damit hätten wir 2023 Fertigungsraten, die über dem Niveau jener vor COVID-19 liegen.“ Daran erkenne man gut, wie sich der Markt erholt habe. Orderraten würden wieder steigen, alle großen Flugzeughersteller würden ihren Kunden raten, sich wieder auf mehr Aufträge einzustellen und ihre Kapazitäten hochzufahren. FACC wird Mitte Februar die aktuellen Geschäftszahlen vorlegen, die laut Machtlinger positiv ausfallen werden. „Wir sehen eine Erholung seit dem dritten Quartal.“ Er spricht von einer Rückkehr zum Wachstum, 2021 sei ein „Turnaround-Jahr“ gewesen. Das operative Ergebnis entwickle sich laut Plan. Insofern würden die Erwartungen für den Konzernjahresumsatz fürs Gesamtjahr unverändert bei rund 500 Mio. Euro bleiben. Das Betriebsergebnis selbst werde dagegen weiter leicht positiv im einstelligen Millionenbereich erwartet. (Kurier S. 10)

Möbelindustrie profitiert von Homeoffice, aber leidet unter Rohstoffpreisen

Die heimische Möbelindustrie hat in den ersten drei Quartalen 2021 ihre Produktion sowie ihre Exporte und Importe ausgeweitet. So legte die Möbelproduktion um 16 Prozent auf rund 1,85 Mrd. Euro zu. Geholfen hat der Branche die rasante Zunahme des Homeoffice sowie, dass die Leute in der Pandemie dem eigenen Wohnraum generell mehr Bedeutung beimessen. Auf der anderen Seite machen ihr nicht funktionierende Lieferketten und die stark gestiegenen Materialpreise zu schaffen. So sei die Preisentwicklung für Rohmaterialien „schon sehr brutal" gewesen, sagte der Vorsitzende der Österreichischen Möbelindustrie, Georg Emprechtinger. Trotz guter Auftragslage im Vorjahr hätten die davongaloppierenden Rohstoffpreise nicht so schnell an die Kunden weitergegeben werden können. Hinzu kamen Probleme mit den Lieferketten. Unternehmen, die einen Gutteil in Österreich produzieren, hätten es 2021 aber spürbar leichter gehabt. „Das Bekenntnis zu Regionalität hat sich 2021 ausgezahlt und wurde auch wirtschaftlich belohnt“, so Emprechtinger. Auch in Zukunft werde Nachhaltigkeit das Gebot der Stunde sein, so der Verbandsvorsitzende. (Alle TZ)

Fischer Sports startet in der Ukraine mit neuer Skifertigung

Die Fischer Sports GmbH ist seit über 30 Jahren in der Ukraine aktiv. Seit 1988 produziert der Skihersteller am Standort Mukatschewo in der Westukraine. Aus den Sowjetzeiten übrig geblieben ist die damals eigens für die UdSSR entwickelte Skimarke Tisa. Noch heute wird sie von Fischer in der Ukraine produziert. Für seine eigene Skimarke produziert Fischer in der Ukraine die Modelle in günstiger bis mittlerer Preislage, dazu Kinderski, aber auch Bauteile wie Holzkerne für das Stammwerk in Ried im Innviertel. Externe Auftraggeber kommen unter anderem aus dem Eishockeysport. Auch Teile für Langlauf- und Tourenskischuhe sowie Innenschuhe für Alpinskischuhe werden gefertigt. Zuletzt stand die Skiproduktion in der Ukraine aufgrund eines Brandes seit Mitte Oktober 2020 still. Für die aktuelle Saison wurde das Kontingent aus der Ukraine zum Teil in Ried, zum Teil in Fremdproduktion, etwa bei Atomic in Altenmarkt, gefertigt. Währenddessen entstand in Mukatschewo eine komplett neue Produktionshalle, gerade ist man dabei, die Anlagen hochzufahren. „Ab Februar produzieren wir in der Ukraine wieder Ski“, betont Fischer-Ski-Geschäftsführer Franz Föttinger. (SN S. 11)

