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27.09.2021

Pressezusammenfassung, 27.09.2021
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IV in den Medien

Knill: Brauchen eine Vision und eine Standortstrategie

Pochtler: „Beim Impfen ist Italien ein Vorbild für uns“

Allgemein

OÖ-Wahl - Endergebnis: Platz eins für ÖVP, MFG und NEOS im Landtag

Deutschland-Wahl: SPD gewinnt vor Union

Agenda Austria empfiehlt geförderte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose

Lieferengpässe setzen deutsche Industrie unter Druck

EU-Nutzfahrzeugmarkt im Sommer geschrumpft

IV-Mitglieder in den Medien

Porsche Holding: Infrastruktur für E-Mobilität als Erfolgsmodell

Studie: Miba schlägt mit Innovationskraft Konkurrenten der Branche

Biohort errichtet drittes Werk in Oberösterreich

Rubble Master hegt wieder ehrgeizige Ausbaupläne

Buchdruckerei Lustenau: Nachhaltigkeit als Firmenphilosophie

Obrist arbeitet an Methanol-Auto-Forschungsprojekt

„3-G-Regel am Arbeitsplatz bei Henn und Ratt denkbar

VCÖ-Mobilitätspreis: Ländle-Projekt ausgezeichnet

Ruag Space Austria packt seit 30 Jahren Satelliten ein

UNIQA verdoppelt Start-up-Investments

w&p Zement: Steinbrüche-Abbau als Basis für Weiterentwicklungsprojekte

Pfizer-Österreich-Chef: „Europa ist das Herz der Impfstoffforschung“

RLB-OÖ-Generaldirektor: „Wir sind deutlich digitaler geworden“

RLB Wien-NÖ-Generaldirektor: Corona-Krise als Digitalisierungs-Turbo

ÖBB-Chef fordert Bahnanschluss-Pflicht für neue Gewerbe- und Industrieparks

Neue Sparkassen-Präsidentin: „Irgendwann kommt der Zahltag“

IV in den Medien

Knill: Brauchen eine Vision und eine Standortstrategie

Um Industrien in Österreich bzw. Europa zu halten, habe inzwischen ein Umdenken eingesetzt. „Wir brauchen Industrie bei uns, gerade in der Umwelttechnologie z. B. hat Europa viel Know-how und große Exportchancen“, sagt IV-Präsident Georg Knill im Zuge des heurigen Jubiläums „75 Jahre Industriellenvereinigung“ und dem Tag der Industrie am 30. September, bei dem die IV den dritten Teil ihrer Industriestrategie vorstellen wird. Was es aus Sicht des IV-Präsidenten jetzt braucht, „ist eine Vision und eine Standortstrategie, damit wir auch 2040 noch Industrie in Österreich haben“. Derzeit sehen sich die Betriebe einem Fachkräftemangel konfrontiert, hat eine Umfrage unter 900 IV-Mitgliedern ergeben: „Aktuell sind 22.000 Stellen in der Industrie frei. Da müssen wir uns selber in die Pflicht nehmen und dafür sorgen, dass mehr Jugendliche nach neun Jahren Pflichtschule eine Lehre machen, oder dann nach der Matura. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss man verbessern. Dann braucht es Anreize für Ältere und natürlich qualitative Zuwanderung.“ Vor diesem Hintergrund müsse sich am Bildungssystem in Österreich einiges ändern. Knill: „Von den aktuell 300.000 Arbeitslosen sollte es aber zumindest für 100.000 Jobs geben, wenn man sie entsprechend ausbildet. Aber 43 Prozent der beim AMS Gemeldeten haben nur Pflichtschulabschluss, für die ist es schwierig.“ Beim Klimaschutz warnt er vor unrealistischen Zielen, die den Wirtschaftsstandort gefährden. „Durch Verbote oder dadurch, dass man den Klimaschutz in die Verfassung schreibt, wird man die Energiewende nicht schaffen. Wir brauchen viel mehr finanzielle und politische Unterstützung, damit es zu einem Green Deal kommt“, so Knill. (25.9. Krone/WiMa)

