Wenn die E-Mail nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

13.07.2021

Pressezusammenfassung, 13.07.21
Logo
IV in den Medien

Greiner kritisiert „Verhinderungs- und Verzögerungspolitik“ der Grünen

„Es ist erstaunlich, dass die Grünen gegen jedes Straßenprojekt auftreten. Wie in der Vergangenheit bei der Innkreisautobahn, der Pyhrnautobahn oder Welser Westspange“, betonte IV-OÖ-Präsident Axel Greiner, der den Grünen „Verhinderungs- und Verzögerungspolitik“ vorhält. Die Grünen waren auch gegen den EU-Beitritt. Auslöser ist die Ankündigung von Ministerin Leonore Gewessler, alle Straßenprojekte der Asfinag wie die Fertigstellung der Mühlviertler Schnellstraße S10 von Freistadt zum Grenzübergang Wullowitz zu überprüfen. (12.7. kurier.at)

Allgemein

Österreich könnte Sonderstellung bei Pharmaproduktion aufbauen

Laut Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck könnte die heimische Produktion im Pharmasektor ausgebaut werden. Eine Studie von IV-Chefökonom und Leiter des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung, Christian Helmenstein, zeigt nun, dass es im Pharma- und Life-Science-Bereich mehr als 500 Patentfamilien jährlich gibt, was sich auch in hohen Forschungsausgaben widerspiegelt. Mit dieser Zahl stagniert Österreich allerdings seit mehreren Jahren auf hohem Niveau. Helmenstein sieht darin ein Warnsignal, dass Österreich aktiv werden müsse – eine „Laissez-Faire"-Strategie sei zu wenig. Bei der Produktion sei Österreich indessen häufig von internationalen Lieferketten abhängig. Nur ein gutes Drittel der Vorleistungsgüter für Pharma- und Life-Science-Produkte werden laut der Studie im Inland produziert. Um Versorgungsrisiken zu minimieren, müssten in erster Linie „bessere, wetterfestere Verträge für den europäischen Binnenmarkt" geschaffen werden, plädiert Helmenstein. Um die Pharmaproduktion in Österreich ausbauen zu können, hat das Wirtschaftsministerium bereits Ende Juni zwei Initiativen angekündigt. So werde über den Sommer eine Arbeitsgruppe eine Standortstrategie erarbeiten und es werde Fördermöglichkeiten für Projekte über das EU-Programm Important Projects of Common European Interest (IPCEI) geben. (Alle TZ; 12.7. ZiB13, standard.at)

Diskussion über Arbeitslosenversicherung

Im Zuge etwaiger Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung, wie von Arbeitsminister Martin Kocher angekündigt, kommt nun auch Schwung in jene Debatte, ob Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen geringere Beiträge zahlen sollen. Ziel soll es sein, mittels Bonus jene Unternehmen zu entlasten, die der Allgemeinheit Kosten sparen, indem sie seltener Mitarbeiter kündigen. Wer hingegen öfter Beschäftigte kündigt und somit durch Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung der Allgemeinheit Kosten versursacht, der soll mehr zahlen – so die Idee, deren Urheber das Neos-Lab, die Denkfabrik der pinken Oppositionspartei, ist. Hintergrund der Überlegungen ist die chronisch defizitäre Situation der Arbeitslosenversicherung in Österreich. Voriges Jahr standen 7,26 Mrd. Euro an Einzahlungen 15,47 Mrd. Euro an Auszahlungen gegenüber. Der Löwenanteil entfiel im Ausnahmejahr 2020 allerdings mit 5,5 Mrd. Euro auf die Corona-Kurzarbeit. Aber schon vor der Pandemie stand unter dem Strich ein Minus: 2019 gab es Eingänge von 7,34 Mrd. Euro und Auszahlungen von 7,94 Mrd. Euro – macht 595 Mio. Euro Minus. (Presse S. 1)

Anstieg an Insolvenzen erst im zweiten Halbjahr erwartet

Im ersten Halbjahr des Jahres gab es laut Hochrechnungen des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) weniger Unternehmens- und Privatinsolvenzen in Österreich. Die eröffneten Firmeninsolvenzen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 700 Verfahren um rund 36 Prozent zurückgegangen. Verglichen mit dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie beträgt der Rückgang rund 54 Prozent. Aufgrund einer Reform des Insolvenz- und Exekutionsrechts und dem Auslaufen der COVID-19-Gesetzgebung erwartet der AKV einen Anstieg der Insolvenzen in der zweiten Jahreshälfte, vor allem bei Privatinsolvenzen. (Alle TZ)

Nationalbank erhöht Inflationsprognose für heuer

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für heuer eine höhere Inflation als noch kürzlich. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate werde 2021 bei 2,2 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Juni prognostiziert. Ausschlaggebend dafür ist der überraschend starke Anstieg der Energiepreise, der sich im Frühjahr in entsprechend hohen monatlichen Inflationsraten niederschlug, berichtete die OeNB. (Alle TZ)

