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30.09.2021

Pressezusammenfassung, 30.09.2021
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IV in den Medien

IV-Burgenland feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum 

IV-Steiermark: Graz als Technologie- und Produktionsstandort weiterentwickeln

9. „IV-Teachers-Award“ im Haus der Industrie verliehen

Allgemein

Verhandlungen über 3G am Arbeitsplatz gehen weiter

Metaller-KV: Christian Knill ortet noch „viel weiteren Gesprächsbedarf“

Schramböck plädiert für Industrie-Gratis-CO2-Zertifikate bis 2030

Kündigungsfristen für Arbeiter werden angeglichen

Kostenersatz für betriebliches Testen um einen Monat verlängert 

Pensionskassen und Seniorenrat fordern Ausbau der Betriebspensionen

Eurelectric: Investition in EU-Stromnetz braucht Verdoppelung

IV-Mitglieder in den Medien

IST Austria erhält für weiteren Ausbau knapp 3,3 Mrd. Euro bis 2036

AT&S-Pilotprojekt soll Kupfer recyceln und CO2-Emissionen senken

Höheres Rating für RLB Steiermark

Energie Steiermark: Landeswappen zum 100-Jahr-Jubiläum

Gebrüder Weiss baut Präsenz im süddeutschen Raum weiter aus

AMAG-CEO: Für Dekarbonisierung noch viel F&E notwendig

Amer-Wintersports-Chef: Investitionen und Wachstum werden vorangetrieben

Grohag hegt große Investitionspläne

Salzburg AG von deutschem Fachmagazin zu Internetanbieter gekürt

Rege Nachfrage bei i+R-Projekt in Konstanz

AUA fliegt wieder Ferndestinationen an

Neue Geschäftsführung bei Poloplast ab Oktober

Semperit-CEO legt Mandat zurück

IV in den Medien

IV-Burgenland feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum 

Beim Festakt am Mittwoch feierte die IV-Burgenland in Eisenstadt ihr 40-jähriges Bestehen. Dabei zeigten sich die Industrievertreter prinzipiell mit den Rahmenbedingungen im Burgenland zufrieden, sie sprachen sich aber für mehr Einsatz im Bereich Ausbildung und beim Ausbau der Infrastruktur aus. Seit der Gründung der IV-Burgenland im Jahr 1981 hat sich viel geändert: von der Randlage am Eisernen Vorhang über das Burgenland als Ziel-1-Fördergebiet bis hin zur Gegenwart mit der Coronavirus-Pandemie. Die Entwicklung sei unterm Strich für das Burgenland sehr positiv gewesen, hielt IV-Burgenland-Präsident Manfred Gerger fest. „Der Standort selber wurde gestärkt, es gibt eine Reihe von Industrieunternehmen, die sich natürlich sehr, sehr gut entwickelt haben die letzten Jahre und was für uns sehr wichtig ist, dass es auch eine gewisse Sicherheit am Standort hier im Burgenland gibt.“ Die Politik solle die idealen Rahmenbedingungen schaffen, sich aber aus Lohnverhandlungen heraushalten, forderte Gerger – Stichwort: Mindestlohn von 1.700 Euro netto. Bisher hätten die Sozialpartner immer Lohn- und Gehaltsverhandlungen geführt und dieses Thema sollte man auch für die Zukunft bei ihnen belassen. (burgenland.orf.at)

IV-Steiermark: Graz als Technologie- und Produktionsstandort weiterentwickeln

Nach dem Wahlsieg der KPÖ in Graz kommen besorgte Töne seitens der steirischen Industrie. Man fürchtet um den Ruf von Graz bei Investoren. „Diese Wahl wird international sehr stark wahrgenommen – und das Licht, das damit auf unsere Landeshauptstadt fällt, ist für viele jetzt nicht mehr zuordenbar. Wir haben Erklärungsbedarf gegenüber Geschäftspartnern, Kunden und Investoren“, betont IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka. Diese wüssten nicht, dass die Grazer ihre Stimme „wohl mehr der Person Elke Kahr als der Partei KPÖ“ gegeben haben. „In der Welt bleibt nur hängen: In Graz haben Kommunisten die Mehrheit bei einer Wahl erreicht.“ Aus Sicht der steirischen Industrie sei es daher „unumstößlich, dass die neue Regierungskoalition Graz auch weiterhin als Technologie-, Innovations- und Produktionsstandort auf der bestehenden guten Basis weiterentwickelt und dafür sehr rasch geeignete Zeichen setzt.“ (Krone/Steiermark S. 26)