Pochtler: „Beim Impfen ist Italien ein Vorbild für uns“

Ein Ende es „Herumlavierens“ fordert IV-Wien-Präsident Christian C. Pochtler: „Wie es geht, zeigt das Beispiel Italien, wo kürzlich allein die Ankündigung einer gesetzlichen 3-G-Pflicht für alle Beschäftigten die Impfzahlen hat hochschnellen lassen. Da kann es nur ein Learning geben: Auch in Österreich müssen couragiertere Maßnahmen gesetzt werden.“ Die „italienische Lösung, also die Einführung einer allgemeinen Corona-Zertifikatspflicht (3-G-Regel) mittels Grünen Passes für das gesamte Arbeitsleben im öffentlichen und privaten Sektor, sollte unserer Politik als Vorbild dienen“, so Pochtler. Ziel müssten klare, konsequente und kompromisslose Regelungen sein, die „die weitgehende Durchimpfung unserer Gesellschaft als unverrückbares und vorrangiges Ziel vor Augen haben.“ Denn weitere Einschränkungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben wegen der Minderheit der Impfgegner dürfe es nicht geben. Darüber hinaus fordert der IV-Wien-Präsident die rasche Durchführung einer österreichweiten Antikörperstudie. „Wir benötigen dringend das entsprechende Wissen und belastbare Zahlen über den Status von Impffortschritt und Immunisierung.“ Dies sei nötig, um wirksame Maßnahmen zur endgültigen Eindämmung der Pandemie zu setzen. (26.9. Österreich/Wirtschaftsstandort S. 24)

Allgemein

OÖ-Wahl - Endergebnis: Platz eins für ÖVP, MFG und NEOS im Landtag

Bei der Landtagswahl in Oberösterreich hat die ÖVP ihren ersten Platz klar verteidigt. Laut dem veröffentlichten Endergebnis kam die Volkspartei auf 37,61 Prozent (+1,24 Prozent). Die FPÖ musste Einbußen von rund einem Drittel ihrer Wählerstimmen hinnehmen. Mit 19,77 (-10,59) Prozent büßten die Blauen gegenüber ihrem Rekordergebnis 2015 (30,36 Prozent) gut zehn Prozentpunkte ein. Nahezu unverändert blieb die SPÖ, die mit 18,58 Prozent (+0,21) auf Platz drei kam. Die Grünen landeten bei 12,31 Prozent. Gegenüber 2015 (10,32 Prozent) bedeutet dies ein Plus von 1,99 Prozentpunkte. Die erstmals angetretenen MFG („Menschen-Freiheit-Grundrechte“) erreichten 6,23 Prozent. Damit schaffte die Liste klar den Einzug in den Landtag. Die dafür notwendige Vier-Prozent-Hürde nahmen auch die NEOS (4,24 Prozent). 2015 waren sie mit 3,47 Prozent noch am Einzug gescheitert. Für IV-OÖ-Präsident Axel Greiner ist das Ziel der zukünftigen Landesregierung klar: „Oberösterreich muss bis 2030 durch eine Fortsetzung seiner Standortpolitik zu den besten Industrieregionen Europas aufsteigen. Machen wir Oberösterreich zukunftsfit, indem wir den Fachkräftemangel bekämpfen, die Digitalisierung des öffentlichen Sektors vorantreiben, unsere Infrastruktur beschleunigt ausbauen, die Ausbildung im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich in den Schulen forcieren und die Technische Universität zum Leuchtturm der digitalen Transformation machen.“ IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch fügt hinzu und definiert die Marschrichtung: „Wir wollen Oberösterreich zu einer industriellen Spitzenregion Europas entwickeln.“ Oberösterreich ist im European Regional Competitiveness Index (RCI) von Platz 51 auf Rang 34 vorgerückt, Ziel ist die Champions League, ein Platz unter den besten Zehn. (27.9. Alle TZ)

