Aussicht auf Wiederhochfahren des Wirtschaftsstandortes ist richtiges Zeichen

Eine Blitzumfrage der IV Burgenland zeigt, dass die Auslastung der meisten Industrieunternehmen heruntergefahren ist. Fehlende Aufträge, mangelnde Verfügbarkeit an Rohstoffen und Liquiditätsprobleme sind die größten Risikofaktoren bei der Aufrechterhaltung der Produktion.

 

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Umsatzeinbrüche von 25 bis 75 Prozent machen es der heimischen Industrie nicht leicht, die Produktionen aufrecht zu erhalten. „Die gestern von der Bundesregierung verkündete Lockerung der Corona – Maßnahmen war ein dringend nötiges, positives Signal hinsichtlich Planbarkeit, Vertrauen und Zuversicht an Menschen und Unternehmen. Jetzt müssen wir es schaffen, die Gesundheit der Menschen zu sichern und gleichzeitig die gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden nicht noch größer werden zu lassen. Wir müssen gemeinsam an einem schrittweisen Comeback des Landes arbeiten, denn ohne wirtschaftliche Stabilität gibt es keine soziale Stabilität“, so Manfred Gerger, Präsident der IV Burgenland.

Blitzumfrage zu Risikofaktoren, Investitionsplanungen, Schutzmaßnahmen und Zukunft

- Die größten Hindernisse auf dem Weg zurück in die wirtschaftliche Normalität sehen die burgenländischen Industrieunternehmen in der eingebrochenen Auftragslage (55 Prozent), in der mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen und ausländischen Vorleistungen (55 Prozent), in der Arbeitskräfteverfügbarkeit (48 Prozent), der angespannten Liquidität (38 Prozent), in behördlichen Auflagen (32 Prozent) und in der Logistik (18 Prozent). Präsident Gerger appelliert daher nochmals: „Die Aufrechterhaltung der Lieferketten und offenen Grenzen für Mitarbeiter und Waren bleibt oberstes Gebot“.

- Derzeit überdenken über 70 Prozent der Unternehmen ihre aktuellen Investitionsplanungen. Die Gründe sind vor allem die Unsicherheit der zukünftigen Marktlage, die Unterbrechungen der Lieferketten und die Liquidität. Besonders steuerliche Erleichterungen, Stundungen aber auch die Gewissheit, im Bedarfsfall auf größere Finanzhilfen greifen zu können, erleichtert die, in der nächsten Zeit enorm erschwerte, Planung.

- Als wesentlich in allem Handeln sieht die Industrie die Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter. Alle befragten Unternehmen haben umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen getroffen. So setzen 53 Prozent auf FFP 2 - Masken in der Produktion, Logistik, am Bau, in der Montage und bei Kundenkontakten. 50 Prozent stellen ihren Mitarbeitern Mund-Nasen-Masken für die Außenmontage, Produktion, im Büro oder freiwillig in allen Bereichen zur Verfügung. Mit Handschuhen (36 Prozent), Desinfektionsmittel (96 Prozent), Homeoffice (89 Prozent) oder getrennten Schichten (68 Prozent) sorgt die Industrie dafür, dass ihre Mitarbeiter gesund durch die Krise kommen.

- Sehr ermutigend findet der IV-Burgenland-Präsident übrigens, dass man selbst in einem schwierigen Umfeld wie jetzt offenbar auf seine Geschäftspartner vertrauen könne. Die Umfrage zeigt (teilgenommen haben 44 Unternehmen), dass fast drei Viertel (73 Prozent) der Kunden derzeit weitgehend ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

- Für das Wiederhochfahren brauchen die Unternehmen Schnelltests (43 Prozent) und ausreichend und schnell die geeigneten Schutzmasken. Und positive Signale und Zuversicht für das Leben nach der Krise.

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