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19.07.2021

Pressezusammenfassung, 19.07.21
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IV in den Medien

Studie: Ausbau der Kinderbetreuung schaffte über 80.000 Arbeitsplätze

Eine von der Industriellenvereinigung (IV) und der Jungen Industrie (JI) Wien in Auftrag gegebene Studie hat den Effekt der Betreuung auf die Erwerbsbeteiligung untersucht. Eines der Ergebnisse der Literaturstudie „Erwerbspartizipation und Kinderbetreuung“: Kinderbetreuung wirkt sich deutlich auf die Erwerbstätigkeit von Müttern aus. Mit dem Ausbau von Betreuungsangeboten zwischen 2005 bis 2016 wurden über 80.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Einerseits in der Elementarpädagogik, andererseits konnten 2016 44.200 Mütter mehr einer Arbeit nachgehen als 2005. Und sich für das Kind beruflich zurückzunehmen ist immer noch Frauensache: Bei den Vätern ist zwar ebenso der Teilzeitanteil gestiegen, aber auf weit geringerem Niveau. Laut der Studie sind nur 0,5 Prozent der Väter in arbeitsrechtlicher Karenz, immer öfter reduzierten sie kurzzeitig ihre Arbeitszeit. Sabine Herlitschka, IV-Vizepräsidentin und Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, plädiert für einen weiteren Ausbau der fixen und mobilen Betreuung. Also in Form von (Betriebs-)Kindergärten sowie Tageseltern. Zuletzt hatten sich die IV mit den Sozialpartnern für einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ausgesprochen. „In homogenen Jobs wie in der Technik werden Rollenbilder immer noch gehegt. Wären manche Berufe geschlechtlich durchmischter, hätten wir ein schnelleres Vorankommen bei der Väterbeteiligung“, denkt Nikolaus Griller, Vorsitzender der JI-Wien und Geschäftsführer von Gebauer & Griller Kabelwerke. Letztlich sei die Betreuung kurz- wie langfristig nicht der einzige Hebel für bessere Vereinbarkeit, sondern deren Voraussetzung. (17.7. Standard K10)

IV-Steiermark übt Kritik an Vorstoß für vorzeitiges Aus für Verbrennungsmotor

Der Vorstoß, wonach in Österreich bereits ab 2030 keine Neuwagen zugelassen werden sollen zugelassen werden sollen (fünf Jahre früher als auf EU-Ebene geplant), stößt in der steirischen Industrie auf „starke Ablehnung“, wie IV-Steiermark-Geschäftsführer Gernot Pagger betont. Österreichs Autoindustrie stehe für 180.000 Arbeitsplätze, man müsse sich bewusst sein, „welche arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen Maßnahmen und der Zeitpunkt ihrer Einführung haben“, so Pagger. „Dem Weltklima ist definitiv mit einer überambitionierten, arbeitsplatzgefährdenden Vorreiterrolle Österreichs nicht geholfen.“ Einmal mehr fordert die IV-Steiermark auch Technologieoffenheit und keine Bevorzugung des elektrischen Antriebs, vorwiegend auf Basis von Batterietechnologie. (17.7. Krone/Steiermark S. Kleine S. 31, steiermark.ORF.at)

IV-OÖ-Umfrage: OÖ. Bevölkerung lehnt Verbrenner-Verbot ab

Nur sieben Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung sind für ein mittelfristiges Verbot von Benzin- und Dieselfahrzeugen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die von der IV-OÖ in Auftrag gegeben und vom Institut Spectra im Zeitraum vom 21. Juni bis 5. Juli durchgeführt worden ist. Die Ankurbelung von Elektro-Autos und Ladestationen erhielt 23 Prozent Zustimmung. Auf positive Resonanz stößt etwa die massive Förderung der Wasserstoff-Technologie (59 Prozent). Skeptisch steht die Bevölkerung der Erreichung der Klimaneutralität gegenüber. Nur zwölf Prozent glauben bestimmt, dass Österreich bis 2040 die Klimaneutralität erreicht, 37 Prozent glauben „vielleicht“ und 47 Prozent „eher nicht“ daran. IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch: „Auch hier zeigt sich eine große Portion Praxisbezug und Hausverstand, welcher der äußerst komplexen Herausforderung in Bezug auf die Transformation des Energiesystems und der Abkehr von fossilen Energieträgern Rechnung trägt.“ (18.7. Kurier/OÖ S. 3)