Deutschland-Wahl: SPD gewinnt vor Union

Die SPD hat die Bundestagswahl knapp gewonnen. Nach dem Ergebnis der Auszählung aller Wahlkreise kommen die Sozialdemokraten auf 25,7 Prozent. Die CDU/CSU stürzte dagegen mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutscht mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke fiel auf 4,9 Prozent, bleibt aber dank dreier gewonnener Direktmandate im Bundestag. (27.9. Alle TZ)

Agenda Austria empfiehlt geförderte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose

Der Thinktank Agenda Austria schlägt im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit Förderungen für die Einstellung Betroffener vor. „Es braucht Anreize für Arbeitgeber, damit sie Betroffene auch tatsächlich einstellen", schreibt das Institut. Konkret sollen Betriebe für das erste Halbjahr 75 Prozent des Bruttoentgeltes rückerstattet bekommen, danach ein halbes Jahr lang 50 Prozent und für weitere sechs Monate 25 Prozent. Die Förderung solle nach 18 Monaten auslaufen und in Summe maximal das Durchschnittseinkommen eines ganzjährig in Vollzeit Beschäftigten betragen. Für die Volkswirtschaft sei es besser, Arbeit zu subventionieren als Arbeitslosigkeit, so die Agenda Austria. (25.9. WZ S. 10, TT S. 24)

Lieferengpässe setzen deutsche Industrie unter Druck

Die Lieferengpässe als Folge der Corona-Krise erhöhen den Druck auf die deutsche Wirtschaft. Die Stimmung in den Chefetagen der Firmen verschlechterte sich im September zum dritten Mal in Folge – was bei Experten als Signal für eine konjunkturelle Trendwende gilt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank um 0,8 auf 98,8 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. „Die Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten bremsen die deutsche Konjunktur“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. „Die Industrie erlebt eine Flaschenhals-Rezession.“ Insgesamt beurteilten die Führungskräfte ihre Lage und die Geschäftsaussichten skeptischer als zuletzt. (25.9. Presse S. 19, Standard S. 21)

EU-Nutzfahrzeugmarkt im Sommer geschrumpft

Der Nutzfahrzeugmarkt in der Europäischen Union hat nach Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea im Juli und August einen Dämpfer erhalten. Im Juli wurden mit insgesamt 148.178 Fahrzeugen um 11,9 Prozent weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Im August betrug der Rückgang noch 5,4 Prozent auf 119.525 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten steht ein Plus von 24 Prozent auf 1,29 Millionen leichte und schwere Nutzfahrzeuge zu Buche. In Österreich gab es im Sommer ein teils kräftiges Plus. Im Juli betrug der Zuwachs an Neuzulassungen 10,2 Prozent, im August sogar 52,4 Prozent. (25.9. TT S. 62)

IV-Mitglieder in den Medien

Porsche Holding: Infrastruktur für E-Mobilität als Erfolgsmodell

Die Porsche Holding GmbH hat vor zwei Jahren die Marke Moon gegründet, um die Infrastruktur für E-Mobilität in Österreich voranzutreiben. Damit sollte ein Vertriebsnetzwerk entstehen, das Unternehmen (Solarspezialisten, Elektrikexperten etc.) sowie Informationsträger (Förderungen etc.) mit E-Auto-Kunden verbindet – und als Verkaufsplattform für Wallboxen, Kabel etc. fungiert. Zum Beispiel führt man das steirische Kabel Power2go von Dinitech, das Wallboxen ersetzen kann. Der neue Moon-Flagship-Store in Wien in der Kärntnerstraße, der bald eröffnet wird, ist nur ein Teil des Mosaiks. Moon ist in mehreren europäischen Ländern aktiv (Portugal bis Slowenien), der nächste Markt heißt Deutschland. Aufgrund der rasanten Entwicklung wird die Marke Moon als GmbH ausgelagert, als 100-Prozent-Tochter der Porsche Holding. Zur Bilanz sagt der neue Geschäftsführer Markus Tatzer: „Wir streben heuer eine schwarze Null an.“ (25.9. Kleine S. 28-29)

