Trotz massiver Kritik der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland hält das Land Burgenland an einer LKW-Maut auf Landesstraßen fest. „Eine Verteuerung der Infrastruktur trifft jede einzelne Person im Land“, so IV-Burgenland Präsident Strasser.
Zum einen würde das Burgenland einen seiner wichtigsten Standortvorteile selbst verteuern: die Lage zwischen West- und Osteuropa. Eine zusätzliche Lkw-Maut würde aus diesem Lagevorteil einen Kostennachteil machen. Zum anderen trifft diese Maut die burgenländischen Unternehmen selbst. Dem heimischen Industriestandort entstünde damit ein Wettbewerbsnachteil, da der Transport und damit die Waren und Erzeugnisse selbst teurer werden. Im Endeffekt zahlen Endabnehmer und damit die breite Bevölkerung solche Kosten.
Besonders problematisch wäre eine solche Maut für das Mittel- und Südburgenland: Je weiter ein Unternehmen vom hochrangigen Straßennetz entfernt ist, desto größer die zusätzliche Belastung. Darüber hinaus gibt es für viele Transporte auch keine realistische Bahn-Alternative.
„Straßen und Verkehrswege sind die Lebensadern eines Industriestandortes“, sagt IV-Burgenland Präsident Christian Strasser. „Eine burgenländische Lkw-Maut auf Landesstraßen wäre standortpolitisch die falsche Maßnahme: Eine künstliche Verteuerung oder Einschränkung der Straßeninfrastruktur trifft nicht nur die Unternehmen, sondern letztlich jede einzelne Person im Land. Wir riskieren damit Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die Attraktivität des Standortes Burgenland. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es umso wichtiger, dass wir daran arbeiten, den Industriestandort Burgenland zu stärken, und ihn nicht weiter zu belasten. Die LKW-Maut bedeutet eine Wettbewerbsverschlechterung für den Standort Burgenland.“
Abschließend betont Strasser, dass die Industriellenvereinigung Burgenland für standortpolitische Gespräche gerne bereitsteht.