Allgemein

Industrie-Vertreter sehen EU-Klimapaket äußerst kritisch

Für die heimische Industrie ist der Klimaplan der EU „Fit for 55“ noch sehr unausgegoren. Gemäß Spartenobmann Siegfried Menz gelte es, „den Wohlstand zu erhalten und für 1,2 Millionen Menschen in diesem Land wichtiger Arbeitgeber zu bleiben“. Es dürfe nicht passieren, dass aufgrund der Klimapolitik Betriebe den Standort verlassen und der Wohlstand gefährdet wird. Siemens-CEO Wolfgang Hesoun, Sprecher der Elektro- und Elektronikindustrie, bekräftigte auch das Bekenntnis zu einem klimafreundlichen Europa. Doch müssten die Rahmenbedingungen die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Konkret sollten Genehmigungsverfahren für Stromleitungen, Windkraftwerke etc. rascher erfolgen. „Sonst sehe ich keine Chance, dass die Ziele auch erreicht werden“, so Hesoun. Österreich solle jedenfalls nicht vorpreschen. Wenn die EU 2050 klimaneutral sein wolle, sollten wir dies nicht schon für 2040 anstreben. (17.7. Kurier S. 13, Krone S. 10, SN S. 18, TT S. 21)

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COFAG: Bisher rund 7,4 Mrd. Euro ausbezahlt

Die staatliche Corona-Finanzierungsagentur COFAG hat heimische Betriebe bisher mit Zuschüssen in Höhe von 7,38 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen. Das zeigt eine aktuelle Aufstellung, die Finanzminister Gernot Blümel vorgelegt hat. Die COFAG ist zuständig für die Abwicklung von Umsatzersatz, Fixkostenzuschuss, Ausfallsbonus und Verlustersatz. Weiters hat die Agentur bundesbehaftete Kreditgarantien für Unternehmen in Höhe von 4,88 Mrd. Euro vergeben. Bei den Garantien waren mit Stand vom 13. Juli 26.115 Anträge genehmigt. Bei der COFAG sind bisher 771.584 Zuschuss-Anträge eingegangen, davon wurden bereits 711.917 ausbezahlt. „Ziel ist es nun, die immer noch stark von der Krise betroffenen Branchen zu unterstützen, ohne falsche Anreize zu setzen“, sagte der Finanzminister. Für zu hoch erhaltene Wirtschaftshilfen kündigte er ab 1. August eine Amnestie an. „Wenn es in dieser kritischen Phase zu Fehlern seitens der Antragsteller gekommen ist, wird der Staat nicht mit voller Härte reagieren.“ Ab August kann eine Korrekturmeldung vorgenommen werden. (17.7. Alle TZ)

Energiewende: Viele Hürden mit kritischen Wirtschaftsfragen

Die vielen Hürden am Weg zur Energiewende wurden im Zuge einer Diskussionsrunde mit Bundesministerin Leonore Gewessler (Klimaschutz, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie) beleuchtet. Wie verfahren die Situation um die Umstellung auf erneuerbare Energien ist, erklärte Energie-Steiermark-Vorstand Martin Graf an einem Beispiel: 100.000 Windräder in einem kurzen Zeitraum zu bauen, sei schlicht und ergreifend nicht möglich. Nicht, weil man nicht wolle, sondern weil die Genehmigungsverfahren so lange dauern. Egal, ob es sich um Windkraft handelt oder um den jahrelangen Genehmigungsmarathon für das Grazer Murkraftwerk. Unternehmer und Investor Siegfried Wolf betonte, dass die ausschließliche Konzentration auf batteriebetriebene Personenkraftwagen „der verkehrte Weg“ sei. „Wir alle wollen eine klimaverträgliche Umwelt, die Infrastruktur in Österreich ist aber noch nicht ausgebaut für E-Mobilität.“ Wolf plädiert für Technologieoffenheit, vom synthetischen Kraftstoff bis zum Wasserstoffauto. Für IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka steht fest: „Die Industrie lehnt sich niemals zurück. Sie investiert laufend in Verbesserungen, um die Emissionen weiter zu reduzieren.“ (17.7. Kleine S. 30-31)

