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15.07.2021

Pressezusammenfassung, 15.07.21
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IV in den Medien

Gerger drängt auf Gesamtstrategie gegen Fachkräftemangel

„Die Krise hat gezeigt, dass hohe Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel keineswegs im Widerspruch stehen. Und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, da sich zum einen die Kompetenzanforderungen wandeln und es zum anderen einen demografischen Rückgang gibt. Die Folge von fehlendem Personal ist, dass Aufträge nicht mehr abgearbeitet werden können und damit Wertschöpfung verloren geht“, fasst IV-Burgenland-Präsident Manfred Gerger die derzeitige Problematik in der Industrie zusammen. Denn viele heimische Firmen freuen sich über volle Auftragsbücher, können diese aber wegen Mitarbeitermangel nicht abarbeiten. Gerger fordert daher, dass „Politik und Gesellschaft den Fachkräftemangel endlich als zentrale Herausforderung für Aufschwung und Wachstum der nächsten Jahre erkennen und eine Gesamtstrategie mit allen relevanten Themen aufsetzen“. Besonders an den Stellschrauben Aus- und Weiterbildung, Attraktivierung der Industrielehre, verstärkte Berufsorientierung in Schulen, mehr MINT für Kinder ab dem Kindergarten, Verbesserung der Vermittlung von Grundkompetenzen im schulischen Bereich, eine bessere und effizientere Vermittlung von arbeitslos gemeldeten Personen in den ersten Arbeitsmarkt, eine verbesserte, qualifizierte Zuwanderung und besonders das Thema Frauenbeschäftigung & MINT-Berufe ist schnellstens zu drehen. (Krone-Beilage/Zukunft Burgenland S. 2-3)

IV-OÖ: Fachkräfte werden dringend gesucht

In vielen Branchen fehle es an Spezialisten, um die offenen Stellen adäquat zu besetzen, berichtet IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Auch wenn am Arbeitsmarkt nach der Krise noch viele Arbeitskräfte verfügbar seien, so werden vor allem Experten oder Fachkräfte mit bestimmten Qualifikationen gesucht. Es mangle beispielsweise in den sogenannten MINT-Berufen enorm an Fachkräften. Haindl-Grutsch: „Der Fachkräftemangel in der Industrie Oberösterreichs bleibt weiter ein Kernproblem. Firmen, die jetzt stark wachsen und auf den Konjunkturzug aufspringen, suchen qualifizierte Mitarbeiter, finden diese jedoch ganz schwer am Arbeitsmarkt. Wir haben schon wieder höhere Beschäftigungszahlen als vor der Krise aber leider auch den größten Fachkräftemangel aller österreichischen Bundesländer. Oberösterreich braucht mehr MINT-Absolventen – von der Lehre bis zu den Hochschulen.“ (Kurier/Themenwoche S. 3)

Umfrage: Konkurrenzfähiger Standort für Oberösterreicher wichtig

Nach einer aktuellen Spectra-Umfrage im Auftrag der IV-OÖ haben die Oberösterreicher ein klares Bild vom „Hoamatland“. Für 95 Prozent der 800 befragten Personen sind eine funktionierende Wirtschaft und ein konkurrenzfähiger Standort Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Bundeslandes. Skepsis und hohes Bewusstsein herrscht bei der oberösterreichischen Bevölkerung beim Thema Klimaneutralität: Nur zwölf Prozent glauben, dass Österreich bis 2040 klimaneutral sein wird. Hinsichtlich der Maßnahmen ziehen 77 Prozent den Ausbau erneuerbarer Energien vor, mehr Steuern auf Emissionen hätten laut 32 Prozent weniger Hebelwirkung.

