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13.09.2021

Pressezusammenfassung, 13.09.2021
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IV in den Medien

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021 verliehen

Salzer: „NÖ Industrie steht für Versorgungssicherheit und Wohlstand“

Ohneberg: Industrie ist Garant für sichere Arbeitsplätze und Stabilität

Allgemein

Ansiedlungsagentur ABA zündet Turbo für heimischen Wirtschaftsstandort 

Neuer Rekord an offenen Stellen

Weniger Job-Barrieren für Menschen mit Behinderung 

Gesundheitsminister verteidigt Drei-Stufen-Plan

Einreiseverordnung: Impfung ein Jahr gültig

Faßmann für kürzere Schüler-Quarantäne

Bildungsressort empfiehlt Corona-Stufenplan auch im Kindergarten

Ampel-Kommission: Schüler werden wohl nach Sicherheitsphase weiter testen

Produktionsindex stieg im Juli um knapp zehn Prozent

S&P bestätigt hohe Bonität und stabilen Ausblick für Österreich

EU-Allianz fordert rasche Rückkehr zu Stabilitätspakt

OECD rät zu lockerer Geld- und Fiskalpolitik

Ostseepipeline Nord Stream 2 fertiggestellt

Biontech will Impfstoff-Zulassung für Kinder bald beantragen

IV-Mitglieder in den Medien

Infineon-Chipfabrik als Krisenfeuerwehr

Valneva will dank neuem Corona-Impfstoffs stark wachsen

Bestes Standing für Miba als E-Autozulieferer in Deutschland

Optimismus bei FACC dank neuem Großauftrag von Airbus

100.000 Besucher in der KTM Motohall

RLB Vorarlberg-Chef: „Investitionen müssen auch zurückverdient werden“

ÖBAG-CEO zieht in OMV-Aufsichtsrat ein

IV in den Medien

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021 verliehen

Der „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ ging in diesem Jahr an die österreichische Schriftstellerin Andrea Grill. Anlässlich der Verleihung hob IV-Generalsekretär Christoph Neumayer einmal mehr die Bedeutung des Anton-Wildgans-Preises aus Sicht der Industrie hervor: „Eine Gesellschaft ohne Kunst, Kultur und Literatur wäre ohne Zweifel eine gescheiterte – das ist seit jeher unsere tiefe Überzeugung und die Unterstützung und vor allem die Wertschätzung literarischen Schaffens daraus die logische Konsequenz.“ Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Konstellation unserer Zeit ist“. Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen. (10.9. top-news.at, prost-magazin.at) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Salzer: „NÖ Industrie steht für Versorgungssicherheit und Wohlstand“

Beim Empfang zum Sommerausklang der IV-NÖ vergangene Woche im Schloss Luberegg betonte Präsident Thomas Salzer die bedeutende Rolle der heimischen Industrie in den durch Corona noch nie dagewesenen Herausforderungen: „Dank unserer Industriebetriebe konnte die Versorgung mit Lebensmitteln, Medizinprodukten und Gütern des täglichen Bedarfs aufrechterhalten werden. Die Industrie hat auch im Lockdown weiterproduziert und somit Arbeitsplätze und damit auch unseren Wohlstand abgesichert.“ Darüber hinaus hätten die Betriebe viel Engagement bei der Bekämpfung der Pandemie gezeigt: Es gab über 220 betriebliche Impfstellen in Niederösterreich – etwa zwei Drittel davon in den Industriebetrieben. „Nun gilt es, den Aufschwung, den wir gerade erleben nicht durch Hindernisse wie neue Steuern, Abgaben oder Umweltauflagen zu bremsen“, so Salzer. Der Kampf gegen den Klimawandel sei unbestritten eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. „Die Industrie ist Teil der Lösung beim Thema Green Deal.“ Zugleich müsse der Fachkräftemangel weiter entschärft werden, so Salzer: „Wenn wir international erfolgreich bleiben wollen, müssen wir besser sein als die Konkurrenz.“ (10.9. Niederösterreich heute, noe.orf.at)

