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Mindestlohn-Diskussion: IV-Burgenland warnt vor zusätzlichen Belastungen für Wirtschaft

IV-Burgenland-GF Puschautz-Meidl: Konjunktur schwächt sich ab - Höherer Mindestlohn gefährdet gerade Arbeitsplätze im Mindestlohnbereich

„Sämtliche Prognosen zeigen, dass sich die Konjunktur in den nächsten Jahren abschwächen wird. Die Zeiten der hohen Wachstumsraten sind vorerst vorbei, die Unternehmen müssen sich auf diese herausfordernden Zeiten bestmöglich einstellen. Die SPÖ-Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1.700 Euro auch in der Privatwirtschaft konterkariert diese Bemühungen“, hielt IV- Burgenland-Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl am heutigen Donnerstag zur aktuellen Mindestlohn-Diskussion fest. Ziel müsse es sein, auch in schwierigen Zeiten Arbeitsplätze im Burgenland zu halten und, wenn möglich, neue zu schaffen. Zusatzbelastungen für die heimischen Betriebe seien daher jedenfalls zu vermeiden, denn damit würden Arbeitsplätze direkt gefährdet werden.

"Um die Löhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verbessern, ist eine allgemeine Senkung der Steuer- und Abgabenquote der einzig richtige Weg“, so die IV-Burgenland-Geschäftsführerin. Statt mit der kontraproduktiven Mindestlohn-Forderung Teilzeit-Arbeit zu stärken, wäre es sinnvoller, Anreize für Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen. Hinzukomme, dass Arbeitsplätze gerade im Niedriglohn-Bereich gefährdet seien – durch eine Anhebung des Mindestlohns könnte dieser Effekt verschärft werden.