Studie: Miba schlägt mit Innovationskraft Konkurrenten der Branche

Für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer kommt es jetzt darauf an, in Sachen Elektromobilität mit ihrer Innovationskraft Chancen zu nutzen und mit neuen Produkten neue Märkte aufzubauen. Dass die oberösterreichische Miba Gruppe hier eine Vorreiterrolle einnimmt, zeigt nun eine Studie des deutschen Analyseunternehmens „Quant IP“. In ihr wurden die Patente aller in der Entwicklung von Lösungen für Elektromotoren tätigen Mitglieder des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) analysiert. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Miba unter diesen mehr als 150 Unternehmen mit ihren Innovationen am besten für die Zukunft gerüstet ist. Die Miba will auch weiterhin die E-Mobility mit ihren Innovationen proaktiv mitgestalten. „Dafür investieren wir bis ins Jahr 2025 mehr als 100 Mio. Euro", kündigt Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer an. So wurde etwa am Standort Vorchdorf ein Miba eMobility Cluster aufgebaut. In der Steiermark wird aktuell an zwei Standorten in Produktionsanlagen für passive Leistungselektronik-Komponenten in Elektrofahrzeugen investiert. (25.9. OÖN/Mobilitätsindustrie-Beilage S. 17)

Biohort errichtet drittes Werk in Oberösterreich

Die Biohort GmbH baut ihr drittes Werk in Oberösterreich – nach Neufelden und Herzogsdorf diesmal in Drautendorf. 60 Mio. Euro werden dort investiert. Wenn das Werk im kommenden Jahr in Betrieb geht, soll der Stammsitz in Neufelden erneuert werden. Innerhalb von zehn Jahren wird das Familienunternehmen dann rund 150 Mio. Euro, finanziert aus dem Cash-flow, in Oberösterreich investiert haben. Die rege Bautätigkeit wird durch das rasante Wachstum des Unternehmens begleitet. Im Corona-Jahr 2020 stieg der Umsatz um 40 Prozent auf 108 Mio. Euro. Heuer beträgt das Plus weitere 50 Prozent auf 160 Mio. Euro Jahresumsatz. Die Nachfrage nach den Biohort-Produkten sei anhaltend hoch, bestätigt der geschäftsführende Gesellschafter Josef Priglinger. Das ist nicht nur eine Folge der Corona-Krise. „Wir waren durchgehend lieferfähig, während Ware aus Fernost nicht angekommen ist“, betont Maximilian Priglinger, der seit drei Jahren in der Geschäftsführung bei Biohort tätig ist. Der Grund dafür seien die regionalen und entsprechend kurzen Lieferketten. Die Bleche kommen beispielsweise von der voestalpine. (25.9. OÖN S. 14)

Rubble Master hegt wieder ehrgeizige Ausbaupläne

Die Pandemie hat die Rubble Master HMH GmbH, Hersteller von mobilen Brechern und Sieben, hart getroffen. „Aber heuer sind wir im Halbjahr wieder über dem Niveau von 2019“, so Rubble-Master-Gründer und Vorstandsvorsitzender Gerald Hanisch. Die Corona-Delle habe nichts an der langfristigen Wachstumsstrategie geändert. In den nächsten sechs Jahren soll der Standort im Linzer Süden um 20 Mio. Euro ausgebaut werden. Noch einmal 20 Mio. Euro soll in die irische Tochter Maximus, die Siebe herstellt, investiert werden. „Damit können wir unsere Produktion von derzeit zwischen 400 und 500 Maschinen auf knapp 1.000 fast verdoppeln“, informierte Hanisch. Derzeit werden 377 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt, rund 230 am Standort in Linz. Die Produktionserweiterung ist aber nur eine Sache. „Wir wollen weiterhin das innovativste Unternehmen der Branche bleiben. Dass das Rubble-Master-Team einmal ein Patent im Bereich künstliche Intelligenz und Digitalisierung einreichen wird, hätte ich mir bei der Gründung vor 30 Jahren nicht gedacht", sagte Hanisch. Dies spiegle die Offenheit der Organisation und sei Basis des bisherigen Erfolges – und den wolle man fortsetzen. (25.9. Krone/OÖ S. 40, OÖN S. 17, Volksblatt S. 23)

