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07.12.2021

Pressezusammenfassung, 07.12.2021
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IV in den Medien

Knill/Hesoun: Stopp für Lobautunnel massiver Vertrauensbruch

Allgemein

Regierung: Nehammer als Bundeskanzler und neue Minister angelobt

Impfpflicht: Kocher erwartet keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen

Wifo: Weniger BIP-Rückgang im vierten Lockdown

Großhandelspreise im November mit höchstem Anstieg seit 1974

Einigung zu EU-Mindestlohn ohne Österreich

Deutsche Industrieaufträge gaben stark nach

IV-Mitglieder in den Medien

Swarovski in Top 30 der größten Luxusgüterhersteller

APG: 3,5 Mrd. Euro für Netzausbau bis 2032 – Neue Projekte genehmigt

Gebrüder Weiss expandiert in Bulgarien

Miba-Chef: „Das Thema Mitarbeitermangel ist schon sehr herausfordernd“

Flughafen-Chef: Strompreis-Kapriolen kosten heimischen Betrieben Millionen

Strommarkt-Turbulenzen: Nachfrage bei Energie AG verfünffacht

Kapsch TrafficCom erwartet Schub durch Ökologie und Digitalisierung

Bosch sucht 250 Technik-Fachkräfte für Österreich

IMA Schelling Group: Wechsel im Management

IV in den Medien

Knill/Hesoun: Stopp für Lobautunnel massiver Vertrauensbruch

In einem gemeinsamen Interview sprechen sich IV-Präsident Georg Knill und Siemens-Generaldirektor sowie Vorsitzender des IV-Ausschusses für Infrastruktur, Wolfgang Hesoun, für Rechtssicherheit und Stabilität vor allem im Hinblick auf anstehende Infrastrukturprojekte aus. Aktuelle Entscheidungen aus dem Infrastrukturministerium etwa zum Wiener Lobautunnel seien laut Hesoun „schlicht inakzeptabel“. Knill: „Wir sehen das als massiven Vertrauensbruch gegenüber der Gesetzgebung. Wann kann dann überhaupt noch ein Infrastrukturprojekt umgesetzt werden, das sich über viele Jahre hinzieht, mehrere Verfahren nehmen muss und dann einfach so abgebrochen wird?“ Der volkswirtschaftliche Schaden durch die Nicht-Umsetzung lasse sich auf rund 2,6 Mrd. Euro beziffern, rund 23.000 Arbeitsplätze würden nicht entstehen, betont der IV-Präsident. Zudem werde sich zeigen, ob die Ministerin nicht ihre Kompetenzen überschritten habe, denn „die Projekte sind längst im Bundesstraßengesetz bewilligt“. „Es gibt gültige Genehmigungen und die werden einfach vom Tisch gewischt. Das ist eine andere Qualität als ein normaler Wechsel im demokratischen System“, stellt auch Hesoun klar. Vertrauensbrüche dieser Art würden zu einer Standortverschlechterung führen, da dies Investoren massiv verunsichert. Umso mehr brauche es daher auch in politischer Hinsicht rasch wieder Stabilität, wie beide abschließend betonen. (Presse S. 15)

Allgemein

Regierung: Nehammer als Bundeskanzler und neue Minister angelobt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Montag den neuen Bundeskanzler Karl Nehammer zusammen mit den anderen Mitgliedern des neuen ÖVP-Teams angelobt. Er gab den Regierungsmitgliedern einen Auftrag für die Corona-Krise mit auf den Weg: Die Regierung müsse „der Bevölkerung reinen Wein einschenken“, faktenbasierte Entscheidungen treffen und darüber in nachvollziehbarer, gemeinsamer Kommunikation informieren. Den Amtseid leisteten nach Nehammer auch die neuen Ressortchefs: Der Niederösterreicher Gerhard Karner (Inneres), der bisherige Staatssekretär Magnus Brunner (Finanzen) und der steirische Uni-Rektor Martin Polaschek (Bildung). Der bisherige Bundeskanzler Alexander Schallenberg wurde wieder als Außenminister angelobt. Die neue Staatssekretärin Claudia Plakolm, Bundeschefin der Jungen ÖVP, bekam auch die bisher von der Familienministerin ausgeübten Jugend-Agenden übertragen. Die Industrie gratulierte Bundeskanzler Nehammer und den neuen Regierungsmitgliedern. „Entscheidend ist jetzt, dass rasch wieder weitgehende politische Stabilität einkehrt und wichtige Projekte – von der ökosozialen Steuerreform über die Energiewende oder das Zukunftsthema Bildung bis zur endgültigen Überwindung der COVID-19-Pandemie – zügig umgesetzt bzw. angegangen werden“, betonte IV-Präsident Georg Knill. Gerade in der aktuell schwierigen Phase brauche es eine handlungsfähige Regierung. (Alle TZ)