Ohneberg: Industrie ist Garant für sichere Arbeitsplätze und Stabilität

Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein der Bevölkerung für die Wichtigkeit der Industrie positiv beeinflusst. Das bestätigt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung der IV-Vorarlberg, durchgeführt vom IMAD-Institut. So sehen 39 Prozent der Vorarlberger die Industrie als den wichtigsten Wirtschaftsbereich für Arbeitsplätze und Wohlstand, nach 2019 mit 20 Prozent fast eine Verdoppelung. „Die Industrie beschäftigt mehr als jeden dritten Erwerbstätigen in Vorarlberg und war somit der Garant für sichere Arbeitsplätze und Stabilität“, so IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg, der mit Blick auf den Herbst festhielt. „Wir brauchen nun Stabilität und Planungssicherheit.“ Daher sei es notwendig, mehr Druck bei den Impfungen aufzubauen, um die Impfquote rasch zu erhöhen und so weitere Einschränkungen zu vermeiden. Als Ergänzung der laufenden Kampagne „Unsere Industrie ist für die Menschen da“ verwies Ohneberg ab Mitte September 2021 auf ein eigene Heißluftballon-Aktion mit dem Titel „Unsere Industrie ist für die Menschen da“. In vier Themen-Talks direkt aus dem Ballon mit besonderen Persönlichkeiten soll den Menschen im Land besondere Denkanstöße zu wichtigen Zukunftsfragen geliefert werden. Dazu betonte IV-Vorarlberg-Geschäftsführer Christian Zoll: „Bei den großen Themen, die wir diskutieren, ist es wichtig, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.“ (11.9. Krone/Vorarlberg S. 26, VN A1+D2, NVT S. 24-25; 10.9. Vorarlberg heute, Radio Vorarlberg, vorarlberg.orf.at)

Allgemein

Ansiedlungsagentur ABA zündet Turbo für heimischen Wirtschaftsstandort 

Mit zahlreichen Aktivitäten will René Tritscher, Chef der heimischen Ansiedlungsagentur Austria Business Agency (ABA) den Wirtschaftsstandort Österreich stärken. Ziel ist, vermehrt sowohl hochqualifizierte Fachkräfte als auch Technologie- und Medizinunternehmen nach Österreich zu holen. „Durch Covid hat der Standortwettbewerb um die besten Unternehmen zur Ansiedelung an Fahrt aufgenommen“, so Tritscher. Derzeit würden viele Firmen ihre Lieferketten überprüfen, was zu Niederlassungen in Österreich führen könne. Die ABA will sich zudem bemühen, mehr Betriebe aus den Bereichen Autonomes Fahren, Cybersicherheit und Gentherapien ins Land zu holen. Im Vorjahr hatte die ABA 353 internationale Unternehmen bei ihrer Ansiedlung oder Expansion in Österreich unterstützt. Diese Firmen investierten 580,2 Mio. Euro und schufen 2.165 Arbeitsplätze. Zweiter Schwerpunkt ist, von der Wirtschaft dringend benötigte hochqualifizierte Fachkräfte zu uns zu locken. Die ABA betreibt deshalb die Online-Jobbörse workinaustria.com, auf der sich über 2.100 Stellenangebote finden. (11.9. Alle TZ)

Neuer Rekord an offenen Stellen

Per Ende August ist eine Rekordzahl von 113.849 sofort verfügbaren offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet gewesen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von 72,5 Prozent. Rund 27.500 Leiharbeits-Jobs und 18.200 Stellen im Handel waren ausgeschrieben, geht aus einer AMS-Auswertung hervor. Die Beherbergungs- und Gastronomieunternehmen meldeten für Ende August rund 15.300 sofort verfügbare offene Stellen. In der Produktion waren etwa 12.600 Jobs und in der Baubranche rund 9.900 Stellen offen. (13.9. Alle TZ)

