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15.11.2021

Pressezusammenfassung, 15.11.2021
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IV in den Medien

Salzer für allgemeine Corona-Impfpflicht 

Ohneberg: Erhöhte Impfquote führt dazu, Pandemie zu beenden

3G am Arbeitsplatz: IV-Kärnten warnt vor noch strengeren Corona-Auflagen

Stolitzka zu UVP-Verfahren: Brauchen weiterhin funktionierende Verwaltung

Allgemein

Österreichweiter Lockdown für Ungeimpfte ab zwölf Jahren

UN-Klimagipfel endete mit Kompromiss – 1,5-Grad-Ziel bleibt erhalten 

Digitalisierungs-Index: Österreich schafft Sprung in die Top Ten

E-Wirtschaft gegen zu strenges Energieeffizienzgesetz

KV-Abschluss im Eisenbahnsektor

Euro-Industrie produzierte im September erneut weniger

IV-Mitglieder in den Medien

Papier aus Nettingsdorf seit 170 Jahren

FACC gelingt Einstieg ins Raumfahrt-Geschäft

Unger Steel-CEO: „Grüner Stahl wird immer wichtiger“

Henn setzt mit Anschaffung eines SLA-Druckers neue Maßstäbe

Rezi punktet mit kupferbasierten Reinigungstüchern

RLV-Chef: Für renditeorientierte Anleger gibt es zahlreiche Sparformen

Heimische Skiindustrie sucht diese Saison die Ideallinie

Stieglbrauerei holte sich drei Goldmedaillen 

IV in den Medien

Salzer für allgemeine Corona-Impfpflicht 

„Es kann nicht die Hauptaufgabe der Unternehmen sein, ihre Beschäftigten von der Dringlichkeit der COVID-Schutzimpfung zu überzeugen“, betont IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Er spricht sich daher für eine allgemeine Impfpflicht aus und fordert die Politik zum Handeln auf. Die Politik müsse Verantwortung übernehmen und dürfe diese Aufgabe nicht auf die Unternehmer abwälzen. „Knapp 12.000 Neuinfektionen zeigen: Es ist fünf nach zwölf. Die Politik muss jetzt reagieren“, so der IV-NÖ-Präsident. Dabei gehe es nicht nur darum, den wirtschaftlichen Schaden einzudämmen und Arbeitsplätze abzusichern, sondern „angesichts der aktuellen Situation muss die Politik eine Impfpflicht verordnen, um das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren und jene Menschen zu schützen, die sich nicht impfen lassen können – etwa Kinder und all jene, die aus medizinischen Gründen keine Impfung in Anspruch nehmen können“. Zudem könne es laut Salzer nicht sein, dass Notoperationen und andere wichtige medizinische Eingriffe nicht möglich sind, „weil wir so viele Impfverweigerer im Land haben“. (12.11. Niederösterreich heute, Radio Niederösterreich-Journal, noe.orf.at)

Ohneberg: Erhöhte Impfquote führt dazu, Pandemie zu beenden

Ab heute, Montag, gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz ohne Ausnahme. Wer in die Arbeit will, muss unumgänglich einen 3G-Nachweis erbringen. Das heißt, man muss geimpft, genesen oder getestet sein. „Mit der 3G-Regel können wir gut umgehen, auch wenn wir konfrontiert damit sind, dass der Genesungsstatus bei vielen ausläuft“, betonte IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg. Oberste Priorität für die heimischen Unternehmen sei, dass der Betrieb trotz der derzeitigen Corona-Situation aufrechterhalten werden könne. „Wir haben über die Pandemie hinweg gezeigt, dass wir Vorschriften wie Hygienemaßnahmen, Abstandhalten oder Personenbeschränkungen umsetzen und einhalten konnten“, so Ohneberg. Am Ende des Tages sei das Impfen aber die Lösung für den Weg aus der Pandemie. „Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind zum Schutz der Ungeimpften, deswegen tragen wir diese mit. Wir werden weiterhin alles tun, um unseren Beitrag zu leisten.“ Das Testen sei weiterhin sehr wichtig, doch die Kapazitäten für PCR-Tests müssen vorhanden sein. Auch Geimpfte sollten regelmäßig testen. Prinzipiell sieht Ohneberg in einem offenen und ehrlichen Umgang die einzige Möglichkeit, die Menschen zum Impfen zu animieren. Ein weiterer Lockdown sei nicht tragbar und würde die Gesellschaft noch mehr spalten. Ohneberg: „Die Fakten zeigen, dass die erhöhte Impfquote dazu führt, die Pandemie zu beenden. Eine Spaltung wollen wir alle nicht.“ (15.11. Krone/Vorarlberg S. 5; 13.11. VN A1+D1)

