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29.04.2022

Pressezusammenfassung
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IV in den Medien

Knill: Es braucht einen Masterplan für diese Energiekrise

Industrie: Erdgas von erheblicher Bedeutung in der Produktionskette

IV-NÖ gibt düstere Konjunkturprognose

Pochtler: Massen-Arbeitslosigkeit droht bei Gas-Boykott

IV-Tirol: Konjunkturaufschwung neigt sich Ende zu

Vorarlberger Industriebetriebe rechnen mit Eintrübung der Konjunktur

Allgemein

RWR-Karte: Gesetzesentwurf zur Weiterentwicklung geht in Begutachtung

Wifo: Aufgehellte Unternehmensstimmung trotz Krieg und Krisen

Raiffeisen-Chefanalyst: Inflation ist gekommen, um zu bleiben

„Deloitte-Radar“: Energie-Versorgung zentrale Herausforderung für Unternehmen

IV-Mitglieder in den Medien

Porr kehrte 2021 in die Gewinnzone zurück

Post hält an Umsatzausblick für 2022 fest

Richter Pharma konnte 2021 bei Umsatz und Ertrag zweistellig zulegen

Kremsmüller Anlagenbau sieht Chancen in Alternativenergie

Norske Skog investiert 75 Mio. Euro in neues Kraftwerk in Bruck/Mur

Raiffeisen rechnet mit weiter großer Nachfrage nach Wohnungskauf

Volksbank Vorarlberg weiterhin auf Erfolgskurs

Verbund-Chef vermisst Antworten auf bessere Preisfestsetzung am europäischen Strommarkt

Valida-CEO drängt auf Verbesserungen für Pensionskasse

Schoellerbank-Standortleiter: Mögliche Rezession in den Kursen längst enthalten

IV in den Medien

Knill: Es braucht einen Masterplan für diese Energiekrise

IV-Präsident Georg Knill warnt vor den verheerenden Folgen eines Lieferstopps für russisches Gas. „Wenn wir das provozieren, steht die österreichische Industrie von einem Tag auf den anderen still.“ Mit katastrophalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, es käme zu einer Rezession mit allen Konsequenzen. Es brauche einen Masterplan für diese Energiekrise. „Die Energieversorgung, bitte sehr, das sind komplexe Zusammenhänge, die kann man nicht mit hübschen Worten kleinreden, das ist die Existenzgrundlage für unsere Wirtschaft und für den Lebensstandard der Bevölkerung“, betont Knill. Es brauche mehr Sicherheit und Planbarkeit als ein Monat zusätzliche Gasreserve. Zudem müsse man die Fakten in der Energiewirtschaft „richtig berücksichtigen, die Vernetzungen und Abhängigkeiten kennen und organisieren, das ist nicht mit Ideologie zu lösen, sondern mit viel Sachkenntnis“. Wenn man die Stromerzeugung bis 2030 dekarbonisiert haben will, so erfordert das eine ungeheure Kraftanstrengung, viel mehr als eine flotte Schlagzeile. „Alternative Energiequellen und ausreichende Netze, das erfordert Investitionen bis zu 45 Mrd. Euro. Davon entfallen 25 Mrd. Euro auf die Energiequellen und rund 18 Mrd. Euro auf den Netzausbau. Auf solche ‚Kleinigkeiten‘ wird in politischen Diskussionen oft vergessen“, kritisiert der IV-Präsident, der für eine Krise ein entsprechendes Management bzw. ein Krisenteam mit kompetenten Menschen als „dringend notwendig“ erachtet. (Gewinn S. 10-11)

Industrie: Erdgas von erheblicher Bedeutung in der Produktionskette

Nach Angaben von Energieministerin Leonore Gewessler stehen Politik und E-Control mit den 50 größten Industriebetrieben in Kontakt, damit man einen Notfallplan hat, falls Russland Österreich das Gas abdreht. „Auf unsere Kritik hin wurde die Kommunikation zwischen Ministerin Gewessler beziehungsweise der E-Control mit den 50 energieintensiven Industriebetrieben verbessert und aufgenommen“, heißt es seitens der Industriellenvereinigung (IV). Von einer „aktiven Einbindung in den Aktionsplan“ könne man zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht sprechen. Gleichzeitig stellt man bei der IV klar: Ein Stopp der Gasversorgung würde in den 50 größten Industriebetrieben unweigerlich zu einem teilweisen oder vollständigen Produktionsausfall führen. Zudem wäre es mit den 50 energieintensiven Betrieben noch nicht getan. Für Tausende weitere Betriebe sei Erdgas von erheblicher Bedeutung in der Produktionskette. Samt Folgen für den Arbeitsmarkt. (Kurier S. 11)