9. „IV-Teachers-Award“ im Haus der Industrie verliehen

Aus über 107 Einreichungen wurden Preisträger des „IV-Teacher´s Award“ 2021 in den Kategorien Elementarpädagogik, Individualität, Wirtschaftskompetenz und MINT ausgezeichnet. Im Rahmen einer festlichen Abendgala am Dienstag im Haus der Industrie erfolgte zudem die Verleihung der heuer einmaligen Sonderkategorie „Lehren und Lernen in Corona-Zeiten“, in der je eine Elementarbildungseinrichtung und Schule ausgezeichnet wurden. Der diesjährige „IV-Teacher´s Award“ fand wie bereits in den Vorjahren in Kooperation mit der Initiative „NEUSTART SCHULE“ statt. „Begeisternde und leidenschaftliche Pädagoginnen und Pädagogen haben eine Schlüsselrolle im gesamten Bildungsgeschehen und entscheidenden Einfluss auf Lernfortschritt und Bildungsqualität – vom Kindergarten bis in die Schule“, hielt IV-Präsident Georg Knill fest. Hauptanliegen der IV sei es, herausragende pädagogische Leistungen mit einem Preis anzuerkennen und wertzuschätzen. (29.9. APA) 

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Allgemein

Verhandlungen über 3G am Arbeitsplatz gehen weiter

Die Einführung der 3G-Plicht am Arbeitsplatz ist noch nicht fertig ausverhandelt. Kommen wird diese Corona-Maßnahme aber „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, wie Vizekanzler Werner Kogler nach dem Ministerrat erklärte. Es sei wichtig, dass es auch die Abstimmung mit den Sozialpartnern gebe und die sei weiter im Laufen. Man brauche „Sicherheiten für die Fragen, die damit verbunden sind“, insbesondere die tatsächliche rechtliche Umsetzung. (Alle TZ)

Metaller-KV: Christian Knill ortet noch „viel weiteren Gesprächsbedarf“

Die erste Runde in den Verhandlungen zum Kollektivvertrag (KV) 2022 in der Metalltechnischen Industrie hat gestern erwartungsgemäß keine Einigung erbracht. Arbeitgeber-Obmann Christian Knill ortete noch „viel weiteren Gesprächsbedarf“. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Oktober angesetzt. „Von den geforderten Lohn- und Gehaltserhöhungen über die Zulagen bis zu diversen Rahmenrechtsforderungen würde das Paket in seinem Gesamtumfang den Betrieben Mehrkosten von bis zu zehn Prozent verursachen. Die Forderungen sind, und das müssen wir leider wiederholen, angesichts der tatsächlichen Entwicklungen überzogen", erklärte Knill. (Alle TZ)

Schramböck plädiert für Industrie-Gratis-CO2-Zertifikate bis 2030

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck hat eine Verlängerung der Gratis-CO2-Zertifikate für die Industrie bis 2030 gefordert. Auf der Tagesordnung der für Wettbewerb zuständigen Minister stehen die Herausforderungen für die Industrie des von der EU-Kommission vorgelegten Klimaschutzpakets „Fit for 55“. Klimaschutz müsse „mit Hausverstand betrieben werden. Es ist nicht vorgegeben, dass es in den nächsten 20 Jahren noch genauso gut ausschaut mit den Arbeitsplätzen in Europa. Wir haben jetzt einen Aufschwung, den dürfen wir nicht gefährden", so Schramböck. Die Ministerin sprach sich zudem gegen die Lastenteilung auf Basis des Bruttoinlandsprodukts aus. Österreich dürfe nicht für seine Investitionen in den Klimaschutz bestraft werden. (Volksblatt S. 16)

