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22.07.2021

Pressezusammenfassung, 22.07.21
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IV in den Medien

Kärntner Industrie: Skeptisch bei Klimazielen, wirtschaftlich gut unterwegs

Die IV-Kärnten hat am Mittwoch eine Umfrage zum Klimaschutz vorgestellt. Demnach zeigt sich die Hälfte der befragten Betriebe sehr skeptisch, die von der EU-Kommission gesteckten Klimaziele vor 2050 zu erreichen. In Kärnten sei in der Industrie bereits viel investiert worden, um den CO2-Ausstoß zu senken, wurde bei der IV-Kärnten betont. „Jede Herausforderung in diesem Bereich wird schwieriger erreichbar, je kürzer der Zeitraum ist, innerhalb dessen das Ziel erreicht werden muss“, so IV-Kärnten-Präsident Timo Springer. Dies könne nur gehen, wenn der Dekarbonisierungs-Fonds unbürokratisch ausgestaltet und ordentlich finanziert werde. Und: „Man muss überlegen, was macht Sinn und was macht keinen Sinn – insbesondere in Hinblick auf die bereits getroffenen Maßnahmen.“ Wirtschaftlich läuft es in den Kärntner Industriebetrieben derzeit gut: Die Auftragsbücher sind voll und fast die Hälfte der Unternehmen sucht weitere Mitarbeiter. „Die Wirtschaft und vor allem die Industrie haben sich sehr gut erholt und wir sind wieder auf Vorkrisenniveau angekommen. Aus unserer Sicht ist die Pandemie vorbei“, hielt Springer fest. Dies wirke sich sehr positiv auf Arbeitsplätze aus. Gemäß der IV-Kärnten-Umfrage suchen 47 Prozent nach weiteren neuen Arbeitskräften – besonders gesucht seien Fachkräfte mit Elektro- bzw. Elektronikhintergrund oder IT-Fachkräfte. Mehr als drei Viertel der Kärntner Industriebetriebe berichtet von steigenden Auslandsaufträgen. Fast die Hälfte meldet steigende Produktionszahlen, ein Drittel steigende Verkaufspreise. Bei fast jedem zweiten Betrieb wachsen die Beschäftigtenzahlen, erklärte IV-Kärnten-Geschäftsführerin Claudia Mischensky. (Kleine/Kärnten S. 26-27; 21.7. Radio Kärnten Journal, kaernten.ORF.at)

IV-Tirol: Geschäftsklimaindex auf Rekordhoch

Mit 64 Punkten erzielt der Geschäftsklimaindex in der Konjunkturerhebung der IV-Tirol zum zweiten Quartal 2021 das höchste Niveau seit vielen Jahren. Der Mittelwert zwischen aktueller Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate erreichte ein neues Hoch. „Das ist ein starkes Zeichen der Erholung und damit nähern wir uns in der Tiroler Industrie im zweiten Quartal wieder dem Vor-Corona-Niveau. Wir blicken durchaus zuversichtlich in den Herbst“, betonte IV-Tirol-Präsident Christoph Swarovski. Konkret berichten 80 Prozent der befragten Unternehmen von einem guten und kein einziges von einem schlechten Auftragsbestand. Steigende Preise und die mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie Vorleistungen könnten das Wachstum in den Unternehmen in den nächsten Monaten aber bremsen, verwies Swarovski neben einem unsicheren Pandemie-Verlauf auf weitere Risikofaktoren. Mit steigender Produktionstätigkeit rechnen in den nächsten drei Monaten 26 Prozent der Betriebe. 74 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Lage aus. Die gute Auftragslage wirkt sich auch auf den Beschäftigtenstand aus: 55 Prozent der Unternehmen wollen ihren Mitarbeiterstand unverändert lassen. 27 Prozent wollen zusätzliches Personal einstelle und 18 Prozent den Personalstand kürzen. (Krone/Tirol S. 24, TT S. 1+18)

Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit: IV-OÖ für strengere Sanktionen

