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08.11.2021

Pressezusammenfassung, 08.11.2021
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IV in den Medien

Knill: „Der Energieträger der Industrie in Zukunft wird Wasserstoff sein“

Ohneberg zur Klimadebatte: Sind bereit, durch Innovation die Schritte zu machen

IV-OÖ: Impfskepsis bremst wirtschaftliche Erholung

IV-NÖ: Energiepreise als konjunkturelle Wachstumsbremse

Tiroler Industrie floriert, aber viele Unsicherheiten

IV-OÖ: Hidden Champions spielen wichtige Rolle für den Industriestandort  

Allgemein

Regierung und Länder einigen sich auf flächendeckende 2G-Regel

Metaller-KV: Lohnabschluss auf Inflationshöhe

NoVA-Erhöhung: Regierung verlängert Frist

Ökosoziale Steuerreform: CO2-Preis bekommt Stabilitätsmechanismus

Kurzarbeit geht weiter zurück

Schwarz-Fuchs: „Wir hoffen, dass 3G bleibt und nicht 2,5G kommt“

Heimischer Einzelhandel bis September mit mehr Umsatz als vor der Krise

Großhandelspreise ziehen weiter an

Eurozone: Einzelhandels-Umsatz im September gesunken

IV-Mitglieder in den Medien

Andritz nach drei Quartalen mit deutlichem Gewinnplus

ESTAG plant noch heuer den Bau der Produktion für grünen Wasserstoff 

Unger Steel zählt zu den führenden Stahlbau-Spezialisten in Europa

Bei Neudoerfler fühlt man sich stark mit dem Burgenland verbunden

Greiner verkauft seine Extrusions-Sparte

Miba-Technologie spielt weltweit in der Energiebranche eine große Rolle

Doppelmayr setzt neue Maßstäbe im Seilbahnbetrieb

Zumtobel Group: Auszeichnung für die Nachhaltigkeit

Getzner Textil: Exportweltmeister mit mehreren Standbeinen

Smatrics-CEO: Leistbare E-Autos pushen E-Mobilität

AUA bietet Gesichtserkennung für Check-in am Flughafen Wien an

Reed Messe Salzburg: Hagleitner präsentiert frische Seife per Handy-App

„Passables Ergebnis“ auf der Großglockner-Hochalpenstraße

IV in den Medien

Knill: „Der Energieträger der Industrie in Zukunft wird Wasserstoff sein“

Das Klima wird sich nach Einschätzung von IV-Präsident Georg Knill bis 2030 nicht in die richtige Richtung entwickeln. „Denn das globale Problem wird nicht global gelöst“, das zeige auch die Klimakonferenz COP 26 in Glasgow, wo die großen Emittenten wie China und Indien nicht an Bord seien. „Wir in Österreich tun viel: Es gibt heute mehr als 2.500 Industrieunternehmen, die ausschließlich im Green-Tech-Bereich unterwegs sind. Die Industrie hat sich klar zum Weg der EU-Kommission „Fit for 55“ bekannt (dieser sieht vor, dass Europa bis 2050 klimaneutral wird). Aber viele Lösungen, die wir brauchen werden, damit die Industrie beim Klimaschutz vorankommen kann, sind erst im Entstehen“, betont Knill. Zugleich ist für ihn „Wasserstoff der Energieträger der Industrie in Zukunft“. Aus seiner Sicht stelle sich die Grundfrage: „Wo bekommen wir in Europa zu dessen Erzeugung ausreichend grünen Strom her? Das werden wir in Österreich nicht allein lösen.“ Zum Thema Technologieoffenheit betont Knill: „Das gab es noch nie in der Geschichte, dass die Politik gescheiter war als die Wissenschaft und Wirtschaft. Wenn es keinen Technologiewettbewerb gibt, sondern vorgefertigte Meinungen, ist das falsch.“ (6.11. Standard S. 9)

Ohneberg zur Klimadebatte: Sind bereit, durch Innovation die Schritte zu machen

„Wir müssen Technologie-offen sein und konsequent an den Zielen arbeiten, um am Ende des Tages die Klimaneutralität zu erreichen. Wir sind bereit, durch Innovation die Schritte zu machen“, betonte IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg in der ORF-Sendereihe „Im Zentrum“. Er meint, dass es dazu ein Bündel von Maßnahmen geben wird. Zugleich merkt er aber an, dass man für eine gewisse Zeit noch Gas als Überbrückungsenergie braucht, um schnell an das Netz zu kommen. Zudem spricht Ohneberg die Wichtigkeit von Pumpspeicherkraftwerken an: „Es wird viel investiert: Der Verbund hat in ein neues Pumpspeicherkraftwerk investiert, auch Vorarlberg ist dran. Wir haben bereits vieles gemacht, wir brauchen aber schnelle Entscheidungen und die Möglichkeit das zu tun.“ (7.11. ORF-„Im Zentrum“)