Kritik an EU-Klimaplänen

„Fit für 55“ heißt jenes Paket an Gesetzesvorschlägen, mit denen die EU-Kommission hofft, das Ziel der Senkung der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent bis zum 2030 (gemessen am Basisjahr 1990) zu erreichen. Vorgestellt werden soll es morgen. Die Kommission wird dem Vernehmen nach darin u.a. ein neues System zum Handel mit Emissionszertifikaten vorschlagen, verschärfte Emissionsvorschriften für Kraftfahrzeuge und ein Ende der Ausnahmen bei der Energiebesteuerung. „Europa muss modernisiert werden. Wir müssen den Grünen Deal umsetzen, aber zugleich mit unseren Industrien erfolgreich bleiben“, heißt es dazu etwa vom deutschen Kanzlerkandidaten Armin Laschet. (Presse S. 7)

EU verschob geplante Digitalabgabe für Unternehmen

Die EU-Kommission hat die geplante Digitalabgabe für Hunderte Firmen vorerst auf Eis gelegt. Ursprünglich wollte die Kommission im Laufe dieses Monats Vorschläge zur Ausgestaltung einer solchen Abgabe vorlegen, die im Rahmen des EU-Corona-Wiederaufbaufonds vereinbart worden war. Hintergrund der Entscheidung dürfte die OECD-Einigung auf eine weltweite Mindestbesteuerung von Unternehmen sein und damit in Zusammenhang stehender Druck der USA, nationale Vorhaben für Digitalabgaben oder -steuern zurückzustellen. (Alle TZ)

Europas Autoindustrie will Vorgaben für mehr Ladeinfrastruktur

Die europäische Autoindustrie warnt die EU vor einer von unzureichenden Infrastrukturinvestitionen begleiteten Verschärfung von Kohlendioxid-Grenzwerten. Für jeden weiteren Prozentpunkt der Zielverschärfung benötige man zusätzlich mindestens 200.000 weitere öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge – über die bereits erforderlichen drei Millionen Stück im Jahr 2030 hinaus, sagte der BMW-Chef und Präsident des europäischen Autoherstellerverbands Acea, Oliver Zipse. (SN S. 13, TT S. 18)

EZB will geldpolitischen Ausblick auf nächster Zinssitzung ändern

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde auf der kommenden Juli-Zinssitzung ihren geldpolitischen Ausblick im Lichte der geänderten Strategie anpassen. „Es wird eine Prüfung der Forward Guidance geben“, sagte Lagarde. Die Forward Guidance – der geldpolitische Ausblick der Notenbank – müsse an den gerade abgeschlossenen Strategiecheck angeglichen werden. Die EZB wolle die konjunkturelle Erholung unterstützen, die im Gange sei. Lagarde erwarte, dass das auf 1,85 Billionen Euro angelegte Notfall-Anleihenkaufprogramm PEPP noch mindestens bis März 2022 fortgesetzt werde. (Presse S. 16)

IV-Mitglieder in den Medien

Kapsch-Gruppe plant Umstrukturierung

Mit Blick auf einen Generationswechsel bei der Familie Kapsch stellt sich die Kapsch Group neu auf. Die Kapsch Aktiengesellschaft und die börsenotierte Kapsch TrafficCom sollen wie bisher unter der Führung von Georg Kapsch als CEO bleiben. Sein Bruder Kari Kapsch bleibt Aufsichtsratschef der Kapsch BusinessCom, diese scheide aber aus der Gruppe aus. Dafür steige die zu Raiffeisen zählende Invest Unternehmensbeteiligungs AG als Partner neu ein und solle die weitere Expansion der Kapsch BusinessCom unterstützen, hieß es in einer Aussendung. An den direkten Beteiligungsverhältnissen der Kapsch-Group Beteiligungs GmbH an der Kapsch TrafficCom ändere sich nichts und auch auf die Beschäftigten und Kunden der Kapsch-Gruppe habe die Umstrukturierung keine Auswirkungen. (Alle TZ)