Impfpflicht: Kocher erwartet keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen

Die geplante Impfpflicht wird gemäß Arbeitsminister Martin Kocher „aller Voraussicht nach keine ganz spezifischen arbeitsrechtlichen Konsequenzen“ haben. Es handle sich dabei um eine „generelle Impfpflicht“, die sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer gültig sei. Kocher will zudem über die Weiterführung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz trotz Impfpflicht diskutieren. Es gebe schlussendlich auch Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, bekräftigte der Arbeitsminister. Die Impfpflicht soll ab 1. Februar 2022 gelten. Für diese Woche wird der Gesetzesentwurf dazu erwartet. (Alle TZ)

Wifo: Weniger BIP-Rückgang im vierten Lockdown

Die Wirtschaftsleistung Österreichs ist durch den jetzigen vierten bundesweiten Corona-Lockdown weniger beeinträchtigt als im dritten Lockdown, der auch Weihnachten und Neujahr und damit stärker den Tourismus umfasst hatte. In der letzten November-Woche ab 22. November, zu Beginn des vierten Herunterschraubens der Kontakte wegen der COVID-19-Pandemie, lag die wirtschaftliche Aktivität nach Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo heuer um 5,7 Prozent unter Vorkrisenniveau 2019, in der Woche davor um 1,2 Prozent tiefer. (Alle TZ)

Großhandelspreise im November mit höchstem Anstieg seit 1974

Die österreichischen Großhandelspreise waren im November um 16,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Ähnlich hohe Preissteigerungen im Jahresabstand gab es gemäß Statistik Austria zuletzt im dritten Quartal 1974. Gegenüber dem Vormonat Oktober erhöht sich der Großhandelspreisindex um 1,0 Prozent. Im Oktober 2021 hatte die Jahresveränderungsrate +15,8 Prozent betragen. (Volksblatt S. 17, TT S. 23, Heute S. 9)

Einigung zu EU-Mindestlohn ohne Österreich

Nach Zustimmung des EU-Parlaments haben sich am Montag auch die EU-Sozialminister auf eine Richtlinie als Basis für europaweite Mindestlöhne verständigt. Österreichs Arbeitsminister Martin Kocher hat sich der Stimme enthalten. Er übte seit geraumer Zeit Kritik an der geplanten Regelung und verwies darauf, dass sie mit österreichischen Kollektivverträgen nicht kompatibel sei. Es habe zwar „starke Verbesserungen“ gegeben, allerdings seien „rechtliche Dinge“ noch nicht klar. Die Richtlinie sieht vor, dass EU-Staaten Maßnahmen setzen sollten, wenn für weniger als 70 Prozent (das EU-Parlament fordert 80 Prozent) der Arbeitnehmer durch einen Kollektivvertrag ein ausreichendes Einkommen gesichert sei. Nächstes Jahr sollen die Verhandlungen zwischen Ministerrat, EU-Parlament und EU-Kommission beginnen. (Alle TZ)

Deutsche Industrieaufträge gaben stark nach

Die deutsche Industrie hat im Oktober erheblich weniger Aufträge erhalten. Gegenüber September seien um 6,9 Prozent weniger Bestellungen eingegangen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Rückgang ist den Statistikern zufolge vor allem auf geringere Großaufträge aus dem Ausland zurückzuführen. (6.12. kurier.at, sn.at)

IV-Mitglieder in den Medien

Swarovski in Top 30 der größten Luxusgüterhersteller

Die D. Swarovski KG zählt weiter zu den größten 30 Luxusgüterherstellern der Welt. Das geht aus einer Aufstellung des Unternehmensberaters Deloitte hervor. Das Tiroler Familienunternehmen rangiert demnach mit einem Umsatz von 1,9 Mrd. US-Dollar (1,7 Mrd. Euro) im Jahr 2020 auf Platz 27. Trotz Corona-Krise habe Swarovski gegenüber 2019 nur drei Plätze eingebüßt. Der Deloitte-Studie zufolge hat sich die Einstellung der Verbraucher gegenüber Luxusgütern stark verändert. Gerade junge zahlungskräftige Käufergruppen würden sich von den Luxusmarken erwarten, dass sie Nachhaltigkeit und Umweltschutz ernst nehmen. Unverändert dominieren französische und italienische Marken das Deloitte-Ranking. (Alle TZ)