IV-OÖ: Impfskepsis bremst wirtschaftliche Erholung

Die IV-OÖ sieht die gute wirtschaftliche Entwicklung ihrer Betriebe durch die Impfunwilligkeit von Teilen der Bevölkerung massiv gefährdet. „Es wird Zeit, dass die Eigenverantwortung in den Vordergrund rückt, nicht die Fortführung des All-inclusive-Testpakets durch Staat und Betriebe“, so IV-OÖ-Präsident Axel Greiner. „Mit der Impfunwilligkeit der Oberösterreicher stellen wir uns in wirtschaftlich turbulenten Zeiten selbst ein Bein.“  Laut dem aktuellen Konjunkturbarometer schätzen die heimischen Industriebetriebe die wirtschaftliche Entwicklung schlechter ein als zuletzt. Steigende Energie-, Rohstoff- und Transportkosten, die mangelnde Verfügbarkeit von Vormaterialien und die vierte Welle der Corona-Pandemie bremsen die Erholung. Aktuell sehen die Vertreter der Industrie die Lage noch gut, allerdings trübe sie sich in den nächsten Monaten aufgrund des steigenden Kostendrucks erheblich ein. (6.11. OÖN S. 13)

IV-NÖ: Energiepreise als konjunkturelle Wachstumsbremse

Die Erholungsphase nach der Krise hat sich in der niederösterreichischen Industrie im dritten Quartal eingetrübt. „Zwar haben sich die Industriebetriebe in Krisenzeiten als Wachstumstreiber erwiesen, doch die aktuellen Rohstoff- und Energiepreise könnten uns in die nächste Krise treiben“, fasste IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer die Ergebnisse der aktuellen IV-NÖ-Konjunkturumfrage zusammen. Das IV-NÖ-Konjunkturbarometer ist im dritten Quartal 2021 von +32,0 auf +12,0 Punkte deutlich gesunken – und zwar erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie. Hohe Energiepreise sorgen für Verunsicherung bei den niederösterreichischen Industriebetrieben. Als Ursache für die Verunsicherung nannte Salzer den aktuellen Gaspreisschock, nachdem sich der Gaspreis seit August des Vorjahres nahezu verachtfacht habe. Infolgedessen stiegen auch die Kosten aller anderen Energieträger. „Jetzt rächt sich die fehlende strategische Energiepolitik. Die Rolle der Energie für die Produktionsbetriebe wurde von der Politik völlig unterschätzt. Energie ist ein strategischer Produktionsfaktor. Auch bei Nutzung aller Potenziale werden wir nach wie vor Energie importieren müssen“, so Salzer. (6.11. Radio Niederösterreich-Journal)

Tiroler Industrie floriert, aber viele Unsicherheiten

Laut dem Geschäftsklimaindex der IV-Tirol berichten 88 Prozent der befragten Tiroler Unternehmen von einem guten Auftragsbestand – das entspricht dem zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Die Auslandsaufträge bezeichnen 85 Prozent der befragten Unternehmen derzeit als „gut“, 15 Prozent als durchschnittlich. Ein Drittel der Unternehmen erwartet in den nächsten drei Monaten eine steigende Produktion, zwei Drittel der Betriebe gehen von einer gleichbleibenden Lage aus. In der Industrie herrsche nahezu wieder Vollbeschäftigung, so die IV-Tirol. Steigende Beschaffungskosten verstärken allerdings den Druck auf die Verkaufspreise. „Der zunehmende Mangel an Fachkräften, sehr hohe Preise und Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorleistungen, die stark steigenden Energiepreise und die Unsicherheit über den Pandemieverlauf trüben die Zukunftsaussichten ein“, berichtet IV-Tirol-Geschäftsführer Eugen Stark. (6.11. TT S. 20, orf.at)