3G am Arbeitsplatz: IV-Kärnten warnt vor noch strengeren Corona-Auflagen

Derzeit seien die Auftragsbücher noch gut gefüllt, das zeigt die jüngste Konjunkturumfrage der IV-Kärnten. Doch in einem halben Jahr rechnet nur jeder achte Kärntner Industriebetrieb mit guten Geschäften. Befürchtet werden nun neue Unwägbarkeiten in der Pandemie. IV-Kärnten-Präsident Timo Springer warnte vor allem vor einer 2G-Regel am Arbeitsplatz. Denn viele Mitarbeiter in der Industrie kommen aus anderen Ländern und seien dort mit dem russischen Impfstoff Sputnik oder dem Chinesischen Sinovac geimpft worden. Diese Impfstoffe seien in Österreich nicht zugelassen, kritisierte Springer: Die Produktion müsse jedenfalls aufrechterhalten werden, dazu bedürfe man aller Mitarbeiter. Sollte eine 2G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt werden, müssten auch alle Impfstoffe zugelassen werden, forderte Springer. Gefahren für die Produktion bestehen nach wie vor durch Lieferengpässe und Preissteigerungen in der Pandemie. Die IV-Kärnten rät auch zur Vorsicht bei den laufenden Lohnverhandlungen. Überproportional höhere Löhne – im Vergleich zu anderen Ländern – würden die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe schwächen, das gehe dann auch auf Kosten der Arbeitsplätze. Kein Verständnis zeigte Spinger zudem für Forderungen der Personalvertreter im Landesdienst. Zusätzliche Urlaubstage und eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn würden den budgetären Spielraum des Landes für Investitionen einschränken. (13.11. Radio Kärnten Journal, kaernten.orf.at)

Stolitzka zu UVP-Verfahren: Brauchen weiterhin funktionierende Verwaltung

Zur Diskussion über möglicherweise rechtswidrige UVP-Verfahren in der Steiermark nahm IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka Stellung. Er betonte, dass in diesen „technisch komplexen“ Verfahren vielfach „Projekte für die nötige Energiewende“ – etwa Windkraftwerke – behandelt werden. „Um diese umweltverträglich umsetzen zu können, brauchen wir weiterhin eine funktionierende Verwaltung“, stellte Stolitzka klar. „Da die Ermittlungen rund um die UVP-Verfahren in der Steiermark erst am Anfang stünden, wäre die Landespolitik „richtig beraten, sich bis zum Vorliegen allfälliger Erkenntnisse hinter die Verwaltung zu stellen“. Für Stolitzka steht fest: „Die Steiermark braucht für die erfolgreiche Gestaltung der Energiewende Investitionen in Wind- und Wasserkraft, in PV- und in industrielle Anlagen. Um diese umweltverträglich umsetzen zu können brauchen wir weiterhin eine funktionierende Verwaltung mit hervorragend ausgebildeten Beamtinnen und Beamte, die für alle beteiligten Parteien im Verfahren die Basis für Rechtssicherheit schaffen.“ (15.11. Krone/Steiermark S. 20)