IV-NÖ gibt düstere Konjunkturprognose

Lieferengpässe und die Unsicherheit in puncto Energie führen dazu, dass die nö. Industrie wenig positiv in die kommenden Monate blickt. Die jüngste Konjunkturumfrage der IV-NÖ zeigt, dass die Stimmung unter den 49 befragten nö. Industriebetrieben „sich auf einer Talfahrt“ befindet. „Es ist deutlich zu erkennen, dass der von der Industrie getriebene Konjunkturaufschwung vorbei ist“, so IV-NÖ-Geschäftsführerin Michaela Roither. Dabei hatte man die Pandemie-bedingte Krise gut verkraftet. Das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) definierte bei seiner letzten Erhebung 2019 noch 27 Leitbetriebe in NÖ, heute sind es bereits 31 dieser Art, die laut IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer als „Zugpferde der nö. Wirtschaft“ verstanden werden können. Damit die nö. Wirtschaft vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise wettbewerbsfähig bleibt, wird seit Monaten eine Strompreiskompensation, wie sie bereits in zwölf EU-Mitgliedstaaten umgesetzt wurde, gefordert. „Es darf keine weiteren Belastungen für Unternehmen geben. Eine falsche Dekarbonisierung darf nicht zur einer Deindustrialisierung führen“, sagt Salzer. Ein großer Unsicherheitsfaktor sei der Umstand, wie es mit dem Gas aus Russland weitergeht. „Wir können uns in Niederösterreich ein Gas-Embargo, das wir als EU aktiv begehen, schlichtweg nicht leisten. Es würde zum sofortigen Stillstand einiger großer Produktionsbetriebe führen und hätte daher auch sehr kurzfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.“ (Kurier/NÖ S. 21, Radio Niederösterreich-Journal, noe.orf.at; 28.4. Niederösterreich heute, noen.at)

Pochtler: Massen-Arbeitslosigkeit droht bei Gas-Boykott

IV-Wien-Präsident Christian C. Pochtler warnt vor einem möglichen Gas-Embargo und sagt ein „Horror-Szenario“ für diesen Fall voraus. „Der völlige wirtschaftliche Absturz steht uns bevor“, so Pochtler, Er sieht keinen Weg, russisches Gas kurz- oder mittelfristig zu ersetzen. Bei einem Embargo seien geschlossenen Industrien auf nicht absehbare Zeit, Massenarbeitslosigkeit sowie plötzlicher, heftiger und vor allem nachhaltiger Wohlstandsverlust für ganz Österreich zu erwarten. (Österreich S. 3)

IV-Tirol: Konjunkturaufschwung neigt sich Ende zu

Überaus trübe Aussichten liefert die aktuelle Konjunkturerhebung der IV-Tirol. Demnach neigt sich der Konjunkturaufschwung dem Ende zu. Besonders alarmierend: Nur zehn Prozent der Betriebe hierzulande erwarten in sechs Monaten eine gute Geschäftslage. Lag der Geschäftsklimaindex im vierten Quartal des Vorjahres noch bei 50 Punkten, so fiel er im ersten Quartal des aktuellen Jahres auf 37,5 Punkte. Auch die Beurteilung des Auftragsbestandes fällt im ersten Quartal dieses Jahres schwächer aus: 71 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einem guten Auftragsbestand, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zu Ende 2021 entspricht. Die Exportaufträge bezeichnen 71 Prozent noch als „gut“ und weitere 27 als „durchschnittlich“. Bei der Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage gibt es bei der Bewertung „gut“ einen Rückgang um acht Prozent auf 65. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Preissteigerungen rechnen lediglich 42 Prozent mit „guten“ Verkaufspreisen. (Krone/Tirol S. 31)