IV-OÖ: Hidden Champions spielen wichtige Rolle für den Industriestandort  

Zu den bekannten Leitbetrieben gibt es am Standort OÖ eine Vielzahl an sogenannten „Hidden Champions“. „Neben den etwa 100 sehr bekannten Großbetrieben gibt es ein Vielfaches an mittelständischen, meist in Nischenbereichen tätigen, Unternehmen, die sehr oft weltweit Technologieführer sind. Sie sind die versteckten Innovatoren und Problemlöser, die massiv zur Wirtschafts- und Innovationskraft des Landes beitragen. Im Netzwerk der IV arbeiten wir mit ihnen eng zusammen“, sagt IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Das mit Abstand größte Problem dieser Betriebe ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften: „Gerade die Hidden Champions tun sich oftmals schwerer, Mitarbeiter zu finden, als bekannte Markenproduzenten“, so Haindl-Grutsch, der davon ausgeht, dass sich das Problem in den nächsten Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung weiter verschärfen wird. Innerbetrieblich sei es daher notwendig, alle Potenziale auszuschöpfen. Um das Problem des Fachkräftemangels anzugehen, werde die IV gemeinsam mit der Politik in OÖ alles tun, um einen Masterplan umzusetzen, der zu einer erhöhten Frauenbeschäftigung, besserer Berufsorientierung, qualifiziertem Zuzug und gesundem Arbeiten im Alter führe, bekräftigt Haindl-Grutsch. (7.11. Kurier/OÖ-Beilage S. 16)

Allgemein

Regierung und Länder einigen sich auf flächendeckende 2G-Regel

Die steigenden Corona-Zahlen führen zu weiteren Verschärfungen. Ab sofort gilt in ganz Österreich in allen 3G-Bereichen die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Das hat Bundeskanzler Alexander Schallenberg nach der Sitzung der Regierung mit den Landeshauptleuten mitgeteilt. Betroffen sind etwa Besuche in der Gastronomie, Hotellerie, bei körpernahen Dienstleistern sowie in Alters- und Pflegeheimen. Am Arbeitsplatz sollen Tests als Alternative möglich bleiben. Für 2G anerkannt wird in einer Übergangsfrist von vier Wochen auch schon die erste Impfung in Verbindung mit einem PCR-Test. Danach muss man jedenfalls doppelt geimpft oder im vergangenen halben Jahr genesen sein. Der „Grüne Pass“ für Geimpfte verliert neun Monate nach dem Zweit-Stich seine Gültigkeit, kündigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein an. Danach wird ein dritter Stich benötigt. Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab heute im gesamten Handel, in Bibliotheken und Museen. Mit den neuen Corona-Regeln gibt es aber auch eine Erleichterung für die Bundesländer: Die personalintensiven Ausreisekontrollen aus den Bezirken, die in Oberösterreich beinahe flächendeckend galten, fallen weg. Die 3G-Regel für den Arbeitsplatz bleibt weiterhin bestehen. Nur in Oberösterreich gilt für bestimmte Berufsgruppen eine 2,5G-Regel (geimpft, genesen, PCR-getestet). (6.11. Alle TZ)

Metaller-KV: Lohnabschluss auf Inflationshöhe

Die fünfte Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (KV) der Metalltechnischen Industrie hat eine Einigung gebraucht. Die Beschäftigten bekommen drei Prozent mehr Lohn und Gehalt auf ihren KV, die IST-Löhne steigen um 3,55 Prozent brutto. Der Mindestlohn legt auf 2.089,87 Euro brutto zu. Bei den Lehrlingen gibt es ein Plus von bis zu 6,74 Prozent, bei den Zulagen von 3,55 Prozent. Die Aufwandsentschädigung wird um 2,5 Prozent erhöht. Die Möglichkeit für Wochenendarbeit bei erhöhtem Arbeitsbedarf wird – befristet auf zwei Jahre – um sechs Sonntage erweitert. Dafür ist die Zustimmung des Betriebsrates oder der Gewerkschaften notwendig. Die Einigung der Sozialpartner gilt rückwirkend mit 1. November für ein Jahr. Die Arbeitgeber meinten nach den Verhandlungen, dass das erzielte Ergebnis „für viele Betriebe an der Schmerzgrenze ist“, dies aber auch „eine faire Anerkennung für das schwierige letzte Jahr“ ist. „Die vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen bedeuten einen deutlichen Reallohngewinn für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Arbeitgeber-Obmann Christian Knill vom Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI). (8.11. Alle TZ)

