Bildung & Gesellschaft

Bildung, Ausbildung und Qualifikation zählen zu den wertvollsten Standortvorteilen Österreichs. Bildung fördert aber nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit sondern auch den sozialen Zusammenhalt und eine positive gesellschaftliche Entwicklung. Die Reform des heimischen Bildungswesens ist der Industrie daher genauso ein Anliegen wie innovative Lösungen für eine erfolgreiche sozioökonomische Zukunft.

Berufliche Bildung

Berufliche Bildung ist eine der zentralen Antworten auf den Fachkräftebedarf der österreichischen Wirtschaft sowie auf das Entwicklungspotenzial von Menschen jedes Alters. Die hochwertigen Lehrstellen der IV-Mitgliedsunternehmen zeigen auf, wie die duale Berufsausbildung in Österreich weiterentwickelt werden kann. Ebenso steht die Stärkung der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen – allen voran der HTLs und technischen Fachschulen – im Mittelpunkt unserer Arbeit. Weiterbildung wird in einer sich schneller wandelnden Welt weiter an Bedeutung gewinnen. Die Digitalisierung bringt insgesamt völlig neue Voraussetzungen und Anforderungen mit sich. Die Industriellenvereinigung führt zu den gesellschaftspolitischen und bildungspolitischen Auswirkungen eine breit angelegte Diskussion.

Elementarbildung & Schule

Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Gute Elementarbildung ist Fundament für einen erfolgreichen Übertritt in die Schule und faire Chancen. Eine breit angelegte Qualitätsoffensive in dieser ersten Bildungsphase macht spätere Reparaturmaßnahmen obsolet.

Grundbildung – die heutige Pflichtschulzeit - muss im Licht der Wissensgesellschaft sowie gesellschaftlicher Entwicklungen neu gedacht werden: Es braucht klar definierte Ziele von Bildung und eine maßgebliche Verbesserung der Qualität, um ein für weitere (Aus-)Bildungswege anschlussfähiges Bildungsniveau zu garantieren. Grundbildung soll das Erreichen von zeitgemäßen Kompetenzen sowie die Vermittlung moderner Inhalte genauso sicherstellen wie eine konsequente Leistungsorientierung. Sie sollte erst dann beendet werden, wenn diese Bildungsziele erreicht sind, nicht nachdem ein bestimmter Zeitraum verstrichen ist.

Die Industriellenvereinigung engagiert sich in Bildungsfragen aus ihrer Verantwortung und Verpflichtung für die Gesellschaft und die Zukunft der Menschen in unserem Land. Sie engagiert sich aber auch im unmittelbaren Interesse ihrer Mitgliedsunternehmen – denn gut (aus)gebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer ihrer wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Frauen

Die Gleichstellung von Männern und Frauen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Sowohl der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel als auch handfeste ökonomische Argumente sprechen für mehr Diversität in Unternehmen. Daher ist es sehr wichtig, Frauen eine verstärkte Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen sowie mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Das nötige Bewusstsein für Gleichstellung und Vereinbarkeit zu schaffen, politische Rahmenbedingungen mitzugestalten sowie Chancen in diesem Bereich zu erkennen und an unsere Mitgliedsunternehmen weiterzugeben, ist der IV ein wichtiges Anliegen.

Gesellschaftliche Innovation

Soziale Stabilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind das Fundament für ein funktionierendes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, Zukunftsfähigkeit, Wachstum und nachhaltige Entwicklung. In Anbetracht der aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie digitaler und demografischer Wandel, zunehmende gesellschaftliche Pluralität, Migrationsbewegungen oder die Veränderung der Lebens- und Arbeitswelt, setzt sich die Industriellenvereinigung für die Entwicklung innovativer und kreativer Lösungen auf politischer, wirtschaftlicher und auf zivilgesellschaftlicher Ebene ein und beschäftigt sich eingehend mit Zukunftsperspektiven. Dazu zählen neue Perspektiven und Wege zu unternehmerischer Verantwortung sowie die Auseinandersetzung mit „emerging topics“, um positive gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken.

Hochschulbildung

Die Qualität der Hochschulbildung und der Hochschuleinrichtungen sind ein wesentlicher Faktor im internationalen Wettbewerb um Studierende, Lehrende, Forschende und hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Wirtschaft und Industrie. Darüber hinaus kommt Österreichs Universitäten und Fachhochschulen eine zentrale Rolle bei der Lösung von Zukunftsfragen („Grand Challenges“) zu. Aus Sicht der IV braucht es daher eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des tertiären Sektors. Dabei müssen insbesondere auch die künftigen Bedarfe des Arbeitsmarktes berücksichtigt werden. Weiters ist aus Sicht der Industriellenvereinigung ein besonderer Schwerpunkt auf die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der PädagogInnen-Bildung, der Optimierung der Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung sowie auf lebenslanges Lernen zu legen.

Migration & Integration

Für die Industriellenvereinigung zählt eine erfolgreiche Migrations- und Integrationspolitik zu den größten Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Migration – insbesondere die Arbeitsmigration – spielt eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum in Europa. Der Rückgang der Geburtenzahlen, die Überalterung der Bevölkerung und der Mangel an gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften sind Beispiele dafür, dass Zuwanderung volkswirtschaftlich notwendig ist. Damit qualifizierte Zuwanderung und Integration dauerhaft erfolgreich sind, braucht es klare Regeln der Zuwanderung und gut abgestimmte und rasch greifende Integrationsmechanismen.

Neustart Schule

NEUSTART SCHULE ist eine Initiative der Industriellenvereinigung und ihrer Partner, die Bewegung in die österreichische Bildungspolitik bringt. Ziel von Neustart Schule ist es, mit der Unterstützung von Partnern, ExpertInnen und der Bevölkerung die Qualität von Grundbildung in Österreich nachhaltig zu verbessern und die Politik dafür zu gewinnen. Die Unterstützerinnen und Unterstützer eint das gemeinsame Anliegen, die Zukunft von Bildung in Österreich zu thematisieren und eine Plattform für Dialog anzubieten.

 

Weitere Informationen unter www.neustart-schule.at und auf Facebook unter www.facebook.com/neustartschule.

 

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