Wenn die E-Mail nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

26.08.2021

Pressezusammenfassung, 26.08.2021
Logo

Allgemein

Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz präsentiert

Schuljahr 2021/22 startet mit dreiwöchiger „Sicherheitsphase“

Finanzbildung: Strategie wird ab Herbst umgesetzt

OeBFA: Ungebrochen starke Nachfrage nach österreichischen Bundesanleihen

AMS-Chef für Ende von Nebenjobs für Arbeitslose

Ifo-Geschäftsklima trübt sich erneut ein

IV-Mitglieder in den Medien

UniCredit Bank Austria mit 219 Mio. Euro Habjahresgewinn

Magenta-Chef: 5G beendet Stau auf der Datenautobahn

Saubermacher: „Die beste Sortieranlage ist nach wie vor der Mensch“

ÖBB treiben Züge mit Windstrom an

 
Allgemein

Strategie der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz präsentiert

Österreich will sich in Sachen Künstliche Intelligenz (KI) in die europäische Linie der Entwicklung und des Einsatzes derartiger Systeme für das Gemeinwohl einreihen. Das ist ein zentrales Ziel der vorgestellten KI-Strategie von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Dadurch soll Österreich auch zu einem „international anerkannten Forschungs- und Innovationsstandort für KI“ werden. Die zuständigen Ministerinnen verwiesen auf bereits bestehende Förderprogramme oder die geplante Technische Universität in Oberösterreich, für die es frisches Geld geben werde und die auch neue Forscher nach Österreich bringen werde. Die nun vorliegende „Artificial Intelligence Mission Austria 2030“ (AIM AT 2030) soll nicht in einem „großen Wurf“ das sich rasch entwickelte Feld aufrollen, sondern „agil“ anzupassen sein, heißt es nun in dem Papier. Da KI bereits in vielen Unternehmen im Einsatz ist, gelte es diesen möglichst souverän voranzutreiben. Österreich beginne hier nicht „auf der grünen Wiese“, so die Ministerinnen. Die Industrie sieht in der vorgestellten KI-Strategie „ein wichtiges Signal für den Technologiestandort“. (SN S. 15, OÖN S. 11) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER 

Schuljahr 2021/22 startet mit dreiwöchiger „Sicherheitsphase“

Die ursprünglich für zwei Wochen geplante „Sicherheitsphase“ zu Schulbeginn im Herbst wird auf drei Wochen verlängert. In dieser Zeit müssen alle Schüler und Lehrkräfte unabhängig vom Impfstatus dreimal pro Woche einen Corona-Test absolvieren. Anschließend hängt die Testpflicht von der Risikolage ab, es gilt die 3G-Regel. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann angekündigt. Ziel: Der Präsenzunterricht soll durchgehend stattfinden, so der Minister. Flächendeckende Schulschließungen sollen nicht mehr erfolgen, Maßnahmen würden regional und zeitlich begrenzt gesetzt. Einheitliche Quarantäneregeln bei Infektionsfällen wird es nach Angaben von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein nicht geben. Die Entscheidung, welche Schüler bei einer Corona-Infektion in der Klasse daheimbleiben müssen, treffe die lokale Gesundheitsbehörde. Es gebe aber die Empfehlung, geimpfte Schüler als K2-Personen einzustufen – diese könnten also trotz Corona-Infektion eines Klassenkollegen weiter in die Schule gehen. Seitens der Industrie geben die präsentierten Maßnahmen für den Herbst „Orientierung und sind eine wichtige Grundlage für den schulischen Vollbetrieb“, wie IV-Generalsekretär Christoph Neumayer betonte. Dass mit dem vorgestellten Modell pauschale Schulschließungen vermieden werden sollen, sei „eine wichtige Perspektive für alle Beteiligten“. (Alle TZ) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Finanzbildung: Strategie wird ab Herbst umgesetzt

Laut OECD liegt Österreich beim Finanzwissen mit 14,4 Punkten über dem Durchschnitt (13 von 21 möglichen Punkten), hat aber – insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung – noch Aufholbedarf. Zugleich gibt es ein im internationalen Vergleich beachtliches Finanzbildungs-Angebot einzelner Akteure. Ziel der nationalen Finanzbildungs-Strategie, die im Herbst beschlossen und sukzessive umgesetzt werden soll, ist es, Bedarf und Angebote zusammenzuführen. Neben dem Aufbau eines Gremiums, das Stakeholder miteinander vernetzen soll und einer Info-Plattform für alle Bürger, sieht die Strategie einen Finanzführerschein vor. Dieser soll „der persönlichen Orientierung und als Zusatzqualifikation bei Bewerbungsprozessen dienen“, erklärte Finanzminister Gernot Blümel. (Kurier S. 10)

OeBFA: Ungebrochen starke Nachfrage nach österreichischen Bundesanleihen

„Österreich wird von Investoren weiterhin als sicherer Hafen gesehen“, erklärt Markus Stix, einer der beiden Geschäftsführer der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), die die Schulden des Bundes koordiniert. „Das kann man unter anderem am Zinsaufschlag gegenüber Deutschland sehen.“ Zuletzt lag dieser bei 27 Basispunkten (0,27 Prozent), nur die Euroländer Luxemburg, Finnland, und die Niederlande haben einen noch geringeren Zinsaufschlag. Laut OeBFA hatte der Bund Ende Juli Finanzschulden in Höhe von 251,5 Mrd. Euro, wovon mehr als 90 Prozent auf Anleihen entfallen. Gegenüber dem Ultimo 2020 liegen die Finanzschulden damit Corona-bedingt um 13,5 Mrd. Euro höher. Aktuell sind 30 Bundesanleihen im Umlauf. (WZ S. 7)

