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13.01.2022

Pressezusammenfassung, 13.01.2022
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Allgemein

Förderstunden an Schulen werden verlängert

Ökosoziale Steuerreform passiert Finanzausschuss

OeNB: CO2-Bepreisung erhöht Inflation um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte

Euro-Industrie steigerte Produktion im November deutlich

IV-Mitglieder in den Medien

PET to PET recycelte im Vorjahr 27.300 Tonnen

UBM und JPI verkaufen Immobilienprojekt in Wien-Landstraße

Magenta übernimmt Kabelbetreiber in Niederösterreich und Tirol

Tiroler Plansee kauft in den USA zu

Hafen Wien ist strategischer Hebel für Logistikstandort

Große Nachfrage für innovative Konzepte von IMA Schelling

Erste Group und Wiener Städtische: Mehr Geld-Vorsorge in Pandemie

Höherer Gaspreis bei Wien Energie, EVN und Energie Burgenland ab Februar

AUA wieder unter Top Ten der pünktlichsten Airlines Europas

Kirchdorfer Gruppe ab sofort mit Doppelspitze

Rauch Privatstiftung: Vorstand umgebaut

Allgemein

Förderstunden an Schulen werden verlängert

Das Förderstundenpaket für die Schulen wird bis Ende des Sommersemesters verlängert. Das wurde im gestrigen Ministerrat beschlossen. Außerdem soll ein Fonds für Schulveranstaltungen eingerichtet und die Schulsozialarbeit ausgebaut werden. Gefördert werden zudem Maßnahmen für den Schulsport und kostenfreie Lernunterstützung. Mit den zusätzlichen Förderstunden sollen die durch die Corona-Pandemie entstandenen Lerndefizite abgefedert werden. Vorrangig zugutekommen sollen die Stunden dabei Standorten mit einem erhöhten Förderbedarf der Schüler bzw. Brennpunktschulen. Dafür werden rund 109 Mio. Euro aufgewendet. 4,5 Mio. Euro fließen außerdem für Ergänzungsunterricht für Maturanten bereits in den letzten beiden Unterrichtswochen der Abschlussklasse. Für Lehrlinge wird unter anderem das Coaching-Programm ausgebaut und die Teilnahme an Ausbildungsverbund-Maßnahmen gefördert. Zuspruch für das pädagogische Sofortpaket kommt von der Industriellenvereinigung (IV): „Neben der Verlängerung der Förderstunden ist sehr erfreulich, dass die Lehrausbildung Teil des Pakets ist“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Zusätzliche Förderungen für Ausbildungsverbünde, Vorbereitungskurse und Lehrlingscoaching sowie der Digi-Scheck würden das Lernen der Lehrlinge in dieser schwierigen Situation tatkräftig unterstützen. (Alle TZ) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Ökosoziale Steuerreform passiert Finanzausschuss

Im Finanzausschuss des Nationalrats wurde am Mittwoch die ökosoziale Steuerreform beschlossen. Damit kann sie kommende Woche vom Nationalrat beschlossen werden. In der Reform enthalten ist der Einstieg in die CO2-Bepreisung, die durch einen Klimabonus abgefedert wird. Weiters werden Lohn- und Körperschaftsteuer gesenkt. Mit der Reform sei ein Entlastungsvolumen von 18 Mrd. Euro in den nächsten Jahren verbunden, erklärte Finanzminister Magnus Brunner. Um die Ökologisierung voranzutreiben, ist eine CO2-Bepreisung ab Mitte 2022 vorgesehen, wodurch sich die Regierung eine signifikante Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Österreichs erwartet. Die Höhe des Ausgleich-Bonus orientiert sich an der Wohngemeinde und ist 2022 mit 100, 133, 167 und 200 Euro gestaffelt. Ab 2023 ist vorgesehen, dass sich die Höhe des Sockelbetrages an den Treibhausgas-Emissionen orientiert und per Verordnung festgelegt wird. (Volksblatt S. 2)