Buchdruckerei Lustenau: Nachhaltigkeit als Firmenphilosophie

„Nachhaltigkeit ist die gelebte und zertifizierte Firmenphilosophie“, betont Christine Schwarz-Fuchs, Geschäftsführerin der Buchdruckerei Lustenau (BuLu). Auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf trägt das Vorarlberger Unternehmen mit flexiblen Joblösungen Rechnung. Dafür wurde ihr bereits 2009 das Vorarlberger Gütesiegel „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ verliehen. Das Prädikat „ausgezeichneter Lehrbetrieb“ und weitere Prämierungen wie das Österreichische Umweltzeichen, das EU Ecolabel, Green Brand oder unsere FSC- und PEFC-Zertifikate gelten für Schwarz-Fuchs als „Bestätigung und Ansporn auf dem Weg der gelebten Verantwortung“. (25.9. VN A10)

Obrist arbeitet an Methanol-Auto-Forschungsprojekt

Das deutsche Bundesministerium für Forschung und Bildung hat es sich mit dem Projekt „Carbon2Chem“ zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in der Stahlindustrie zu reduzieren. Dabei werden die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe umgewandelt. Nun geht es darum, das Hauptprodukt von „Carbon2Chem“, nämlich Methanol, zu verwerten. Deshalb soll in einem weiterführenden Projekt ein Methanol-Auto entwickelt werden. Hier kommt Obrist mit seinem HyperHybrid ins Spiel, konkret die deutsche Gesellschaft Obrist DE GmbH. Sie wird ihren Verbrennungsmotor auf den Betrieb für Methanol und Methanol-basierte Treibstoffe hin weiterentwickeln. Mit dem Methanol-Auto sollen die Vorteile des Elektroantriebes und des einfach zugänglichen Kraftstoffes Methanol kombiniert werden. Diese Technologie ist für Frank Wolf, CEO der Obrist Group, „eine wesentliche Innovation für eine global einsetzbare, leistbare und emissionsneutrale E-Mobilität. Eben ein Auto mit grünem, flüssigem Strom im Tank.“ (25.9. VN D1)

„3-G-Regel am Arbeitsplatz bei Henn und Ratt denkbar

Bei der Henn GmbH & Co KG in Dornbirn, einem Anbieter von Schnellkupplungen für Ladeluft- und Kühlwassersystemen, steht man einer „3-G-Regel“ am Arbeitsplatz prinzipiell positiv gegenüber. Laut Geschäftsführer Martin Ohneberg sind in seinem Unternehmen bereits 90 Prozent der Belegschaft geimpft, für die anderen stehen Antigen-Tests zur Verfügung. Auch der Geschäftsführer von Ratt Kartonagen, Stephan Ratt, befürwortet eine gesetzliche Regelung. In seinem Unternehmen seien rund 70 Prozent der Mitarbeiter geimpft. Die Überprüfung der Einhaltung der „3-G-Regel“ würde sich laut Ratt und Ohneberg schwierig gestalten. (23.9. ORF Vorarlberg)

VCÖ-Mobilitätspreis: Ländle-Projekt ausgezeichnet

Das Projekt „Mobility V“ der von der IV-Vorarlberg mitgegründeten „Plattform V“ war beim VCÖ-Mobilitätspreis in der Kategorie „Mobilitätsmanagement“ erfolgreich. Hier arbeiten neun Unternehmen aus Vorarlberg, unter anderem Rhomberg Bau, Blum, Haberkorn, Doppelmayr und Zumtobel, mit mehr als 10.000 Mitarbeitern an der Reduktion der Autofahrten, unter anderem auch mit Sharing-Lösungen. Der VCÖ-Mobilitätspreis, Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität, wurde heuer zum 30. Mal durchgeführt. (26.9. NVT S. 20)