Bei Langzeitarbeitslosigkeit ist es schwierig, diese Personengruppe wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das zeigt sich an einem Projekt, das der Chef des Kunststoffbetriebs Starlim-Sterner in Marchtrenk, Thomas Bründl, mit dem Arbeitsmarktservice noch vor der Corona-Krise angestrengt hat. „Wir wollen 15 Langzeitarbeitslose in unseren Betrieb integrieren.“ 120 Personen wurden eingeladen, 100 kamen zum Informationstag. Davon konnten zwölf als möglicherweise geeignet identifiziert werden. Von diesen zwölf arbeiten heute noch vier Personen im Betrieb. „Das war eine ernüchternde Erfahrung“, sagt Bründl. Es sind unterschiedliche Gründe, die eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt behindern: körperliche und psychische Probleme, aber auch die mangelnde Ausbildung. Nach wie vor haben gut 50 Prozent der Arbeitslosen keine abgeschlossene Ausbildung, bei Langzeitarbeitslosen sind es tendenziell mehr. Beim Thema Arbeitsmarkpolitik spricht sich die IV-OÖ für strengere Sanktionen aus. „Das AMS ist für mein Dafürhalten zu wenig fordernd“, so IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Zum Thema Qualifikation betont er: „Hier müsste das Bildungssystem ansetzen und schneller auf die Erfordernisse der Wirtschaft reagieren. Etwa indem in den Gymnasien mehr digitale Kompetenz unterrichtet wird.“ (OÖN S. 10)

Allgemein

IHS rechnet mit solidem Wachstumskurs bis 2025

Das Institut für Höhere Studien (IHS) prognostiziert nach dem Corona-Schock im Vorjahr einen soliden Wachstumskurs für die österreichische Wirtschaft und erwartet für den Zeitraum von 2021 bis 2025 eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts von durchschnittlich 2,5 Prozent pro Jahr. Nach einer kräftigen Erholung in den Jahren 2021 (3,4 Prozent) und 2022 (4,5 Prozent) werden für die Jahre 2023 bis 2025 Zuwächse von 1,8 Prozent, 1,4 Prozent und nochmals 1,4 Prozent erwartet. Die Arbeitslosigkeit dürfte langsam auf das Vorkrisenniveau von 7,5 Prozent zurückgehen, die Inflation auf 2,2 Prozent ansteigen. „Insgesamt sollte damit die österreichische Wirtschaftsleistung annähernd mit dem gleichen Tempo wie im Euroraum zulegen", so das IHS. Nach Überwindung der Krise sollte die wirtschaftspolitische Strategie auf die Stärkung der Wachstumskräfte und die Bekämpfung des Klimawandels abzielen. (Alle TZ)

Wifo: Corona-Hilfsmaßnahmen verringerten Jobverluste und Pleiten

Die staatlichen Hilfsmaßnahmen seit Beginn der Corona-Krise haben laut einer aktuellen Wifo-Studie Liquiditätsengpässe von Unternehmen verkleinert, den Beschäftigungsabbau deutlich verringert und eine Insolvenzwelle verhindert. Auch habe die Kreditvergabe der Banken in Österreich zur Krisenstabilisierung beigetragen und es seien keine zusätzlichen Risiken für die Wirtschaft entstanden. Das Wifo hat in einem 69-seitigen Bericht eine „Ex-post-Analyse der Wirkungen des COVID-19-Maßnahmenpaketes auf die Unternehmensliquidität" im Auftrag des Finanzministeriums durchgeführt. (Alle TZ)

Unternehmen bieten mehr offene Stellen als vor der Corona-Krise

Im ersten Halbjahr sind mehr Mitarbeiter gesucht worden als noch vor der Corona-Krise. So wurde etwa am Bau (+22 Prozent), im Tourismus (+19 Prozent) und im Handel (+13 Prozent) mehr Fachpersonal gesucht, geht aus einer wissenschaftlich begleiteten Untersuchung des Arbeitsportals karriere.at hervor. Besonders große Zuwächse an Stelleninseraten wurden demnach bei Kleinunternehmen und nach Ländern in Kärnten und dem Burgenland verzeichnet. Besonders intensiv nach Fachkräften wird auch in der Industrieproduktion gesucht. Dort wurden heuer im ersten Halbjahr um 6 Prozent mehr Jobinserate ausgeschrieben als 2019. Im IT-Bereich waren es um 5 Prozent mehr Stellenangebote. (Krone S. 7, Österreich S. 23)

