Die Absage der Lkw-Maut in bisher vorliegender Form ist die richtige Entscheidung im Sinne des Wirtschafts- und Industriestandortes.
„Die Absage der geplanten Lkw-Maut ist aus Sicht der Industriellenvereinigung Burgenland eine erfreuliche und richtige Entscheidung. Eine zusätzliche Belastung des Güterverkehrs hätte die Kosten für unsere Unternehmen erhöht und damit die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Standortes geschwächt", sagt Christian Strasser, Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland, anlässlich der heute bekannt gegebenen Entscheidung des Landes Burgenland, von den bisherigen Plänen zu einer Lkw-Maut auf Landesstraßen abzusehen.
„Für eine abschließende Beurteilung des neu angekündigten Maßnahmenpaketes müssten die konkreten Verordnungen vorliegen. Der Verzicht auf eine landeseigene Lkw-Maut darf jedenfalls nicht dazu führen, dass den burgenländischen Unternehmen Belastungen durch die Hintertür entstehen. Entscheidend ist, dass nicht nur der rein innerburgenländische Regionalverkehr, sondern auch der für unsere Unternehmen notwendige Ziel- und Quellverkehr sowie grenzüberschreitende Lieferketten praktikabel und ohne zusätzliche Standortnachteile möglich bleiben“, betont Strasser.
Mit Blick auf die Zukunft formuliert Strasser: „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass das Land bei Gesetzesvorhaben mit erheblichen Auswirkungen auf den Wirtschafts- und Industriestandort bereits vor der Ausarbeitung konkreter Entwürfe das Gespräch mit Wirtschaft und Industrie sucht. Ein frühzeitiger und ehrlicher Dialog hilft, praktische Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen, bessere Lösungen zu entwickeln und unnötigen Aufwand auf allen Seiten zu vermeiden", und betont: „Die Industrie steht jederzeit als konstruktiver Partner zur Verfügung. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Arbeitsplätze, Investitionen und Wertschöpfung im Burgenland zu sichern und den Standort nachhaltig zu stärken.“