Ruag Space Austria packt seit 30 Jahren Satelliten ein

Im Jahr 1991 erhielt das Wiener Unternehmen Ruag Space Austria ihren ersten Auftrag zu Herstellung eines Schutzes für Satelliten vor Kälte und Hitze im All. Laut Eigenangaben befinden sich mehr als 400 mit dieser Spezialfolie ummantelte Satelliten im All. Gefertigt werden die mehrlagigen hauchdünnen metallbedampften Kunststofffolien im niederösterreichischen Berndorf. Mittlerweile stattet das Unternehmen zahlreiche Satelliten mit den Schutzvorrichtungen gegen die im All herrschenden Extrembedingungen von durchschnittlich minus 200 und plus 200 Grad Celsius aus – so etwa die 2020 lancierte Sonnenmission „Solar Orbiter“ oder den europäischen Exoplanetenjäger PLATO, der 2026 starten soll. Insgesamt wurden bereits 800 derartige Isolationen ausgeliefert. (24.9. vienna.at)

UNIQA verdoppelt Start-up-Investments

Die UNIQA Insurance Group AG erkennt im Digitalbereich einen überaus lukrativen Geschäftszweig und verdoppelt daher das Investitionsvolumen im Start-up-Sektor von 75 auf 150 Mio. Euro. Die mittlerweile über 30 Investments der UNIQA in diesem Bereich in ganz Europa würden mit einer soliden jährlichen Rendite von mehr als 20 Prozent den bisherigen Erfolg unterstreichen. Die Verdoppelung solle vorrangig darauf abzielen, herausragende Start-up-Gründer in Europa tatkräftig mit Wachstumskapital zu unterstützen. Der Fokus liege klar auf den Branchen FinTech, InsurTech und Digital Health. Mit 150 Mio. Euro Volumen sei man einer der größten Venture-Capital-Fonds in Österreich, erklärte die UNIQA-Versicherung. (25.9. Alle TZ)

w&p Zement: Steinbrüche-Abbau als Basis für Weiterentwicklungsprojekte

Die langfristige Absicherung des Standortes in Wietersdorf durch die Rohstoffe Mergel und Kalkstein gibt das Unternehmen w&p als Grund für die angestrebte Erweiterung der seit 1960 bestehenden Steinbrüche am Pemberg an. Diese sind in ihrer jetzigen Form zum Großteil abgebaut. „Der Abbau bildet die Basis für die Weiterentwicklungsprojekte des Unternehmens“, sagte Peter Ramskogler, Vertriebsdirektor von w&p Zement bei einer Bürgerinformation in Wietersdorf. Der Abbau soll in acht Etappen innerhalb von insgesamt 45 Jahren erfolgen, dann wird renaturiert. (Kleine/St. Veit S. 36-37)

Pfizer-Österreich-Chef: „Europa ist das Herz der Impfstoffforschung“

„Es gibt ausreichend Impfstoffe, Wir schaffen es, heuer drei Milliarden Impfstoff-Dosen zu produzieren, nächstes Jahr sogar vier“, berichtet Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Corporation Austria Gesellschaft mbH. Für die vierte Corona-Welle sollte eine Auffrischung erfolgen, meint er. Derzeit seien die Impfstoffe dafür aber noch nicht zugelassen. „Wenn dies erfolgt ist, dann haben wir genug Impfstoffe im Land, um das durchführen zu können“, so Rumler. Angesprochen darauf, wie er den Forschungsstandort Europa sieht, sagt er: „Im Bereich Impfstoffe sind wir Weltmeister. Europa ist das Herz der Impfstoffforschung geworden. Hier werden mittlerweile etwa 75 Prozent aller Impfstoffe für den Weltmarkt produziert, viele Impfstoffe werden hier auch komplett entwickelt. Da ist wahnsinnig viel Know-how.“ Man dürfe aber nicht vergessen, dass ein Impfstoff komplexer herzustellen sei als so manches anderes Medikament. „Wir setzen sehr stark auf Europa und auf die europäische Produktion. Wir bemühen uns sehr, den Standort Europa auszubauen. Ich denke, das wird auch so bleiben“, bekräftigt Rumler. (27.9. Kurier S. 14)