OeNB: CO2-Bepreisung erhöht Inflation um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte

Steigende Energiepreise und Engpässe beim Angebot werden dafür sorgen, dass die Inflation (HVPI) heuer auf 3,2 Prozent steigt, erwartet die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Erst 2024 dürfte die Teuerung wieder beim Zielwert der EZB von 2,0 Prozent liegen. Die CO2-Bepreisung ist aber nur zu einem sehr kleinen Teil verantwortlich für die Preissteigerungen – sie wird lediglich 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte zur Teuerung beitragen, erklärte die OeNB in der Publikationsreihe „Inflation aktuell“. Das Jahr 2021 hat in Österreich einen Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von 2,8 Prozent gebracht, alleine im vierten Quartal 2021 lag die so gemessene Inflationsrate bei 3,9 Prozent. Das war der höchste Wert seit Beginn der Währungsunion. (SN S. 15)

Euro-Industrie steigerte Produktion im November deutlich

Trotz der Materialengpässe hat die Industrie im Euroraum ihre Produktion im November gesteigert. Die Betriebe stellten um 2,3 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat bekanntgab. Den Herstellern macht der akute Mangel an wichtigen Vorprodukten wie Halbleitern zu schaffen. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, hat sich der Materialmangel in der Industrie im Dezember nochmals verschärft. In nahezu allen Branchen ist die Anzahl der Firmen mit Beschaffungsproblemen gestiegen, wie das Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. Die Auftragsbücher seien voll. Der Materialmangel erlaube es den Unternehmen aber nicht, ihre Produktion entsprechend hochzufahren. (trend.at)

IV-Mitglieder in den Medien

PET to PET recycelte im Vorjahr 27.300 Tonnen

Die PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz in Müllendorf hat 2021 mehr als 27.300 Tonnen PET-Material wiederverwertet und eine Absatzsteigerung von 14 Prozent erreicht. Das abgelaufene Jahr sei für die Recycling-Industrie ein herausforderndes gewesen, denn nach einem kurzen positiven Aufschwung sei es zu einer dramatischen Materialverknappung auf den Rohstoffmärkten gekommen. Die gesammelten und sortierten PET-Flaschenballen erlebten in der ersten Jahreshälfte eine nie da gewesene Preisentwicklung, so Geschäftsführer Christian Strasser. Für 2022 sind weitere Investitionen geplant: So soll die Grundstücksfläche um 19.000 Quadratmeter erweitert werden, um zusätzliche Lager bzw. Manipulationsflächen zu schaffen. Darüber hinaus will das burgenländische Unternehmen, das die Anlagen bereits mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betreibt, diese künftig zum Teil über eine eigene Photovoltaikanlage versorgen, kündigte Strasser an. (Kurier/Burgenland S. 18, Krone S. 24, SN S. 15, VN D2)

UBM und JPI verkaufen Immobilienprojekt in Wien-Landstraße

Ein leerstehendes Bürogebäude in der Kelsenstraße im dritten Wiener Gemeindebezirk wechselt für 51,5 Mio. Euro den Besitzer. Verkäufer ist ein 50:50 Joint Venture von UBM und JPI, Käuferin des 7.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes ist eine Projektgesellschaft der Soulier Real Estate. „Damit reiht sich die Transaktion, wie auch der Verkauf eines Projekts unmittelbar neben dem UBM Headquarter an die Buwog und einer Beteiligung an einem Projekt in der Muthgasse an die Projektpartner Wiener Städtische und Signa, in eine Reihe strategischer Divestments in Wien“, hieß es bei der UBM Development AG. Geschäftsführer Gerald Beck: „So konnte für alle Beteiligte eine gelungene Win-Win-Situation geschaffen werden.“ (12.1. boerse-social.com)