Doppelmayr-Stadtseilbahn in Mexiko-City eröffnet

In Mexiko-Stadt ist am Sonntag eine knapp zehn Kilometer lange Seilbahnverbindung des Vorarlberger Weltmarktführers Doppelmayr eröffnet worden. Der Cablebús Línea 1 verkürzt die Reisezeit der Pendler um bis zur Hälfte. Er verbindet das im Norden der Stadt gelegene Viertel Cuautepec, in dem rund 3,5 Mio. Menschen leben, mit dem wichtigen Mobilitätsknotenpunkt „Indios Verde“. Dort kommen das lokale Bussystem und mehrere U-Bahn-Stationen zusammen. Pro Stunde und Richtung können nach Doppelmayr-Angaben 4.000 (Hauptstrecke) bzw. 1.000 Personen (Teilstrecke) befördert werden. Die Fahrzeit beträgt 26 bzw. sieben Minuten. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf rund 140 Mio. Euro. „In Mexico City bauen wir in unserer Unternehmensgruppe die zentralen Supportdienste für unsere Ländergesellschaften und Vertreter in ganz Lateinamerika auf“, erklärte Thomas Pichler, Geschäftsführender Direktor der Doppelmayr Holding SE. Damit hätten die Kunden in Südamerika ihren Partner in nächster Nähe. (VN D1, Volksblatt S. 18; 12.7. ORF Vorarlberg)

Post-Tochter Bank99 erwirbt Privatkundengeschäft der ING in Österreich

Die bank99, eine Tochtergesellschaft der Österreichischen Post AG, übernimmt das Privatkundengeschäft der niederländischen ING Group in Österreich. Damit werden über 100.000 Kundinnen und Kunden und eine Bilanzsumme von rund 1,7 Mrd. Euro übernommen. Das Firmenkundengeschäft der Zweigniederlassung verbleibt bei der ING. Die bank99 AG gehört zu 80 Prozent der Post AG. Der Eigenmittelbedarf der bank99 im Zuge der Übernahme und des Aufbauprogrammes bis Ende 2021 betrage voraussichtlich 100 Mio. Euro, so die Post. (Kurier S. 10)

voestalpine: Stahlinnovation für Automobilindustrie erhielt Serien-Freigabe

Die Automobilindustrie verlangt nach immer festeren, leichteren und kostengünstigeren Materialien. Die Antwort der voestalpine darauf ist seit rund zwei Jahrzehnten die weltweit patentierte Stahlinnovation „phs-ultraform“, ein feuerverzinkter, höchstfester Stahl für Karosserie-Teile. „Diese Werkstoff-Innovation hat uns in eine andere Liga aufsteigen lassen. Die voestalpine erzielt mittlerweile mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes im Automobilbereich und zählt zu den Innovationsführern unter den Zulieferern“, berichtet voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner. Forschung und Entwicklung spielen dabei eine zentrale Rolle. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden rund 185 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung budgetiert. Allein in die Entwicklung von „phs-ultraform“ wurden bis dato rund 30 Mio. Euro investiert. Vor den „Superstahl“-Bauteilen wurden bereits mehr als 300 Millionen Stück produziert. (Volksblatt S. 16)

Kreislaufwirtschaft: OÖ. Forschungsprojekte treiben Wiederverwertung an

Vom Schaumstoffabfall zum Reifen, von Alttextilien zu neuen Fasern, von Pilzresten zu Produktverpackungen: Diesen Weg wollen 15 Unternehmen und zehn Forschungseinrichtungen aus Oberösterreich mit sechs neuen Projekten beschreiten. Das Land OÖ steuert dafür 4,52 Mio. Euro bei. Bereits in zwei Jahren sollen erste Ergebnisse vorliegen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Projekte liegt zum Großteil auf Kunststoff, etwa Mehrschichtfolien, Schaumstoff oder Lebensmittelverpackungen. Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die Energie AG, Lenzing, Greiner, Linz Textil und Erema. (OÖN S. 7)

FACC-Lehrlinge überzeugten bei Lehrlingswettbewerb

Die duale Lehrlingsausbildung und Förderung der Spezialisten von morgen hat beim Innviertler Luftfahrtzulieferer FACC höchste Priorität – mit großem Erfolg: Neun FACC-Auszubildende konnten heuer bei einem Lehrlingswettbewerb mit ihrem Können überzeugen. Alle FACC-Lehrlinge haben in ihren Einzelbewerben mit den Noten 1 oder 2 abgeschlossen. Drei FACC-Talente sicherten sich sogar einen Stockerlplatz, so FACC-CEO Robert Machtlinger. (Volksblatt S. 16)

Kärntner PMS mit neuem Führungsteam

Durch den Ausstieg von Alfred Krobath aus der PMS Elektro- und Automationstechnik GmbH in St. Stefan im Lavanttal war es notwendig, die Führung neu aufzustellen. Mit der Invest AG, die eine 20-prozentige Beteiligung hält, wurde eine Lösung gefunden. Franz Grünwald, Mehrheitseigentümer und geschäftsführender Gesellschafter, hat zu seiner Unterstützung vier Prokuristen bestellt, die mit ihm die Geschäftsleitung bilden: Martin Grünwald (IT, Beteiligungen), Andreas Hundsbichler (Fertigung, Technik), Martin Blümel (Projekte, Niederlassungen) und Wolfgang Sattler (Verwaltung, Entwicklung). (Kleine/Kärnten S. 22)