Allgemein

EU-Kommission präsentierte umfangreiches Klimaschutzprogramm

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihr umfangreiches Klimaschutzprogramm vorgelegt. Mit „Fit for 55“, das aus zwölf Einzelgesetzen besteht, will die EU zunächst bis 2030 mindestens 55 Prozent des CO2-Ausstoßes im Vergleich zu 1990 einsparen. Bis 2050 soll dann praktisch gar kein CO2 mehr ausgestoßen werden. Kernelement des Konzepts ist eine europaweite Pflicht zum Kauf von CO2-Verschmutzungsrechten für Sprit, Heizöl oder Gas. Der bestehende CO2-Handel für Industrie und Kraftwerke wird den Plänen zufolge verschärft, es werden weniger CO2-Zertifikate ausgegeben und diese jährlich schneller reduziert. Im Gegenzug will die Brüsseler Behörde für einige Industriezweige, die im internationalen Wettbewerb stehen, eine CO2-Steuer an der Grenze zum Schutz der Branchen einführen. Soziale Härten für Pendler oder Mieter wegen des Preisaufschlags auf fossile Brennstoffe sollen durch einen Sozialfonds ausgeglichen werden. Die Vorschläge der Kommission müssen von den Mitgliedsstaaten und vom EU-Parlament gebilligt werden. Seitens der österreichischen Industrie wird das Ziel der EU, langfristig klimaneutral zu werden, grundsätzlich unterstützt. Jedoch stünden „Mehrbelastungen in eklatantem Widerspruch zu Investitionsanforderungen“, so IV-Präsident Georg Knill. „Solange weiterhin kein globales Level Playing Field – keine gleichen Wettbewerbsbedingungen – herrscht, erfordert das höhere 2030-EU-Treibhausgasziel einen ausreichenden Abwanderungs- und Verlagerungsschutz und die Vermeidung von Mehrbelastungen für Schlüsselindustriezweige.“ (Alle TZ; 14.7. ZIB 1, orf.atkurier.at)

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Schramböck will Beihilferecht der EU ändern, um Industrie zu unterstützen

Die Schlüsseltechnologien dürfen nicht mehr aus Österreich oder Europa abwandern, fordert Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Sie will dazu Beihilfen künftig erlauben. Derzeit gestattet das strenge Beihilfenrecht der EU nicht, Produktionen zu fördern. Doch das wird laut Schramböck notwendig sein. Denn sonst drohe durch die Auflagen aus der CO2-Reduktion eine neue Abwanderungswelle aus der EU. Daher will sie im Herbst gemeinsam mit ihrem französischen Amtskollegen einen Vorstoß unternehmen. Ziel ist, dass innovative Produktionen gefördert werden dürfen. Bisher geht das nur bei bestimmten Bereichen wie Wasserstoff, Mikroelektronik, Batterien oder LifeScience. (Krone S. 9)

Pensionskassen-Veranlagungsertrag im Halbjahr bei plus 4,78 Prozent

Die österreichischen Pensionskassen haben im Halbjahr einen Veranlagungsertrag von plus 4,78 Prozent erzielt, wie der Fachverband Pensionskassen bekanntgab. Die Unternehmen hätten die Entwicklung der Finanzmärkte optimal genutzt. Im ersten Quartal hat die Performance plus 1,85 Prozent betragen, in dem von Corona geprägten Jahr 2020 waren es plus 2,55 Prozent. Um allen Österreichern die betrieblichen Altersvorsorge zu ermöglichen, sollte der im Regierungsprogramm festgeschriebene General-Pensionskassenvertrag jetzt umgesetzt werden. „Ein rascher Ausbau der betrieblichen Zusatzpensionen ist gerade aufgrund der demografischen Entwicklung und der massiven Staatsausgaben während der Corona-Pandemie dringend geboten", so Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky. (OÖN S. 7)

ÖGK 2020 mit positivem Betriebsergebnis

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat im vergangenen Jahr ein positives Betriebsergebnis von 12,4 Mio. Euro erzielt. Den Angaben zufolge habe man das erste Jahr trotz der Corona-Pandemie gut überstanden. Begründet wurde das nun positive Betriebsergebnis damit, dass die Corona-bedingte Wirtschaftskrise die Beitragseinnahmen der pflichtversicherten Erwerbstätigen zwar unter die ursprünglichen Prognosen sinken ließ, gleichzeitig aber kam es zu einer geringeren Aufwandssteigerung von Versicherungsleistungen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um nur 1,5 Prozent gestiegen. Das Gesamtvolumen der Aufwendungen der ÖGK beträgt 15,6 Mrd. Euro. Für heuer erwartet die ÖGK allerdings laut der letzten Prognose vom Mai ein Defizit von 186,3 Mio. Euro. Begründet wird das mit einem zu erwartenden „Nachholeffekt“. (Alle TZ)