Weniger Job-Barrieren für Menschen mit Behinderung 

Arbeitsminister Martin Kocher bringt die im Regierungsprogramm angekündigte Reform der Arbeitsfähigkeits-Feststellung bei Menschen mit Behinderung auf Schiene. Er kündigte erste Ergebnisse für das kommende Jahr an. Die Regierung plant mit der Reform den Abbau bestehender Job-Barrieren für Menschen mit Behinderung und so die Integration zu erleichtern. Vorgesehen ist auch eine eigene Lohnauszahlung in Tageswerkstätten, wo derzeit nur ein Taschengeld bezahlt wird. Damit soll auch eine sozialrechtliche Absicherung verbunden sein. Die Umsetzung liegt hier auch bei den Bundesländern. Derzeit arbeiten rund 24.000 Menschen mit Behinderung in Tageswerkstätten. Ende August waren 14.499 Personen mit Behinderung beim AMS arbeitslos registriert oder in einer Schulung. Kocher kündigte weiters einen eigenen Inklusionsindex an. (11.9. Alle TZ)

Gesundheitsminister verteidigt Drei-Stufen-Plan

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat den Drei-Stufen-Plan für die neuen Corona-Maßnahmen verteidigt, nachdem vielen Fachleute diesen als zu zögerlich kritisieren. Ihm sei wichtig, dass die Beschlüsse auf breiter Basis getragen werden, denn nur dann würden sie auch eingehalten, erklärte der Minister in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“. Mit den Intensivkapazitäten als Richtwert könne man sich darauf einstellen, wann etwas passiert. Die eine Woche Vorlaufzeit für neue Maßnahmen erachtet Mückstein für notwendig. Es brauche Zeit, bis diese in der Bevölkerung kommuniziert werden können. (11.9. Ö1-„Im Journal zu Gast)

Einreiseverordnung: Impfung ein Jahr gültig

Das Gesundheitsministerium lässt mit einer Novelle zur Einreiseverordnung aufhorchen: Wie aus dem im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Text hervorgeht, werden künftig auch zwölf Monate zurückliegende Zweitimpfungen bei Einreisen anerkannt. Bisher hatte die Corona-Impfung im Grünen Pass ein „Ablaufdatum“ von neun Monaten. Für mehrere Länder werden die Einreisebestimmungen verschärft, weil sie aus der Liste der Staaten mit einem geringeren epidemiologischen Risiko fallen. Darunter befinden sich die USA, die Westbalkan-Staaten, Serbien, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Albanien. (11.9. Alle TZ)

Faßmann für kürzere Schüler-Quarantäne

Bildungsminister Heinz Faßmann spricht sich für eine Verkürzung der Quarantänezeit für Schüler aus, die aufgrund der Infektion eines Mitschülers daheimbleiben müssen. Derzeit können sie sich nach zehn Tagen per PCR-Test „freitesten“. Er habe „sehr große Sympathie“ für das deutsche Modell, wo nur Sitznachbarn als K1-Kontaktperson eingestuft werden – und diese sich nach fünf Tagen mit PCR-Test aus der Quarantäne „freitesten“ können. Er hoffe im Sinn österreichweit gleicher Regeln, möglichst viele Verbündete zu finden. (11.9. Presse S. 9; 10.9. ORF-„ZIB2“)

Bildungsressort empfiehlt Corona-Stufenplan auch im Kindergarten

Kindergärten fallen zwar in die Zuständigkeit der Bundesländer, das Bildungsministerium hat nun allerdings wie schon öfters im Verlauf der Corona-Pandemie Empfehlungen für den elementarpädagogischen Bereich vorgelegt. Neben den schon etablierten Maßnahmen enthalten diese auch für die Kindergärten einen Stufenplan. „Kinder in elementarpädagogischen Einrichtungen können nicht geimpft werden, deswegen müssen wir sie anders schützen“, so Bildungsminister Heinz Faßmann. Mit seinem Leitfaden liegen nun Empfehlungen für Hygiene- und Präventionsmaßnahmen an die Länder vor, diese sollen laufend ergänzt werden. (11.9. Alle TZ)

