Industrie ist Forschungsmotor im Burgenland

Mit einer regionalen Forschungsquote von einem Prozent  2015 konnte sich  das Burgenland gegenüber 2013 wieder steigern und verringert den Abstand zu Salzburg und Niederösterreich. Treiber der heimischen F&E - Quote ist die burgenländische Industrie.

Sanochemia Forschung

"Die Industrie ist der Motor der Forschung im Burgenland", freut sich Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland über die jüngsten Daten von Joanneum Research und Statistik Austria. Insgesamt wurden rund 80 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Das Burgenland konnte damit seine F&E Ausgaben um 18 Prozent steigern. 736 Mitarbeiter waren in 101 "durchführenden Erhebungseinheiten" in diesem Bereich beschäftigt.

Gut 70 Prozent der Mittel kamen ausschließlich von den Unternehmen und hier wiederum der größte Teil von der Industrie. In experimentelle Entwicklung, wie die Verbesserung von Materialien, Vorrichtungen, Produkte, Verfahren oder System und Prozesse wurden 72,6 Prozent und damit der  Großteil der Mittel investiert. Mit 21,6 Prozent  mischt auch die angewandte Forschung im Burgenland ordentlich mit. Sechs Prozent der Mittel wurden in Grundlagenforschung gesteckt.

Innovationspolitik gefragt

"Damit leistet die burgenländische Industrie einmal mehr ihren enormen Beitrag für die Forschung und Entwicklung im Burgenland", so Puschautz -Meidl. "Bei der Forschungsquote haben wir zwar noch Luft nach oben, aber wir haben das Ziel, welches wir uns mit der FTI-Strategie gestellt haben, knapp erreicht".

Und die IV - Geschäftsführerin nimmt die Innovationspolitik in Bund und Land in die Pflicht: "Jetzt müssen alle Kräfte gebündelt und alle Rahmendbedingungen schnellst möglich erfüllt werden, dass die Motivation, in F& E zu investieren bei den Unternehmen noch mehr ausgebaut und erleichtert wird".

 An der Spitze der Forschungsquoten liegt nach wie vor die Steiermark (5,16 Prozent) vor Wien (3,66, Prozent ) und Oberösterreich (3,18 Prozent). Tirol platziert sich mit seinen 3,14 Prozent nur ganz knapp hinter Kärnten mit 3,15 Prozent.  Vorarlberg mit 1,87 Prozent, Niederösterreich mit 1,75 Prozent und Salzburg mit 1,54 Prozent finden sich mit dem Burgenland auf den nachfolgenden Plätzen.

IV-Iconiv-positionen

Neueste Ausgabe lesen
iv-exklusiv Bild