EZB stellt Weichen für digitalen Euro

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich am Mittwoch auf Eckpunkte für einen digitalen Euro geeinigt. Zunächst ist eine zweijährige Testphase vorgesehen. Danach muss der EZB-Rat nochmals grünes Licht geben und die endgültige Umsetzung beschließen, die nochmals einige Jahre dauern kann. Technisch und vom Konzept her lässt sich die Notenbank weitgehend alle Möglichkeiten offen. Es wird aber zwei Varianten geben. Die eine ist ein digitaler Euro für Endnutzer. Die hätten dann eine elektronische Geldbörse (Wallet) auf dem Smartphone, mit der etwa an der Supermarktkasse bezahlt werden kann. Für Unternehmen wird es dann eine eigene Variante geben. Der digitale Euro wäre je nach Ausgestaltung eine staatliche Alternative zu privaten Zahlungsmethoden wie Paypal oder Apple Pay. (Alle TZ)

Deutsche Regierung sieht Konjunkturerholung „in vollem Gange“

Die deutsche Regierung blickt trotz der Lieferengpässe in der Industrie mit Zuversicht auf die Konjunktur. Die wirtschaftliche Erholung sei zum Ende des zweiten Quartals „in vollem Gange“ gewesen, heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Insgesamt sei die Wirtschaft auf Erholungskurs. In der bisher „sehr robusten Industrie“ könne es allerdings in einzelnen Branchen zu einer schwächeren Entwicklung kommen, die auch über die kommenden Monate anhalten dürfte. Die seit längerem bekannte Materialknappheit etwa bei Halbleitervorprodukten zeige sich nun in entsprechenden Produktionsrückgängen – vor allem in der Automobilindustrie. Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibe insgesamt aber positiv.  (14.7. derstandard.atwienerzeitung.at)

IV-Mitglieder in den Medien

Deutsche Regierung sieht Konjunkturerholung „in vollem Gange“

Die deutsche Regierung blickt trotz der Lieferengpässe in der Industrie mit Zuversicht auf die Konjunktur. Die wirtschaftliche Erholung sei zum Ende des zweiten Quartals „in vollem Gange“ gewesen, heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Insgesamt sei die Wirtschaft auf Erholungskurs. In der bisher „sehr robusten Industrie“ könne es allerdings in einzelnen Branchen zu einer schwächeren Entwicklung kommen, die auch über die kommenden Monate anhalten dürfte. Die seit längerem bekannte Materialknappheit etwa bei Halbleitervorprodukten zeige sich nun in entsprechenden Produktionsrückgängen – vor allem in der Automobilindustrie. Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibe insgesamt aber positiv.  (14.7. derstandard.atwienerzeitung.at)

Novartis wird Personalstand in Kundl weiter aufstocken

Das Werk in Kundl ist mit 4.500 Mitarbeitern das größte unter den 55 Produktionsstandorten des Schweizer Pharmaherstellers Novartis. Jetzt sollte es Bestandteile für den deutschen Impfhersteller Curevac liefern. Doch der Auftrag hängt derzeit in der Luft. Wegen Problemen mit der Wirksamkeit des Impfstoffs hat der deutsche Impfstoffkandidat bisher noch nichts in Tirol bestellt. „Wir sind bereit und haben rund hundert Leute eingestellt“, erklärt Michael Kocher, Österreich-Chef von Novartis. Sollte es mit dem Curevac-Auftrag nichts werden, sei das aber kein großes Problem. Denn der Personalstand in Kundl, der sich seit 2006 verdoppelt hat, werde auch so weiter steigen. Novartis wird etwa ein Werk in Slowenien schließen und Kapazitäten nach Tirol verlegen. Schwerpunkt in Kundl ist nach wie vor die Penicillin-Erzeugung, hier werden 150 Mio. Euro in eine neue Technologie investiert. (Kurier, Krone S. 8, TT S. 27)

Plasser & Theurer öffnet sich personell und technologisch

Das oberösterreichische Familienunternehmen Plasser & Theurer ist als Spezialist für Gleisbaumaschinen auf dem Weltmarkt etabliert und rekrutiert seinen Nachwuchs meist aus den Familien der Mitarbeiter. Seit 2011 leitet Johannes Max-Theurer die Geschicke des Unternehmens. „Darauf bin ich auch stolz, wir haben wenig Fluktuation und eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. Gleichzeitig ist er bestrebt, den Veränderungsprozess voranzutreiben und die Firma nach außen zu öffnen. Dazu gehört unter anderem die technologische Offenheit. Zu der vor vier Jahren eingeleiteten Transformation des Unternehmens zählt auch, dass ein Team aus rund 100 Mitarbeitern sich Themen wie künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Big Data widmet. Die Bahnbaumaschinen aus Linz werden für das autonome Fahren der Zukunft vorbereitet. Sie liefern eine Vielzahl an Daten über den Zustand des Schottergleises, werden zum „Gutachter für die Instandhaltung“, erklärt Max-Theurer. (OÖN S. 8)