Österreichs Mobilitäts-Masterplan 2030 präsentiert

In Österreich soll bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreicht werden. Um die klimatischen Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, braucht es umfassende Änderungen. Diese sollen mit dem nun vorgestellten österreichischen Mobilitäts-Masterplan 2030 umgesetzt werden. So sollen etwa Nachtzüge Kurzstreckenflüge ersetzen. „Wir werden unsere vollen Kapazitäten auf der Schiene mobilisieren“, kündigte ÖBB-Chef Andreas Matthä an. Weiters wurde die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene genannt. Bis 2040 soll der Anteil von derzeit 31 auf 40 Prozent steigen. Vierter Punkt des Mobilitätsplans ist die Erhöhung der Mobilität aus eigener Kraft, also zu Fuß gehen und Radfahren. Insgesamt soll der Anteil der Wege, die aus eigener Kraft zurückgelegt werden, bis 2040 auf 35 Prozent steigen. Derzeit trifft dies auf 23 Prozent aller Strecken zu. Als fünften Punkt wurde der Einsatz grünen Treibstoffs für Flugzeuge und Schwerverkehr genannt. 2035 sollen in Österreich alle neu zugelassenen Lkws emissionsfrei fahren. 2040 sollen alle Flugzeuge in Österreich emissionsfrei unterwegs sein. Dafür ist auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur erforderlich. Entlang der Autobahnen und Straßenbahnen gibt es derzeit 156 Ladepunkte für Pkw. Bis Ende des Jahres sollen es 200 sein. „Damit erreichen wir das Ziel, dass alle 65 Kilometer am Autobahnen- und Schnellstraßennetz eine Ladestation zur Verfügung steht“, sagte Asfinag-Vorstand Josef Fiala. (17.7. Alle TZ)

Run auf Bildungskarenz im ersten Halbjahr

Während der Corona-Krise ist das Instrument der Bildungskarenz von Betrieben und deren Mitarbeitern verstärkt genutzt worden. Diese Art der Weiterbildung wurde heuer im ersten Halbjahr um fast ein Drittel öfter in Anspruch genommen als noch vor der Corona-Krise im ersten Halbjahr 2019. „Es ist die Inanspruchnahme des Weiterbildungsgeldes im ersten Halbjahr 2021 auf 13.846 gestiegen“, erklärte AMS-Vorstand Herbert Buchinger. Zwei Jahre davor waren es 10.743. In Bildungsteilzeit waren heuer im ersten Quartal rund 4.500 Menschen – das waren um 1.000 mehr als vor der Pandemie. (19.7. OÖN S. 14; 18.7. Presse S. 8, Kleine S. 9; 17.7 Radio Ö1)

13 Mio. Euro für Leistungsstipendien an Hochschulen

2021 werden rund 12,8 Mio. Euro für Leistungs- und Förderungsstipendien an Studenten an Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten bereitgestellt. Eine entsprechende Verordnung wird Bildungsminister Heinz Faßmann demnächst vorlegen. Die Mittel für Leistungsstipendien sind an die für Studienförderung ausgeschüttete Summe gekoppelt – insgesamt werden fünf Prozent dafür gewidmet. Die Mittel werden anhand der im letzten Studienjahr erfolgten Studienabschlüsse auf die einzelnen Unis, Privatunis, Theologischen Lehranstalten und Erhalter von Fachhochschulen aufgeteilt. Voraussetzung für die Zuerkennung sind überdurchschnittlich gute Studienleistungen. Für Leistungsstipendien darf etwa der Notendurchschnitt nicht schlechter als 2,0 sein. Die Höhe der Leistungsstipendien beträgt zwischen 750 und 1.500 Euro. (16.7. orf.at)

Kindergarten: Zahl der Unter-Dreijährigen zuletzt leicht rückläufig

Die Zahl der Null- bis Zweijährigen in Österreichs Kinderbetreuungs-Einrichtungen ist in den vergangenen zehn Jahren stark angewachsen, gegenüber dem Vorjahr gibt es aber einen leichten Rückgang. Das zeigt die aktuelle Kindertagesheim-Statistik der Statistik Austria. Haben 2010 noch 40.000 unter Dreijährige eine Krippe besucht, waren es 2020 bereits 70.750 (+77 Prozent). 2019 betrug die entsprechende Zahl 71.800. (17.7. Kleine S. 10, Volksblatt S. 3)

Künftiger Wifo-Chef warnt vor Preisanstiegen

Der designierte WIFO-Chef Gabriel Felbermayr warnt vor Preiserhöhungen bei Importen aus Asien. Grund seien die Container-Krise im südchinesischen Meer sowie globale Lieferketten-Störungen. Bei Elektronikartikeln könnte der Preisanstieg nach Schätzung des Ökonomen bis zu 20 Prozent ausmachen. (17.7. Kurier S. 12, SN S. 18, TT S. 20)