AMS-Chef für Ende von Nebenjobs für Arbeitslose

Die Neuaufstellung der heimischen Arbeitsmarktpolitik im Herbst könnte ein „Aus“ oder eine massive Einschränkung für die Zuverdienst-Möglichkeit bringen, um mehr arbeitslos gemeldete Menschen wieder in Jobs zu bringen, vor allem Langzeitarbeitslose. Dafür sprach sich AMS-Vorstand Johannes Kopf aus. Derzeit ist ein Zuverdienst von 475 Euro im Monat erlaubt. Er sei jedenfalls für die Abschaffung des Dazuverdienens – zumindest für eine massive Einschränkung, erklärte Kopf. Dass die Arbeitslosenzahl in Kürze das Niveau von vor Corona erreichen könne, sei möglich. Das hänge von der Delta-Variante ab, so der AMS-Chef. Anfang des Jahres habe es 110.000 Arbeitslose mehr als vor Corona gegeben. „Jetzt sind wir bei plus 14.000. Es könnte sich heuer im Winter schon ausgehen.“ Man werde dann die „harten Zahlen“ erreicht haben. (OÖN S. 9)

Ifo-Geschäftsklima trübt sich erneut ein

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima ging gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte auf 99,4 Zähler zurück, wie das Ifo-Institut bekanntgab. Die Eintrübung geht auf weniger optimistische Erwartungen der Unternehmen zurück. „Insbesondere im Gastgewerbe und im Tourismus wachsen die Sorgen“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ihre aktuelle Lage bewerteten die Unternehmen dagegen etwas besser als im Vormonat. Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie und Sorgen wegen steigender Corona-Infektionszahlen belasteten jedoch die Konjunktur. (Standard S. 14)

IV-Mitglieder in den Medien

UniCredit Bank Austria mit 219 Mio. Euro Habjahresgewinn

Ein deutlich niedriger Kreditrisikoaufwand und ein höheres Handelsergebnis haben der UniCredit Bank Austria AG im ersten Halbjahr ein Unternehmensergebnis nach Steuern von 219 Mio. Euro gebracht. Positiv wirkten sich der kräftige Anstieg beim Handelsergebnis von 15 auf 81 Mio. Euro und der starke Rückgang des Kreditrisikoaufwands von 134 auf 32 Mio. Euro aus. Das starke Handelsergebnis sei „auf das Kundengeschäft und positive Ergebnisse aus Anleiheverkäufen, positive Bewertungseffekte und Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Rückkauf der zwei Hybridanleihen“ zurückzuführen, berichtete die Bank Austria. Die Kostenquote – das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen – verbesserte sich deutlich von 69 Prozent im ersten Halbjahr 2020 auf heuer 62,3 Prozent. (Standard S. 16, Volksblatt S. 18)

Magenta-Chef: 5G beendet Stau auf der Datenautobahn

Andreas Bierwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Magenta Telekom, skizziert, was die Kunden vom Ausbau des 5G-Netzes haben: „Es gibt zwei Elemente. Erstens entsteht damit eine breitere Datenautobahn, und der dort entstandene Verkehrsstau wird mit 5G beseitigt. Neu bei 5G ist, dass die Latenz stark verbessert wird, was für Echtzeit-Kommunikation entscheidend ist. Zudem ermöglicht 5G das Separieren von Netzen, die dann exklusiv von einem Kunden für bestimmte Zwecke genutzt werden können – wir reden da von Campus-Lösungen.“ Laut Bierwirth gebe es das schon in Testanwendungen und werde sich in den nächsten fünf Jahres stark verbreiten. (SN S. 13)

Saubermacher: „Die beste Sortieranlage ist nach wie vor der Mensch“

Mülltrennung sei Voraussetzung für die stoffliche Wiederverwertung. Auch immer bessere Sortieranlagen könnten die Mülltrennung in den Haushalten nicht ersetzen, betonen Fachleute. Dies sei „Voraussetzung für stoffliches Recycling“ und damit ein wichtiger Beitrag zum „Klimaschutz“, heißt es vom steirischen Entsorgungsspezialisten Saubermacher. Zugleich tut sich technologisch viel in der Branche. Saubermacher betreibt in Graz die österreichweit größte Sortieranlage für Leichtverpackungen. Dort eingesetzte Folienabtrenner, Nahinfrarot-Maschinen, Nicht-Eisenabscheider sorgen mittlerweile für Verwertungsquoten von über 95 Prozent. Dennoch betont man auch bei Saubermacher, wo man selbst Sortierroboter im Einsatz hat: „Die beste Sortieranlage ist nach wie vor der Mensch.“ (Kleine S. 26-27)

ÖBB treiben Züge mit Windstrom an

Die ÖBB errichten im niederösterreichischen Höflein die weltweit erste Bahnstrom-Windenergie-Anlage. Mit der Sechs-Mio.-Euro-Anlage wird der erzeugte Strom direkt und damit enorm verlustarm in die Oberleitung der Bahn eingespeist. (Heute S. 6)