Flughafen Wien verzeichnete im Juni mehr Passagiere als im Mai

Das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe ist im Juni im Vorfeld der Urlaubssaison gegenüber Mai etwas gestiegen, lag aber noch immer 75,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von vor zwei Jahren. Die Gruppe verzeichnete samt den Airports Malta und Kosice 926.278 Reisende, der Standort Wien-Schwechat mit 725.230 Fluggästen ein Minus von 75,7 Prozent. Im Juni 2019 hatte man in Schwechat rund 2,985 Millionen Fluggäste verzeichnet, im Juni 2020 138.124. (Presse S. 16, OÖN S. 7, WZ S. 13)

Gebrüder Weiss: Lieferung für Mars-Analog-Mission

Als Logistikpartner des Österreichischen Weltraumforums transportiert Gebrüder Weiss die Missionsausrüstung sowie 16 internationale Wissenschaftsexperimente zum Testgelände in Israel. Vom 4. bis 31. Oktober führt dort das Weltraumforum gemeinsam mit internationalen Forschungspartnern die simulierte astronautische Marsmission „Amadee-20“ durch. Für die Organisation des Transports werden bei Gebrüder Weiss Lehrlinge eingebunden. (VN D1)

Rhomberg: Heimisches Holz schafft Rohstoffsicherheit und stärkt Arbeitsmarkt

Derzeit herrscht ein enormer Mangel an Holz. Dies führte während der Pandemie zu einem Preisanstieg des Rohstoffs um bis zu 50 Prozent. Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg Holding GmbH, plädiert dafür, mehr heimisches Holz zu verwenden, um Rohstoffsicherheit zu schaffen und den heimischen Arbeitsmarkt anzukurbeln. Rhomberg sagt auch, Vorarlberg hätte eigentlich genug eigenes Holz mit dem man auskommen könnte: „Ich plädiere ganz klar dafür, dass man zumindest einen Teil der Versorgung, die wir im Land haben und wir haben ja auch Holz, wir können es nur noch nicht so verarbeiten, dass man hier Lösungen findet, dass wir gemeinsam in Vorarlberg ein bisschen Rohstoffsicherheit bekommen.“ (14.7. ORF Vorarlberg)

Geschäftsführer-Wechsel bei Grass

Beim zur deutschen Würth-Gruppe gehörenden Beschlägehersteller Grass GmbH mit Hauptsitz in Höchst ist es zu einem Wechsel in der Geschäftsführung gekommen. Auf den bisherigen Co-Geschäftsführer Stefan Colby folgt in dieser Funktion Helmut Kainrad. Letzterer ist seit vielen Jahren bei Grass in Deutschland tätig und wird sich die Grass-Geschäftsführung mit dem bisherigen Geschäftsführer Albert Trebo teilen. (VN D2, NVT S. 18)

Neustrukturierung der Eigentumsverhältnisse bei Natex

Bei der Textilfirmen-Gruppe Natex gibt es neue Eigentumsverhältnisse. So hat sich der 25-Prozent-Miteigentümer und Co-Geschäftsführer Rainer Nachbaur zur Gänze aus allen dem operativen Geschäft zuzuordnenden Natex-Firmen zurückgezogen. Er hält als Co-Geschäftsführer 25 Prozent der Anteile an der Natex Vermögens GmbH. Dieser Firma gehört der Immobilienbestand. In allen übrigen Natex-Firmen der Gruppe hält jetzt sein Bruder und Geschäftsführer Jörg Nachbaur sämtliche Firmenanteile (zuvor 75 Prozent). Die Firmengruppe kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von etwa 3,5 Mio. Euro. Aktuell werden 25 Mitarbeiter beschäftigt. (VN D1, NVT S. 19)

Kucher neuer Sprecher des Regionalforums Oberkärnten

Der Sprecher des Regionalforums Oberkärnten kommt mit Christian Kucher (Aon Austria GmbH) erstmals aus dem Dienstleistungsbereich. Schon bisher wurde an der strategischen Vernetzung der Region gearbeitet. Jetzt soll laut Kucher der nächste Schritt gesetzt und eine Infrastruktur in Form einer eigenen Struktur geschaffen werden, die es ermöglicht, bei Projekten einen besseren Überblick über Förderungen & Co. zu haben. (Kleine/Kärnten S. 27)