NoVA-Erhöhung: Regierung verlängert Frist

Im November 2020 änderte die Regierung die Bestimmungen für die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die beim Neukauf eines Fahrzeugs fällig wird. Zugleich wurde festgelegt, dass die NoVA ab Juli 2021 erstmals auch für Klein-Lkw gilt. Die Folge: Viele Unternehmen bestellten sich vor Inkrafttreten der Änderung neue Lieferautos. Die Regierung legte allerdings fest, dass diese Klein-Lkw bis 1. November 2021 ausgeliefert sein müssen. Für alle Fahrzeuge, die später ausgeliefert werden, gilt der hohe NoVA-Satz. Wegen des akuten Chipmangels können allerdings viele Hersteller bereits bestellte Fahrzeuge nicht oder nur stark verspätet ausliefern. Darauf haben die Regierungsparteien nun reagiert, ein Initiativantrag für eine Verlängerung der Frist wurde im Finanzausschuss mehrheitlich beschlossen. Die NoVA-Erhöhung wird damit erst im Mai 2022 erfolgen. Es bleiben also sechs Monate mehr für die Auslieferung der Klein-Lkw. Es gilt aber weiterhin, dass der Kaufvertrag für die Fahrzeuge vor dem 1. Juni 2021 abgeschlossen worden sein muss, damit sie von der NoVA befreit sind. Für die NoVA-Neuerungen bei Pkw gibt es keine Änderung. (6.11. Presse S. 17)

Ökosoziale Steuerreform: CO2-Preis bekommt Stabilitätsmechanismus

Die ökosoziale Steuerreform der türkis-grünen Bundesregierung geht heute in eine vierwöchige Begutachtung. Kernpunkt ist der Einstieg in die CO2-Bepreisung ab 1. Juli 2022, im Gegenzug gibt es einen – regional gestaffelten – Klimabonus für die Bevölkerung. Der Einstiegspreis beträgt 30 Euro pro Tonne, er steigt bis 2025 auf 55 Euro. Neu dazugekommen ist ein Preisstabilitätsmechanismus, der Ausschläge der fossilen Energiepreise abfedern soll. Gegenüber der Präsentation der Steuerreform neu ist ein Preisstabilitätsmechanismus im nationalen Emissionshandelsgesetz, der ab 2023 gelten soll, hieß es im Finanzministerium. Steigen die fossilen Energiepreise für private Haushalte im laufenden Jahr um mehr als 12,5 Prozent, so soll sich die Erhöhung des CO2-Bepreises im Folgejahr halbieren. Sinken die fossilen Energiepreise, wird die Erhöhung des CO2-Bepreises im Folgejahr um 50 Prozent gesteigert. Damit sei ein Mechanismus geschaffen worden, der Schwankungen der Energiepreise insbesondere für Privathaushalte abfedere, wurde im Finanzministerium erklärt. (8.11. Alle TZ)

Kurzarbeit geht weiter zurück

In Österreich erholt sich der Arbeitsmarkt deutlich von der Corona-Pandemie. Die Arbeitslosen-Zahlen sind niedriger als vor der Krise. Dieser positive Trend zeigt sich auch bei der Corona-Kurzarbeit, die ebenfalls deutlich zurückgeht. Im Juli waren rund 36.000 Personen in Kurzarbeit, im September waren es bereits 10.000 weniger. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Arbeitsministeriums hervor. Allerdings gebe es derzeit eine „Unsicherheit“ wegen steigender Kurzarbeits-Zahlen aufgrund von Lieferengpässen. Davon seien vor allem Teile der Autozulieferindustrie betroffen, so Arbeitsminister Martin Kocher. Seit März 2020 wurden für 1.289.145 Menschen 9,09 Mrd. Euro als Kurzarbeits-Förderung abgerechnet, darunter von Juli bis September 2021 bisher 65 Mio. Euro. (7.11. Alle TZ)

Schwarz-Fuchs: „Wir hoffen, dass 3G bleibt und nicht 2,5G kommt“

Aus der 3G-Regel am Arbeitsplatz, die ab 1. November gilt, soll laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bereits ab 15. November 2,5G (geimpft, genesen oder PCR-getestet) werden. Bis dahin gilt eine Übergangsfrist, wo alternativ noch FFP2-Masken getragen werden können. „Wir sind froh, wenn es bei 3G bleibt und es nicht zu 2,5G kommt“, erklärte IV-Vorarlberg-Vizepräsidentin Christine Schwarz-Fuchs, Mitglied des österreichischen Bundesrates und Unternehmerin aus Lustenau. „3G ist eine Herausforderung für die Unternehmen, auch wenn nur noch einmal in der Woche Stichprobenkontrollen gemacht werden müssen.“ Zwar dürfe der Arbeitgeber nicht speichern, was das Ergebnis der Überprüfungen war, aber man müsse die Kontrollen nachweisen können. Ansonsten drohen für den Arbeitgeber Strafen von bis zu 3.600 Euro. „Es gibt Konfliktsituationen zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern, denn manche wollen sich partout nicht testen lassen“, so Schwarz-Fuchs. Was das umstrittene Projekt S18 betrifft, hofft die Bundesrätin, dass die Autobahnen zwischen Österreich und der Schweiz verbunden werden. (6.11. VN A5, Vorarlberg LIVE)