APG: 3,5 Mrd. Euro für Netzausbau bis 2032 – Neue Projekte genehmigt

Der Stromnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) will bis 2032 rund 3,5 Mrd. Euro in den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur investieren. Dies entspricht etwa 17 Prozent jener 18 Mrd. Euro, die die E-Wirtschaft binnen eines Jahrzehnts für die Netze bereitstellen will. Den Netzentwicklungsplan 2021 der APG mit insgesamt 46 Projekten, davon 14 neuen, hat die Regulierungsbehörde E-Control genehmigt. Die zusätzlich nötigen Einspeiseleistungen aus Erneuerbaren Energien von rund 19 Gigawatt (GW) zur Erreichung der Ziele des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes (EAG) würden zumindest eine Verdopplung der Leitungskapazitäten im Übertragungsnetz bedingen, betonte die APG. Der Netzentwicklungsplan 2021 liefere dazu erste Ansätze, sei aber nicht die finale Antwort auf die Notwendigkeiten des EAG. (Alle TZ)

Gebrüder Weiss expandiert in Bulgarien

Der Transport- und Logistikdienstleister Gebrüder Weiss hat die Eingliederung der Geschäftsaktivitäten von Rhenus Bulgaria abgeschlossen. Damit übergibt Rhenus Bulgaria seine Landverkehrs-Aktivitäten an Gebrüder Weiss und zieht sich in diesem Bereich aus dem Markt zurück. Den 80 Beschäftigten der ehemaligen Rhenus Bulgaria bieten sich unter dem Dach von Gebrüder Weiss in der neu ausgebauten Landeszentrale in Musachevo bei Sofia neue Zukunftsperspektiven. Hinzugekommen sind Niederlassungen in Burgas, Svilengrad, Varna und Plovdiv. Mit der Integration von Rhenus Bulgaria bietet der Logistiker nun auch Home-Delivery-Services an. Dabei liefert Gebrüder Weiss online bestellte Möbel, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik direkt bis in die Wohnung des Endverbrauchers. (VN D2)

Miba-Chef: „Das Thema Mitarbeitermangel ist schon sehr herausfordernd“

Die Lehrlingsausbildung spielt bei der Miba AG eine ganz zentrale Rolle. Heute bildet das Technologieunternehmen etwa 300 Lehrlinge aus, davon knapp 150 in Österreich. „Das Thema Mitarbeitermangel ist schon sehr herausfordernd. Aber wir schaffen es nach wie vor gut, Lehrlinge zu bekommen – sicher auch, weil bekannt ist, was für eine gute Ausbildung die Lehrlinge bei uns bekommen und dass sie bei uns Karriere machen können“, berichtet Vorstandsvorsitzender Peter F. Mitterbauer. Miba bietet berufliche Zusatzausbildungen bis hin zur Matura an. Überhaupt sei man bemüht, dass sich die Leute im Unternehmen wohl fühlen und dass sie die Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung haben. „Dafür geben wir jährlich drei Mio. Euro aus. Wir haben auch begonnen, sehr spezifisch für uns selbst eine Fachkräfteausbildung zu entwickeln. Menschen im Alter von 30, 35, 40 Jahren, die sich umorientieren und aus anderen Branchen zu uns kommen, werden berufsbegleitend zu Facharbeitern ausgebildet. Das ist für viele eine enorme Chance, und wir bezahlen diese Ausbildung auch“, so der Miba-Chef. (Presse S. 17)