Allgemein

Österreichweiter Lockdown für Ungeimpfte ab zwölf Jahren

Bund und Länder haben sich nach dem dramatischen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen und zum Schutz der Intensivstationen auf einen österreichweiten Lockdown für nicht geimpfte bzw. nicht genesene Personen verständigt. Das gab Bundeskanzler Alexander Schallenberg nach einer Videokonferenz der Regierung mit den Landeshauptleuten bekannt. Die Verordnung dazu war bereits zuvor publik geworden und wurde vom Hauptausschuss des Nationalrats beschlossen. Von den ab heute, Montag, geltenden Ausgangsbeschränkungen betroffen sind Personen, die weder über ein gültiges Impfzertifikat verfügen noch nachweisen können, in den letzten 180 Tagen eine Corona-Infektion überwunden zu haben. Kinder unter zwölf Jahren sind von den Beschränkungen gänzlich ausgenommen. Erstgeimpfte können sich mit einem PCR-Test „freitesten“. Der „Ungeimpften-Lockdown“ betrifft rund zwei Millionen Menschen und gilt vorerst auf zehn Tage befristet. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kündigte zudem an, eine Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitsberufen einführen zu wollen, nannte aber keine näheren Details, etwa, ab wann diese gelten soll. Die Impfpflicht sei aber ein „Gebot der Stunde“, weil es gelte, teilweise schwer Kranke zu schützen. Deshalb müsse das gesamte Personal, nicht nur Ärzte und Pfleger, geimpft sein, so der Minister. (15.11. Alle TZ)

UN-Klimagipfel endete mit Kompromiss – 1,5-Grad-Ziel bleibt erhalten 

Der UN-Klimagipfel in Glasgow (COP26) hat zum verzögerten Ende einen Kompromiss gebracht. Dieser manifestierte sich im kleinsten gemeinsamen Nenner. Mit dem aktuellen Entwurf wird der Pariser Klimavertrag aber zumindest ein abgeschlossenes Regelwerk erhalten. Die UN-Klimakonferenz hat die Staaten der Welt zudem dazu aufgefordert, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die rund 200 Länder bekannten sich in einer gemeinsamen Erklärung zu dem Ziel, die Erderwärmung mit 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. „Es ist ein weiterer Schritt, der mit der COP26 in Glasgow gesetzt wurde – allerdings bei weitem nicht der letzte, den die internationale Staatengemeinschaft zu gehen haben wird. Zahlreiche politische Zusagen und Festlegungen – etwa zum Schutz der Wälder, der stärkeren Beachtung von Methanemissionen, die aufgestockten Finanzzusagen wie auch die höheren Klimazielankündigungen – weisen klar in die richtige Richtung. Das reicht aber nach wie vor nicht aus, um den Klimawandel wirkungsvoll zu begrenzen“, hielt IV-Präsident Georg Knill zum Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Glasgow fest. (15.11. Alle TZ) 

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Digitalisierungs-Index: Österreich schafft Sprung in die Top Ten

Österreich hat sich beim Stand der Digitalisierung auf Platz zehn unter den EU-Staaten verbessert, wie die aktuellen Ergebnisse des „Digital Economy and Society Index“ (DESI) 2021 zeigen. Im Vorjahr gab es Rang 13, inzwischen ist aber das vor Österreich liegende Großbritannien ausgeschieden. Besonders gut liegt Österreich bei digitalen öffentlichen Diensten sowie der Verfügbarkeit von digitalem Wissen und ausgebildeten Experten. Lob gab es von der EU-Kommission ebenfalls für die Abdeckung mit 5G und die Digitalisierung von KMU. Aufholbedarf hat Österreich unter andrem bei High-Speed-Verbindungen und Cloud-Diensten. Für Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck habe sich angesichts der jüngsten DESI-Ergebnisse gezeigt, „dass Digitalisierung ein enormer Wettbewerbsvorteil für Unternehmen ist. Auch international brauchen wir den Vergleich bei Digitalisierungsschritten nicht scheuen.“ (13.11. Alle TZ)