Vorarlberger Industriebetriebe rechnen mit Eintrübung der Konjunktur

Zwar ist die derzeitige Auftragslage in der heimischen Industrie gut, aber die Stimmung ist von Unsicherheit geprägt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage, die quartalsmäßig im Auftrag der IV-Vorarlberg und der Sparte Industrie Vorarlberg durchgeführt wird. Die größten Hemmnisse seien neben dem permanenten Mitarbeitermangel die steigenden Energie- und Rohstoffpreise, wurde betont. Die Entwicklung werde zudem durch Probleme mit den Vormaterialien und weltweit gestörten Lieferketten gebremst. Auch der Krieg in der Ukraine hinterlasse „deutliche Spuren“. Von 70 Prozent der befragten Vorarlberger Firmen wurde die aktuelle Geschäftslage als „gut“ bezeichnet. Allerdings erwarten nur noch 15 Prozent, dass dies auch in sechs Monaten noch so sein wird. 14 Prozent gehen sogar von einer Verschlechterung aus. Knapp die Hälfte der Befragten rechnet auch damit, dass sich die Ertragslage in sechs Monaten verschlechtern wird. Die Situation am Arbeitsmarkt gibt der Industrie aber auch Anlass für Kritik an der Pflichtschule: 40 Prozent sehen bezogen auf die Lehrlingsausbildung den Bildungsauftrag durch die Pflichtschulen nur mehr schlecht bzw. sehr schlecht erfüllt. (VN D2, NVT S. 19)

Allgemein

RWR-Karte: Gesetzesentwurf zur Weiterentwicklung geht in Begutachtung

Fachkräfte aus Drittstaaten sollen in Österreich künftig einen deutlich leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. Angesichts von Fachkräftemangel und demografischem Wandel hat die Regierung einen Gesetzestext zur Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte in Begutachtung geschickt. Die Verfahren werden vereinfacht und sollen schneller als bisher abgewickelt werden. Sprachzertifikate sollen künftig länger gelten. Unter anderem können Spezialisten für ein Projekt bis zu sechs Monate nach Österreich kommen. Dabei brauchen sie nur ein Visum und eine Beschäftigungsbewilligung. Der spätere Umstieg auf eine RWR-Karte soll dabei möglich sein. Lockerungen stehen auch beim Punktesystem an: Um die RWR-Karte zu erhalten, werden bei Mangelberufen Lehrabschlüsse mit Universitätsabschlüssen punktemäßig gleichgestellt. Bei sogenannten „sonstigen Schlüsselkräften“ wird in Zukunft stärkere Rücksicht auf die Berufserfahrung gelegt. Die Berufserfahrung wird auch dann angerechnet, wenn die Ausbildung in einem anderen Bereich absolviert wurde. Mit der Reform wird auch die bis 2023 vorgesehene Umsetzung der EU-Blue Card-Richtlinie umgesetzt. Die Gehaltsgrenze wird auf das Durchschnittsgehalt von Vollzeitbeschäftigten gesenkt (2022: 3.171 Euro x 14). Auch ein Wechsel des Arbeitgebers wird erleichtert: Man kann nach einer Wartefrist von 30 Tagen automatisch anfangen, auch wenn der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Seitens der Industrie wurde der vorgelegte Entwurf begrüßt. Dieser weise „einen längst überfälligen Schritt zur Verbesserung auf und stellt eine Chance für den Standort Österreich dar. In dem vorgelegten Entwurf finden sich zentrale, langjährige Anregungen der Industrie“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Wichtig sei es jetzt, die gesetzlichen Rahmenbedingungen rasch umzusetzen. (Alle TZ; 28.4. orf.at, derstandard.at) 

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Wifo: Aufgehellte Unternehmensstimmung trotz Krieg und Krisen

Trotz der großen Unsicherheiten angesichts des Ukraine-Kriegs und der Lieferkettenprobleme hat sich die Stimmung der heimischen Unternehmen im April gegenüber März verbessert, wie aus einer Erhebung des Wifo hervorgeht. Der Konjunkturklimaindex lag mit saisonbereinigten 24,3 Punkten um 6,6 Punkte über dem Vormonatswert. Die positive Tendenz zieht sich bis auf den Einzelhandel durch alle Branchen. Die Unternehmen rechnen laut Wifo mehrheitlich damit, ihre Preise in den kommenden Monaten anheben zu müssen. Die Beurteilung der aktuellen Lage war insgesamt weiterhin „merklich im positiven Bereich“. Der entsprechende Index erhöhte sich um 6,9 Punkte auf 27,2 Zähler. (28.4. kleinezeitung.at)