Kündigungsfristen für Arbeiter werden angeglichen

Die Kündigungsfristen für Arbeiter werden ab 1. Oktober an jene für Angestellte angepasst. Die bereits 2017 beschlossene rechtliche Gleichstellung wird dann – mit Corona-bedingter Verspätung und einigen Ausnahmen – vollständig umgesetzt. In der Regel bedeutet das eine Verlängerung der Kündigungsfrist bei Arbeitgeber-Kündigung von bisher zwei auf mindestens sechs Wochen. Gestaffelt nach Dienstjahren steigt diese Frist auf bis zu fünf Monaten bei mehr als 26 Dienstjahren. Um die Mehrkosten für Betriebe abzufedern, durften die Sozialpartner einige Branchenregelungen mit Ausnahmen und Übergangsregeln ausarbeiten. Verkürzte Kündigungsfristen gelten daher bis auf Weiteres in 23 Branchen. Die Kündigungsfrist für Leiharbeiter steigt 2023 von zwei auf drei Wochen. Bei einem ununterbrochenen Arbeitsverhältnis zwischen zwölf und 18 Monaten sind es künftig vier Wochen. Danach gelten die gleichen Kündigungsfristen wie für Angestellte. (Kurier S. 12, Standard S. 19)

Kostenersatz für betriebliches Testen um einen Monat verlängert 

Betriebe erhalten bis Ende Oktober, und damit einen Monat länger als bisher vorgesehen, einen Kostenersatz für Corona-Tests im Unternehmen. Das Programm „Betriebliches Testen“ werde bis zum 31. Oktober verlängert, verlautbarte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Die nötige Gesetzesänderung soll im Oktober folgen. Das Programm läuft seit 15. Februar. Bisher wurden knapp 4.800 Anträge mit über 5,1 Mio. erfolgten Tests bei der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) eingebracht. Jeweils rund die Hälfte der Anträge wurde von Unternehmen mit weniger bzw. mehr als 50 Beschäftigten gestellt. Knapp 52 Mio. Euro wurden dafür ausbezahlt. (Alle TZ)

Pensionskassen und Seniorenrat fordern Ausbau der Betriebspensionen

Für eine Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich treten der Fachverband der Pensionskassen und der Seniorenrat ein. Sie verlangen von der Regierung mehr steuerliche Vorteile und andere Begünstigungen für Firmenpensionen. Derzeit ist vom Pensionskassensystem erst ein Viertel der Beschäftigten erfasst – also etwa eine Million Menschen. Der Fachverband peilt eine Verdopplung binnen fünf Jahren an. Konkret will man eine steuerliche Gleichsetzung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen, ein Prämienmodell für Geringverdiener, die steuerfreie Auszahlung von Pensionskassen-Pensionen aus bereits versteuerten Arbeitnehmerbeiträgen sowie die Einführung des im Regierungsprogramm fixierten Generalpensionskassenvertrags. Dieser soll allen einen Wechsel aus Vorsorgekassen und der Abfertigung Alt in eine Pensionskasse ermöglichen. Fachverbands-Obmann Andreas Zakostelsky empfiehlt, dies mit der geplanten ökosozialen Steuerreform zu realisieren. (Standard S. 21) 

Eurelectric: Investition in EU-Stromnetz braucht Verdoppelung

Zur Umsetzung des EU-Klimapakets „Fit for 55“ muss das europäische Stromnetz massiv ausgebaut werden. Bis 2030 solle die Stromerzeugungskapazität um 27 Prozent steigen. Um diese Menge an Strom CO2-neutral zu liefern, brauche es eine Verdoppelung der Investitionen in das Netz auf 55 Mrd. Euro jährlich und eine Erhöhung der Gelder für die Errichtung von sauberen Erzeugungskapazitäten auf 75 Mrd. Euro pro Jahr. Zu diesem Schluss kommt der Strom-Branchenverband Eurelectric. Als Voraussetzungen dafür werden „vorhersehbare marktorientierte Rahmenbedingungen, ein funktionierendes Emissionshandelssystem, eine Modernisierung der Netztarife“ und Regeln für Speichermöglichkeiten“ gefordert. (TT S. 20)