E-Wirtschaft gegen zu strenges Energieeffizienzgesetz

Die heimische Elektrizitätswirtschaft will kein Energieeffizienzgesetz (EEffG), das zu weit über die EU-Vorgaben hinausgeht. Das in Vorbereitung befindliche neue Gesetz sollte nicht zu überambitioniert sein und auch weniger bürokratisch als das jetzige, betonte Verbund-Chef Michael Strugl, Präsident von Oesterreichs Energie. Man müsse vermeiden, durch zu hohe Zielsetzungen die Zielerreichung zu verfehlen. Beim EEffG sollte man sich tunlichst an den europäischen Zielen orientieren und in erster Linie auf die sogenannten strategischen Maßnahmen setzen, da tue sich Österreich viel leichter. Denn steuerliche und Förderansätze seien sehr wirksam, meinte Strugl. Die Lieferantenverpflichtung sieht die E-Wirtschaft dagegen kritisch, weil man beim bisherigen Gesetz gesehen habe, dass sich diese nicht unbedingt bewährt habe. Zudem wären praktikable Übergangsfristen zum neuen EEffG gut. (12.11. sn.at)

KV-Abschluss im Eisenbahnsektor

Bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen im Eisenbahnsektor wurde in der fünften Runde eine Einigung erzielt. Die Löhne für die rund 50.000 Beschäftigten in den eisenbahnspezifischen Berufen werden rückwirkend ab 1. November bis 30. November 2022 um 3,7 Prozent angehoben. Für die Lehrlingsgehälter wurde ein Zwei-Jahres-Abschluss erzielt, dieser gilt ab 1 Dezember. Der Lohn für technische Lehrberufe im ersten Lehrjahr wurde um 22 Prozent auf 800 Euro erhöht. Für kaufmännische Lehrlinge gibt es im ersten Lehrjahr eine Erhöhung um 25 Prozent auf 700 Euro. (13.11. Alle TZ)

Euro-Industrie produzierte im September erneut weniger

Die von Materialengpässen geplagte Industrie in der Eurozone hat ihre Produktion im September den zweiten Monat in Folge gedrosselt. Die Betriebe stellten um 0,2 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Vergleich zum September 2020, als die Corona-Krise der Industrie stark zusetzte, legte der Ausstoß um 5,2 Prozent zu. Den Herstellern macht der akute Mangel an wichtigen Vorprodukten wie Halbleitern zu schaffen. Schnelle Besserung ist hier nicht in Sicht: Die Lieferkettenprobleme werden sich nach den Worten von Olli Rehn, Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), im Währungsgebiet auch nächstes Jahr noch bemerkbar machen. Eine spürbare Linderung sei wahrscheinlich erst gegen Ende 2022 zu erwarten. (12.11. handelsblatt.com)

IV-Mitglieder in den Medien

Papier aus Nettingsdorf seit 170 Jahren

Vor 170 Jahren, also im Jahr 1851, wurde begonnen, eine ehemalige Getreidemühle in eine Papierfabrik umzubauen. In Nettingsdorf wird in einer der ältesten Fabriken in Europa Papier erzeugt – am jeweiligen Stand der Technik. 1981 wurde Heinz Kessler, der später acht Jahre Präsident der Industriellenvereinigung war, Vorstandschef und blieb es bis 2003. Ihm folgte Ferdinand Fuhrmann. In diese Zeit fiel auch der Eigentümerwechsel: 1995 stieg Jefferson Smurfit mit 27,5 Prozent in die Aktiengesellschaft ein, die mehrheitlich im Eigentum der Familie Stepski stand. Seit 2000 gehört alles Smurfit. Das beste Ergebnis in der bisherigen Firmengeschichte gab es 2018. Das größte Investitionsprojekt wurde mit neuen Energieanlagen um 134 Mio. Euro im Vorjahr finalisiert. 360 Mitarbeiter sind für das Unternehmen mittlerweile beschäftigt. „Das Jubiläum erfüllt uns mit Stolz. Dank weitsichtiger Unternehmer und des Einsatzes von Generationen gehören wir zu den Erfolgreichsten der Branche“, sagt Günter Hochrathner, Geschäftsführer Smurfit Kappa Nettingsdorf. (13.11. OÖN S. 13)