Heimischer Einzelhandel bis September mit mehr Umsatz als vor der Krise

Die Umsätze im heimischen Einzelhandel legten heuer in den ersten drei Quartalen gegenüber der Vorjahresperiode nominell um 4,9 Prozent zu, wie aktuelle Daten der Statistik Austria belegen. Inflationsbereinigt betrug das Absatzplus 3,4 Prozent. Das Absatzvolumen überstieg damit auch deutlich das Vorkrisenniveau in den ersten drei Quartalen 2019. Insgesamt lag der reale Einzelhandelsumsatz heuer um 3,3 Prozent über dem Wert im Vorkrisenzeitraum Jänner bis September 2019. In einzelnen Bereichen gab es allerdings auch massive Rückgänge. Der Umsatz der Tankstellen lag heuer in den ersten drei Quartalen um 9,4 Prozent unter dem Niveau vor der Krise, Textil- und Schuhgeschäfte büßten beim Absatzvolumen sogar 21,4 Prozent ein. Diese Segmente waren laut Statistik Austria „von der positiven ökonomischen Entwicklung im Einzelhandel ausgenommen“. (6.11. Kurier S. 10, Presse S. 21, TT S. 20)

Großhandelspreise ziehen weiter an

Auch auf Ebene des Großhandels hat sich der Preisanstieg in Österreich ein weiteres Mal beschleunigt. Im Oktober lagen die Großhandelspreise um 15,8 Prozent über dem gleichen Vorjahresmonat, gab die Statistik Austria bekannt. Wie im September mit 13,5 Prozent Anstieg binnen Jahresfrist handelte es sich auch diesmal um das stärkste Plus seit dem Jahr 1974. Hauptverantwortlich für den Anstieg der Großhandelspreise waren laut Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas vor allem Teuerungen bei Treibstoffen. Gegenüber dem Vormonat September zogen die Großhandelspreise um 2,6 Prozent an. (8.11. Presse S. 21, SN S. 21, TT S. 18)

Eurozone: Einzelhandels-Umsatz im September gesunken

Die Einzelhändler in der Eurozone haben im September weniger Umsatz erzielt, allerdings nach einem stärkeren Vormonat. Gegenüber dem Vormonat seien die Erlöse um 0,3 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erlöse im September um 2,5 Prozent. Mehr Umsatz wurde von August auf September mit Lebensmitteln und Kraftstoffen erzielt. Die Erlöse mit anderen Waren sanken hingegen. Die Umsätze im Onlinehandel gingen spürbar zurück. (6.11. Volksblatt S. 21)

IV-Mitglieder in den Medien

Andritz nach drei Quartalen mit deutlichem Gewinnplus

Der steirische Maschinenbauer Andritz hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021 ein spürbares Gewinnplus erwirtschaftet. Das Unternehmensergebnis stieg kräftig um 55 Prozent auf 212,9 Mio. Euro. Das Ergebnis (EBITA) legte in den ersten drei Quartalen ebenfalls deutlich um fast ein Drittel (31 Prozent) auf 365,0 Mio. Euro zu, teilte die Andritz AG mit. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet Andritz unverändert einen deutlichen Anstieg des EBITA im Vergleich zum Vorjahr und rechnet mit einer Rentabilität von rund acht Prozent. „Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen zufrieden. Der Auftragseingang der Gruppe liegt mit über fünf Mrd. Euro auf gutem Niveau, Ergebnis und Rentabilität konnten im Jahresvergleich trotz leicht gesunkenen Umsatzes gesteigert werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner. Andritz sei für die kommenden Monate zuversichtlich und sieht in allen Märkten eine unverändert gute Projekt- und Investitionstätigkeit. Einen neuen Auftrag erhielt die Andritz AG indes von der voestalpine. Geliefert werden sollen eine Beizanlage, Säureregeneration, Siliziumabscheidung und Säurereinigung. Die Anlagen sollen Ende 2023 in Betrieb gehen. (6.11. Alle TZ)

