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28.10.2021

Pressezusammenfassung, 28.10.2021
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IV in den Medien

Knill: Mit richtigen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel steuern

Stolitzka: Lieferprobleme beeinflussen steirische Wirtschaft

Allgemein

Lieferengpässe bremsen Aufschwung der Industrie

OeNB: Wirtschaftserholung kurbelt Firmenkreditnachfrage an

ILO: Arbeitsmärkte erholen sich nur langsam

EU legt Vorschlag für Umsetzung schärferer Bankenregeln vor

IV-Mitglieder in den Medien

Gebrüder Weiss baut Türkei-Geschäft durch Übernahme aus

Bank Austria mit neuer Geschäftsverteilung per 1. November 2021

OMV: Neue Strategie bis Ende des Jahres

Kapsch BusinessCom setzt auf „Digitale Fabrik“

Schnelle Erholung nach Krise für Steiermärkische Bank

IV in den Medien

Knill: Mit richtigen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel steuern

Die Corona-Pandemie habe das Problem des Fachkräftemangels weiter verschärft, sagt IV-Präsident Georg Knill. „Viele junge Menschen blieben lieber in der Schule – zum einen, weil sie wegen Corona die Aufstiegsklausel leichter erhalten haben, zum anderen, weil sie sich in der Schule wohl auch sicherer fühlten als in der Wirtschaft. Fehlende Schnuppertage taten ein Übriges.“ Um gegenzusteuern, bräuchte es im Bildungssystem eine Umkehr der Finanzpyramide – „das heißt, mehr Geld in die Elementarbildung und in die Volksschulen“, konkretisiert Knill. Dass es immer weniger Lehrstellenbewerber gebe, habe aus seiner Sicht noch einen anderen Grund: „Man hat für das Erfolgsmodell Hauptschule und Polytechnische Schule, die auf dem Land eine sehr gute Schulform war, keine Alternative gefunden.“ Der Industrie ist es bei der Suche nach Fachkräften wichtig zu vermitteln, dass sich die Jobprofile massiv gewandelt haben. „Mittlerweile gibt es neue Berufsbilder, alleine im Vorjahr kamen 22 hinzu. Wir versuchen das etwa auf Bildungsmessen oder bei Berufsorientierungen präsent zu machen“, so der IV-Präsident, und hält gleichzeitig fest: „Ein Lehrberuf garantiert einen sicheren Job mit allen Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zu Geschäftsführerpositionen.“ Um den Fachkräftemangel kurzfristig entgegenzuwirken plädiert er dafür, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, „indem wir Kinderbetreuungsplätze vom ersten Lebensjahr an anbieten“. Die Öffnungszeiten müssten dann auch noch den Betriebszeiten angepasst werden – „da sind die Kommunen gefragt“. Zudem müssten Anreizsysteme für ältere Mitarbeiter geschaffen werden, damit diese länger im Berufsleben bleiben. Denn, so Knill: „Wer derzeit in der Pension arbeitet, bezahlt noch immer Pensionsbeiträge – das ist kontraproduktiv. Auch qualifizierter Zuzug kann kurzfristig Abhilfe bringen, wobei man sich da nicht zu viel erwarten sollte – der Arbeitsmarkt ist weltweit angespannt.“ (Kurier S. 11)

Stolitzka: Lieferprobleme beeinflussen steirische Wirtschaft

Die stark exportorientierte steirische Industrie, die im Durchschnitt eine Exportquote von 75 Prozent aufweist, ist derzeit stark von den Rohstoff- und Lieferengpässen betroffen. IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka betont: „Globale Entwicklungen wie die derzeitige Rohstoffpreissituation – vor allem jene der Energiepreise –, aber auch die Einschränkungen bei den Lieferketten machen vor uns nicht Halt und sind in den Unternehmen sehr deutlich zu spüren.“ Vor allem der Chipmangel sei derzeit eine große Herausforderung und betreffe vordergründig den gesamten Automotive-Bereich, greife aber auch in zahlreiche andere Branchen ein. Wenn der Mangel von Dauer bleibe, werde dieser die wirtschaftliche Erholung in der Steiermark bremsen, warnt Stolitzka. Auch die Vervielfachung der Energiepreise stelle ein Problem dar, allerdings sehe man gerade eine leichte Entspannung bei der Verfügbarkeit von bestimmten Rohstoffen. Unverändert bleibe das vielfach sehr hohe Preisniveau wie beispielsweise bei Kupfer. „Bei Produkten mit einem sehr hohen Verarbeitungsgrad wird sich die Situation offensichtlich nur langsam entspannen“, so der IV-Steiermark-Präsident. (Krone/Steiermark S. 22)