Ampel-Kommission: Schüler werden wohl nach Sicherheitsphase weiter testen

Schüler und Lehrkräfte werden sich an den Schulen wohl auch nach Ende der dreiwöchigen Sicherheitsphase österreichweit dreimal pro Woche testen und zumindest abseits der Klasse Maske tragen müssen. Darauf deuten die Daten aus dem aktuellen Arbeitsdokument der Ampel-Kommission hin. Wesentlicher Unterschied: Die Testpflicht betrifft dann aber nur ungeimpfte Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte. (11.9. Volksblatt S. 6, TT S. 5)

Produktionsindex stieg im Juli um knapp zehn Prozent

Der arbeitstägig bereinigte Produktionsindex für den Produzierenden Bereich kletterte im Juli 2021 im Jahresvergleich um 9,7 Prozent nach oben. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich der Produktionsindex saisonal bereinigt um 0,3 Prozent, geht aus aktuellen Berechnungen der Statistik Austria hervor. Der Produktionsindex in der Industrie erreichte im Juli nach Arbeitstagen bereinigt 118,1 Punkte und lag damit um 8,3 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die arbeitstägig bereinigte Produktion im Baugewerbe zeigte laut Statistik Austria im Jahresvergleich ein Plus von 13,6 Prozent. (10.9. finanzen.at)

S&P bestätigt hohe Bonität und stabilen Ausblick für Österreich

Die Ratingagentur Standard&Poor's (S&P) belässt ihre Bewertung für die Republik Österreich beim zweitbesten Wert. Die Ratingagentur bestätigte nun die Note AA+ und den stabilen Ausblick. S&P rechnet im zweiten Halbjahr mit einer weiteren wirtschaftlichen Erholung. Die Erholung in fast allen Sektoren in Kombination mit der Impfrate seien wesentliche Faktoren bei der aktuellen Bewertung, sagte Finanzminister Gernot Blümel. Er forderte eine schrittweise Rückkehr zu einer nachhaltigen Budgetpolitik. „Anderenfalls droht Österreich eine Herabstufung der Bonität und damit würden die Kosten für die Staatsschulden steigen, dieses Geld fehlt dann für notwendige Investitionen", so der Finanzminister. (11.9. Kurier S. 14)

EU-Allianz fordert rasche Rückkehr zu Stabilitätspakt

Finanzminister aus acht EU-Ländern, darunter Österreich, haben rund um das Treffen der EU-Finanzminister in Slowenien eine rasche Rückkehr zum Stabilitäts- und Wachstumspakt gefordert. Die budgetäre Nachhaltigkeit müsse weiterhin eine zentrale Säule der EU-Mitgliedschaft bleiben, hieß es in einem gemeinsam veröffentlichten Positionspapier. Der Initiative für eine Rückkehr zu nachhaltiger Budgetpolitik nach der Krise haben sich laut dem österreichischen Finanzministerium Dänemark, Lettland, Slowakei, Tschechien, Finnland, Niederlande und Schweden angeschlossen. „Diese Länder eint das gemeinsame Verständnis, dass eine dauerhafte Implementierung der aktuellen Schuldenpolitik ein falsches Signal für die Märkte und die Stabilität Europas wäre“, so Finanzminister Gernot Blümel. (11.9. Kleine S. 27, Österreich S. 37)

OECD rät zu lockerer Geld- und Fiskalpolitik

Die Industriestaaten-Organisation OECD rät der Europäischen Zentralbank (EZB) ungeachtet kräftig steigender Preise zum Festhalten an ihren Konjunkturhilfen. Die Risken für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Corona-Krise seien groß, heißt es in einem veröffentlichten Bericht. Ein Anstieg der Firmeninsolvenzen, eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und sinkende Investitionen könnten die Aussichten eintrüben. Auch könnte die Pandemie mit dem Aufkommen neuer, impfresistenter Virusvarianten neu aufflammen. Locker solle auch die Fiskalpolitik der Staaten bleiben, heißt es weiter. Ein zu frühes Setzen auf Austerität könnte den Aufschwung abwürgen. Gleichzeitig müssten aber auch die Strukturen umgebaut werden. So sollten Fiskalregeln adaptiert und die Bankenunion finalisiert werden. (11.9. Alle TZ)