IV-Mitglieder in den Medien

IST Austria erhält für weiteren Ausbau knapp 3,3 Mrd. Euro bis 2036

Bund und Land Niederösterreich haben sich mit der Unterzeichnung einer 15a-Vereinbarung zu einer langfristigen Finanzierung des Institute of Science and Technology (IST) Austria verpflichtet. Für die Jahre 2026 bis 2036 erhält das Institut in Klosterneuburg maximal 3,28 Mrd. Euro. 75 Prozent davon kommen vom Bund, 25 Prozent vom Land. Das IST Austria soll damit von derzeit rund 60 auf dann 150 Forschungsgruppen ausgebaut werden. „Österreich wird in 15 Jahren als eines der wenigen kleinen Länder ein Spitzenforschungsinstitut der absoluten Weltklasse haben", freute sich IST Austria-Präsident Thomas Henzinger. Es liege nun am IST Austria, „diese Vision zu verwirklichen und dem Vertrauensvorschuss gerecht zu werden“. Für die weitere Entwicklung bis 2036 setze man auf „Kontinuität und Exzellenz“. (Kurier S. 6, Krone/NÖ S. 24, WZ S. 21, Heute/NÖ S. 1)

AT&S-Pilotprojekt soll Kupfer recyceln und CO2-Emissionen senken

Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S will im Zuge eines Pilotprojekts Kupfer recyceln und so CO2-Emissionen senken. Dahinter steckt die komplexe Aufbereitung von Abwasser. „Wir wollen Kupfer recyceln und bei der Gelegenheit Chemie einsparen und den Wasserverbrauch verringern“, konkretisierte Konstantin Kern, einer der Projekt-Verantwortlichen. Die Ausgangssituation ist folgende: Zur Produktion von Leiterplatten benötigt man kupferhaltige Flüssigkeiten. Diese sogenannten Prozessbäder sind laufend auszutauschen, um den Qualitätsansprüchen einer Leiterplatte gerecht zu werden. Mitte 2022 soll das AT&S-Projekt abgeschlossen sein. Eine Pilotanlage für den neuen Prozess gibt es schon, eine Industrieanlage ist im Entstehen. In Zukunft soll sie digital überwacht werden. Das Recyclingpotenzial ist jedenfalls noch nicht ausgeschöpft, sagt Kern. „Die Produktion geht innovativ voran und setzt neue und effektivere Chemikalien ein, da muss der Recyclingprozess mitziehen und immer wieder angepasst werden. Es ist wichtig, dass wir weiterforschen.“ (Kleine S. 24-25)

Höheres Rating für RLB Steiermark

Die Ratingagentur Moody‘s hat das Profil der Raiffeisen-Bankengruppe (RBG) Österreich und damit auch jenes der Landesbank Steiermark (RLB) auf Grundlage der aktuellen Zahlen zur Finanzkraft und Stabilität neu bewertet. Das habe zu einer Verbesserung der Einschätzung und somit zu einem höheren Rating der RLB (von „baa1“ auf „A3“) mit stabilem langfristigen Ausblick geführt, teilt die RLB Steiermark mit. Gründe sind etwa die Kapitalstärkung, das Liquiditätsprofil und das interne Einlagensicherungssystem. „Das neue Rating zeugt von der Finanzkraft der RLB Steiermark“, so Generaldirektor Martin Schaller. (Kleine S. 32)

Energie Steiermark: Landeswappen zum 100-Jahr-Jubiläum

Im Rahmen eines Festakts in der Aula der Alten Universität in Graz wurde die Energie Steiermark mit dem steirischen Landeswappen ausgezeichnet. Die Wurzeln des Unternehmens, das mittlerweile 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, reichen ins Jahr 1921 zurück. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und LH-Stellvertreter Anton Lang überreichten die Auszeichnung an das Vorstandsduo Christian Purrer und Martin Graf. (Krone/Steiermark S. 30, Kleine S. 32)