RLB-OÖ-Generaldirektor: „Wir sind deutlich digitaler geworden“

Die Raiffeisenlandesbank (RLB) OÖ hat eine ausgezeichnete Halbjahresbilanz hingelegt. Nach Angaben on RLB-OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller läuft es im Moment so weiter wie im ersten Halbjahr. „Das ist eine sehr, sehr erfreuliche Entwicklung. Wir glauben, dass wir heuer ein wirklich gutes Ergebnis zustande bringen.“ Das Bankgeschäft habe sich durch Corona aber verändert: „Wir sind deutlich digitaler geworden“, berichtet Schaller über die Lehren aus der Corona-Krise. Durchaus positiv steht er einer allgemeinen 3G-Regel in Betrieben gegenüber, „weil die Sicherheit für alle vorgeht“. (25.9. Volksblatt S. 20-21)

RLB Wien-NÖ-Generaldirektor: Corona-Krise als Digitalisierungs-Turbo

Für Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB) Wien-NÖ Buchleitner, steht fest: „Die Corona-Krise war und ist schließlich ein Turbo für die Digitalisierung.“ Er sieht die Digitalisierung aber nicht als Bedrohung, sondern als Chance, die man zu seinem eigenen Vorteil nützen könne. Die Bankenwelt sei von der Digitalisierung schon viel länger betroffen. Natürlich werden aus seiner Sicht deshalb die Bankfilialen nicht verschwinden. Aber sie werden „eine Schnittstelle zwischen der analogen und der digitalen Welt werden,“ sagt Buchleitner. (25.9. Kurier S. 14)

ÖBB-Chef fordert Bahnanschluss-Pflicht für neue Gewerbe- und Industrieparks

Geht es nach ÖBB-Chef Andreas Matthä, ist es wichtig, dass man einen einheitlichen europäischen Eisenbahnraum schaffe. Die EU-Kommission müsse dafür Anreize schaffen.  Aber auch nationale Eingriffe seien gefragt. Matthä: „Ein besonderes Anliegen ist es mir, dass künftig in der Raumordnung für Gewerbe- und Industrieparks ein Bahnanschluss verpflichtend vorgeschrieben wird. Ein Bahnanschluss ist wesentlich für eine CO2-neutrale Ver- und Entsorgungskette.“ Schon jetzt will die Bahn Kunden gewinnen und bietet beispielsweise auch kleineren Unternehmen Logistik-Lösungen ab dem Werkstor an, holt dafür Container per Lkw ab und verlädt sie auf die Bahn. (25.9. Alle TZ)

Neue Sparkassen-Präsidentin: „Irgendwann kommt der Zahltag“

Laut Gabriele Semmelrock Werzer, Vorstandsvorsitzende der Kärntner Sparkasse und erste Frau an der Spitze des Sparkassenverbandes, „ist nur eine gut verdienende Bank eine sichere Bank“. Durch das niedrigere Zinsniveau gebe es auch wesentlich weniger Kreditausfälle. Sie geht auch nicht mehr von einer riesigen Insolvenzwelle aus. „Die Frage ist, wie lange können wir auf Kosten der Allgemeinheit die wirtschaftliche Pandemie nicht spürbar machen. Das kann man nicht endlos fortsetzen. Irgendwann kommt der Zahltag“, ist die Sparkassen-Präsidentin überzeugt. (25.9. Kleine S. 26-27)