Ostseepipeline Nord Stream 2 fertiggestellt

Die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 ist nach Angaben des russischen Gasunternehmens Gazprom fertiggestellt. Am Freitag sei der Bau von Nord Stream 2 abgeschlossen worden, teilte Gazprom-Chef Alexej Miller mit. Die Betreibergesellschaft will die Pipeline vor Jahresende in Betrieb nehmen. Die Baukosten der 1.230 Kilometer langen Pipeline, die zwei Stränge hat, werden mit mehr als zehn Mrd. Euro angegeben. Die Leitung wurde je zur Hälfte von der Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert. (11.9. Alle TZ)

Biontech will Impfstoff-Zulassung für Kinder bald beantragen

Das Biotechnologie-Unternehmen Biontech will in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen. Die Studienergebnisse liegen laut Biontech vor und müssten nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. Bis Ende des Jahres würden auch die Studiendaten zu den jüngeren Kindern ab sechs Monaten erwartet. (11.9. Alle TZ)

IV-Mitglieder in den Medien

Infineon-Chipfabrik als Krisenfeuerwehr

Das im Endausbau 1,6 Mrd. Euro teure Bauwerk der Superlative in einer Betonhülle, in der Weichen für eine grüne Zukunft gestellt werden, steht vor der Eröffnung. Im neuen Werk von Infineon in Villach, spezialisiert auf 300-Millimeter-Dünnwafer, sollen Halbleiter für 25 Millionen Elektroautos produziert werden. 400 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Eröffnet wird die Zwillingsfabrik zu einem Werk in Dresden kommenden Freitag, drei Monate früher als geplant. Die hier erzeugten Superchips haben einen grünen Auftrag – als Hightech-Waffe im Kampf gegen die Klimakrise. Im Geschäftsjahr 2020 erzeugte Infineon 8,45 Milliarden Chips in 1.800 verschiedenen Produkttypen in Villach. Wie viele im neuen, vollautonomen Werk, intern „Halle 18“ genannt, gefertigt werden, ist noch nicht bekannt. Das zusätzliche Umsatzpotenzial soll bei vollständiger Auslastung der neuen Chipfabrik jedenfalls um 1,8 Mrd. Euro pro Jahr steigen. (11.9. Kleine S. 28-29)

Valneva will dank neuem Corona-Impfstoffs stark wachsen

Ins Milliardengeschäft mit Corona-Impfstoffen will jetzt das Pharmaunternehmen Valneva einsteigen. „Wir rechnen im Oktober mit Ergebnissen unserer großen Phase-Drei-Studie“, berichtet CEO Thomas Lingenbach. In Großbritannien wird das in Wien entwickelte Vakzin derzeit an über 4.000 Probanden getestet. Lingelbach konkretisiert: „Wir sind die Einzigen in Europa, die einen klassischen Tot-Impfstoff entwickeln, wie er seit vielen Jahren gegen Grippe, FSME, Hepatitis A etc. verwendet wird.“ Lingelbach rechnet mit einer Zulassung in Großbritannien noch heuer und im ersten Quartal 2022 in der EU. Um große Mengen produzieren zu können, ließ er am Standort in Schottland bei Edinburgh um rund 120 Mio. Euro eine weitere Fabrik bauen. Lingelbach: „Wir hoffen, dass wir im vierten Quartal auch darin in Produktion gehen. Damit haben wir nächstes Jahr eine Kapazität von über 150 Millionen Impfstoffdosen.“ Geht der Plan auf, würde sich der Valneva-Umsatz glatt verzehnfachen. Statt der 110 Mio. Euro wie 2020 könnte es eine Mrd. Euro werden. Lingelbach: „Ziel ist, den Wert von Valneva mittelfristig Richtung fünf Mrd. Euro zu erhöhen.“ (11.9. Krone/WiMa)