FACC gelingt Einstieg ins Raumfahrt-Geschäft

Der Innviertler Luftfahrtspezialist FACC hat den Einstieg ins Raumfahrt-Geschäft geschafft und liefert Teile für die Trägerrakete Ariane 6 an die ArianeGroup. Die erste Auslieferung soll im Oktober 2022 in Bremen eintreffen, entwickelt wird im Technologiezentrum in St. Martin, gefertigt im Werk 4 in Reichersberg. Es handelt sich um die Astris-Kick-Stage-Main-Structure, das ist eine leichte Karbonlösung für die tragende Struktur der Ariane-Kick-Stage. Damit setzt FACC die Leichtbautechnologien auch in der Raumfahrt ein. Das Auftragsvolumen der Kleinserie über 20 Stück liege im niedrigen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich. Der Auftrag eröffnet FACC völlig neue Möglichkeiten in der kommerziellen Raumfahrt. „Unser Ziel ist es, basierend auf unserer Leichtbaukompetenz und unseren hochmodernen Fertigungsstätten für die tragende Struktur der Ariane 6 Kick-Stage eine Karbonlösung bereitzustellen, die Gewicht reduzieren wird und durch eine effiziente Serienfertigung eine Nutzung für den kommerziellen Raumtransport ermöglichen kann“, sagte Vorstandsvorsitzender Robert Machtlinger. (13.11. Kurier S. 13, Standard S. 22)

Unger Steel-CEO: „Grüner Stahl wird immer wichtiger“

Matthias Unger, CEO der Unger Steel Group, sieht einen weiteren Anstieg beim Stahlpreis. Danach erwartet er „eine gesunde Stabilisierung auf hohem Niveau“. Sehr wichtig ist ihm bei Stahl der Weg zu einer CO2-ärmeren Produktion: „Grüner Stahl wird immer wichtiger. Beispielsweise gibt es einen starken Trend, die Lieferketten kürzer zu halten und mehr regional zu produzieren. Uns muss aber bewusst sein, dass dieser Umstieg etwas kostet. Grüner Stahl ist zu Beginn teurer Stahl.“ Dennoch ist Unger ein starker Befürworter, „weil wir als Europäer und Österreicher eine Vorreiterrolle einnehmen können. Das ist die Zukunft. Wir als Industrie sehen uns als Teil der Lösung.“ Wichtig sind ihm auch Themen wie Digitalisierung bzw. Start-ups: „In Österreich findet man gute Infrastruktur vor und die Unternehmen, mit denen man zusammenarbeiten kann. Ich bin auch bemüht, Start-ups und Industrie stärker zusammenzubringen. Es gibt mittlerweile mehr Venture Capital Fonds. Aber dennoch: Wenn man es mit Deutschland vergleicht, ist die staatliche Unterstützung für diese Anschlussfinanzierung in Österreich zu gering. Diesbezüglich spricht er sich für „mehr Anschlussfinanzierung, unterstützt durch den Staat“ aus. „Wir müssen attraktiv sein für internationale High Potentials. Wir müssen mehr Innovation zeigen, auch was die Industrieunternehmen selbst betrifft.“ (13.11. Kurier S. 15)

Henn setzt mit Anschaffung eines SLA-Druckers neue Maßstäbe

Der Dornbirner Schnellkupplungsspezialist Henn investiert in die Zukunft, konkret in einen SLA-Drucker Caligma 200 der Firma Cubicure GmbH, mit dem die Entwicklungsprozesse radikal verkürzt werden. Damit können Handmuster, Funktionsmuster, erste Prototypen und Kleinserien binnen kürzester Zeit realisiert werden, erklärt Martin Ohneberg, Inhaber und Geschäftsführer der Henn GmbH & Co KG. Der Drucker wird zusammen mit dem Tochterunternehmen Eisele GmbH, das 2021 von Henn übernommen wurde, genutzt. Das Dornbirner Unternehmen blickt auf zehn Jahre Erfahrung im Manufacturing-Bereich zurück. Die Anschaffung des neuen SLA-Druckers sei der nächste logische Schritt. „Mit der Anschaffung des Druckers setzen wir neue Maßstäbe und kommen der Vision einer Kleinserienfertigung in einer AM-Farm am Standort Dornbirn näher“ erklärt Ohneberg. „Das erleichtert uns auch den Einstieg in neue Märkte sowie zukunftsweisende Kooperationen mit innovativen Start-ups.“ (15.11. VN D1)