ESTAG plant noch heuer den Bau der Produktion für grünen Wasserstoff 

Die Energie Steiermark (ESTAG) will das erste kommerzielle Wasserstoff-Projekt Österreichs auf die Beine stellen und noch heuer mit dem Bau der Produktion für grünen Wasserstoff beginnen. Weitere Initiativen zur Dekarbonisierung sind im Rollen. „Geredet wird viel, was denn nicht alles zu tun wäre für eine saubere Umwelt. Worauf es aber ankommt, ist, Projekte auf den Boden zu bringen. Genau das machen wir jetzt“, sagte Martin Graf, Vorstandsdirektor der Energie Steiermark. Gebaut wird im südsteirischen Gabersdorf auf einem 10.000 Quadratmeter großen Areal. Die Gesamtkosten beziffert Graf mit gut zehn Mio. Euro, wovon rund 2,6 Mio. Euro durch Klima- und Energiefonds, FFG, Kommunalkredit Public Consulting gefördert werden, COVID-Investitionsprämie inklusive. Teil des Projekts ist auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Kollektorfläche von 6.000 Quadratmetern, die mit den Ressourcen einer bereits bestehenden Biogasanlage zusammengespannt werden soll. Im ersten vollen Produktionsjahr 2023 will man 160 Tonnen grünen Wasserstoff herstellen. (6.11. Standard S. 17)

Unger Steel zählt zu den führenden Stahlbau-Spezialisten in Europa

Dort, wo die Ansprüche an Stahlkonstruktionen hoch sind, kommt das burgenländische Familienunternehmen Unger Stahlbau ins Spiel: Die rautenförmige Dachlandschaft vom Hauptbahnhof Wien, das ringförmige ÖAMTC-Gebäude oder die futuristische Bibliothek der WU Wien wurden vom Oberwarter Stahlspezialisten gefertigt. Auch Flughäfen und Kraftwerke gehören ins Portfolio. Derzeit entstehen in Deutschland Produktionshallen für einen Flugzeughersteller. Für welchen darf CEO Matthias Unger nicht verraten. „Das wird sehr groß, sicherlich ein Vorzeigeprojekt.“ Unger Steel zählt mittlerweile zu den führenden Stahlbau-Spezialisten in Europa. Es gibt Niederlassungen von Rumänien über Zypern bis nach Turkmenistan. Das Unternehmen liefert von der statischen Berechnung bis zur Montage alles aus einer Hand. Jedes Jahr verbauen die Mitarbeiter 70.000 Tonnen Stahl. Den Erfolg des Familienbetriebs beschreibt Unger, der das Unternehmen seit 2008 in dritter Generation leitet, folgendermaßen: „Wir arbeiten beim Engineering sehr eng mit der HTL Pinkafeld zusammen. 50 Absolventen von dort arbeiten bei uns. Mit meinem Vater und mir sind es 52. Das ist sicher der Schlüssel unseres Erfolgs.“ Jedes Jahr werden fünf Lehrlinge aufgenommen. (6.11. WZ S. 12-13)

Bei Neudoerfler fühlt man sich stark mit dem Burgenland verbunden

Die Neudorfler Office Systems GmbH zählt heute zu den Leitbetrieben im Burgenland. „Die Produktion findet seit jeher an unserem ursprünglichen Produktionsstandort in Neudörfl statt“, sagt Neudoerfler-CEO Heidi Adelwöhrer. Die Metallgestelle für die Tischfüße kommen von einem Betrieb aus der Nachbarschaft, die Platten für die Schreibtische ebenso aus Österreich. Viele Mitarbeiter kommen aus Neudoerfl und der Region, man fühlt sich stark mit dem Burgenland verbunden. Fachkräfte holt sich der Betrieb in der HTL Mödling. Über 20 Lehrlinge werden ausgebildet. 2010 bekam Neudoerfler den bisher größten Einzelauftrag. Der Betrieb stattete Ämter, Behörden und Gerichte aus. Der Campus der WU Wien oder die Postzentrale am Wiener Rochusmarkt zählen ebenso zu den Referenzen wie Banken oder Schulen. 2019 betrug der Umsatz knapp 56,2 Mio. Euro. 2020 belastete die Pandemie das Ergebnis. Heuer will Neudoerfler wieder leicht über 50 Mio. Euro erzielen. Seit 2016 gehört der einstige Familienbetrieb zur BGO-Holding, unter deren Dach auch die Büromöbelproduzenten Bene und Planmöbel firmieren. (6.11. WZ S. 12-13)