Bauboom und smarte Technik brachte Maco ein Rekordjahr

Das Salzburger Familienunternehmen Maco ist Weltmarktführer, wenn es um hochwertige Tür- und Fensterbeschläge sowie große Schiebeelemente geht. Mehr als die Hälfte des Marktes beherrscht man in Österreich. 96 Prozent der Produktion aber gehen in den Export. Und der derzeit herrschende Bauboom, aber auch der Erfolg von smarten Technologien haben Maco einen wahren Boom beschert. Der Umsatz wurde 2021 trotz Corona-Pandemie um 15 Prozent auf 352 Mio. Euro gesteigert. „Auch heuer erwarten wir wieder zweistellige Zuwächse“, sagt Maco-Geschäftsführer Guido Felix. 630 Mitarbeiter beschäftigt man in der Zentrale in der Salzburger Alpenstraße, 105 sind es in Mauterndorf im Lungau. „Allein in Salzburg würden wir 50 weitere Mitarbeiter im Angestelltenbereich und zwischen 80 und 100 Arbeiter suchen“, betont Felix. „Und wir brauchen dringend Lehrlinge.“ Produziert wird neben Salzburg auch in Trieben in der Steiermark sowie in Deutschland, Russland und Polen. (SN L12-13)

Pfanner sichert Lieferfähigkeit ab

Die Bedrohung globaler Lieferketten hat den Fruchtsaft- und Getränkehersteller Pfanner aus Lauterach dazu veranlasst, seine Lieferfähigkeit durch gezielte Maßnahmen deutlich zu erhöhen. „Im Gegensatz zu anderen Branchen würden unsere Kunden im Lebensmittelhandel wochenlange Lieferverzögerungen niemals akzeptieren. Wir müssen eigentlich immer lieferfähig sein“, so Vorstand Peter Pfanner. Folglich wurde die durchschnittliche Lieferfähigkeit seit dem Frühjahr 2020 von bisher zwei Monaten auf jetzt drei Monate verlängert, was einer Erhöhung um rund 50 Prozent entspricht. Um diese Erhöhung zu ermöglichen, habe Pfanner insbesondere die Lagerkapazitäten an mehreren Standorten in der Firmengruppe bereits ausgebaut und werde das in den kommenden Monaten noch weiterhin tun. Die gesamten Investitionen dafür gingen in die Millionenhöhe, so der Pfanner-Vorstand. Das Familienunternehmen kam im Geschäftsjahr 2020 auf einen Umsatz von 302 Mio. Euro (+2,4 Prozent). Das Plus vom ersten Halbjahr 2021 in Höhe von vier Prozent werde man im Gesamtjahr übertreffen, so Pfanner. (VN D1, NVT S. 14-15)

VBV-Gruppe setzt Wachstumskurs fort

Die VBV-Gruppe ist im Vorjahr weiter gewachsen. Das verwaltete Vermögen erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 13,8 Mrd. Euro. Die Zahl der Berechtigten ist um 3,5 Prozent auf 3,2 Millionen Menschen gestiegen. „Gleichzeitig haben wir unsere Aktivitäten in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit weiter ausgebaut", so VBV-Generaldirektor Andreas Zakostelsky. Die VBV-Pensionskasse legte beim verwalteten Vermögen von 7,93 auf 8,4 Mrd. Euro zu. Die Zahl der Berechtigten wuchs von 335.841 auf 339.246 Personen, davon waren rund 43.700 in Pension. „Mit einer Performance von plus 6,2 Prozent konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr wie schon 2020 erneut ein sehr gutes Veranlagungsergebnis erzielen“, erklärte VBV-Pensionskassenvorstand Günther Schiendl. Die für die „Abfertigung Neu“ zuständige Vorsorgekasse erhöhte das verwaltete Vermögen unter anderem durch zahlreiche Neukunden um 12,5 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro und betreut rund 2,8 Millionen Menschen. Die Performance lag bei 3,28 Prozent. (TT S. 23)