Bestes Standing für Miba als E-Autozulieferer in Deutschland

Dem Autozulieferer Miba mit Sitz in Laakirchen bescheinigte eine Studie des deutschen Analyseunternehmens Quant IP, hinsichtlich Innovationskraft für die E-Mobilität am besten gerüstet zu sein. Analysiert wurden 150 Autoproduzenten und Zulieferer, Basis war ein Algorithmus mit Millionen Patent-Daten. Neben Patent-Anzahl und neuen Patentanträgen im Jahr 2020 floss vor allem ein Patent-Qualitätsscore in die Beurteilung ein. Die Miba will auch weiterhin die eMobility mit ihren Innovationen proaktiv mitgestalten. „Dafür investieren wir bis ins Jahr 2025 mehr als 100 Mio. Euro“, erklärte Miba-Chef F. Peter Mitterbauer. So wurde etwa am Standort Vorchdorf ein Miba eMobility Cluster aufgebaut. In der Steiermark investiert das Unternehmen derzeit an zwei Standorten in Produktionsanlagen für passive Leistungselektronik-Komponenten in Elektrofahrzeugen. (11.9. OÖN S. 15, Volksblatt S. 22)

Optimismus bei FACC dank neuem Großauftrag von Airbus

Das Innviertel ist laut IV-OÖ die am stärksten wachsende Industrieregion Österreichs. Jüngster Beleg ist der Luftfahrtzulieferer FACC mit Werken in St. Martin und Reichersberg, der soeben mit Airbus einen prestigeträchtigen Großauftrag für die Lieferung der Seiten- und Höhenruder für den A220 abgeschlossen hat. FACC, damals noch Teil der Fischer-Gruppe, kooperiert seit 1981 mit Airbus. Jetzt werden erstmals Primärstrukturteile produziert. Die Höhen- und Seitenruder dienen zur Steuerung und Stabilisierung des Flugzeugs in der Luft, dementsprechend hoch und komplex sind laut dem FACC-Vorstandsvorsitzenden Robert Machtlinger die technischen Anforderungen bei der Fertigung. Insofern sei der Auftrag für FACC der „Einstieg in die Champions League“. Der Auftragswert hängt von der Produktion über den A220-Lebenszyklus ab, geplant sind 1.000 bis 1.500 Stück. Machtlinger rechnet jedenfalls mit einem Gesamtumsatz „jenseits der Viertelmilliarde“. (Kurier/OÖ S. 8)

100.000 Besucher in der KTM Motohall

Gut zwei Jahre nach der Eröffnung feiert man in der Erlebniswelt des Motorradherstellers 100.000 Besucher. „Wir sind stets bemüht, die 2.600 Quadratmeter große Ausstellungswelt zu erneuern und zusätzlich ein abwechslungsreiches Programm im Museum zu bieten“, wie Geschäftsführer René Esterbauer betont. „Allein im Monat August durften wir in der KTM Motohall fast 7.000 Besucher begrüßen. Das ist eine Freude und Bestätigung dafür, dass sich der großartige Einsatz des gesamten Teams mehr als lohnt. Auch in der Zukunft sind weitere spannende Projekte geplant.“ (11.9. SN L27)

RLB Vorarlberg-Chef: „Investitionen müssen auch zurückverdient werden“

Für Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank (RLB) Vorarlberg, sollen Investitionen grundsätzlich den nachhaltigen Unternehmenserfolg absichern, Arbeitsplätze sichern und schaffen und zum unternehmerischen Erfolg beitragen. „Investitionsanreize sollen und können dazu führen, dass unternehmerische Entscheidungen besser abgesichert erfolgen und Investitionen unter Umständen vorgezogen werden. Investitionen müssen klarerweise auch zurückverdient werden“, so Hopfner. Daher sollten aus seiner Sicht Investitionsentscheidungen nicht ausschließlich von verfügbaren Investitionsanreizen abhängig gemacht werden. (11.9. VN D1)

ÖBAG-CEO zieht in OMV-Aufsichtsrat ein

Der Personalwechsel an der Spitze der Staatsholding ÖBAG von Thomas Schmid zu nunmehr Edith Hlawati führt zu Änderungen in den Aufsichtsräten der von der ÖBAG betreuten Betriebe. Nach ihrer Berufung in den Aufsichtsrat der Telekom Austria wurde Catasta nun auch in das Präsidium der OMV gewählt, wo sie ebenfalls Schmid nachfolgt. (11.9. Alle TZ)