Allgemein

Lieferengpässe bremsen Aufschwung der Industrie

Die Lieferprobleme haben sich weiter verschärft und bremsen den Aufschwung der Industrie. Ein geringeres Auftragswachstum aus dem In- und Ausland verlangsamt die Produktionsausweitung der Betriebe und die Beschleunigung des Jobaufbaus belastet die Produktivität. Als Konsequenz ist der UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex im Oktober auf den tiefsten Wert seit neun Monaten gesunken und liegt nun bei 60,6 Punkten. Der Aufschwung der heimischen Industrie dauert nunmehr eineinhalb Jahre an, der Höhepunkt ist mittlerweile jedoch deutlich überschritten. Die Wachstumsdynamik der Industrie habe sich gegenüber dem Sommer zwar deutlich beruhigt, sei aber weiterhin überdurchschnittlich hoch, erläutert UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Vor allem aufgrund von externen Einflüssen verlor die Industriekonjunktur in Österreich an Tempo. Die Verschärfung der Lieferengpässe belaste die Nachfragedynamik der stark exportorientierten Industrie Österreichs. Die Verteuerung von Rohstoffen und Vormaterialien habe sich beschleunigt, der Jobaufbau jedoch gleichzeitig leicht an Fahrt gewonnen, so Bruckbauer. (WZ S. 11, TT S. 21)

OeNB: Wirtschaftserholung kurbelt Firmenkreditnachfrage an

Durch die Konjunkturerholung steigt in Österreich die Kreditnachfrage der Unternehmen. Seit dem zweiten Quartal steigt diese Nachfrage moderat, für das vierte Quartal erwarten die Banken eine weiter anziehende Kreditnachfrage, erklärte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Mittwoch. Getragen werde das vor allem von der Nachfrage nach Langfrist-Krediten und der Kreditnachfrage von großen Unternehmen, die Nachfrage nach kurzfristigen und KMU-Krediten steigt schwächer. Der Finanzierungsbedarf für Anlageinvestitionen wurde von den befragten Banken als Hauptgrund für die gestiegene Nachfrage im zweiten Quartal genannt. Im dritten Quartal wirkten vor allem der Finanzierungsbedarf für Lagerhaltung und Betriebsmittel sowie Refinanzierungen bzw. Neuverhandlungen von Krediten expansiv auf die Nachfrage. Die verstärkte Nutzung von Innenfinanzierung durch die Firmen wirkten sich im zweiten und im dritten Quartal hingegen dämpfend auf die Nachfrage aus. (Standard S. 20, TT S. 19)

ILO: Arbeitsmärkte erholen sich nur langsam

Nach einer Analyse der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) belastet die Corona-Pandemie die Arbeitsmärkte weltweit stärker als bisher gedacht. Die Konjunkturerholung sei ungleich verteilt, und das liege an den ungleichen Impfraten und finanziellen Möglichkeiten der Regierungen, sagte ILO-Chef Guy Ryder. „Wir hatten in diesem Jahr mit einer langsamen, aber anhaltenden Erholung gerechnet. Dieser relative Optimismus ist geschwunden.“ 2021 werde die Zahl der Arbeitsstunden weltweit um 4,3 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau liegen, das entspreche 125 Millionen weniger Vollzeitstellen, so die ILO. Im Juni war sie noch von minus 3,5 Prozent oder 100 Millionen weniger Vollzeitstellen ausgegangen.  (Presse S. 15, TT S. 19, Krone S. 6, OÖN S. 10)

EU legt Vorschlag für Umsetzung schärferer Bankenregeln vor

Die EU-Kommission will Banken für die Umsetzung schärferer Kapitalregeln lange Übergangsfristen gewähren. Laut den Gesetzesvorschlägen für die Umsetzung der „Basel III"-Reform müssten Banken in der EU bis zu 8,4 Prozent mehr Kapital bis 2030 zur Seite legen, um Risiken entgegenzuwirken. Die Kommission schlägt vor, dass Banken mehr Kapital zurücklegen müssen, wenn sie Unternehmen ohne Rating Kredite geben. Das Gesetzespaket beschäftigt sich auch damit, wie Banken ihre Risiken kalkulieren und schreibt vor, dass Banken nur begrenzt eigene Rechenmodelle nutzen dürfen. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Gebrüder Weiss baut Türkei-Geschäft durch Übernahme aus