Photovoltaik-Ausbau bei voestalpine

Die voestalpine stattet etliche Werke mit Photovoltaik-Anlagen aus. Insgesamt werden fast 61 Megawatt Peak installiert. Nach dem geplanten bzw. teils bereits erfolgten Ausbau in Österreich, Deutschland und Holland kämen nun Anlagen in Spanien, den USA und China dazu, teilt die voestalpine mit. An den österreichischen Standorten kommen in den Paneelen Unterkonstruktionen mit Stahl aus eigener Produktion zum Einsatz. (Kleine S. 31, OÖN S. 9)

Neue Fachkräfte für AT&S-Werk in Leoben

700 neue Beschäftigte will das Technologieunternehmen AT&S am neuen Forschungs- und Produktionsstandort in Leoben einstellen. Insgesamt werden rund 500 Mio. Euro in den Aufbau des neuen Werks investiert (Fertigstellung ist im März 2023). Die Suche nach hoch spezialisiertem Personal ist nicht einfach, doch AT&S vermeldet nun: „Die ersten 30 Spezialisten und Spezialistinnen mit insgesamt 216 Jahren Berufserfahrung in den relevanten Bereichen Halbleiter und IC-Substrate konnten bereits verpflichtet werden.“ In einem nächsten Schritt sollen weitere Ingenieure und Techniker an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sowie aus der Wirtschaft rekrutiert werden. (Kleine S. 28)

Elin Motoren: Voith ist nun alleiniger Eigentümer

Bereits mit Mai 2020 hatte das deutsche Technologieunternehmen Voith 70 Prozent an der traditionsreichen Elin Motoren GmbH mit Hauptsitz in Preding/Weiz übernommen. Jetzt werden auch die restlichen 30 Prozent, die bisher noch im Besitz des langjährigen Geschäftsführers Franz Hrachowitz waren, zugekauft. Voith ist damit alleiniger Eigentümer. Elin Motoren, unter anderem spezialisiert auf elektrische Motoren und Generatoren, beschäftigt insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 120 Mio. Euro. Die vollständige Übernahme von Elin Motoren durch Voith habe „keinerlei Auswirkungen auf das operative Geschäft“, heißt es. „Die Tätigkeitsbereiche bleiben unverändert bestehen, es wird darüber hinaus auch keinerlei personelle Veränderungen in der Konzernbereichsleitung geben. Elin Motoren wird weiterhin unter der etablierten Marke tätig sein.“ (Kleine S. 28)

APG: Warmer Dezember hilft Stromerzeugung

Der Stromverbrauch in Österreich lag im Dezember fast auf dem Niveau des Durchschnitts der Jahre 2017 bis 2019, wie der Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) bekanntgab. Der milde Dezember brachte die Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken zurück in die Spur. Der Anteil an nachhaltig produziertem Strom lag bei rund 50 Prozent. Die Kosten für die Netzstabilisierung betrugen im Vorjahr rund 100 Mio. Euro, nach 134 Mio. Euro 2020. (Presse S. 16)

Energie Klagenfurt erhöht Strom- und Gaspreise

Die Energie Klagenfurt GmbH erhöht mit April ihre Strom- und Gaspreise. Die Erhöhung wird mit den „anhaltenden und weiterhin steigenden Preisentwicklungen auf den internationalen Energie-Großhandelsmärkten“ begründet. Konkret steigt der Strompreis um 7,2 Prozent, für einen Durchschnittshaushalt bedeutet das eine Erhöhung von rund fünf Euro im Monat. Erdgas-Kunden bezahlen 17,7 Prozent (etwa 17 Euro im Monat) mehr. (Krone/Kärnten S. 26, Standard S. 10, Österreich/Kärnten S. 14)