Greiner verkauft seine Extrusions-Sparte

Der oberösterreichische Anbieter von Kunststoff- und Schaumstofflösungen Greiner konzentriert sich voll auf seine drei Verarbeitungssparten (Verpackungen, Schaumstoff und Medizinprodukte) und will sich von der vierten Sparte, der Extrusion, trennen. Mit einem potenziellen Käufer laufen exklusive Verkaufsverhandlungen, die noch im November zu einem Abschluss kommen sollen, bestätigt Greiner-Vorstandvorstandsvorsitzender Axel Kühner. „Wir haben in einem Strategieprozess festgestellt, dass das Wachstumspotenzial im Konzern begrenzt ist, und die Frage gestellt, ob wir dann noch der richtige Eigentümer sind“, sagt Kühner. Mit der deutsch-niederländischen Private-Equity-Gesellschaft Nimbus befinde man sich in exklusiven Verhandlungen. Während sich Greiner von der Extrusionssparte trennen will, läuft der Übernahmeprozess um die belgische Recticel, die Greiner Schaumstoff zu einem der Weltmarktführer machen soll. Das Übernahmeangebot an der Brüsseler Börse läuft bis 17. Dezember. (8.11. SN S. 14; 6.11. OÖN S. 11)

Miba-Technologie spielt weltweit in der Energiebranche eine große Rolle

Etwas mehr als 40 Prozent ihres Umsatzes macht die Miba AG in der Autoindustrie. „Sie ist und bleibt interessant für uns“, betont Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer, „doch wir wollen auf mehreren Beinen stehen“. Das Familienunternehmen mit Sitz in Laakirchen ist deshalb auch in der Windenergie-Branche hochaktiv. So sind etwa Reibbeläge der Miba, die zum Abbremsen der 300 Tonnen schweren Windräder bei zu starkem Wind benötigt werden, bereits heute in jedem zweiten Windrad im Einsatz – und das weltweit. 90 Prozent der Windkraftanlagen-Hersteller vertrauen bei Leistungswiderständen für die Strom- und Spannungs-Optimierung auf das Know-how der Oberösterreicher. Dazu liefert die Miba Automation Systems Fräsanlagen, die zum Bau von Windtürmen benötigt werden, deren Fundamente dann 100 Meter tief im Meeresboden verankert sind. (7.11. Krone/OÖ S. 38)

Doppelmayr setzt neue Maßstäbe im Seilbahnbetrieb

AURO (Autonomous Ropeway Operation) nennt sich das neue System von Doppelmayr, mit dem Seilbahnen bedienerlos betrieben werden können. Der Weltmarkt- und Technologieführer im Seilbahnbau mit Sitz in Wolfurt hat bislang über 15.300 Anlagen in knapp 100 Ländern realisiert. Mit AURO sollen Seilbahnen nun ohne Stationspersonal auskommen. „Autonomes Fahren ist ein großer Trend, der nunmehr weltweit Einzug hält und der uns immer mehr beschäftigt. Wir haben uns deshalb gefragt, wie wir diese Entwicklung mit dem Seilbahnbau und bewährten Technologien verbinden können. Das AURO-System ist das Ergebnis unserer Innovationsaktivitäten“, erklärt Michael Mathis, Technischer Leiter von Doppelmayr Seilbahnen GmbH, die Hintergründe. Dass der automatisierte Seilbahnbetrieb eine Idee mit Potenzial ist, sieht auch die Jury des diesjährigen Innovationspreises so: AURO wurde mit dem Innovationspreis 2021 des Landes Vorarlberg ausgezeichnet. (6.11. VN D4)

Zumtobel Group: Auszeichnung für die Nachhaltigkeit

Die Dornbirner Zumtobel Group wurde heuer erstmals vom EcoVadis Nachhaltigkeitsrating mit der Gold-Medaille ausgezeichnet. Nach mehrfach Silber wurde der Sprung auf Gold durch eine kontinuierliche Optimierung der CSR-Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette erreicht. Das Unternehmen gehört somit zu den besten drei Prozent von über 75.000 bewerteten Unternehmen. „Mit EcoVadis bringen wir die Nachhaltigkeitsleistung der Zumtobel Group auf die Ebene einer seriösen und unabhängigen Vergleichbarkeit mit über 75.000 Unternehmen“, so Mario Wintschnig, der bei Zumtobel als Manager Corporate Responsibility tätig ist. Als Ziel strebt die Zumtobel Group nun die Platin-Medaille an. (6.11. VN D5)