Mehrheit will sich E- oder Hybrid-Auto zulegen

Die E-Mobilität in Europa dürfte sich mittelfristig verstärken. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der teilnehmenden Verbraucher gaben in einer Untersuchung der Beratungsfirma PwC Strategy& an, sich innerhalb der nächsten zwei Jahre ein E- oder Hybridfahrzeug zulegen zu wollen. Bis 2024 könne ein Anteil von bis zu 23 Prozent aller Neuwagen-Verkäufe erreicht werden. Für Dienstwagen könnte die Elektro-Quote bis dahin bei 55 Prozent liegen. (Presse S. 17)

EU-Fonds als „BIP-Turbo“

Österreich erhält 3,5 Mrd. Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds für Investitionen. Dadurch wird laut IHS das BIP um 0,9 Prozent und die Zahl der Arbeitsplätze um 0,54 Prozent zulegen. An sich hat die Regierung Vorhaben um insgesamt 4,5 Mrd. Euro in Brüssel eingereicht. Die Wirtschaftsforscher gehen nun davon aus, dass Österreich die volle Summe investiert, also zum EU-Geld noch eine Mrd. Euro aus eigenen Mitteln für Digitalisierung, Forschung, Klimaprogramme etc. beisteuert. Dann werde das BIP bereits 2022 um 0,4 Prozent höher als ohne das Ausbauprogramm liegen, 2025 seien es dann 0,91 Prozent. Die Beschäftigung würde im selben Zeitraum um 0,29 bis 0,54 Prozent steigen. Auch das Budget hätte höhere Steuereinnahmen. (Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

MAN-Werk in Steyr wird zu „Steyr Automotive“

Der österreichische Investor Siegfried Wolf hat am Mittwoch in einer Betriebsversammlung im MAN-Werk in Steyr der Belegschaft sein künftiges Team und weitere Details zu seinen Plänen präsentiert. Kurz zuvor hatte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) den Kauf der MAN Truck & Bus GesmbH durch Wolfs WSA Beteiligungs GmbH genehmigt. Die neue Firma soll eine GmbH sein und den Namen „Steyr Automotive“ tragen. Bis Mitte 2023 werden am Standort noch Lkw und Komponenten für MAN gefertigt. Ab dann zieht MAN die Produktion ab und verlagert sie in ein Werk in Krakau in Polen. Zuvor sollen in Steyr parallel neue Fertigungen aufgebaut werden. Die Kunststofflackiererei wird unbefristet weitergeführt. Ab 2022 soll die erste Kleinserie unter der Marke Steyr vom Band rollen. Insgesamt plant Wolf eine Produktpalette aus sieben Fahrzeugen. Die Produktion soll schrittweise auf ein Volumen von 16.000 Fahrzeugen hochgefahren werden. (Alle TZ)

Kärnten Netz erneuert Umspannwerk in Klagenfurt bis 2023

In Klagenfurt laufen Bauarbeiten für ein neues Projekt der Kärnten Netz GmbH (KNG). Das dort bereits seit 1959 bestehende Umspannwerk wird komplett erneuert. Die Bauarbeiten werden drei Jahre in Anspruch nehmen. Das veraltete Umspannwerk wird Schritt für Schritt ersetzt, während der Betrieb noch läuft. „Dazu zwingen enge Platzverhältnisse und bestehende Leitungseinbindungen“, erklärt KNG-Geschäftsführer Michael Marketz. In dieses Projekt werden rund elf Mio. Euro investiert. Die bestehende Anlage muss altersbedingt ersetzt werden. Das Umspannwerk in Klagenfurt ist einer der wichtigsten Knoten im 110-kV-Netz der KNG. Konkret wandelt das Umspannwerk 110.000 Volt in 20.000 Volt um und kann mithilfe einer neuen 20-kV-Anlage Kunden in der Region Wörthersee-Südufer, Keutschacher Seental und das Rosental mit Strom versorgen. Mit dem Umspannwerk Klagenfurt werden alle 50 Umspannwerke der KNG von der zentralen Leitstelle aus überwacht und ferngesteuert. (Kleine/Kärnten S. 27)