Der Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss übernimmt per 1. Jänner 2022 die Geschäfte der „3S Transport & Logistik“ mit Sitz in Istanbul. Damit werde das Transportvolumen der Türkei-Niederlassung von Gebrüder Weiss verdoppelt und der Standort als Top-Player für Verkehre mit dem DACH-Raum positioniert, zudem wechseln 22 Mitarbeiter unter das Dach von Gebrüder Weiss Türkei. „Mit ‚3S Transport & Logistik' integrieren wir einen seit vielen Jahren auf dem türkischen Transportmarkt fest etablierten Logistikdienstleister in unsere Organisation", sagte Thomas Moser, Direktor und Regionalleiter Black Sea/CIS bei Gebrüder Weiss. Damit werde der Gebrüder Weiss-Standort Istanbul als strategischer Ankerpunkt an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien und entlang der neuen Seidenstraße gestärkt. Teil der Übernahme ist auch ein operativer Standort im Raum Düsseldorf mit sieben Beschäftigten. (VN D2, NVT S. 17, TT S. 20)

Bank Austria mit neuer Geschäftsverteilung per 1. November 2021

Bei der Bank Austria werden per 1. November 2021 die bisherigen Vorstandsbereiche „Unternehmerbank" und „Corporate & Investment Banking" (CIB) zusammengelegt, der neue Vorstandsbereich „Corporates" wird vom bisherigen CIB-Vorstand Günter Schubert als Vorstand geleitet. Daniela Barco wird Chefin der „Privatkundenbank" und verantwortet Privatkunden, Geschäftskunden und Freie Berufe sowie die Premium Banking Kunden. Georgiana Lazar-O ́Callaghan, bisherige Leiterin des Bereichs Human Capital, zieht als Vorständin für „People & Culture" neu in den Vorstand ein. Emilio Manca wird neuer Chief Operating Officer (COO) im Executive Committee, dem erweiterten Vorstandsgremium der Bank Austria. Ziel sei eine weitere Vereinfachung der Organisationsstruktur und die Erreichung von Synergien und noch mehr Kundennähe, heißt es bei der Bank Austria. (Standard S. 20, Krone S. 6)

OMV: Neue Strategie bis Ende des Jahres

Der neue OMV-Chef Alfred Stern legt dem Aufsichtsrat heute die guten Ergebnisse des dritten Quartals vor. Auf die neue Strategie müsse man jedoch noch bis Ende des Jahres warten. Davon werde die Zukunft des teilstaatlichen Energiekonzerns abhängen. Nach Plan sollen zuerst die Strategie, dann die Strukturen, und schließlich die Personalia stehen. Die Strategie soll gegen Ende des Jahres dem Aufsichtsrat und dem Kapitalmarkt im ersten Quartal 2022 präsentiert werden. (Kurier S. 14)

Kapsch BusinessCom setzt auf „Digitale Fabrik“

Das Konzept der „Digital Factory“ wird mithilfe vernetzter Daten-Sensoren die Industrieproduktion künftig noch intelligenter und effizienter machen. „Es gilt nun die Daten aller Prozesse miteinander zu verbinden und daraus neue Wertschöpfung zu generieren“, erklärt Markus Künstner, Head of Business Consulting Manufacturing & Supply Chain bei Kapsch BusinessCom. Die vom Unternehmen entwickelte Anwendung des Digitalen Zwilling hilft den Kunden bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Das Kompetenzzentrum „Digitale Fabrik“ in der Wiener Seestadt Aspern bietet von sensorbasiertem Datenmanagement über sichere Verfügbarkeit der Netze bis zur Cyber-Security alle Bausteine, die Unternehmen für ihre Digitale Fabrik benötigen, so Künstner. (Kurier S. 13)

Schnelle Erholung nach Krise für Steiermärkische Bank

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse, zeigt sich aufgrund der rasanten Erholung der Wirtschaft und Gesellschaft nach der Corona-Krise optimistisch: „Wir erleben eine schnelle Erholung, schneller als erwartet.“ Der Aufschwung sei in fast allen Branchen spürbar, so auch beim Bankgeschäft: „Ein noch immer sehr schwieriges Jahr 2021 hat sich nicht bewahrheitet. Wir haben jedenfalls schon wieder das Niveau von 2019“, so Fabisch. Das Kreditwachstum sei für das Jahr 2021 bisher bei rund acht Prozent und damit außergewöhnlich hoch. Die Wachstumsraten beim Retailgeschäft seien erfreulich und auch die Kreditkartenumsätze seien von Jänner bis Ende September im Vergleich zu den drei Vorjahresmonaten um rund zehn Prozent gestiegen, bei den Debitkartenumsätzen seien es sogar 25 Prozent plus. (Kleine Zeitung S. 34-35)