Inflation blieb im Juni bei 2,8 Prozent

Die Inflation in Österreich ist im Juni bei 2,8 Prozent gelegen und bleibt damit unverändert. Stärkster Treiber waren die Preise für den Verkehr. Insgesamt waren die höheren Preise für Verkehr und Wohnen für mehr als die Hälfte der Inflation verantwortlich, gab die Statistik Austria bekannt. Nahrungsmittel blieben hingegen im Vergleich zum Juni 2020 preisstabil. Gegenüber dem Vormonat Mai stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,5 Prozent. „Der Anstieg der Energiepreise ist weiterhin auf das besonders niedrige Preisniveau des Vorjahres zurückzuführen“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Im Jahresabstand legten die Preise für Verkehr durchschnittlich um 6,6 Prozent zu. Die Inflation im Euroraum ist im Juni laut Eurostat im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent gesunken. In der EU lag die jährliche Inflationsrate demnach im Juni bei 2,2 Prozent gegenüber 2,3 Prozent im Mai. (17.7. Alle TZ)

EU-Automarkt erholt sich weiter

Der Automarkt in der EU erholt sich weiter von dem Pandemie-bedingten Einbruch vor gut einem Jahr. Im Juni legten die Neuzulassungen im Jahresvergleich um 10,4 Prozent auf 1,05 Millionen Pkw zu, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Der Zuwachs war allerdings nicht mehr so groß wie in den Vormonaten. Besonders im März, April und Mai 2020 hatten die Zulassungen unter dem wochenlangen Produktions- und Verkaufsstopp in den meisten Ländern gelitten. Im ersten Halbjahr dieses Jahres lagen die Neuzulassungen in der EU um ein Viertel höher als im Vorjahreszeitraum. (16.7. handelsblatt.com)

IV-Mitglieder in den Medien

EU-Automarkt erholt sich weiter

Der Automarkt in der EU erholt sich weiter von dem Pandemie-bedingten Einbruch vor gut einem Jahr. Im Juni legten die Neuzulassungen im Jahresvergleich um 10,4 Prozent auf 1,05 Millionen Pkw zu, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Der Zuwachs war allerdings nicht mehr so groß wie in den Vormonaten. Besonders im März, April und Mai 2020 hatten die Zulassungen unter dem wochenlangen Produktions- und Verkaufsstopp in den meisten Ländern gelitten. Im ersten Halbjahr dieses Jahres lagen die Neuzulassungen in der EU um ein Viertel höher als im Vorjahreszeitraum. (16.7. handelsblatt.com)

RLB OÖ erhöht Beteiligungen in der Privatwirtschaft

Die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich AG setzt mit großem Erfolg auf Beteiligungen in der Privatwirtschaft. Aktuell hält man Anteile an über 400 Betrieben. Dazu betont RLB-OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller: „In diesem Jahr ist einiges dazugekommen.“ Der jüngste Zukauf betrifft 23 Prozent am IT-Spezialisten Kapsch BusinessCom. Noch nicht ganz abgeschlossen ist der Einstieg bei der Firma von Sigfried Wolf, die das Lkw-Werk von MAN in Steyr übernommen hat. Weitere zwei wichtige Zukäufe wurden über die Lebensmittel-Gruppe Vivatis getätigt, die zur Gänze der RLB OÖ gehört: Sie übernahm im Mai die Wiener Hofzuckerbäckerei Gerstner mit dem dazugehörigen Cateringunternehmen. Im Juni kaufte die Vivatis noch 74 Prozent am Feinkostspezialisten Wojnar. Die wertvollsten Beteiligungen besitzt die RLB OÖ aber in der oberösterreichischen Industrie: So ist man mit rund 15 Prozent der größte Einzelaktionär der voestalpine, auch an der AMAG (16 Prozent) und bei Lenzing sieht sich das Institut als langfristiger Kernaktionär. Daneben gibt es noch eine zweite Beteiligungsschiene: Da steigt die Bank als Private-Equity-Partner bei mittelständischen Unternehmen ein, die Kapitalbedarf haben. Diese werden dann über Jahre begleitet. Wenn sie auf gesunden eigenen Beinen stehen, übergibt die RLB die Anteile wieder an die Familie oder das Management. (17.7. Krone/WiMa)