Wien Energie setzt auf Sonnenkraft

Bis 2030 will die Wien Energie auf mehr als 600 MW kommen, das Zehnfache von heute, und 250.000 Haushalte mit Sonnenenergie versorgen. Im Durchschnitt werde jede Woche ein neues Solarkraftwerk gebaut, sagt Michael Strebl, Geschäftsführer der Wien Energie. Der massive Ausbau der Sonnenenergie ist der zentrale Baustein des kompletten Umbaus der Wien Energie zu einem „Klimaschutz-Unternehmen“, wie Strebl betont. 1,25 Mrd. Euro will das stadteigene Unternehmen binnen fünf Jahren investieren – neben PV in zusätzliche Windenergie und Wasserkraft sowie in Forschung und Instandhaltung. Das wirtschaftliche Fundament dafür sei mit dem Rekordergebnis im Vorjahr gelegt. Das rechtliche Fundament folgt durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). „Wir sind gut aufgestellt“, hält Strebl fest. (SN S. 17)

Siemens Österreich transferiert Betriebspension zur VBV-Pensionskasse

Die VBV-Pensionskasse hat die Ausschreibung für die Siemens Österreich Betriebspension gewonnen und stärkt damit ihre Position als Marktführerin unter den heimischen Pensionskassen. Rund 16.000 Berechtigte wechseln dadurch Anfang 2022 von der Valida Vorsorge Management zur VBV-Pensionskasse. „Das Volumen der Siemens-Pensionskasse liegt bei rund 500 Mio. Euro," so der CEO der VBV-Pensionskasse Gernot Heschl. Das von der VBV-Pensionskasse verwaltete Vermögen wird von rund 7,93 Mrd. Euro (Jahresende 2020) auf rund 8,5 Mrd. Euro anwachsen. „Die VBV-Pensionskasse hat uns im Zuge des Auswahlprozesses hohe Kompetenz und Professionalität vermittelt. Wir sind daher vom Mehrwert des bevorstehenden Pensionskassenwechsels überzeugt und freuen uns über eine erfolgreiche Zusammenarbeit", so Siemens-Österreich-Finanzvorstand Wolfgang Wrumnig. (Standard S. 16)

Pierer Mobility startet Kooperation bei E-Bike-Fertigung

Die KTM-Mutter Pierer Mobility gründet mit dem Fahrradproduzenten Maxcom ein Joint Venture für die E-Bike-Fertigung in Bulgarien. Das Investitionsvolumen beträgt 40 Mio. Euro. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind beide Unternehmen zu 50 Prozent beteiligt. Die Inbetriebnahme der Fertigung ist in der zweiten Jahreshälfte 2023 geplant. Die jährliche Produktionskapazität soll sich auf rund 350.000 Stück belaufen. Es werde auch internationalen Zulieferern die Möglichkeit gegeben, Betriebsanlagen am Standort zu errichten, hieß es von Pierer Mobility. (Kleine S. 24, OÖN S. 9)

Erstmals Betriebsrat bei Epsilon Kran

Bei der Epsilon Kran GmbH in Elsbethen-Glasenbach wurde erstmals ein Betriebsratsgremium gewählt. Neuer Betriebsratsvorsitzender ist Stefan Windhofer aus Hallein. Er erhielt 63,2 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 87 Prozent. Die Epsilon Kran GmbH mit rund 230 Mitarbeitern ist ein weltweit führender Hersteller von Kranen für die Holz-, Bau- sowie Recyclingwirtschaft. Das Unternehmen gehört zu 65 Prozent der Palfinger-Gruppe. (21.7. SN L7)