Getzner Textil: Exportweltmeister mit mehreren Standbeinen

Neben den Standorten im DACH-Raum besitzt Getzner Textil Vertretungen in über 30 Ländern. Die Exportquote liegt bei 98 Prozent, der Fokus auf den globalen Märkten. Das Familienunternehmen mit Sitz in Bludenz ist der führende Hersteller für afrikanische Bekleidungsdamaste des gehobenen Genres (Afrika-Damast) und zählt zu den bedeutendsten Anbietern von Modestoffen, Corporate Fashion sowie technischen Textilien. Auf mehr als 200 Jahre Erfahrung zurückblickend ist die Getzner Textil Gruppe ein breit aufgestellter Spezialist für innovative Gewebe und Lösungen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Dafür genießt der regional verankerte und mehrfach für seine Umwelt- sowie Nachhaltigkeitsbemühungen zertifizierte Global Player seit Jahrzehnten das Vertrauen zahlreicher namhafter Kunden aus unterschiedlichsten Ländern. (8.11. VN J7)

Smatrics-CEO: Leistbare E-Autos pushen E-Mobilität

Leistbare E-Autos sollten die E-Mobilität richtig ins Rollen bringen, davon ist Hauke Hinrichs, Alleingeschäftsführer bei der Verbund-Tochter Smatrics, überzeugt. Hürden gibt es bei der Umstellung von Nutzungszeit auf mengenbezogene Abrechnung an der Ladesäule. Diesbezüglich hofft Hinrichs, dass bis Ende des Jahres eine saubere Lösung vorgelegt wird. „Es gibt Infrastrukturen, die Zähler haben, die nicht genau messen. Die müssen wir alle abbauen.“ Smatrics betreibt nach Eigenangaben das größte österreichweite Ladenetz mit rund 450 Ladepunkten. Derzeit beschäftigt man 75 Personen und will aufstocken. (8.11. Standard S. 15)

AUA bietet Gesichtserkennung für Check-in am Flughafen Wien an

Ab 9. November können manche Fluggäste auf eigenen Wunsch am Flughafen Wien per Gesichtserkennung einchecken. Sie müssen dann keine Bordkarte mehr vorweisen, so die AUA. Die Gesichtserkennung funktioniere selbst mit FFP2-Maske. Das Angebot gilt nur für Nutzer des Star Alliance Vielfliegerprogramms Miles&More. Wer teilnehmen will, muss sich aktiv dafür registrieren. Zusatzkosten sind damit nicht verbunden. Basis sei die Gesichtserkennungstechnologie der japanischen NEC. Persönliche Daten würden verschlüsselt gespeichert, der geltende Datenschutz werde berücksichtigt. Die Speicherung persönlicher Daten werde „auf ein notwendiges Minimum begrenzt“. (6.11. Kurier S. 10, SN S. 18, TT S. 19)

Reed Messe Salzburg: Hagleitner präsentiert frische Seife per Handy-App

Die Reed Messe Salzburg hat am Wochenende die „Alles für den Gast“ durchgeführt. Dabei präsentierte das Pinzgauer Hygiene-Unternehmen Hagleitner die digitale Zukunft seiner Produkte. Spender für Seifen, Raumparfüms, Desinfektionsmittel oder Papiertücher können per App gesteuert und kontrolliert werden. „So sieht man sofort, wo nachgefüllt oder gewartet werden muss“, wurde bei Hagleitner betont. Auf der Messe dokumentierte ein Livemonitor die Hygiene-Gepflogenheiten der Anwesenden. 268 Spender lieferten Daten. (8.11. SN L8-9)

„Passables Ergebnis“ auf der Großglockner-Hochalpenstraße

Johannes Hörl, Alleinvorstand der seit 31. Oktober saisonbedingt gesperrten Großglockner Hochalpenstraßen AG (Grohag), peilt für die Gruppe auch heuer wieder eine „schwarze Null“ an. Er spricht von einem „passablen Ergebnis“ für 2021 – sowohl auf der Hochalpenstraße als auch in der Grohag-Gruppe. Die Besucherzahlen seien gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gestiegen. Allerdings liegen sie um rund zehn Prozent unter dem Dreijahresschnitt vor Beginn der Corona-Pandemie. Zufriedenstellend ist das Geschäft in den zehn Geschäften und in der Gastronomie gelaufen: Der Zuwachs gegenüber 2020 liegt bei zehn Prozent. (6.11. SN L14)