Gebrüder Weiss baut Präsenz im süddeutschen Raum weiter aus

Der Vorarlberger Logistiker Gebrüder Weiss übernimmt zum 1. Oktober die operativen Geschäftsbetriebe der Wolf Internationale Spedition GmbH und der Air System Luftfracht Spedition GmbH in Straubing (Niederbayern). Die 20 neuen Mitarbeiter sollen an den neu eingerichteten Gebrüder Weiss-Standort in Straubing umziehen, einer kürzlich erworbenen Immobilie mit 45.000 Quadratmetern, hieß es. Dort sollen 40 bis 60 weitere Arbeitsplätze entstehen. Gebrüder Weiss setzt damit seinen Expansionskurs in Süddeutschland fort, erst kürzlich gab das Unternehmen die Übernahme der bayrischen Spedition Lode GmbH in Waldkraiburg bekannt. Man sei in Bayern und Baden-Württemberg seit langem mit eigenen Landverkehr-Standorten präsent, dieses Netz wolle man weiter stärken, wird beim Vorarlberger Logistiker betont. Gebrüder Weiss betreibt Niederlassungen in Aldingen, Esslingen, Lindau, Memmingen, Nürnberg und Passau. (Krone/Vorarlberg S. 34, VN D3, NVT S. 16-17)

AMAG-CEO: Für Dekarbonisierung noch viel F&E notwendig

Die für Österreich angepeilte Klimaneutralität bis 2040 macht für das oberösterreichische Aluminiumunternehmen AMAG Investitionen im mittleren dreistelligen Millionenbereich erforderlich. Die AMAG müsse dafür das bisher in der Produktion eingesetzte Erdgas durch Wasserstoff ersetzen, erklärte AMAG-Chef Gerald Mayer. Dafür sei noch viel Forschung und Entwicklung nötig und hohe Investitionen in Anlagen und Infrastruktur im Unternehmen. Die AMAG könne die Umstellung bei entsprechenden Rahmenbedingungen, für die die Politik sorgen müsse, schaffen, sagte Mayer. „Wir sind zum einen überzeugt, dass es notwendig ist. Ob das bis 2040 realistisch ist, ganz generell für Österreich und die Industrie, da bin ich schon skeptischer.“ Der Rohstoffnachschub sei für die AMAG kein Problem. „Als Recyclingunternehmen beziehen wir die Masse unseres Vormaterials aus einem Umkreis von 500 Kilometern und weniger aus Fernost.“ Recycling habe außerdem den Vorteil, dass man für die Erzeugung von Recycling-basiertem Metall nur fünf bis zehn Prozent der Energie brauche, die für Primäraluminium nötig ist. (Alle TZ)

Amer-Wintersports-Chef: Investitionen und Wachstum werden vorangetrieben

Amer Sports und damit auch Atomic haben seit Frühjahr 2019 mit Anta einen chinesischen Eigentümer. Am Salzburger Standort in Altenmarkt wurden gerade 23 Mio. Euro in ein Logistikzentrum investiert, dazu fließen jedes Jahr zehn Mio. Euro in die Fabrik, derzeit werden rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Chinesen vertrauen uns, die wollen investieren und wachsen. Natürlich müssen sich die Investitionen lohnen. Wir wachsen in China sehr stark, verdoppeln im Moment jedes Jahr und haben durch die Eigentümerstruktur sicher einen Wettbewerbsvorteil“, berichtet Michael Schineis, der seit 2007 die operativen Winter-Sports-Geschäfte bei Amer Sports leitet. Er glaubt, dass in Altenmarkt noch lange Ski produziert werden. „Wir wollen marktnah produzieren und 60 Prozent des Weltmarkts sind der Alpenraum. Es hat keinen Sinn, von hier zu flüchten. Im Gegenteil, wir müssen schauen, dass wir diesen Standort jedes Jahr besser machen.“ (SN S. 16)

Grohag hegt große Investitionspläne

Die Großglockner Hochalpenstraßen AG (Grohag) investiert heuer knapp 4,5 Mio. Euro in den Straßenbau. Das größte Projekt ist der Neubau der Guttal-Brücke auf Kärntner Seite. Die Kosten werden mit knapp 1,5 Mio. Euro beziffert. Der Spatenstich auf 1.900 Metern erfolgte am 6. September. Die Arbeiten sollen Anfang Juli 2022 abgeschlossen sein. Weiters auf dem Grohag-Investitionsplan stehen etwa die Komplettsanierung des Freidecks auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, die Umrüstung aller Heizungen auf erneuerbare Energieträger sowie die Errichtung von Radaranlagen und E-Tankstellen. (SN L17)