Magenta übernimmt Kabelbetreiber in Niederösterreich und Tirol

Der Mobilfunkbetreiber Magenta erwirbt zwei Glasfaser-Netzbetreiber und deren Kundenstock in Niederösterreich und Tirol. Mit dem Kauf von AURA, GFI und von Rudolf Geiger & Co/Kabel-TV Seefeld durch Magenta Telekom werden per Anfang Jänner insgesamt rund 5.500 versorgte Haushalte und Betriebe in Niederösterreich, sowie etwa 1.200 Haushalte und Betriebe in Tirol an das Magenta Netz angeschlossen. Das Netz in Niederösterreich werde in den nächsten Jahren um 1.500 neue Anschlüsse in Neubauten der AURA erweitert. Die bisher größte Übernahme am Kabelsektor war der Kauf der Wiener UPC im Jahr 2018. Seither wurde über eine Mrd. Euro in den Ausbau mobiler und fixer Netze investiert. (TT S. 17)

Tiroler Plansee kauft in den USA zu

Die Tiroler Plansee Group mit Sitz in Breitenwang hat einen Vertrag zur Übernahme des US-Unternehmens Mi-Tech Tungsten Metals in Indianapolis unterzeichnet. Mi-Tech gilt in den USA als einer der führenden Anbieter für Produkte aus Wolfram und beschäftigt fast 100 Mitarbeiter. „Mit der Übernahme von Mi-Tech bauen wir unsere Marktposition für Wolfram-Produkte in Nordamerika weiter aus. Kunden profitieren künftig von einem breiteren Angebot an Produkten und Dienstleistungen", erklärte Plansee-Vorstandssprecher Karlheinz Wex. Das US-Unternehmen fertigt hochpräzise einbaufertige Produkte und Komponenten aus Wolfram-Verbundwerkstoffen für Industrien wie Energie, Maschinenbau und Luftfahrt. Die Plansee Group kauft das Unternehmen laut eigenen Angaben über ihre US-Tochter Global Tungsten & Powders (GTP). „Mi-Tech wird davon profitieren, dass GTP als führender westlicher Lieferant Versorgungssicherheit bei Wolframpulvern garantiert“, betonte Wex. (Presse S. 17, SN S. 15, TT S. 16)

Hafen Wien ist strategischer Hebel für Logistikstandort

Die Hafen Wien GmbH mit den Standorten Freudenau, Albern und Lobau ist ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Bei einem Umsatz von 36,5 Mio. Euro pro Jahr löst er in der Bundeshauptstadt eine Bruttowertschöpfung von 49,5 Mio. Euro aus. Das belegt ein Bericht von Standortanwalt Alexander Biach auf Basis von Daten aus dem Jahr 2019. Von dieser Wertschöpfung würden lokale Unternehmen und hiesige Arbeitnehmer profitieren, wird im Bericht festgehalten. (Kurier S. 19, Presse S. 11, WZ S. 8, Österreich S. 15) 

Große Nachfrage für innovative Konzepte von IMA Schelling

Beim virtuellen Open House 2021 des Vorarlberger Maschinenbauers IMA Schelling wurden den Gästen Ideen, Konzepte und Produktneuheiten vorgestellt. Wie erfolgreich und überzeugend die Online-Präsentation der Maschinen und Konzepte war, die 250 Unternehmen nutzten, stellt sich nun in den Nachfragen und Verkäufen dar: IMA Schelling hat nämlich zahlreiche Aufträge erhalten. Für das Unternehmen mit Produktionsstandorten in Schwarzach und im deutschen Lübbecke ist das die Bestätigung der richtigen Strategie in dieser Krisenzeit: Das Unternehmen mit seinen weltweit 1.620 Mitarbeitern hat seine Geschäftsfelder neu strukturiert und u. a. in IT- und Digitalisierungstools sowie neue Bearbeitungsmaschinen für die eigene Fertigung investiert, Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Schweden und Litauen eröffnet und die Weiterentwicklung des Portfolios vorangetrieben. Entsprechend zuversichtlich und mit vielen Aufträgen, die weit über 2022 hinaus gehen, blickt IMA Schelling auf die nächsten Jahre. (VN D2)