EVVA-CEO: „Es fehlt an Mut zu unpopulären Maßnahmen“

EVVA-Chef Stefan Ehrlich-Adám fordert die Regierung auf, Klima- und Energiewende nicht an der Industrie vorbei zu planen. „Es gibt, glaube ich, keinen Menschen, der Klimaschutz ablehnt. Aber es muss mit der Industrie gemeinsam gemacht werden. Es hat keinen Sinn, dass wir Ziele vereinbaren, Technologien vorschreiben, die sehr schwer bis gar nicht zu erfüllen sind, und die, die es umsetzen müssen, sind nicht Teil des Themas. Die Industrie will mitmachen, bitte nehmt uns mit ins Boot, diskutieren wir. Wir müssen diese Klimawende Technologie-offen schaffen, und wir müssen Ziele haben, die erreichbar sind“, so Ehrlich-Adám. Im Bildungsbereich vermisst er „das Gesamtkonzept, in welche Richtung soll es gehen, und wie können wir das Ziel erreichen“. Bildung sei „das zentrale Thema, ohne das es nicht funktionieren wird. Wir haben das teuerste Schulsystem der Welt, aber die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wird damit nicht zu erhalten sein. Wir verlieren laufend Terrain im Vergleich zur Schweiz, zu Schweden, Dänemark und den Niederlanden. Es fehlt die Ambition, der Mut zu unpopulären Maßnahmen.“ (17.7. Standard S. 19)

Rhomberg: Verdichtete Bauweise soll Kosten senken

Um die immer teurer werdenden Baupreise in Vorarlberg wieder senken zu können, sieht Bauunternehmer Hubert Rhomberg eine Lösung in der verdichteten Bauweise. Nicht nur für Käufer, sondern auch für Unternehmer werde die Finanzierung immer schwieriger. Teure Grundstückspreise und hohe Rohstoffpreise lassen die Preise immer weiter steigen. Das sei nicht nur für Wohnungskäufer, sondern auch für die Unternehmer eine schwierige Situation, sagte Rhomberg. Denn ewig könne man die Wohnungspreise nicht steigen lassen. Die Bauunternehmen müssten in der Lage sein, schlüsselfertigen Wohnraum herzustellen, so Rhomberg. Steigende Rohstoff-, Grundstücks- und Handwerkerpreise würden das aber sehr schwierig machen. Eine Chance sieht Rhomberg in der „Urbanität im Land“. Es könnten einige Ortszentren verdichtet werden, denn man dürfe mit dem Wohnbau nicht in die Grünzone gehen. Mit dieser verdichteten Bauweise könnte man die Wohnungs- und Grundstückspreise in den Griff bekommen, ist er überzeugt. (17.7. ORF Vorarlberg)

Post-Chef will noch 1.000 Händler mehr auf Internet-Marktplatz „Shöpping“

Im Jahr 2017 wurde der Internet-Marktplatz „Shöpping“ von der Österreichischen Post AG als Start-up gegründet. Bisher haben etwa 750.000 Kunden bei „Shöpping“ Waren bestellt. Für Post-Chef Georg Pölzl habe die Pandemie bei den Händlern zu einem Umdenken geführt. „Sie erkennen, dass sie sich nicht gegen den Online-Trend stellen können.“ Pölzl und Shöpping-Geschäftsführer Robert Hadzetovic haben ehrgeizige Ziele: „Wir hätten gern noch 1.000 Händler mehr auf der Plattform und werden das bis zum Jahresende hoffentlich schaffen“, sagt Pölzl. Gelingen soll ds vor allem durch ein technisch einfacheres Andocken von Händlern an die Plattform. Aktuell werde dafür insbesondere das Bezahlsystem verbessert. Derzeit sind rund 1.900 Händler mit unterschiedlichsten Produkten auf der Plattform vertreten. (19.7. Kleine S. 18-19)

Wietersdorfer Alpacem: Hohe Nachfrage nach Zement aktuell herausfordernd

„Es ist erfreulich, dass nach der Corona-Krise die Bauwirtschaft eine positive Entwicklung zeigt. Dennoch stellt uns die seit März 2021 anhaltend hohe Nachfrage nach Zement momentan vor große Herausforderungen“, erklärt Bernhard Auer, Geschäftsführer von Alpacem, der Dachgesellschaft des Geschäftsfeldes Zement & Beton der Wietersdorfer Gruppe mit Hauptsitz in Klagenfurt. Die Nachfrage nach Zement, so Auer, übersteige derzeit die Produktionskapazitäten, wodurch sich die Lagerbestände deutlich reduziert hätten. „Zudem müssen wir mit Lieferschwierigkeiten unserer Rohstofflieferanten umgehen.“ Auer geht von Wartezeiten auf Baustellen und Verschiebungen von Baumaßnahmen aus, „solange die Nachfrage auf dem derzeitigen Niveau bleibt“. (17.7. Kleine S. 28-29)