Raiffeisen-Chefanalyst: Inflation ist gekommen, um zu bleiben

Die Inflation ist heuer so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr und wird auch nicht so rasch auf das von der EZB gewünschte Niveau von zwei Prozent zurückgehen, erwartet Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek: „Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben“, sagte er. Nach heuer 6,5 Prozent sei kommendes Jahr mit 3,5 Prozent Teuerung zu rechnen. „Besorgniserregend“ sei, dass die Inflation von der EZB nur als temporäres Phänomen abgetan wurde. Inzwischen würden zwar 80 Prozent der Unternehmen die gestiegenen Inputpreise weitergeben, aber nicht im gleichen Ausmaß. „Die Großhandelspreise, die mit 25, 30 Prozent derzeit nach oben galoppieren, verheißen nichts Gutes.“ Die Frage sei, ob Zweitrundeneffekte verhindert werden können. (TT S. 20)

„Deloitte-Radar“: Energie-Versorgung zentrale Herausforderung für Unternehmen

Die größte Sorge in Österreichs Unternehmen ist zurzeit die Sicherheit der Energie-Versorgung. 90 Prozent der heimischen Führungskräfte befürchten hier nachteilige Folgen aufgrund des Ukraine-Krieges, zeigt zumindest der neueste „Deloitte Radar“. „Der Standort bleibt klar unter seinen Möglichkeiten“, resümierte Harald Breit, Vorstand von Deloitte Österreich. 92 Prozent der befragten Führungskräfte halten den raschen Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbaren Energien für „Sehr wichtig“ oder „Wichtig“, so Deloitte. Für neun von zehn Befragten sind beschleunigte Verfahren für den Ausbau der erneuerbaren Energien entscheidend. 59 Prozent der Führungskräfte sehen den Ukraine-Krieg sogar als Chance für die Beschleunigung der Energiewende. Neben dem Ausbau der Forschungsförderungen (90 Prozent) und der Senkung der Lohnnebenkostensenkung (87 Prozent) werden auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung (85 Prozent) und des Gesundheitssystems (87 Prozent) als wichtige Maßnahmen genannt. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Porr kehrte 2021 in die Gewinnzone zurück

Die Porr AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder Gewinne erzielt. Unter dem Strich blieb ein Unternehmensergebnis von 61,4 Mio. Euro. Die Auftragsbücher sind mit einem Bestand von fast 7,8 Mrd. Euro voll – ein Zuwachs von 9,9 Prozent gegenüber 2020. Der Ordereingang legte um 8,6 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro zu. „Das Marktumfeld war 2021 für die Baubranche kein einfaches, unter anderem war es geprägt durch Lieferengpässe und Kostensteigerungen“, berichtete Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss. Wesentlich gesteigert wurde auch die Produktionsleistung, die sich um 10,5 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro erhöhte und damit auch über dem Niveau vor der Pandemie im Jahr 2019 lag. Der Umsatz wuchs um 11,5 Prozent auf 5,17 Mrd. Euro. Der Personalstand blieb 2021 mit 20.177 Beschäftigten stabil. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte die Porr 2021 einen Gewinn (EBITDA) von 287,5 Mio. Euro erwirtschaften – das war mehr als doppelt so viel wie 2020 (131,4 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) drehte auf plus 85,4 Mio. Euro. (Alle TZ)

Post hält an Umsatzausblick für 2022 fest

Das Betriebsergebnis der Post AG sollte für 2022 „aus heutiger Sicht zwischen den Niveaus der letzten beiden Jahre zu liegen kommen. Klares Ziel des Unternehmens ist es, wieder möglichst nahe an das Niveau des Jahres 2021 heranzukommen", heißt es seitens des Unternehmens. Im ersten Quartal des Jahres sind Ergebnis und Umsatz auf einem hohen Niveau wie erwartet zurückgegangen, der Umsatzausblick für das Gesamtjahr bliebt aufrecht. (Kurier S. 12)