Flughafen-Chef: Strompreis-Kapriolen kosten heimischen Betrieben Millionen

Die Strompreise in Österreich sind im Oktober und November drastisch gestiegen. Die Ursache sieht Flughafen-Vorstand Günther Ofner etwa darin, dass seit 2018 mit Deutschland keine gemeinsame Strompreiszone mehr existiert. Das wirkt sich jetzt aus. Wegen fehlender Übertragungsnetze wurden die Märkte getrennt, sodass heimische Betriebe nicht mehr direkt über die großen Strombörsen einkaufen können. „Wir zahlen jetzt pro Megawatt um 30 Euro oder mehr dazu, das kostet uns pro Monat bis zu 300.000 Euro, und wir sind nur ein mittelgroßer Verbraucher“, ärgert sich Ofner. Wie viele andere, bestellt auch er die Energie am „Terminmarkt“ eigentlich um ein bis zwei Jahre im Voraus. Durch die Schließung der „Stromgrenze“ zu Deutschland sind die reservierten Mengen nicht verfügbar bzw. fließen woanders hin. Da bei unseren Nachbarn Atomkraftwerke vom Netz genommen werden und es im Winter weniger Windenergie gibt, bleibt für Österreich nichts übrig. Daher müssen heimische Industriebetriebe am Spotmarkt zukaufen, wo es starke Preissprünge gibt. Nur große Verbraucher können solche Risken absichern. Die Mittelbetriebe kosten die Preissprünge viele Mio. Euro. Ofner: „Die E-Control muss etwas unternehmen.“ (Krone S. 8)

Strommarkt-Turbulenzen: Nachfrage bei Energie AG verfünffacht

„Während meiner gesamten Karriere habe ich eine solche Entwicklung noch nicht erlebt“, sagt Michael Baminger, Vertriebschef der Energie AG OÖ, über die massiven Turbulenzen an den Börsen für Strom und Gas. Während die Folgen vor allem für kleine Energieversorger dramatisch seien, würden die Energie AG und andere traditionelle Energieversorger von dieser Situation profitieren. Bis vor wenigen Monaten lag das Allzeithoch an den internationalen Strombörsen bei 90 Euro je Megawattstunde (MWh). Jetzt bewegt sich die MWh bei 160 Euro. Die Preisschwankungen betragen zum Teil 30 Euro – 20 Prozent an einem einzigen Tag. Die Energie AG hat für diese Volatilität auf dem Markt gut vorgesorgt und sich langfristig moderate Preise gesichert. Dadurch konnte sie jetzt ihre Preisgarantie für bestehende Kunden bis 31. Dezember 2022 verlängern. Das hat sich auch zu den Kunden anderer Anbieter durchgesprochen. Die Nachfrage pro Tag habe sich verfünffacht. „Das übersteigt bisweilen unsere Kapazitäten, es kann zu verzögerten Antworten führen. Aber jeder bekommt von uns ein Angebot“, versichert Baminger. (OÖN S. 9)

Kapsch TrafficCom erwartet Schub durch Ökologie und Digitalisierung

Der Wiener Mauttechnik- und Telematik-Anbieter KapschTrafficCom sieht angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Ökologisierung des Verkehrs sowie der leeren Staatskassen einen kräftigen Schub für das eigene Geschäft. Während in Österreich die Straßeninfrastruktur großteils gut sei, hätten viele andere Staaten einen hohen Investitionsbedarf. Diese Länder würden versuchen, die Finanzierung auf neue Beine zu stellen. „Wir sind Teil der Green Economy und tragen zur Verkehrsentlastung in Städten und auf den Autobahnen bei“, so Vorstandsvorsitzender Georg Kapsch. Verhaltensveränderungen seien durch Überzeugungsarbeit und monetäre Anreize herbeiführbar – und eine Möglichkeit dazu sei etwa eine frequenzabhängige Bemautung. Als besondere Herausforderung sieht Kapsch den Fachkräftemangel. Als großes Defizit führt er den geringen Frauenanteil in Technikberufen an. Hier könne sich Österreich ein Beispiel an Spanien nehmen. Er fordere seit Jahrzehnten eine grundsätzliche Neuausrichtung der Bildungspolitik, beginnend schon in der Elementarpädagogik. (6.12. industriemagazin.at)

Bosch sucht 250 Technik-Fachkräfte für Österreich

Die Robert Bosch AG will den Personalstand im Engineering Center in Wien um ein Viertel erhöhen. Derzeit sind dort rund 750 Techniker beschäftigt, bis 2022 sollen 250 dazukommen. Gesucht werden Fachkräfte für Soft- und Hardware-Entwicklung im Bereich Elektromobilität. Besonders gefragt seien zudem Experten im Bereich der Internetsicherheit sowie Datenspezialisten. Der Automobilzulieferer beschäftigt an drei Standorten in Österreich 3.000 Mitarbeiter. (SN S. 11)

IMA Schelling Group: Wechsel im Management

Bei der IMA Schelling Group kommt es zu Änderungen im Management. Mitgesellschafter Maximilian Lehner wird neuer Finanzvorstand (CFO) und übernimmt damit den Aufgabenbereich von Stefan Gritsch, der künftig in der Holding Gesellschaft LEGRO Group GmbH tätig sein wird. (VN D1)