Erste Group und Wiener Städtische: Mehr Geld-Vorsorge in Pandemie

Angesichts der unsicheren Pandemie-Zeiten ist den Österreichern die finanzielle Vorsorge noch wichtiger als zuvor. Am beliebtesten dabei ist nach wie vor das Sparbuch – trotz der extrem niedrigen Zinsen. Weil sei glauben, dass sich die Wirtschaftslage durch Corona verschlechtert, wollen neun von zehn Österreichern vorsorgen – so viele wie noch nie. Das zeigt eine IMAS-Umfrage im Auftrag der Erste Bank und der Wiener Städtischen Versicherung, die Anreize für mehr private Vorsorge fordern. (Alle TZ)

Höherer Gaspreis bei Wien Energie, EVN und Energie Burgenland ab Februar

Gas wird bei den Landesenergieversorgern von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ab 1. Februar teurer. Für Haushaltskunden mit einem jährlichen Gasverbrauch von 8.000 Kilowattstunden (kWh) bzw. 15.000 kWh kommt es dadurch zu monatlichen Mehrkosten von elf Euro bzw. 21 Euro. Die Erhöhung gelte für alle Produkte, die im Preisblatt keine detaillierten Preisanpassungsklauseln haben. Erforderlich sei die Anhebung wegen der Entwicklung an den Gas-Großhandelsmärkten und des Anstiegs des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) um das Siebenfache innerhalb eines Jahres. Basis seien Lieferbedingungen, die einer indexbasierten Anpassungsautomatik folgen. (Alle TZ)

AUA wieder unter Top Ten der pünktlichsten Airlines Europas

Die Austrian Airlines (AUA) ist im Jahr 2021 wieder unter den pünktlichsten Fluggesellschaften Europas gelandet. Das belegt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Analyseplattform Cirium. 89,6 Prozent aller Ankünfte waren pünktlich. Das bedeutet Platz sieben im Europa-Ranking. „Es freut mich sehr, dass das Austrian Team es auch in Zeiten der Pandemie schafft, unseren Ansprüchen gegenüber den Kundinnen und Kunden gerecht zu werden. Bei aller Volatilität, die die Corona-Situation mit sich bringt, sorgen unsere Mitarbeiter mit viel Engagement weiterhin für einen stabilen Flugbetrieb“, so AUA-COO Francesco Sciortino. Als pünktlichste Fluggesellschaft in Europa mit einer Quote von 92,13 Prozent wird Vueling gekürt. (Volksblatt S. 16)

Kirchdorfer Gruppe ab sofort mit Doppelspitze

Mit Jahresbeginn wurde Michael Wardian als zweiter Geschäftsführer der Hofmann Holding GmbH – ausführende Gesellschaft der Kirchdorfer Gruppe mit Sitz in Kirchdorf an der Krems – bestellt. Zusammen mit Erich Frommwald steht Wardian nun dem Baustoffspezialisten mit über 50 Einzelunternehmen an 80 Standorten vor. Kirchdorfer erzielte zuletzt mit 2.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 300 Mio. Euro. (OÖN S. 10, Volksblatt S. 16)

Rauch Privatstiftung: Vorstand umgebaut

In der Rauch Privatstiftung ist es zu einer Veränderung innerhalb des Stiftungsvorstandes gekommen. So wurde der Rechtsanwalt Viktor Thurnher von der Kanzlei TWP zum vierten Vorstandsmitglied bestellt. Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist der Rechtsanwalt Christian Konzett, sein Stellvertreter ist der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Klaus-Bernhard Gröhs. Dem Vorstand gehört auch der ehemalige Rondo Ganahl-Vorstandsvorsitzende Dieter Gruber an. Im Herbst 2021 aus der Rauch Privatstiftung ausgeschieden ist unterdessen der Stiftungsvorstand und Wiener Wirtschaftsprüfer Andreas Grave. (VN D2, NVT S. 19)