Richter Pharma konnte 2021 bei Umsatz und Ertrag zweistellig zulegen

Der Welser Arzneimittelhersteller und -händler Richter Pharma AG hat 2021 beim Umsatz und Ergebnis jeweils zweistellig zugelegt. Wachstumstreiber waren die Veterinär-Eigenmarken sowie der Großhandel und Logistik, teilten CEO Roland Huemer und der Eigentümer des Familienunternehmens Florian Fritsch mit. Sie kündigten ein Investitionspaket von 100 Mio. Euro in den kommenden sieben Jahren an. Richter ist mit über 400 Mitarbeitern an 5 Standorten in Österreich als Pharmahersteller, Vollgroßhändler und Logistikdienstleister in der Human- und in der Veterinärmedizin tätig. Der Umsatz stieg 2021 um 12 Prozent auf 630 Mio. Euro, das Ergebnis vor Abschreibungen um 16 Prozent auf 12,5 Mio. Euro. Als vollsortierter Pharmahandel mit gesetzlichem Versorgungsauftrag war das Unternehmen auch bei der Covid-Impfstoff-Distribution und Verteilung von Antigentests im Einsatz. (Krone/OÖ S. 30, OÖN S. 11, Volksblatt S. 14)

Kremsmüller Anlagenbau sieht Chancen in Alternativenergie

Das oberösterreichische Industriemontageunternehmen Kremsmüller Anlagenbau GmbH sieht in der derzeitigen Lieferketten- und Energiekrise trotz aller Widrigkeiten auch eine Chance: Projekte im Bereich Fernwärme, Wasserstoff und Nutzung industrieller Abwärme würden deutlich zunehmen. Im abgelaufenen Jahr blieb Kremsmüller mit einer Betriebsleistung von 160 Mio. Euro auf dem Niveau von 2020, in der Gruppe erwirtschaftete man eine Betriebsleistung von 205 Mio. Euro. Das Ergebnis sei „solide positiv“ und sehr zufriedenstellend. Heuer erwartet das Unternehmen, dass man Betriebsleistung und Mitarbeiterstand – in der Gruppe 1.700, davon 1.300 in Österreich – halten werde. Personal werde händeringend gesucht. Stark spürt die Unternehmensgruppe die Lieferkettenproblematik. „Oft sind es einzelne Positionen bei Materiallieferungen, die plötzlich weltweit nicht mehr verfügbar sind. Dann beginnt die Suche nach Alternativen“, so Miteigentümer Gregor Kremsmüller. (Krone/OÖ S. 10, OÖN S. 11, Volksblatt S. 15)

Norske Skog investiert 75 Mio. Euro in neues Kraftwerk in Bruck/Mur

Der Papierhersteller Norske Skog hat in Bruck an der Mur ein eigenes Kraftwerk eröffnet, das die Abhängigkeit von Gas am Standort auf einen Schlag um 75 Prozent verringert. Dazu beitragen soll der Einsatz von regionalen Ersatzbrennstoffen und Reststoffen, dabei handelt es sich um Papierfasern, Rinde, Klärschlamm und andere Brennstoffe, die aus Abfällen gewonnen werden. 72 Mio. Euro wurden in die Energieanlage investiert, zwei Jahre wurde gebaut. Norske-Direktor John Chiang betonte: „Vor zwei Jahren war die Gaskrise noch nicht absehbar, jetzt sind wir wichtiger Teil des Wandels.“ (Kleine S. 37)

Raiffeisen rechnet mit weiter großer Nachfrage nach Wohnungskauf

Gerade wegen Unsicherheiten durch Inflation und Krieg in der Ukraine dürfte die Nachfrage nach Wohnraum ungebremst weitergehen, erwarten Raiffeisen-Experten. Die Preise dürften heuer um weitere acht Prozent zulegen und damit etwas langsamer als zuletzt. Obwohl die Inflation hoch bleibt, gibt es derzeit noch Fixzinsen für Wohnungskredite unter 1,5 Prozent. Das Zinsniveau in diesem Bereich dürfte bis Mitte 2023 aber um 1,5 bis zwei Prozentpunkte zulegen. Im Vorjahr verteuerte sich Wohneigentum in Österreich im Schnitt um 11,8 Prozent, dabei in Wien etwas weniger als im Rest des Landes. Es habe auch vorgezogene Immobilienkäufe gegeben, weil mit Juli striktere Regeln für die Kreditvergabe kommen, etwa einen Eigenmittelanteil von mindestens 20 Prozent, so Reinhard Karl, Generaldirektor Stellvertreter der RLB NÖ-Wien. Er weist auch darauf hin, dass Wohnungen oft als Sicherheit für die Kinder oder gegen Inflationsverluste gekauft werden. Da spiele die unmittelbare Rendite bei einer Vermietung weniger Rolle als bei institutionellen Anlegern. (Presse S. 14)