Hefel Immobiliengruppe will Wohnen leistbarer machen

Die Hefel Immobiliengruppe geht beim Wohnungsbau und -verkauf neue Wege. Ab Herbst wird es mit „wohnraumag“ ein Konzept geben, das der Leistbarkeitsdebatte entgegenwirken soll und an den Kostenhebeln Standardisierung, Reduktion und Systematisierung ansetzt. Bei „wohnraumag“ errichten Montage-Trupps mit Bauleitern nach dem Prinzip der modularen Bauweise und mittels vorgefertigter großflächiger Bauelemente je nach Größe in acht bis zehn Monaten ein massives Wohnprojekt. Das führe nicht nur dazu, dass die Wohnungen günstiger sind, sondern auch dazu, dass der ausgetrocknete Facharbeitermarkt entlastet werde. Zudem biete das Konzept neue Jobmöglichkeiten für handwerklich begabte Anlernkräfte und Auszubildende, ist man bei Hefel überzeugt. „Mit wohnraumag wollen wir bezahlbaren Wohnraum schaffen. Digitalisierte Prozesse bilden hierfür die Basis“, sagt Geschäftsführerin Graziella Hefel. Das erste Projekt wird nun mit dreizehn Einheiten in Fußach realisiert. Weitere Projekte im Umfang von 50 Mio. Euro sind zudem bereits in Planung. (19.7. VN D1)

Semperit steigerte Gewinn 2020

Die Corona-Krise hat viele Branchen hart getroffen. Andere sind in Bereichen tätig, die hingegen sehr gefragt sind. Zu diesen zählt der Kautschuk-Spezialist Semperit mit weltweit 7.000 Mitarbeitern und zuletzt 927,6 Mio. Euro Umsatz. Profitiert hat Semperit von der Corona-bedingt hohen Nachfrage nach Gummihandschuhen und starke Preissteigerungen. Der Gewinn lag 2020 bei über 200 Mio. Euro. Semperit-CEO Martin Füllenbach will trotzdem langfristig am Verkauf der Medizinsparte festhalten. (17.7. Krone/WiMa)

Hainzl-Gruppe übernimmt Mehrheit an slowenischem Antriebsspezialisten

Der Linzer Industriesysteme-Zulieferer Hainzl hat den slowenischen Antriebstechnik-Spezialisten Tok mit fünf Mitarbeitern und 1,3 Mio. Euro Umsatz übernommen. „Wir wollen unseren Erfolg im Bereich Motion & Drives international ausweiten und wachsen. Tok ist für Hainzl aufgrund seines Hydraulik-Know-hows der optimale Partner für die aufstrebenden südosteuropäischen Märkte“, sagte Hainzl-Geschäftsführer Willi Eibner. (17.7. OÖN S. 13)

Internorm treibt Investitionen in Standort Lannach voran

Acht Mio. Euro will der in Traun ansässige Fensterhersteller Internorm in den kommenden Jahren in den steirischen Standort Lannach investieren. Das hat Internorm-Miteigentümerin Anette Klinger angekündigt. (17.7. OÖN S. 13)

Linz AG errichtet zwei Photovoltaikanlagen

Der städtische Versorger Linz AG errichtet an den Caritas-Standorten St. Pius in Peuerbach und St. Isidor in Leonding zwei Photovoltaikanlagen. Sie sollen pro Jahr 125.000 bzw. 50.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen, den die Caritas in Betriebsküchen, Verwaltung und Werkstätten nutzt. (17.7. OÖN S. 13)

Brauerei Fohrenburg gewinnt mit Weizen-Bock

Bei der Falstaff Bier Trophy wurden heuer 170 Biere in 16 Kategorien eingereicht. Die Brauerei Fohrenburg GmbH & Co KG konnte dabei mit dem Braumeister Weizenbock in der Kategorie Weizenbier den ersten Platz erreichen. Den zweiten Rang gab es für das Weizen. „Als tief in der Region verwurzelte Brauerei freuen wir uns sehr über diesen sensationellen Erfolg“, so Marketingleiter Thomas Theurer. (17.7. VN D2)