Salzburg AG von deutschem Fachmagazin zu Internetanbieter gekürt

Beim Breitband- und Festnetztest des deutschen Fachmagazins „Connect“ hat der Regionalanbieter Salzburg AG an besten abgeschnitten. Unter den bundesweiten Anbietern hat Magenta die Nase vorn. Über alle Kategorien hinweg (Highspeed-Internet, Web-Services, Web-TV) kam die Salzburg AG auf 924 von 1.000 Punkten. Magenta brachte es auf 886 Zähler. Der Service ist nur in Salzburg, im Mondseerland, dem Ausseerland und zwei steirischen Gemeinden verfügbar. Mit rund zwei Millionen Festnetzkunden ist A1 der größte heimische Internetprovider. Im „Connect“-Test erreichte A1 den zweiten Platz. (SN S. 19) 

Rege Nachfrage bei i+R-Projekt in Konstanz

Seit 2018 läuft die Revitalisierung der Bestandsbauten des insgesamt über 70.000 Quadratmeter großen Quartiers Bücklepark in Konstanz durch die i+R Gruppe. Die Bürogebäude an der Bücklestraße wurden modernisiert und thermisch saniert. „Heute sind in diesen drei Gebäuden bereits mehr als 70 Prozent mit 11.000 Quadratmetern Büroflächen langfristig vermietet. Aussichtsreiche Verhandlungen mit weiteren Organisationen und Firmen sind auf der Zielgeraden“, erklärten Joachim Alge und Reinhard Schertler, Eigentümer und Geschäftsführer der i+R Gruppe. Zu den Mietern zählen das Max-Planck-Institut, das IT-Unternehmen COMBIT, die Internationale Bodenseekonferenz (IBK), die Wirtschaftsförderung der Stadt Konstanz und das neue Technologiezentrum (TZK) der Stadt Konstanz. (VN D3)

AUA fliegt wieder Ferndestinationen an

Mit Beginn der Herbstferien nimmt die AUA wieder Ferndestinationen in den Flugplan auf. Ab 21. Oktober fliegt die Airline drei Mal wöchentlich direkt die Malediven an, ab 23. Oktober bis zu drei Mal die Insel Mauritius. Ab 24. Oktober sind wieder zwei Flüge pro Woche nach Cancún geplant. Zuletzt wurde die die mexikanische Karibikküste 2006 angeflogen. Details zu den Corona-Bestimmungen bei der Einreise sowie Umbuchungsregeln seien auf der Website abrufbar und würden laufend aktualisiert, so die Lufthansa-Tochter. (SN S. 17)

Neue Geschäftsführung bei Poloplast ab Oktober

Nach 47 Jahren verlässt Wolfgang Lux mit Jahresende den Kunststoffrohr-Spezialisten Poloplast. Am Freitag übergibt er an Alice Godderidge. Die Kunststofftechnikerin hat bereits den Technikbereich übernommen und wird das Unternehmen künftig mit Finanzchef Konstantin Urbanides führen. Godderidge war bis vor drei Jahren beim Autozulieferer Polytec beschäftigt, davon einige Jahre im Vorstand. Danach war sie Geschäftsführerin bei Alu Menziken. Godderidge nennt ertragreiches Wachstum als Ziel, ebenso den Zukauf im Bereich von Produkten, die geeignet sind, die Wertschöpfungskette zu verlängern. Zudem ist beim Polypropylen-Verarbeiter die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. (OÖN S. 10)

Semperit-CEO legt Mandat zurück

Der CEO der Semperit AG, Martin Füllenbach, hat sein Mandat mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. „Der Aufsichtsrat der Semperit AG Holding nimmt diese persönliche Entscheidung mit großem Bedauern zur Kenntnis und hat der einvernehmlichen Vertragsauflösung zugestimmt“, teilte das Unternehmen mit. Der Vertrag der interimistischen Finanzvorständin Petra Preining wurde bis Ende 2024 verlängert. Bis zu einer Neubesetzung der Position des CEO werden Preining und COO Kristian Brok die freiwerdenden Vorstandsagenden interimistisch übernehmen. „Ich blicke auf eine ebenso spannende wie fordernde Zeit in einem großartigen österreichischen Traditionsunternehmen zurück, das einen gewaltigen Wandel vollzogen hat und heute gesund und profitabel dasteht", sagte Füllenbach. (Alle TZ)