Volksbank Vorarlberg weiterhin auf Erfolgskurs

Die Volksbank Vorarlberg hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Betriebsergebnis in Höhe von 5,38 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen. Damit konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr neuerlich gesteigert werden. Und auch sonst konnte die Genossenschaftsbank reüssieren, wie die von Vorstandschef Gerhard Hamel präsentierten Zahlen zeigen. Die Eigenmittelausstattung lag wiederum bei über 20 Prozent und übertreffen die gesetzliche Quote deutlich. Durch die Fokussierung im Heimatmarkt auf die Bereiche Wohnbau und Kommerz konnte zusätzlich auch eine Steigerung des Kreditvolumens erzielt werden, so Hamel. „Neben dem Ausbau der Partnerschaften sind die regionale Verankerung und die Konzentration auf die Märkte, in welchen wir ein fundiertes Know-how und Kundennähe besitzen, Teil unseres Erfolges. Unsere Kunden wiederum schätzen einen Partner vor Ort mit einem rein nationalen Risikoprofil.“ (VN D1)

Verbund-Chef vermisst Antworten auf bessere Preisfestsetzung am europäischen Strommarkt

Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG, vermisst Antworten auf die Frage, welches System der Preisfestsetzung auf Europas Strommarkt besser wäre als das derzeit praktizierte. „Außer Kritik habe ich noch keinen Vorschlag gehört, wie die Preissetzung besser erfolgen könnte. Auf EU-Ebene ist derzeit die Acer, der Zusammenschluss der europäischen Regulierungsbehörden, dabei zu überlegen, was ein Ausweg in der derzeitigen Situation kriegsbedingter Verwerfungen sein könnte.“ Ergebnisse werden laut Strugl für Anfang Mai erwartet, „dann wird man weitersehen“. Um für jederzeit drohende Cyberattacken und mögliche Blackouts gewappnet zu sein, hat man beim Verbund bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen, „um unsere Systeme zu schützen und sicher aufzustellen“, wie Strugl betont. Mit regelmäßigen Tests und Übungen werde kontrolliert, „wie resilient unsere Systeme gegenüber solchen Angriffen sind. Das ist ein Dauerauftrag auch in unserem Haus. Das Risiko ist gestiegen, und wir haben unsere Anstrengungen entsprechend verstärkt.“ (Standard S. 11)

Valida-CEO drängt auf Verbesserungen für Pensionskasse

Der CEO der Valida-Pensionskasse, Martin Sardelic, drängt auf Verbesserungen für die betrieblichen Pensionskassen. Die Pensionskasse hat dazu eine Meinungsumfrage bei Spectra in Auftrag gegeben, um die Anliegen zu untermauern. Demnach sind 70 Prozent der Befragten der Meinung, dass sie von der staatlichen Pension nicht gut leben werden können. Gleichzeitig sagen allerdings auch 70 Prozent, dass sie gar nicht abschätzen können, wie hoch der verfügbare Betrag in der Pension sein wird. Die Valida leitet daraus ab, dass die betriebliche Pension gegenüber der staatlichen Pension einen höheren Stellenwert haben sollte, wie dies in anderen Ländern der Fall sei. Auch die Umfrageteilnehmer hielten diese zweite Säule der Pensionsvorsorge für ein wichtiges Thema. (Kurier S. 12)

Schoellerbank-Standortleiter: Mögliche Rezession in den Kursen längst enthalten

Ein Krieg in Europa, ein Inflationsniveau wie zuletzt in den 1980er-Jahren und reißende Lieferketten. Das derzeitige Umfeld, das vor wenigen Monaten noch unvorstellbar war, hat entsprechende Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. „Es ist verständlich, dass viele Anleger jetzt ihre risikobehafteten Anlagen, also Aktien, abstoßen“, sagte Helmut Nuspl, Direktor des Standortes Linz der Schoellerbank, beim „Finanzmarkt-Lunch“ in Linz. Bei langfristiger Betrachtung könnte sich das aber schnell als Fehler erweisen. Derzeit sei das Konsumentenvertrauen auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. In den vergangenen Jahrzehnten hätten sich die Börsen aber nach derartigen Tiefstständen besonders gut entwickelt. Ob das Verbrauchervertrauen in diesem Zyklus bereits auf dem Tiefststand sei, könne man freilich nicht sagen. Falls der Krieg in der Ukraine sich ausweitet, könnte es noch weiter bergab gehen. Eine mögliche Rezession in Europa sei jedenfalls in den Kursen schon enthalten. (OÖN S. 10)