Am neu eröffneten Ceramico Campus Stoob trafen sich Vertreter*innen von Bildung, Politik und Unternehmen zum ersten HTL Roundtable der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland. Im Fokus standen die Kompetenzen der Zukunft und die Zusammenarbeit von Bildung und Industrie.
Die HTL-Lehrpläne werden derzeit überarbeitet und sollen noch mehr Praxis und Kompetenzorientierung in die Ausbildung bringen. Was das für Schulen, Jugendliche und Unternehmen im Burgenland bedeutet, wurde am neuen Ceramico Campus in Stoob beim ersten HTL Roundtable der IV Burgenland diskutiert. Zu Gast waren Bildungslandesrätin Daniela Winkler, Wolfgang Kern vom Bildungsministerium, die HTL-Direktoren Wilfried Lercher und Thomas Schober, Jürgen Neuwirth von der Bildungsdirektion Burgenland sowie Wolfgang Haidinger von der Industriellenvereinigung.
Bei der Überarbeitung der HTL-Lehrpläne stehen Zukunftskompetenzen und Projektorientierung im Fokus. Neben einheitlicherem Grundwissen soll vor allem die Praxis einen noch größeren Stellenwert erhalten – über welche dann die Kompetenzen aufgebaut werden.
HTL als wichtiger Standort-USP
„Die HTL ist ein Standort-USP für Österreich und hat für die Industrie große Bedeutung“, hält IV Burgenland-Präsident Christian Strasser fest. „Höhere Technische Lehranstalten bereiten junge Menschen in industrienahen Ausbildungen darauf vor, aktiv an Lösungen für die Zukunft mitzuwirken. Gerade deswegen ist eine noch stärkere Orientierung auf praktisches Arbeiten, kreatives Ausprobieren und innovatives Forschen in den neuen HTL-Lehrplänen für die Industrie so wichtig. Als Industriellenvereinigung wollen wir uns hier aktiv einbringen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen zu unterstützen und den Dialog zwischen Bildung und Industrie zu fördern.“
„Technologie ist ein wesentlicher Faktor für Wohlstand, Lebensqualität und Sicherheit in Österreich“, ist IV Burgenland-Geschäftsführerin Aniko Benkö überzeugt. „Dennoch sind drei von vier österreichischen Industrieunternehmen mit langjährigen Personalproblemen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) konfrontiert. Ohne die HTL wäre eine innovative Industrie in Österreich nicht vorstellbar. Daher ist für uns die Stärkung dieser Schulform mit Austauschformaten wie dem HTL Roundtable ein wichtiges Anliegen.“
Welchen großen Stellenwert die HTL-Ausbildung für die heimische Industrie hat, wurde auch beim HTL-Roundtable ersichtlich: So sind 60 Prozent der Angestellten eines teilnehmenden Unternehmens Absolvent*innen einer HTL. Ein anderer Unternehmensvertreter unterstrich die Notwendigkeit, Kompetenzen für eine schnelllebige Zukunft zu entwickeln. Ebenso ist nicht nur das technische Know-How, sondern auch das Innovationsmanagement eine Schlüssel für zukünftigen Erfolg.
Zur Veranstaltung
Der HTL Roundtable der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland bringt Vertreterinnen und Vertreter von Bildung, Politik und Industrie zusammen und bietet damit eine Plattform für Austausch und Kooperation. Ziel ist es, anlässlich der Überarbeitung der HTL-Lehrpläne die enge Vernetzung zwischen Höheren Technischen Lehranstalten und Industrie weiter auszubauen und Kompetenzen für die Zukunft zu erarbeiten.