Rezi punktet mit kupferbasierten Reinigungstüchern

Reinigungsprodukte sind wohl nicht das Erste, woran man beim Thema Innovation denkt. Dass dieser Bereich durchaus hochinnovativ ist, beweist die Firma Rezi Microfaserprodukte GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Lustenau hat sich auf die Produktion und den Handel von Reinigungsprodukten aus Textilien, Kupfer, Stahl und Schwämmen für den professionellen Bereich spezialisiert. Mit seiner neuesten Innovation, den kupferbasierten Reinigungstüchern Copper+, wurde es mit dem Innovationspreis 2021 des Landes Vorarlberg ausgezeichnet sowie für den Staatspreis Innovation 2021 nominiert. Rezi-Geschäftsführer Patrick Bertsch sieht den Preis als Honorierung der langjährigen Labor- und Forschungsarbeit: „Der vor sechs Jahren von Rezi-Eigentümer Walter Intemann geborenen Idee liegt der Gedanke zugrunde, hygienische Reinigung ganz ohne Desinfektionschemie durchzuführen. Das wollten wir durch die Nutzung der natürlichen antimikrobiellen Wirkung von Kupfer erreichen. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck ist uns das auch gelungen.“ (13.11. VN D3)

RLV-Chef: Für renditeorientierte Anleger gibt es zahlreiche Sparformen

Mit dem Sparen können Anleger mehrere Ziele verfolgen, sagt Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg (RLV). „Zum einen, um für spätere Anschaffungen oder Unvorhergesehenes vorzusorgen, zum anderen aber auch und vor allem, um einfach finanziell unabhängig zu sein.“ Im Mittelpunkt stehe somit der Spargedanke. Bis vor wenigen Jahren sei Sparen auch mit einem Ertrag über die gut gebuchten Zinsen verbunden gewesen. „Dies ist leider nicht mehr der Fall. Für renditeorientierte Anleger gibt es eine Vielzahl weiterer Sparformen“, erklärt der RLV-Chef. Exemplarisch erwähnt sei das Wertpapier-Fondssparen. (13.11. VN D1)

Heimische Skiindustrie sucht diese Saison die Ideallinie

Vergangenen Winter ist der Absatz der heimischen Skiindustrie Corona-bedingt um ein Fünftel gesunken. Heuer stünden die Vorzeichen etwas besser, sagt Franz Föttinger, Geschäftsführer der Innviertler Fischer Sports GmbH. Der Markt komme zurück, die Leute buchten Urlaube, und das Gros der Skifahrer, auch aus dem Ausland, sei gegen das Virus geimpft. Die Zusammenarbeit mit dem Handel sei heuer speziell: Weil unbenutzte Ware aus dem Vorjahr liegen blieb, ergebe es keinen Sinn, „den Markt mit neuen Skiern zu fluten“, berichtet Föttinger. Mit einer Rückkehr der Skiindustrie auf Vorkrisenniveau und einem Absatz von 3,5 statt 3,3 Millionen Alpin- und Tourenski rechnet Föttinger in der Wintersaison 2022/23. Optimistischer ist Branchensprecher und Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer: „Läuft alles glatt, kommen wir schon diese Saison knapp an das Niveau heran.“ (13.11. OÖN S. 9)

Stieglbrauerei holte sich drei Goldmedaillen 

Für die Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH brachte die Austrian Beer Challenge einen großen Erfolg. Drei Goldmedaillen und ein Mal Bronze sowie der Titel „Brauerei des Jahres“ erhielt das Unternehmen aus Salzburg-Maxglan. Gold gab es für den „Gipfelstürmer“, die „Rosamunde“ und den „Sonnenkönig VII“. Das „Columbus 1492“ erhielt Bronze. (13.11. SN L16)